Eine Person packt einen Koffer auf dem Bett.
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Minimalistisch reisen – das klingt nach Freiheit, bedeutet aber viel Planung. Wer zwei bis drei Wochen nur mit Handgepäck unterwegs sein will, muss clever packen. Ob Städtereise, Backpacking oder digitaler Nomadentrip: Mit der richtigen Strategie brauchst Du weder Aufgabegepäck noch Kompromisse beim Komfort. Wir zeigen, wie es geht – mit 10 praxisnahen Tipps für leichtes Reisen.

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Ein orangener Koffer auf dem Kofferband
Du willst Deinen Koffer leicht wiederfinden? Wähle ein Modell in einer knalligen Farbe © stock.adobe.com - CasanoWa Stutio

Die richtige Tasche wählen

Rollkoffer sind stabil – aber oft sperrig und unpraktisch. Als Handgepäckstück eignet sich besser ein leichter Rucksack mit Frontöffnung, der unter den Vordersitz passt – oder ein Hybridmodell mit Kompressionsgurten. Diese sind flexibler und vermeiden Zusatzkosten bei Billigairlines wie Ryanair. Die Maße des kostenlosen Gepäckstücks variieren je nach Airline. Bei Lufthansa ist eine Größe von maximal 55 × 40 × 20 Zentimetern erlaubt. Bei Billigfliegern jedoch oft nur 40 × 20 × 25 Zentimeter. 

Michaelas Tipp

Checke vor Abflug unbedingt das Handgepäcks-Maß bei Deiner Airline sowie das erlaubte Zusatzstück (oftmals Laptoptasche oder Handtasche).

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Ein Koffer mit Gepäck darum herum auf dem Boden.
Beim Packen ist das Wichtigste, dass Du am Ende alles Notwendige dabei hast © Getty Images / miniseries

Kleidung nach dem 5-4-3-2-1-Prinzip

Packe nach Zahlen, denn so behälst Du den Überblick. Zum Beispiel: 5 Oberteile (wie 2x weißes Shirt, 1x Longsleeve, 1x Bluse/Hemd, 1x Top). 4 Unterhosen (idealerweise aus schnelltrocknendem Material). 3 Paar Socken. 2 Hosen, Röcke, Legging oder Short. 2 Paar Schuhe: 1 Paar bequeme Sneaker oder Trailrunner und 1 Paar Sandalen oder Flip-Flops.

1 Pulli oder Fleece. Hinzu kommen: 1 leichte Jacke, 1 Halstuch, 1 Mütze, 1 Bikini oder Badehose und 1 Sonnenbrille. Farblich sollte alles kombinierbar sein, was mit neutralen Tönen gut funktioniert. Das Prinzip lautet: weniger Klamotten, mehr Kombinationen. Oder: In Outfits denken, nicht in Einzelteilen.

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Aufnahme von oben von einer Frau, die Sachen in ihren Koffer auf dem Bett packt © iStock.com/miniseries
Die Auswahl Deiner Kleidungsstücke macht viel aus! © iStock.com/miniseries

Aufs Material kommt es an

Merino, Mikrofaser, Funktionsstoffe: Wähle nur Kleidungsstücke, die wenig wiegen, nicht riechen und schnell trocknen – das spart Platz und Waschaufwand. Und: Trage beim Flug das Voluminöseste (Sneaker und Jacke).

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Der Innenraum eines Waschsalons mit einer Reihe von roten Waschmaschinen und schwarz-weiß-kariertem Boden.
Waschsalons sind eine gute Alternative zu großen Gepäckstücken. Statt zu viele Outfits einzupacken, rentiert es sich, unterwegs zu waschen. Viele Unterkünfte bieten Laundry-Service oder haben Waschsalons in der Nähe. Ein kleines Reisewaschmittel (Tube oder feste Seife) reicht, um mal schnell die Unterwäsche zu waschen. © stock.adobe.com - PiXXart Photography

Waschen statt schleppen

Statt zu viele Outfits einzupacken, rentiert es sich, unterwegs zu waschen. Viele Unterkünfte bieten Laundry-Service oder haben Waschsalons in der Nähe. Ein kleines Reisewaschmittel (Tube oder feste Seife) reicht, um mal schnell die Unterwäsche zu waschen.

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Eine Frau packt einen durchsichtigen Kulturbeutel.
Gib Acht beim Packen des Kulturbeutels © stock.adobe.com - Pixel-Shot

Feste Kosmetik statt Flüssigkeiten

Das Problem mit den erlaubten Mengen an Flüssigkeiten umgehst Du am besten, indem Du Kombiprodukte wie Allround-Cremes und feste Produkte einpackst: 

Shampoo-Bar, feste Seife, Deo-Creme, Zahnputztabletten und Sonnencreme im Mini-Format. Denn feste Kosmetikprodukte sind oft ergiebiger und machen wie kleine Probepackungen aus der Apotheke oder Drogerie Deinen Zipbeutel nicht so voll. Achtung: Abgezählte Medikamente nicht vergessen!

Michaelas Tipp

Statt Desinfektionsspray erweist Dir ein Fläschchen Propolis gleich mehrere Dienste, es wirkt nicht nur desinfizierend, sondern hilft auch bei Halsschmerzen, Erkältungssymptomen und Magenproblemen.

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Eine Person sitzt in einem Flugzeug und hält ein Handy in der Hand, das an eine Powerbank angeschlossen ist.
Powerbanks sind eine sinnvolle Begleitung für Unterwegs! © stock.adobe.com - andrey gonchar

Technik aufs Nötigste reduzieren

Smartphone, Powerbank (bis 27.000 mAh erlaubt), E-Reader oder Tablet – mehr brauchst Du nicht. Steckdosenadapter und USB-Multi-Ladegerät sparen weiteren Platz. Deine Dokumente und alles Wichtige sicherst Du vor Abreise digital in einer Cloud oder App, was Dir das Mitnehmen von zu viel Papier erspart. Geschickt ist auch, wenn Du Dir schon zu Hause Reiseführer und Karten herunterlädst, damit Du sie offline benutzen kannst.

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Eine Frau packt einen Packing Cube in einen Koffer vor einem Sofa.
Packing Cubes halten deinen Koffer sortiert. © stock.adobe.com - wattana

Packen mit System: Cubes & Rolltechnik

Packing Cubes in unterschiedlichen Farben helfen Dir, Ordnung zu halten. Sie sind auch ideal zum schnellen Ein- und Auspacken in Unterkünften. Kleidung solltest Du lieber rollen statt falten, um Falten zu vermeiden und Platz zu sparen.

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Eine Frau sitzt im Flugzeug mit einer Flasche Wasser in der Hand
Dein Wasser für den Flug solltest Du hinter der Sicherheitskontrolle besorgen © stock.adobe.com - blackday

Sinnvolle Gadgets

Eine faltbare Wasserflasche spart Platz und ist auch noch umweltfreundlich, weil Du keine Plastikflaschen brauchst. Am besten, Du füllst sie erst nach dem Security-Check auf. Bewährt haben sich auch ein schnelltrocknendes Reisehandtuch aus Mikrofaser (falls Du Strandbesuche planst) und ein Stoffbeutel als Daypack. Nie vergessen: Ohrenstöpsel, Schlafmaske und ein kleines Erste-Hilfe-Set. 

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Eine Hand stapelt Holzbausteine mit medizinischen Symbolen zu einer kleinen Pyramide.
Eine Reiseversicherung kann sich bei Reisen mit Handgepäck deutlich lohnen. © stock.adobe.com - oatawa

Sicherheit geht vor

Reiseversicherung klingt oldschool? Nicht bei Reisen mit Handgepäck. Technik, Dokumente, Medikamente – alles Wichtige steckt in Deinem einzigen Gepäckstück. Eine Gepäckversicherung mit Diebstahlschutz macht deshalb auch für MinimalistInnen Sinn.

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Ein weißer Föhn mit mehreren Aufsätzen.
Einen Föhn kannst du meistens in der Unterkunft bekommen. © stock.adobe.com - Hannes

Was Du getrost weglassen kannst

Minimalismus bedeutet nicht Verzicht, sondern Auswahl. Wer mit wenig reist, muss weniger schleppen und weniger suchen – und hat am Ende mehr Zeit fürs Reisen selbst. Klug packen heißt: Mit 7 Kilo kommst Du weiter als andere mit 20 Kilo. 

Deshalb lässt Du diese Dinge besser zu Hause, auch wenn es schwer fallen mag: Handtücher aus Frottier. Haarföhn, dieser ist oft im Hotel vorhanden. Bücher, denn sie sind viel zu schwer, E-Reader oder App reicht vollkommen. Mehr als zwei Paar Schuhe brauchst Du nicht. Kosmetik in Originalgrößen – Mini-Packungen genügen, ansonsten kannst heutzutage in jedem Land alles kaufen. Und das kommt Dich viel günstiger als für zusätzliches Gepäck zu zahlen.

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