Es handelt sich um eine der größeren Inseln, die wir bewusst als Schnorchelanfänger gewählt haben, da wir unsicher waren, ob uns diese Art des Urlaubs gefallen würde. Wir wurden nicht enttäuscht und sind vollauf von der Unterwasserwelt begeistert. Unser Super-Deluxe-Bungalow/Meerblick Nr. 274 "Reef View" war von der Lage perfekt - ruhig, eigene Strandbucht für max. ein weiteres Urlauberpaar, ca. 20 m bis ins Meer, nach weiteren 20 m die ersten Korallen, Fische in allen Farben und Größen in Hülle und Fülle. Fantastisch! Nach unseren Inselstrandrundgängen würden wir immer wieder diesen Strandabschnitt wählen. Der Bungalow mit Dachziegeln (KEIN Wellblechdach!!! ) war sauber, modern eingerichtet mit allem was man benötigt. Am 1. Tag gab es eine größere Anzahl "Mitbewohner", sprich Ameisen. Das Problem wurde jedoch umgehend beseitigt, an Außentüren gesprüht, nochmals gereinigt und wir hatten unsere Ruhe. Wir hatten HP gebucht, was sich preismäßig als absolut richtig erwiesen hat- zum einen hatten wir rechtzeitig zum günstigen Dollarkurs Bargeld getauscht, zum anderen war in AI bei weitem nicht alles eingeschlossen. Ab und zu haben wir nachmittags eine Kleinigkeit beim Italiener oder im Coffee-Shop gegessen - mehr Hunger war wirklich nicht drin! Das Essen im Main-Restaurant, besonders das Frühstück, war wirklich gut, reichhaltig und für jeden genug zur Auswahl. Von jeder Menge frischem Obst/Omelettes/Eier nach Wunsch/Müsli-Cornflakes/englisches Frühstück/Säfte/Brotsorten bis Joghurt - alles. Abends alle möglichen Fischvarianten, Geflügel, Frisches aus dem Wock, Pastagerichte, "Asia-Corner" (ziemlich scharf), Beilagen, Suppen, Obst und erst der Nachtisch... Rindgerichte waren wohl meist etwas trocken/zäh. Allerdings wer da meckert hat wahrscheinlich immer an allem und jedem etwas auszusetzen. Schweinefleisch findet man natürlich nicht, d. h. kein Schnitzel - dazu reist man auch nicht auf die Malediven. Die Gäste kamen aus Osteuropa, Großbritannien, Deutschland in etwa zu gleichem Anteil, sonst Italiener, Spanier, Schweizer, Japaner. Gut, Russen erkennt man an der Esskultur und die Frauen an der Kleidung. Bis auf eine Reisegruppe Russen in den letzten Urlaubstagen fiel aber niemand laut oder unangenehm auf. Mitnahmetip Luftmatratze -s. o. Die Wege sind abends/nachts teilweise SEHR dunkel - Taschenlampe wär nicht schlecht. Regenschirme nicht mitnehmen, stehen in jedem Bungalow bereit. Manchmal schüttet es von einer Minute zur anderen. Der Regenguß ist aber auch schnell wieder vorbee. Wir sind bei leichtem Regen angekommen und selbst dann schimmert das Meer noch in den schönsten Farben. Warm ist es das ganze Jahr über. Von Oktober bis März ist die Regenwahrscheinlichkeit geringer. D1-Netz gut erreichbar, telefonieren aber teuer.
Unser Bungalow war sauber, geräumig, schöne neuwertige Möbel, Klimaanlage funktionierte top, TV haben wir so gut wie nicht genutzt, gab nur einen deutschen Sender mit Nachrichten, Föhn im Bad vorhanden, Minibar wurde täglich kontrolliert - ist wohl teuer (kleine Dose Becks-Bier 6, 50$). Von den Nachbarn haben wir nichts gehört - also keine Störungen. Bett und Handtücher immer frisch. Die Außendusche war ebenfalls empfehlenswert, sehr angenehm. Kleine Schattenseite auch in diesem Urlaubsparadies- das Problem der Müllbewältigung. Daran muß sicher noch gearbeitet werden um auch in der Zukunft diese Trauminsel zu erhalten. Bei der Menge der Urlaubsgäste fällt natürlich jede Menge Müll an, Entsorgung ist zwar teuer aber auf Dauer gesehen sicher besser als in eine Ecke der Bananenplantage (Biological Path) alles zusammen in einem Wellblechverschlag zu verbrennen, Abgase wohl auch kaum gesund. Jeder einzelne Tourist könnte natürlich auch selbst aktiv helfen und wenigstens einen Teil seines Mülls zu Hause entsorgen (z. B. leere Flaschen Duschgel, Sonnenmilch usw.).
Es gab ein Main Restaurant sowie das Southern Star Rest. für die Wasserbungalowgäste. Darüber hinaus à-la-Carte Restaurants (Italien Restaurant, Thai Restaurant, BBQ, Coffee-Shop)sowie Main-Bar und Golfbar. Für die HP was das Main-Restaurant absolut OK, wer nicht satt wurde - selbst Schuld. Speisen beim Italiener lecker (natürlich etwas teurer). Thai haben wir nicht ausprobiert etwas am Buffet nicht sauber war, lag es am Benehmen der Gäste (kam zum Glück nicht so oft vor), internationale Gerichte, genügend Auswahl. Bis auf die letzten Tage entspannte, ruhige Atmosphäre. Die Getränke waren mit 3, 50 $ für 1, 5 l Wasser 5, 50 $ für Bier, Cola, Sprite und eine Flasche Wein ab 25 $ aufwärts nicht gerade preiswert, Cocktails ab ca. 12 $. Beim Dollarkurs von 1, 50 aber erschwinglich. Da alles auf die Insel geschafft werden muß und man hier keinen Billigurlaub gebucht hat, sollte man die Nebenkosten schon berücksichtigen. Wir haben reichlich Wasser getrunken sowie Bier, Wein und Cocktails, Ital. Restaurant etc. Wellness s. u. und lagen preislich wesentlich unter dem AI-Angebot. Trinkgelder werden eigentlich überall gerne angenommen.
Die Angestellten waren meist freundlich und hilfsbereit. Trinkgeld ist schon an der Tagesordnung, aber auch ohne zu übertreiben wurden wir zuvorkommend behandelt. Unser Room-Boy schmückte unser ganzes Bett mit frischen Hibiscus-Blüten und lieben Wünschen - auch ohne Geburtstag oder Hochzeitstag. Der Tisch-Boy im Restaurant versuchte immer etwas deutsch zu lernen. Die meisten sprechen zumindest englisch- an der Rezeption sowieso, so gab es keine Verständigungsprobleme, Beschwerde "siehe Ameisen" wurde sofort erledigt. Zimmerreinigung, tägliche frische Strandtücher perfekt, Check-in relativ zügig und eben besonderes Glück mit der Lage des Bungalows gehabt.
Feiner weißer Strand direkt vor der Türe, das Meer in den tollsten Farben, man kann sich nicht satt daran sehen, wirklich wie auf der Postkarte und in den schönsten Träumen. Schnorcheln, tauchen, schwimmen, Jet-Ski, Paddelboote, Wasserski, Katamaran - alles möglich, Ausflüge auf Nachbarinseln oder z. B. zum Nachtfischen wurden angeboten. Auch Golf, Tennis, Volleyball oder Fitnessstudio wer möchte. Wir sind in erster Linie geschnorchelt, um und über die Insel spaziert (mehr war bei den Temperaturen oft nicht drin), abends Rochenfütterung (riesige Rochen) bzw. beim Thai-Restaurant Hai-Fütterung. Für 3, 50 $ pro Tag kann man sich ein Fahrrad mieten um von A nach B zu kommen. Man glaubt kaum wie lang 1, 6 km sein können bei 30 Grad und tropischem Klima!! Die Insel hätte gut halb so groß sein können. Wir haben uns wohl tapfer zu Fuß bewegt, wurden aber von Tag zu Tag langsamer. Einkaufsmöglichkeiten beschränken sich auf ein Minimum, am besten alles von zu Hause mitbringen. Der Transfer nach Sun Island ist mit dem Wasserflugzeug bestens zu empfehlen, nicht nur das es schneller geht, es ist angenehm und die Inselwelt der Malediven ist traumhaft schön aus der Luft, die Inseln liegen wir Spiegeleier im Meer, genial zum Fotografieren. Der Rücktransfer per Wasserflugzeug ist jedoch etwas umständlich, wenn der Flug ab Male nachts geht. Da die Wasserflugzeuge nur tagsüber fliegen, wird man nachmittags bereits nach Male geflogen, jedoch auf die Flughafeninsel NICHT in die Stadt Male. Wir wurden dann per Boot noch auf die 20 Min. entfernte Insel Paradise Island gebracht - genaugenommen für 5 Std. - um dort nochmal einen Bungalow zu beziehen, sich frisch zu machen und Abendessen einzunehmen. Das ist etwas stressig. Zum Ausruhen bleibt dabei keine Zeit. Dann per Boot wieder zurück zum Flughafen. und einchecken.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Sport wie zuvor beschrieben, Wellness grandios, sollte man sich mal gönnen. In der Main-Bar ab und zu kleines Unterhaltungsprogramm, Musik aber keine direkte Disco, was auch nicht sein muß. Einen Swimmingpool gab es, der schön angelegt war mit Pool-Bar im Wasser. Haben wir wegen unserem Superstrand aber nicht genutzt und das Baden im Meer war toll. Der Strand und Wege wurden fast täglich von Frauen mit Palmwedeln gefegt. Um Liegen brauchten wir nicht zu kämpfen, denn zu jedem Super-Deluxe-Bungalow gehörten 2 Strandliegen mit Room-No. und Auflagen (etwas hart, wer es weicher mag, sollte sich eine Luftmatratze mitnehmen).
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 2 Wochen im Oktober 2008 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Helga & Heinz |
| Alter: | 51-55 |
| Bewertungen: | 8 |


