Wie aus jeder offiziellen Hotelbeschreibung zu dieser Insel zu entnehmen, ist Sun Island die größte Malediveninsel. Wer hier ein Robinson Crusoe Feeling erwartet muss zwangsläufig enttäuscht werden. Wir verbrachten hier 9 traumhafte Tage im Mai. Müssen aber anmerken, dass zu dieser Zeit die Insel nicht ausgebucht war und sich das Massentourismusgefühl deswegen nicht eingestellt hat. Zunächst hatten wir einen Super Deluxe Bungalow gemietet. Der erste Bungalow (225) lag zwar an einer wunderbaren Bucht mit tollem Strand hatte aber leider lästige Bewohner. Die da waren: "Riesenameisen" und reichlich Moskitos. Deswegen waren gemütliche Abende vor den Bungis nicht möglich. Nach Reklamation an der Rezeption, die um dieses Problem sehr genau Bescheid wissen (man quittierte unsere diesbezügliche Aussage mit einem schelmischen Lächeln) konnten wir am nächsten Tag in den Bungalow 209 wechseln, in der Hoffnung das Problem sei damit beseitigt. Aber weit gefehlt. Hier waren die kleinen Geschwister der "Riesenameisen" vertreten. Trotzdem haben wir uns aber mit dem traumhaft schönen Blick aufs Meer und einer tollen Bademöglichkeit recht wohl gefühlt. Schnorcheln braucht man auf dieser Seite der Insel eh nicht, da es keine oder nur ganz wenige Korallenstöcke gibt. Letztendlich haben wir uns dann für ein Upgrade zu einem Wasserbungalow für 5 Nächte entschieden. (150 US-Dollar/pro Nacht/pro Bungalow). Wir haben es zu keiner Sekunde bereut. Denn nun sollte ein wirklich entspannter, paradiesischer Urlaub beginnen! Zur Gästestruktur können wir eigentlich nicht wirklich eine Aussage treffen, da die Insel zum einen nicht ausgebucht war und zum anderen waren zu dieser Zeit Gäste ganz unterschiedlicher Nationalitäten da. Keiner viel in irgendeiner Weise negativ auf. Unsere Tipps: Wer es kann sollte seine Ferien zur Hälfte in einem Super Deluxe Bungalow und die andere Hälfte in einem Wasserbungalow verbringen. Das Upgrade lohnt sich in jedem Fall. Jeden Abend lagen wir gemütlich auf unseren Liegestühlen und haben traumhafte Sonnenuntergänge beobachten können. Das Farbenspiel des Wassers und die Strandnähe sprechen aber genauso für die Wahl eines Super Deluxe Bungalows. Wer viel und gerne badet wird hier voll auf seine Kosten kommen. Wer gerne und viel schnorchelt wird zufriedener in einem Wasserbungalow sein. Da die Schnorchelgebiete von hier aus schneller zu erreichen sind. Nun noch einen Tipp der nichts mit der Insel selbst zu tun hat: Da die Anreise an sich schon anstrengend genug ist sollte man im Vorfeld darauf achten, dass man einen Nachtflug wählt und die Abreise nicht allzu früh am Morgen beginnt. Idealerweise wäre ein Rückflug gegen Nachmittag am sinnvollsten. Zum Schluss möchten wir uns erlauben ein kurzes Feedback zu unserem Reiseveranstalter zu geben: Nachdem wir versucht haben unsere Reise um ein paar Tage zu verlängern mussten wir leider feststellen, dass sich V-Tours diesbezüglich weder gesprächsbereit noch sehr flexibel gezeigt hat. Man versteckte sich hinter seinen AGB´s, die wenn wir ehrlich sind, von den wenigsten Kunden in aller Ausführlichkeit gelesen werden und antwortet mit vorformulierten Email´s. Das hat uns insbesondere gewundert wenn man sich die aktuelle wirtschaftliche Situation und rückläufige Urlaubsstatistiken betrachtet. Anscheinend hat man es bei V-Tours nicht nötig Kunden zufriedenstellen zu wollen. Wir buchen aufgrund dieser Erfahrung bei diesem Reiseveranstalter keine Reise mehr und empfehlen ihn auch nicht weiter.
Die Super Deluxe Bungalows waren einfach aber zweckmäßig ausgestattet. Was braucht man groß: Eine nicht durchgelegene Matratze, einen funktionierenden Kühlschrank, eine "stille" Klimaanlage, einen Telefonanschluss, ein sauberes Badezimmer, eine tolle Außendusche. War alles vorhanden. Selbst den Luxus eines Wasserkochers mit einer Auswahl an Teesorten und löslichem Kaffee gab es. Falls man dieses Angebot nutzen wollte konnte man dies zu einem fairen Preis von 2, 50 Dollar tun. Das beinhaltete 5 X Kaffee und 5 X Tee. Die Ausstattung des Wasserbungalows war insgesamt etwas luxuriöser. Für uns persönlich waren besondere Highlights: Eine Espressomaschine, eine Terrasse mit traumhaft schönem Blick übers Meer und dass man beim Duschen direkt aufs Meer schauen konnte. Übrigens wer einen Wasserbungalow bucht hat die Möglichkeit CD´s zu hören, denn es gibt eine kleine Musikanlage. Also Lieblingsmusik einpacken. Das Badezimmer war sowohl vom Wohnraum als auch von außen (direkt von der Treppe Zugang zum Meer) erreichbar. Vorteil: Kein Sand oder nasse Badeuntensilien im Wohnraum. Aber keine Außendusche was ein Nachteil gegenüber den Super Deluxe Bungalows darstellt. Wie man sieht: Alles hat Vor- und Nachteile.
Im Hauptrestaurant gewinnt man schnell den Eindruck einer Massenabfertigung, denn auch bei nicht ausgebuchter Insel herrscht schon rege Betriebsamkeit. Wir wollten uns gar nicht vorstellen wie es hier zugehen muss in der Hochsaison. Eng gestellte Tische, alle wollen gleichzeitig essen . . . . . Die angebotenen Speisen waren aber alle fürs Auge schön angerichtet und lecker zubereitet. Es gab immer etliche Salate die sich jeder mit einer großen Auswahl an Dressings selbst zusammenstellen konnte oder schon bereits zubereitet waren. Täglich wechselnde Suppen, frische Fisch und Fleischsorten, Gemüse, Reis, Pasta, Kartoffelvarianten und, und, und, . . . . . . . Uns haben besonders die landestypischen Speisen zugesagt wie z. B. Curry`s und gegrillter Fisch. Die frisch zugeschnittenen Früchte können wir nur jedem ans Herz legen, ebenso die unterschiedlichsten leckeren Desserts. Kurzum: Bei dieser reichhaltigen Auswahl sollte jeder etwas finden. Das Meckern und Mosern von manchen Gästen bezüglich des Essens können wir überhaupt nicht nachvollziehen. Bezüglich des Trinkgeldes haben wir es wie in anderen Urlauben gehandhabt: Bei Tisch gab es für den Kellner bei Zufriedenheit zwischen 5 und 15 US-Dollar für die ganze Zeit. Für den Roomservice empfiehlt es sich am Anfang und am Ende etwas Trinkgeld zu geben. So kamen wir zum Beispiel in den Genuss eines wunderschön mit Blumen geschmückten Bettes. Wenn auch viele Gäste in den Beurteilungen schreiben, dass die Kellner bzw. das Personal nach Trinkgelder heischen und man nur freundlich bedient wird wenn man Trinkgeld gibt, können wir diese Erfahrung nicht teilen. Wir sind immer mit einem freundlichen Lächeln und einem kurzen Smalltalk begrüßt worden. Hier gilt für uns die Devise: So wie wir behandelt werden wollen so müssen auch wir andere behandeln. Schenkt man ein Lächeln bekommt man auch ein Lächeln zurück.
Der Check-In verlief relativ zügig. Man machte uns mit einigen wichtigen Infos zur Insel und zum Ablauf (Essenszeiten, Lage der Restaurants usw.) vertraut. Der englischen Sprache sollte man einigermaßen mächtig sein, da es ansonsten recht anstrengend werden kann wie wir bei manchen Gästen die sich mit "Händen und Füßen" verständigt haben, beobachten konnten. Bei unserer Ankunft stellte sich der Reiseleiter von V-Tours vor, der aber im Gegensatz zu allen anderen Reisevertretern/innen keinen guten Eindruck hinterließ. Angefangen bei einem ungepflegten äußeren Erscheinungsbild bis hin zu lustlosem und wenig kompetenten Auftreten. Für unseren Geschmack sollte eine Reisevertretung auf so einer Insel etwas anderes repräsentieren. Jegliches Personal zeigte sich hilfsbereit und freundlich. Trotzdem mussten wir feststellen, dass die Hotelleitung in der Zuweisung ihres Servicepersonals unterschiedliche Prioritäten setzt. Während im Hauptrestaurant die Kellner oft sehr unsicher, manchmal auch überfordert wirkten, haben wir im Southernrestaurant (der Speiseort für Gäste der Wasserbungalows) in Punkto "Wohlfühlservice" große Unterschiede feststellen können. Schon nach einem Tag wusste unser Kellner mit welchen kleinen Gesten und Aufmerksamkeiten man das "Urlauberherz" erobern kann. Insgesamt hat uns die Stimmung im Southern wesentlich besser gefallen: Es war ruhiger, atmosphärischer und entsprach wesentlich mehr unseren Erwartungen von einem romantischen Essen zu zweit nach einem wunderschön verbrachten Urlaubstag. Denn wer freut sich nicht auf einen schönen Tagesausklang! Die Zimmerreinigung wurde sowohl in den Deluxe Bungalows als auch im Wasserbungalow zu unserer vollsten Zufriedenheit ausgeführt. Zweimal täglich wurde das Zimmer sehr gründlich gereinigt und der Gast wurde mit frischen Badetüchern wenn nötig versorgt.
Die Entfernungen zu den einzelnen Restaurants ergeben sich aus den Wohneinheiten. Wohnt man in den Bungalows auf der Nordseite der Insel hat man relativ kurze Wege zum Hauptrestaurant und zur Rezeption. Zu Fuß ca. 10 Minuten. Aber was sind 10 Minuten im Urlaub bei solch einem Ambiente! Für junge Leute mag die Insel nicht vieles an Unterhaltungsmöglichkeiten bieten: Es gibt zwar eine Strandbar die abends als Disco genutzt wird, aber zum "Abchillen", wie es uns zwei sehr junge Gäste gesagt haben, gibt es nichts. Für unseren Geschmack auch nicht nötig, denn wir wollten uns von Alltagshektik und Stress erholen und die Stille genießen, welche man hier auch findet. Ausflugsmöglichkeiten werden genügend angeboten, aber das muss jeder selbst entscheiden, in welcher Quantität er diese nutzen möchte. Zwei absolute Highlights die jeden Abend geboten werden sind die Haifütterung beim thailändischen Restaurant abends um 22: 00 Uhr und die Stingrayfütterung auf der Südspitze um 21: 00 Uhr. Zum Transfer können wir auf jeden Fall das Wasserflugzeug empfehlen, einmal wegen der fantastischen Sicht die sich den Fluggästen gleich zu Beginn des Fluges bietet- man sieht viele kleine bewohnte und unbewohnte Inseln- zum anderen beträgt die Transferdauer nur 30 Minuten, während man mit dem Speedboot mindestens 2 Stunden braucht. Nach einer so langen Anreise verzichtet man doch gerne auf das "Durchschütteln". Bei unserem Transfer gab es sogar ein Paar die umsonst mit dem Wasserflugzeug mitkommen durften, da zu wenig Gäste für das Speedboot da waren. Glück muss der Mensch halt haben!
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Wie in den Hotelbeschreibungen von Sun Island beschrieben ist, gibt es zahlreiche Sportmöglichkeiten. Den Pool haben wir zwar registriert aber nie genutzt. Wer will schon in einen Pool, wenn man so schöne Strände hat.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 1 Woche im Mai 2009 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Martina |
| Alter: | 46-50 |
| Bewertungen: | 2 |


