Packliste
Mehrwöchige Reisen mit Handgepäck: Die 10 besten Tipps
Minimalistisch reisen – das klingt nach Freiheit, bedeutet aber viel Planung. Wer zwei bis drei Wochen nur mit Handgepäck unterwegs sein will, muss clever packen. Ob Städtereise, Backpacking oder digitaler Nomadentrip: Mit der richtigen Strategie brauchst Du weder Aufgabegepäck noch Kompromisse beim Komfort. Wir zeigen, wie es geht – mit 10 praxisnahen Tipps für leichtes Reisen.
Die richtige Tasche wählen
Rollkoffer sind stabil – aber oft sperrig und unpraktisch. Als Handgepäckstück eignet sich besser ein leichter Rucksack mit Frontöffnung, der unter den Vordersitz passt – oder ein Hybridmodell mit Kompressionsgurten. Diese sind flexibler und vermeiden Zusatzkosten bei Billigairlines wie Ryanair. Die Maße des kostenlosen Gepäckstücks variieren je nach Airline. Bei Lufthansa ist eine Größe von maximal 55 × 40 × 20 Zentimetern erlaubt. Bei Billigfliegern jedoch oft nur 40 × 20 × 25 Zentimeter.

Michaelas Tipp
Checke vor Abflug unbedingt das Handgepäcks-Maß bei Deiner Airline sowie das erlaubte Zusatzstück (oftmals Laptoptasche oder Handtasche).
Kleidung nach dem 5-4-3-2-1-Prinzip
Packe nach Zahlen, denn so behälst Du den Überblick. Zum Beispiel: 5 Oberteile (wie 2x weißes Shirt, 1x Longsleeve, 1x Bluse/Hemd, 1x Top). 4 Unterhosen (idealerweise aus schnelltrocknendem Material). 3 Paar Socken. 2 Hosen, Röcke, Legging oder Short. 2 Paar Schuhe: 1 Paar bequeme Sneaker oder Trailrunner und 1 Paar Sandalen oder Flip-Flops.
1 Pulli oder Fleece. Hinzu kommen: 1 leichte Jacke, 1 Halstuch, 1 Mütze, 1 Bikini oder Badehose und 1 Sonnenbrille. Farblich sollte alles kombinierbar sein, was mit neutralen Tönen gut funktioniert. Das Prinzip lautet: weniger Klamotten, mehr Kombinationen. Oder: In Outfits denken, nicht in Einzelteilen.
Aufs Material kommt es an
Merino, Mikrofaser, Funktionsstoffe: Wähle nur Kleidungsstücke, die wenig wiegen, nicht riechen und schnell trocknen – das spart Platz und Waschaufwand. Und: Trage beim Flug das Voluminöseste (Sneaker und Jacke).
Waschen statt schleppen
Statt zu viele Outfits einzupacken, rentiert es sich, unterwegs zu waschen. Viele Unterkünfte bieten Laundry-Service oder haben Waschsalons in der Nähe. Ein kleines Reisewaschmittel (Tube oder feste Seife) reicht, um mal schnell die Unterwäsche zu waschen.
Feste Kosmetik statt Flüssigkeiten
Das Problem mit den erlaubten Mengen an Flüssigkeiten umgehst Du am besten, indem Du Kombiprodukte wie Allround-Cremes und feste Produkte einpackst:
Shampoo-Bar, feste Seife, Deo-Creme, Zahnputztabletten und Sonnencreme im Mini-Format. Denn feste Kosmetikprodukte sind oft ergiebiger und machen wie kleine Probepackungen aus der Apotheke oder Drogerie Deinen Zipbeutel nicht so voll. Achtung: Abgezählte Medikamente nicht vergessen!

Michaelas Tipp
Statt Desinfektionsspray erweist Dir ein Fläschchen Propolis gleich mehrere Dienste, es wirkt nicht nur desinfizierend, sondern hilft auch bei Halsschmerzen, Erkältungssymptomen und Magenproblemen.
Technik aufs Nötigste reduzieren
Smartphone, Powerbank (bis 27.000 mAh erlaubt), E-Reader oder Tablet – mehr brauchst Du nicht. Steckdosenadapter und USB-Multi-Ladegerät sparen weiteren Platz. Deine Dokumente und alles Wichtige sicherst Du vor Abreise digital in einer Cloud oder App, was Dir das Mitnehmen von zu viel Papier erspart. Geschickt ist auch, wenn Du Dir schon zu Hause Reiseführer und Karten herunterlädst, damit Du sie offline benutzen kannst.
Packen mit System: Cubes & Rolltechnik
Packing Cubes in unterschiedlichen Farben helfen Dir, Ordnung zu halten. Sie sind auch ideal zum schnellen Ein- und Auspacken in Unterkünften. Kleidung solltest Du lieber rollen statt falten, um Falten zu vermeiden und Platz zu sparen.
Sinnvolle Gadgets
Eine faltbare Wasserflasche spart Platz und ist auch noch umweltfreundlich, weil Du keine Plastikflaschen brauchst. Am besten, Du füllst sie erst nach dem Security-Check auf. Bewährt haben sich auch ein schnelltrocknendes Reisehandtuch aus Mikrofaser (falls Du Strandbesuche planst) und ein Stoffbeutel als Daypack. Nie vergessen: Ohrenstöpsel, Schlafmaske und ein kleines Erste-Hilfe-Set.
Sicherheit geht vor
Reiseversicherung klingt oldschool? Nicht bei Reisen mit Handgepäck. Technik, Dokumente, Medikamente – alles Wichtige steckt in Deinem einzigen Gepäckstück. Eine Gepäckversicherung mit Diebstahlschutz macht deshalb auch für MinimalistInnen Sinn.
Was Du getrost weglassen kannst
Minimalismus bedeutet nicht Verzicht, sondern Auswahl. Wer mit wenig reist, muss weniger schleppen und weniger suchen – und hat am Ende mehr Zeit fürs Reisen selbst. Klug packen heißt: Mit 7 Kilo kommst Du weiter als andere mit 20 Kilo.
Deshalb lässt Du diese Dinge besser zu Hause, auch wenn es schwer fallen mag: Handtücher aus Frottier. Haarföhn, dieser ist oft im Hotel vorhanden. Bücher, denn sie sind viel zu schwer, E-Reader oder App reicht vollkommen. Mehr als zwei Paar Schuhe brauchst Du nicht. Kosmetik in Originalgrößen – Mini-Packungen genügen, ansonsten kannst heutzutage in jedem Land alles kaufen. Und das kommt Dich viel günstiger als für zusätzliches Gepäck zu zahlen.