Früh buchen, viel sparen: Urlaubs-Deals für 2026
Alle Bewertungen anzeigen
Martin (26-30)
DeutschlandAus Deutschland
Verreist als Paar • November 2009 • 2 Wochen • Strand
Urlaub mit Russen, Ratten und ignorantem Personal
3,5 / 6

Allgemein

Das Sun Island Resort befindet sich 113km per Wasserflugzeug vom Flughafen in Male entfernt. Der Flug dauert ca. 40 Minuten, sofern Sun Island direkt angesteuert wird. Wir mussten auf dem Hinflug einen und auf dem Rückflug zwei Zwischenstopps einlegen und somit dauerte der Transfer etwas länger. Sun Island zählt mit 1,7km Länge und 400 Meter Breite zu den größeren Malediven-Inseln. Da es unser erster Aufenthalt auf den Malediven war, haben wir uns bewusst für eine größere Insel entschieden um evtl. auftretender Langeweile besser entgehen zu können. Die Insel ist in ca. einer Stunde umrundet. Weitestgehend ist dies auch ohne Badeschuhe möglich, obwohl an der einen oder anderen Stelle der Strand weg gespült wurde oder man über felsiges Terrain steigen muss. Die Gästestruktur setzt sich aus 60% Russen, 20% Deutsche, 15% Franzosen und 5% Italienern und einige auf der Insel lebenden Ratten zusammen. Vorab möchte ich noch anmerken, dass ich es schade finde, dass das Hotel absolut überbewertet ist, da sich die Vielzahl aller Gäste von der schönen Insel und evtl. dem guten Wetter blenden lassen. Der größte Tipp ist eigentlich Sun Island nicht zu buchen. Ich werde niemals mehr eines der VILLA-Hotels buchen. Ich kann nicht sagen, ob es auf allen Malediveninseln so zugeht aber ich habe noch nie solch schlechte Erfahrungen gemacht, wie in diesem Hotel. Die Insel ist echt schön und wenn alles reibungslos läuft und man den Urlaub nur auf seiner Strandliege verbringt, kann man auch dort einen schönen Urlaub verbringen. Wir werden diese Hotelkette allerdings meiden. Wer in die Heimat telefonieren möchte, der kann sich vor Ort eine maledivische Telefonkarte kaufen. Inkl. Guthaben, haben wir auf der Insel 11 USD gezahlt. Die Einheiten kosten dann ca. 0,39 USD pro Minute nach Deutschland. Noch eine Info zum Wetter. Wir hatten im November 11 Tage schlechtes Wetter und hochgerechnet 3 Tage Sonnenschein. Somit war unser Urlaub in jeglicher Hinsicht ein Reinfall. Die Unterwasserwelt auf Sun Island ist auch nicht die Beste. Wir haben den Schnorchelausflug „Reef Explorer“ gemacht und wurden nicht enttäuscht. Man fährt mit dem Boot 30 Minuten raus aufs offene Meer. Dort befindet sich ein Riff, bei dem sich ein Schnorchelgang richtig lohnt.


Zimmer
  • Schlecht
  • Wie bereits erwähnt, waren wir in einem SuperDeluxe Bungalow und die letzten zwei Nächte in einem Wasserbungalow untergebracht. Die SuperDeluxe Bungalows sind zweckmäßig eingerichtet und geräumig. Allerdings schon arg in die Jahre gekommen. Die Betten waren eigentlich bequem, aber ich habe sehr schlecht geschlafen. Die Klimaanlage ist fast über dem Bett angebracht, was schnell zu Nackenschmerzen geführt hat, wenn man diese in der Nacht angeschaltet hat. Die Außendusche ist genial, wenn auch nicht gerade ein Blickfang. Die Wasserbungalows verfügen bis auf die Außendusche, über die gleiche Ausstattung. Man hatte lediglich einen Kaffeeautomaten und eine Stereoanlage mehr auf dem Zimmer. Zudem sind diese etwas moderner und geschmackvoller ausgestattet. Die Möbel sind noch nicht so sehr in die Jahre gekommen, wie in den SuperDeluxe Bungalows denen eine Renovierung nicht schaden würde. Von den Deluxe Bungalows kann ich nur abraten. Bis auf die Badewanne, verfügen diese zwar über die gleiche Ausstattung wie die SuperDeluxe Bungalows aber man besiegelt mit der Buchung bereits sein Schicksal. Die Deluxe Bungis liegen ungünstig, was weite Wege bedeutet und haben einen absolut katastrophalen Strand, wenn man dieses Stück überhaupt noch Strand nennen kann. Es besteht an dieser Stelle noch nicht einmal die Möglichkeit unmittelbar vor seinem Bungalow ins Wasser zu gehen, da dieses entweder durch scharfe Felsen, Sandsäcke oder Büsche verhindert wird. Ich würde jeden Strand auf Mallorca diesem Abschnitt bevorzugen und zwar um Längen!


    Restaurant & Bars
  • Eher gut
  • Die Insel verfügt über zwei Hauptrestaurants, wovon eines der beiden nur für Gäste der Wasserbungalows bestimmt ist. Ansonsten gibt es noch ein Thai-Restaurants bei den Wasserbungalows und einen Italiener bei dem auch Sushi angeboten wird. Die Qualität aller Speisen ist sehr gut. Die Auswahl hält sich allerdings etwas in Grenzen, so dass es mehr oder weniger jeden Tag das gleiche gibt. Beef, Chicken, Fish, Pasta und Kartoffeln stehen an der Tagesordnung. Den Teller bekommt man aber trotzdem immer voll, da die Qualität der Speisen wie bereits erwähnt wirklich gut ist. Beim Frühstück gibt es immer das gleiche. Keine Wurst oder Nutella. Jeden Tag Donuts, Croissants oder vergleichbare Kaffeestückchen. Weiterhin das Standartprogramm wie Speck, Eier, Bohnen und nicht so dolle Würstchen. Oft wurden auch Reste vom Vorabend in anderer Form zubereitet und zum Frühstück erneut angeboten. Das gleiche natürlich bei Mittag- und Abendessen. Ich denke das Hotel muss gut mit den Lebensmitteln wirtschaften auf so einer Insel, daher kann man eigentlich auch nichts Negatives darüber sagen. Aber es bestätigt mal wieder das Bild, dass penibel darauf geachtet wird, dass nicht zu viele Kartoffeln über den Tisch gehen. Die Essenszeiten sind eine einzige Katastrophe. Frühstück gibt es von 7:30 Uhr bis 09:30 Uhr. Mittagessen von 12:30 bis 14:00 und Abendessen erst ab 19:30 Uhr bis 21:00 Uhr. Wenn man sich jetzt mal vorstellt, dass vor allem abends über 800 Leute in 1,5 Stunden ihr Essen einnehmen müssen, dann brauche ich über das Chaos im Speisesaal keine weiteren Worte mehr zu verlieren. Dieser ist zwar sehr groß und jeder hat seinen festen Tisch, aber ein solches Gedränge und Geschubse habe ich in einem Hotel noch nicht erlebt. Die vielen Russen tragen zu diesem Chaos sicherlich auch noch ihren Teil bei. Denn warten oder sich anstellen scheint ein Fremdwort zu sein. Nun noch mein Eindruck zu HP, VP oder AI! In meinen Augen lohnt sich AI überhaupt nicht! Vor allem ist das AI – Angebot eine Mogelpackung! Getränke gibt es nur während den Mahlzeiten. Dann auch nur Softdrinks, Wasser oder eine eingeschränkte Auswahl an alkoholischen Getränken. Cocktails, frische Säfte, Kaffee, Espresso usw. müssen trotzdem gezahlt werden. Tagsüber bekommt man seine Getränke nur an der Poolbar oder an der Beachbar. Sollte man z.B. beim Italiener schnorcheln und dort eine Cola bestellen, so muss diese gezahlt werden und schlägt mit 5 USD zu Buche. Außerdem werden ALLE Getränke nur offen an die Gäste übergeben. Somit wird verhindert, dass man sich einen Vorrat ansammeln kann. Je nach Lage des Bungalows, kann man einen guten Kilometer laufen, bis man die Poolbar erreicht. Das macht es auch nicht einfacher. Andere Gäste, die AI gebucht haben, hatten teilweise noch höhere Zimmerrechnungen wie wir, da man das AI Angebot nicht voll nutzen kann und trotzdem überall zur Kasse gebeten wird. Wer am Mittag etwas zu essen benötigt, der sollte mit VP gut bedient sein. Kostet vor Ort 15 USD Aufpreis gegenüber HP.


    Service
  • Eher schlecht
  • Service ist so eine Sache auf Sun Island. Die freundlichsten Mitarbeiter sind die Toilettenputzer. Wahrscheinlich aber auch nur, um noch den einen oder anderen Dollar an Trinkgeldern zu kassieren. Ansonsten hatten wir auch nichts an unserem Roomboy, der zwei Mal pro Tag nach dem Rechten schaut auszusetzen. 100% sauber war es zwar nicht, aber im Großen und Ganzen schon OK. Dann hören die positiven Aspekte aber leider auch schon auf. Wenn man Glück hat, erwischt man noch einen guten Kellner, aber bei uns mussten sich die leeren Teller erst stapeln, bevor diese abgeräumt wurden. Zudem ist auch jeder nur auf Trinkgelder aus. Einmal wurden wir von einem anderen Kellner begrüßt, der gar nicht für uns zuständig war. Als er diesen Irrtum feststellte, war es mit der Freundlichkeit auch schon wieder vorbei und man wurde weiter gar nicht mehr beachtet, da er ja nichts zu erwarten hatte. Dann bleiben noch die Angestellten an der Rezeption und vom Management, die sich von allen anderen nochmals abheben. Allerdings nicht im positiven, sondern durch Ihre Ignoranz und Gleichgültigkeit. Behandelt wird man wie eine Nummer und der Auftrag vom Management lautet wohl soviel Kohle wie möglich aus den „Nummern“ raus zu ziehen. Dass ein positives Bild verbleibt oder sich ein Gast wohl fühlt, interessiert von den genannten Personen niemanden. Dazu ein Beispiel: Wir kamen in den Genuss von einem kostenlosen Upgrade von HP auf VP, sowie einem kostenlosen Angebot an Sportmöglichkeiten, sowie einem Ausflug. Dies wurde uns vom Reiseveranstalter auf unserem Voucher und auf der Reisebestätigung bestätigt. Das Hotel akzeptierte dieses kostenlose Upgrade bei unserer Ankunft allerdings nicht an und stellte sich in diesem Punkt so was von quer, dass man es sich gar nicht vorstellen kann. Der eigentliche Fehler liegt zwar beim Reiseveranstalter, da dieser durch eine Flugumbuchung unsere Reise storniert und neu eingebucht hat. Diese Neubuchung fiel dann genau in den Aktionszeitraum des Hotels, obwohl die ursprüngliche Buchung außerhalb lag. Aber wenn man jetzt mal nimmt, um was es eigentlich geht, dann erwarte ich von einem gut geführten Hotel, dass es dem Gast den Service trotzdem anbietet, obwohl es kein Verschulden des Hotels ist. Ein Mittagsbuffet wird so oder so angeboten und ob nun zwei Personen mehr oder weniger davon essen, dürfte für das Hotel bei der Anzahl an Gästen keine Auswirkungen haben. Nach einer Woche etlicher Diskussionen hat unser Reiseveranstalter das Upgrade von HP auf VP übernommen, das Sportangebot sowie den Ausflug haben wir aber immer noch nicht bekommen. Das mag für den ein oder anderen jetzt harmlos klingen, aber man spürt klar und deutlich die Philosophie des Hotels und das will ich an dieser Stelle auch den Lesern von HC vermitteln. Ich könnte noch etliche andere Beispiele nennen, aber ich will den Rahmen dieser Bewertung nicht sprengen. Zum Abschluss möchte ich noch die am meist verwendeten Wörter auf Sun Island bekannt geben: „Maybe“ , „Tomorrow“ und That´s not the Problem from the Hotel. Auf diese darf sich jeder neue Gast auf Sun Island schon einmal einstellen und ich bin mir sicher, dass fast jeder eines davon zu hören bekommt.


    Lage & Umgebung
  • Eher gut
  • Wir waren in einem SuperDeluxe Bungalow (Nr. 157) untergebracht. Diesen Bungalow kann ich uneingeschränkt empfehlen, da er relativ zentral und an einem schönen Strandabschnitt mit besten Bademöglichkeiten liegt. Der Weg von der Terrasse bis zur Strandliege betrug etwa 15-20 Meter. Allerdings gibt es auch SuperDeluxe Bungalows, wo das Meer nicht direkt vor der Tür liegt und man gute 50-100 Meter laufen muss. Speisesaal und Pool waren ebenfalls nur einen Steinwurf von unserem Bungi entfernt und in etwa 5 Minuten zu erreichen. Wenn man keinen solch zentralen Bungalow hat, können sich die Wege schon mal in die Länge ziehen. Daher gibt es auf Sun Island auch einen Fahrradverleih, wo man sich für 3,50 USD pro Tag ein Fahrrad leihen kann. Wobei der Großteil der Fahrräder, diese Bezeichnung schon nicht mehr verdient. Das Maledivenflair kommt auf dieser Insel nicht so richtig auf, da im Inneren der Insel alle Wege gepflastert sind und ständig Fahrräder, Clubcar´s (Golfwagen), oder Autos an einem vorbeifahren. Fahrräder alle unbeleuchtet, so dass man am Abend extrem aufpassen muss, nicht von rücksichtslosen Radfahrern überfahren zu werden. Also nichts anderes wie eine gepflegte Anlage in der Dom. Rep.


    Aktivitäten
  • Gut
  • Beliebte Aktivitäten

    • Strand

    Sportangebot ist vielfältig aber auch teuer. Man kann folgendes Angebot in Anspruch nehmen: Tischtennis, Billiard, Badminton, Squash, Volleyball, Basketball, Tennis, Dart usw. Strandaktivitäten sind unter anderem: Jet Ski, Bananenboot, Parasailing, Kanuverleih, Wasser Ski, Schnorchelausflüge und vieles mehr. Geboten wird also schon einiges. Die Poolanlage soll die Größte auf den Malediven sein, ist aber auch schon ziemlich in die Jahre gekommen. Barfuss um den Pool zu gehen, kann schon ein paar Schmerzen verursachen, da der Putz teilweise abgebröckelt ist und man auf vielen kleinen Steinchen herumläuft. Das gleiche gilt auch für einige Stellen innerhalb des Pools. Was am Abend noch sehr interessant aber auch fragwürdig ist, sind die Stachelrochen, Manta und Haifütterungen die ab 21:00 Uhr stattfinden. Ist schon beeindruckend so etwas einmal zu sehen aber ob es für die Tiere wirklich förderlich ist, sei einmal dahin gestellt.


    Preis-Leistung
  • Schlecht

  • Mehr Bilder(14)
    Infos zur Reise
    Verreist als:Paar
    Dauer:2 Wochen im November 2009
    Reisegrund:Strand
    Infos zum Bewerter
    Vorname:Martin
    Alter:26-30
    Bewertungen:17