Glückliches Mädchen mit Herzen-Sonnenbrille. © Jodie Griggs/The Image Bank via Getty Images
© Jodie Griggs/The Image Bank via Getty Images

Ratgeber

Fun Facts zum Tag der Sonnenbrille

Sonnenbrillen – sie sind mehr als nur ein modisches Statement oder nützlicher Schutz vor blendendem Sonnenlicht und schädlicher UV-Strahlung. Dieses allgegenwärtige Accessoire hat eine reiche und farbenfrohe Geschichte, wie unsere aufsehenerregenden Fun Facts beweisen: von ihren Ursprüngen in den eisigen Weiten der Arktis über den militärischen Einsatz bis hin zur Sammelleidenschaft einer britischen Popikone und filmreifen Auftritten. Wir geben dir Einblicke in die spannendsten und überraschendsten Seiten der Sonnenbrille.

Sie hat einen Ehrentag

Am 27. Juni ist der Tag der Sonnenbrille

Mit einem modischen Accessoire etwas für die Gesundheit tun – diese Kombination ist unschlagbar. Deshalb verwundert es nicht, dass die Sonnenbrille ihren eigenen Feiertag erhalten hat. Der US-amerikanische Handelsverband The Vision Council hat diesen Tag ins Leben gerufen, um öffentlichkeitswirksam auf die gesundheitlichen Vorteile von Sonnenbrillen hinzuweisen. Jedes Jahr am 27. Juni gilt es daher also, diese kleinen Helfer wertzuschätzen, die vor schädlicher UV-Strahlung schützen. Ohne Sonnenbrille leiden vor allem Linse und Hornhaut und es kann zu schmerzhaftem Sonnenbrand am Auge oder zu grauem Star kommen. Zudem dient die Sonnenbrille als bestes Mittel zur Vorbeugung von Falten.

Spannender Rückblick

Die Ursprünge der Sonnenbrille reichen weit zurück

Angeblich soll bereits der römische Kaiser Nero während seiner Regierungszeit von 54 bis 68 nach Christus geschliffene grüne Smaragde verwendet haben, damit ihn die Sonne bei den Gladiatorenkämpfen weniger störte.

Am anderen Ende der Welt wurden frühe Sonnenbrillen für einen eher psychologischen Zweck verwendet. Chinesische Richter sollen bereits im zwölften Jahrhundert ihre Augen mit Gläsern aus dunklem Rauchquarz verdeckt haben, um Gefühlsregungen bei den Gerichtsverhandlungen zu verschleiern.

Sonnenschutz im Schnee

Die Schneebrillen der Inuit bestanden aus Tierknochen

Die Schneebrillen der Inuit sind ein früher Vorläufer der Sonnenbrille. Außerdem stellen sie ein bemerkenswertes Beispiel für einfallsreiche Hilfsmittel bei extremen Umweltbedingungen dar. Diese Brillen, die vor etwa 2.000 Jahren zum ersten Mal verwendet wurden, bestanden unter anderem aus Walrosselfenbein und Karibugeweihen. Sie zeichnen sich durch eine enge Passform um die Augen und schmale Schlitze aus, die die Menge an grellem Sonnenlicht minimieren. Dadurch boten sie effektiven Schutz vor Schneeblindheit, die durch die intensive UV-Strahlung in Schneelandschaften verursacht wird.

WintersportlerInnen können gut nachvollziehen, dass es bei Sonne und Schnee nicht ohne Sonnenbrille geht. Deshalb tragen sogar Lawinenhunde speziell angefertigten Sonnenschutz für Vierbeiner.

Sonnenbrille als Rezept

Syphiliskranke sollen Sonnenbrillen verschrieben bekommen haben

Im 16. und 17. Jahrhundert, als die Syphilis weitverbreitet war und die medizinische Wissenschaft noch in den Kinderschuhen steckte, wurden alle möglichen kuriosen Heilmethoden erforscht. Es halten sich Gerüchte, dass Ärzte Brillen mit getönten Gläsern verschrieben haben. Damit sollten Symptome wie Augenschmerzen und Lichtempfindlichkeit gelindert werden. Konkrete Belege, wie Referenzen in medizinischen Büchern aus dieser Zeit, fehlen scheinbar bis heute. Es stimmt jedoch, dass Menschen vor allem ab dem 18. Jahrhundert vermehrt Brillen mit blauen, grünen, gelben oder roten Gläsern trugen, um sich vor dem Sonnenlicht zu schützen.

Eyecatcher für die Massen

Ende der 1920er ging die Sonnenbrille in Massenproduktion

Das Jahr 1929 markiert die Einführung der ersten massenproduzierten Sonnenbrillen. Sam Foster begann mit dem Verkauf des Accessoires vor einem Woolworth-Geschäft in Atlantic City, New Jersey, und leitete damit eine neue Ära ein. Diese frühen Sonnenbrillen, schnell als Foster Grants bekannt, wurden bald zu einem populären Artikel in den Vereinigten Staaten. Er ebnete damit den Weg für die allgegenwärtige Präsenz der Sonnenbrille in der Gesellschaft und Modewelt.

Durchblick über den Wolken

Der erste UV-Schutz wurde für PilotInnen entwickelt

Neben anderen Firmen tüftelte das US-amerikanische Unternehmen Bausch & Lomb in den 1930er-Jahren an Schutzbrillen für PilotInnen. Diese Sonnenbrillen mit großen, grün getönten Gläsern dienten als Schutz vor den extremen Bedingungen in der Luftfahrt, wie intensiver Blendung und UV-Strahlung. Nach ihrer offiziellen Markteinführung wurde die sogenannte Aviator-Brille mit UV-Schutz während des Zweiten Weltkriegs zum Standard für amerikanische Piloten und war in kurzer Zeit auch bei Privatpersonen beliebt.

Das Modell von Ray-Ban (einer Tochterfirma von Bausch & Lomb) ist über die Jahrzehnte hinweg zum zeitlosen Modeaccessoire geworden. Zusammen mit einem anderen Ray-Ban-Gestell, dem Wayfarer, ist die Aviator-Brille eine der meistgekauften Sonnenbrillen, die Du in verschiedenen Varianten auf der ganzen Welt findest.

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Frau am Strand mit Sonnenbrille
Schöner Sonnenschutz: Eine Sonnenbrille darf im Urlaub nicht fehlen. ©Shutterstock-2134545713_bx7b4o

Florierender Blickfang

Die Sonnenbrillenindustrie ist ein Milliarden-Dollar-Markt

Die Sonnenbrillenindustrie stellt einen blühenden globalen Markt dar, dessen Wert in die Milliarden geht. Getrieben durch eine Kombination aus modebewussten VerbraucherInnen, Fortschritten in der Linsentechnologie und ein wachsendes Bewusstsein für Augenschutz, hat sich die Industrie zu einem dynamischen Sektor entwickelt, der sowohl erschwingliche Modelle wie auch Luxusmarken umfasst.

Für Designer- und Markensonnenbrillen greifen stilbewusste TrägerInnen manchmal sehr tief in die Tasche. Die weltweit teuerste Sonnenbrille wird auf 400.000 Dollar (etwa 365.000 Euro) geschätzt. Sie stammt von der Schweizer Schmuck- und Uhrenmanufaktur Chopard und setzt sich aus über 60 Gramm 24-karätigem Gold und 51 Diamanten zusammen.

Schaden in Sicht

Alle 14 Minuten geht eine Sonnenbrille kaputt oder verloren

In den Vereinigten Staaten wird laut Schätzungen alle 14 Minuten eine Sonnenbrille entweder beschädigt oder geht verloren. Pro Jahr sollen demnach in den USA mehr als 37.000 Sonnenbrillen durch Ungeschicklichkeit zu Schaden kommen. Je nach Preis des Modells macht eine Versicherung also durchaus Sinn.

Star mit Stil

Elton John besitzt die größte Sonnenbrillen-Sammlung

Elton John ist nicht nur für seine eingängigen Hits berühmt, sondern ebenso für seine außergewöhnliche Leidenschaft für Sonnenbrillen. Sie komplettieren seit Jahrzehnten die extravaganten Bühnenoutfits der britischen Musiklegende. Einige davon sind mit Strasssteinen besetzt, haben markante Rahmen und rote Gläser. Angeblich besitzt der Sonnenbrillenliebhaber mehr als 1.000 Stück, weshalb es sich um die größte Sammlung der Welt handeln soll. Diese Exemplare aus unterschiedlichen Epochen, in allen möglichen Farben und Designs, zeugen von seinem unverwechselbaren Stil und sind gleichzeitig ein Kaleidoskop der Modegeschichte. Aufgrund seiner großen Begeisterung für die Sonnenbrille hat Elton John selbst 60 verschiedene Brillengestelle entworfen, die durch den Buchstaben E im Bügel gekennzeichnet sind. Ein Teil der Einnahmen geht an die Elton John AIDS Foundation.

Filmreife Augenblicke

In Filmen wie „Matrix“ spielen Sonnenbrillen eine Hauptrolle

Im Science-Fiction-Kosmos der „Matrix“-Filme sind Sonnenbrillen weit mehr als nur ein modisches Accessoire – sie werden zum unverzichtbaren Merkmal der coolen Aura von Neo, Trinity, Morpheus und anderer Charaktere. Diese ikonischen Brillen, die selbst in den Kampfszenen stoisch auf den Nasen sitzen bleiben, sind fast so legendär wie die Filmreihe selbst. Laut FilmkennerInnen soll der erste Teil sogar den Rekord für die meisten in einem Film gezeigten Sonnenbrillen halten. Klar ist jedenfalls, dass die guten Charaktere runde beziehungsweise ovale Brillengläser tragen und die Fieslinge rechteckige.

Weitere Filme, in denen Sonnenbrillen eine Hauptrolle spielen, sind beispielsweise „Frühstück bei Tiffany“, „Blues Brothers“, „Top Gun“ und „Men in Black“.

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