Die Insel ist seit etwa 5 Jahren in Betrieb und mittlerweile rundherum zugebaut. Die Zimmer zeigen bereits leichte Abnutzungserscheinungen.Die Grünflächen sind recht gepflegt, die Springbrunnen in der Gartenanlage sind leider nicht mehr in Betrieb. Die Insel ist in allen Katalogen mit 350 Zimmern angegeben. Das stimmt mittlerweile nicht mehr, es sind etwa 70 mehr (Zimmer-Nr. 100 bis ca. 530). Die Anlage ist sehr geplegt, die Zimmer sehr sauber. Für mich war Halb-Pension optimal, Al-inkl. hätte 700 Euro für die 3 Wochen mehr gekostet, ich habe aber nur ca. 100 Dollar für Getränke ausgegeben. Die Nebenkosten sind alle sehr hoch. 1.5 L Wasser für 3 Dollar war das billigste, eine Pizza Magherita 9.90 Dollar, Cola 3.50, ich denke, die Preise sind wie überall überteuert. Das Sportangebot ist wirklich unübertroffen, man kann hier alles machen über alle Wassersportarten bis hin zu Billard, Tischtennis usw., Animation hab ich keine gesehen, Gott sei Dank. Es gibt keine Nationalität, die überwiegt, eine Mischung aus Deutschen, Östrerreichern, Schweizern, Engländern, Russen und ein paar vereinzelte Japaner und Italiener (die sind auf der Nachbarinsel Holiday Island). Der Altersdurchschnitt hatte alles zu bieten, von 20 bis ca. 60 Jahren, Durschnitt ca. 30 bis 40. Ich bin mit Thomas Cook geflogen, war am billigsten von allen zu dieser Zeit, es gab ein Begrüßungsgeschenk und der Check-In wurde komplett übernommen. Alles auf der Insel von Ankunft über Ausflüge und Auschecken ist total durchorganisiert und funktioniert super, und das, obwohl jeden Tag mehrfach An- und Abreise stattfindet. Zum Wetter: Ich war vom 4. bis 25. dezember da und hatte bombige 38 Grad tagsüber und ca. 28 Grad nachts. Hot, hot, hot, aber genial. Ein bißchen Pech hatte ich mit der Baustelle des neuen Spa-Centers (direkt links neben Deluxe 391). LKW`s, Gehämmer und Gesäge 18 Std. am Tag, aber ab Februar 2004 soll das beendet sein. Das muß hier nochmal bemängelt werden. Ansonsten: Eine unruhige, manchmal laute Insel, aber für unternehmungslustige junge Leute und Singles das beste, was man maledivisch machen kann (man bedenke, daß sonst auf anderen Inseln höchstens 1x die Woche Abendunterhaltung ist). Obwohl ich mich oft über den Baustellen-Lärm geärgert habe, hatte ich doch Riesen-Spaß, habe viele Leute kennengelernt, wähle aber beim nächsten Mal doch eine autolose ruhigere und kleinere Insel, denn so ca. 900 Leute waren doch ein bißchen viel.
Hier noch die aktuell besten Zimmer (Insel-Plan siehe auf SunIsland-Malediven.de): Die Deluxe-Zimmer rechts vom Wasserbungalow-Steg haben die Nummern 391 bis ca. 530, wobei 391 bis 450 Doppelbungalows mit der berühmten Außendusche sind (es geht durch eine Klarglastür im Bad nach draußen zum Duschen, ummauert, echt toll), die teilweise wie neu sind. 451 bis Ende (ca. 530) sind 4-er Bungalows mit Bad ohne Tageslicht. Alle Deluxe (bis vielleicht ab 500) haben den Nachteil, auf der windarmen Seite der Insel zu liegen, hier ist es sehr heiß und bei Ebbe kann man nicht schwimmen, bei Flut gerade so, also sehr flaches Wasser bis zum Schutzriff von ca. 500 Metern.Ab 500 gehts Richtung Versorgungssteg, da ist das Wasser wieder tiefer und etwas mehr Wind. Links der Wasserbungalows auf der gleichen Inselseite liegen die Super-Deluxe 318 bis 249. Hier ist teilweise kein Strand mehr für die Liegen vorhanden, bleibt nur die Möglichkeit im tiefsten Schatten zu liegen, und hier fahren gerne die Schnellboote mit den Wasserskiern lang, Radio aufgedreht, yeah.... Auf der anderen Inselseite, das ist da, wo man ankommt, ist viel Wind und es ist sehr angenehem. Hier sind nur Super-Deluxe-Zimmer. Im Bereich 101 bis 178 sind die besten Zimmer, habe mir 132 angesehen, beste Lage, super Strand und Wind. Die Zimmer 179 bis 248 haben teilweise 100 m oder mehr Strand vor sich, wer will seine schwere Holzliege so weit zerren???? Soviel zu den Zimmer-Lagen.
Das große Hauptrestaurant kommt in einigen Beurteilungen nicht immer gut weg. Ich fands trotzdem toll. Die vielen Leute brauchen ja auch Platz. Glücklicherweise wurden " wir Singles" mit anderen gleichgeschlechtlichen Singles an Tischen zusammengesetzt. Das war super und es gab mit den anderen Mädels viel Stoff, um über männliche Single-Tische zu lästern. Im Ernst, es waren alleine in unserer Ecke immer um die 20 Singles, Sun Island ist dafür optimal. Das Essen ist wie überall. Ich fands lecker als Vegetarier.
Ich sag nur: Super. Alle supernett. An 4 von 7 Tagen Abendprogramm mit Live-Band, Disco, Folklore, Karaoke. In der Bar ist am Abend immer was los im Gegensatz zu andren Malediven-Inseln. Man vereinsamt auch alleine nicht. An alle weiblichen Singles: Nichts mit Room-Boys anfanegen, das kostet deren Job (Sorry, Mohamed).
Das Ari-Atoll ist schon ziemlich übervölkert. Egal, in welche Richtung man von Sun Island aus schaut, man sieht andre Touristen-Inseln, z.B. Holiday Island, dort sind nur noch Italiener. Alles in allem ist der Strand um die Insel überall sehr schön, die Umrundung dauert ca. eine knappe Stunde mit viel Schweiß. Im Insel-Shop kann man viele Dinge kaufen, von Souvenirs über Taschen, Bikinis, Bade- und Korallenschuhe. Es gibt einen tollen Foto-Shop zum Sofort-Entwickeln usw. Da ist Sun Island allen anderen Inseln voraus. Auch Internet mit 1 Dollar für 15 Minuten macht Spaß. Hier nochmal ein Wort zur Unterwasserwelt: Ich war im Januar 1998 auf den Malediven, kurz vor El Ninjo im Februar 1998, da war das Wasser für 3 Wochen 3 Grad zu warm und ein Korallensterben wurde ausgelöst. Ich hatte ja schon das Schlimmste befürchtet, aber das es so schlimm ist: Der Vorher-Nachher-Effekt war schrecklich. Das Außenriff von Sun Island ist tot. Absolut tot. Schutt-farben. Von Erholung keinerlei Spur. Das ist ein herber Schlag für alle Schnorchler.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Der Pool ist sehr schön, wers halt braucht. Ich gehörte nicht dazu. Man hat auf dem Zimmer immer ein Badetuch für Strand und Pool, zusätzlich eine Liegenauflage. Sport gibt es in allen Varianten. Der Schorchelausflug " zu einem der schönsten Riffs der Erde" , spart ihn Euch. Alles tot wie überall. Aschefarbene tote Korallen. Und die Behauptung, die Fische wären genauso zahlreich oder sogar mehr wie vor 1998, Märchen über Märchen. Nach 5 Minuten Schock unter Wasser habe ich mich an Deck gesonnt. Bye, bye, maledivische Unterwasserwelt. In tieferen Tauchregionen soll es besser aussehen.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Alleinreisend |
| Dauer: | 3 Wochen im Dezember 2003 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Sabine |
| Alter: | 31-35 |
| Bewertungen: | 2 |


