Bei unserer Anreise herrschte noch ein relativ ausgewogenes Gästeverhältnis zwischen Deutschen, Russen, Franzosen und Engländern. Bei unserer Abreise (2.11.) stammten deutlich mehr als die Hälfte der Gäste aus Russland - allerdings mehrheitlich angenehme Zeitgenossen. Den Prolls, wie wir sie in Hurghada erlebten, ist das Reiseziel vermutlich zu teuer. Die Sauberkeit der Anlage war vorbildlich - teilweise sogar nervig. Zwei Mal täglich wurde das Zimmer gereinigt und der Bereich vor den Zimmerterrassen von Laub und heruntergefallenen Kokosnüssen befreit. Täglich um 21:00 findet an der östlichen Spitze der Insel die Rochenfütterung statt. Es gesellen sich dutzende der niedlichen Tierchen in allen Größen - sie fressen einem buchstäblich aus der Hand. Allerdings sollte man nie vergessen: Rochen sind hochgefährlich! Ihr giftiger Stachel kostet weltweit jährlich Dutzende das Leben. Es genügt, wenn einer der anderen Gäste im Gewimmel versehentlich auf einen steigt, um selbst zum Opfer zu werden, wenn man sich gerade in Reichweite des Stachels aufhält. Um 22:00 Uhr findet sowohl im italienischen als auch im thailändischen Restaurant die Haifütterung statt. Die größeren Haie (teilweise über 2 m) gibts allerdings beim - seltsamerweise eher schwach besuchten Italiener zu sehen.
Geräumig und sauber. Vor allem die Außenduschen machen viel Spaß :) Wie in fast allen Hotels ist von der Minibar abzuraten. Die ist auch in Anbetracht des hohen Preisniveaus noch teuer. Eine Dose Bier kostet 7 $.
Das in der HP und VP inbegriffene Büffet war zwar vergleichsweise überschaubar und auch nicht spektakulär abwechslungsreich, dafür aber wirklich gut! Neben obligatorischen Nudelgerichten gab es jeden Tag auch eine Auswahl an einheimischen Essen - aber Vorsicht! Das ist für europäische Gaumen nicht selten grenzwertig scharf. Alternativ gibts am Landungssteg ein italienisches Restaurant und auf der gegenüberliegenden Seite am Ende der Water-Bungalows einen Thailänder. Wer dort essen möchte, sollte allerdings einen Sack voll Geld mitnehmen. Die Preise bewegen sich auf dem Niveau von Sterne-Restaurants in Deutschland - wenngleich sie qualitativ mit denen sicher nicht konkurrieren können. So kostet eine Suppe beim Thai nicht unter 10 $, ein Hauptgericht mindestens 20. Wer dem Alkohol nicht abgeneigt ist, sollte auf jeden Fall AI buchen, sonst wirds teuer. Bei unserer Ankunft tranken wir zum Abendessen je zwei Gläser Rotwein (Hauswein, kein gand cru) - das Glas für 8,50 $. Cocktails kosten zwischen 12- und 15 $, wer meint, bei diesen Preisen drehen die aber auch ordentlich, wird schnell eines Besseren belehrt: Der Alkoholgehalt bewegte sich auch bei Knallern wie dem Zombie oder dem Long Island Ice Tea kaum über dem von Bier. Bier kostet übrigens - je nach Location - zwischen 5- und 6,50 $ pro 0,3-Glas. Auch sollte man sich daran gewöhnen, dass auf alles, was man kauft, eine service charge von 10% aufgerechnet wird - teilweise werden die Preise mit, teils ohne ausgezeichnet. Trinkgeld erwartet das Personal aber dennoch.
Das Personal war umwerfend freundlich, höflich und hilfsbereit! Sowas habe ich bisher noch nicht erlebt. Zwar haperte es beim einen oder anderen am Englisch, was ich aber nicht als tragisch empfand. Auf Reklamationen reagierte die Leitung prompt: Vor unserem Bungalow fehlte eine Liege - 2 Stunden nach dem Anruf war sie da.
Wir hatten Zimmer 419 - und wohnten damit an einen der besten Strandabschnitte der Insel. Der puderfeine Sandstrand war etwa 50 Metwer vom Bungalow entfernt. Andere stehen zwar teils näher an der Küste - allerdings müssen die Bewohner auf einen Sandstrand verzichten. Wenn möglich vorher die Lagekarte studieren. Wer zu viel Geld hat, quartiert sich in einem der ins Wasser gebauten Water-Bungalows ein - erkauft sich damit aber imho deutlich mehr Nach- als Vorteile. Nicht vergessen: Das Wasser ist dort gerade einmal knietief! Außerdem ist der Weg zum Hauptgebäude, in dem unter anderem das Essen gereicht wird, relativ weit. Darin befinden sich auch die einzigen Einkaufsmöglichkeiten für Souveniers, Sonnencreme etc. der Insel - und das lassen sich die Besitzer fürstlich entlohnen. Das Preisniveau für normale Gebrauchsgüter (Tampons, Sonnenöl, usw.) ist etwa doppelt wie drei Mal so hoch wie in DE! Deswegen am besten alles von Zuhause mitnehmen, was man im Urlaub braucht. Für meine Flipflps habe ich schlappe 30 $ auf den Tisch des Hauses gelegt. Es waren die günstigsten, die sie hatten. Die Betreiber des Hotels bieten eine ganze Reihe an Ausflugsmöglichkeiten - allerdings zu gesalzenen Preisen. Kaum eine Tour, etwa Dolphin watching, Schnorcheln vom Boot aus etc. kostet unter 50 $. Lieber 10 $ pro Tag in geliehene Flossen und Tauchermaske beim ansässigen Taucherclub investieren, und am Hausriff schnorcheln.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Hier punktet das Ressort auf der ganzen Linie. Es bietet unter anderem einen sehr großen Minigolfplatz (12 $ pro Nase und Runde), einen Basketballplatz, Quash-Courts und vieles mehr. Der Strand war klasse - allerdings wassertaugliche Schuhe nicht vergessen. Zum einen tummelt sich einiges an Getier im Wasser, zum anderen ist der Strand übersäht mit abgebrochenen Korallen. Wem das Meer nicht geheuer ist, weicht auf die sehr schöne Pool-Anlage mit Süßwasser aus. Eine Domäne der Malediven ist ganz klar das Tauchen: Irgendwie verfolgt einen aber auch hier das Gefühl, abgezockt zu werden. Ein Tauchgang kostet 42 $ - soweit so gut. ABER: Damit hat man aber genau eine 12-Liter-Flasche Luft. Dazu kommen noch 20 $ Leihgebühren (pro Tag), wenn man keine eigene Ausrüstung mitbringt und mindestens 18 $ (abhängig von der Ausfahrtsdauer) für die Bootsfahrt. Macht eben mal 80 $. Ein dive instructor meinte aber zu mir, dass Sun Island diesbezüglich eine der günstigsten Inseln der Malediven sei - anderswo koste ein Tauchgang bis zu 300$!
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 1 Woche im Oktober 2010 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Thomas |
| Alter: | 41-45 |
| Bewertungen: | 3 |


