Außergewöhnliche Routen
Roadtrip weltweit: Diese 7 Traumrouten sind echte Geheimtipps
Route 66, Island oder Amalfiküste – manche Roadtrip-Routen kennt fast jeder. Doch wer gerne neue Landschaften entdeckt, muss nicht immer den bekannten Klassikern folgen. Weltweit gibt es Routen, die mindestens genauso spektakulär sind, aber noch nicht auf jedem Reise-Feed auftauchen. Von den Bergen Transsilvaniens über die Klippen der Färöer bis zu den Wüstenstraßen Marokkos: Diese Roadtrip-Ziele sind noch unterschätzt, aber vielleicht nicht mehr lange.
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Transsilvanien, Rumänien
Route: Sibiu – Transfăgărășan – Bâlea-See – Bran – Brașov
Transsilvanien klingt nach Dracula-Mythos und mittelalterlichen Burgen, ist aber vor allem eines: ein überraschend spektakuläres Roadtrip-Ziel. Die Region in Rumänien verbindet charmante Altstädte, dichte Wälder, Bergpanoramen und eine der berühmtesten Straßen Europas.
Das Highlight der Route ist die Transfăgărășan. Die Passstraße windet sich in unzähligen Kurven durch die Karpaten und führt bis zum Bâlea-See auf über 2.000 Metern Höhe. Unterwegs warten Aussichtspunkte, Tunnel, Wasserfälle und Landschaften, die an die Alpen erinnern, nur mit deutlich weniger Verkehr.
Auch abseits der Straße lohnt sich Transsilvanien. Sibiu begeistert mit pastellfarbenen Häusern und Kopfsteinpflastergassen, Brașov liegt idyllisch am Fuß der Berge und rund um Bran wartet die berühmteste Burg des Landes. Wer Roadtrips mit Natur, Geschichte und etwas Mystik mag, findet hier eine Route, die noch viel zu wenig Aufmerksamkeit bekommt.
Warum unterschätzt?
Viele verbinden Rumänien noch nicht mit Roadtrips. Dabei bietet das Land perfekte Bedingungen für eine Reise mit dem Auto: kurze Distanzen, beeindruckende Landschaften und ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
Färöer-Inseln
Route: Vágar – Tjørnuvík – Saksun – Gjógv – Klaksvík
Die Färöer-Inseln wirken wie ein Ort, den man eher aus Naturdokumentationen kennt als von einer klassischen Roadtrip-Liste. Schroffe Klippen, grüne Berge, kleine Dörfer und Wasserfälle prägen die Landschaft. Das Beste: Viele der Inseln sind durch Brücken, Fähren und Unterseetunnel miteinander verbunden.
Schon die Fahrt vom Flughafen auf Vágar zeigt, warum die Färöer so besonders sind. Straßen führen durch einsame Täler, vorbei an Schafherden, Wasserfällen und Aussichtspunkten, die bei jedem Wetter anders aussehen. Orte wie Saksun oder Gjógv wirken fast unwirklich schön: kleine Häuser, steile Hänge und das Meer direkt vor der Tür.
Anders als Island sind die Färöer noch deutlich ruhiger. Wer hier unterwegs ist, erlebt Natur oft ohne große Menschenmengen. Das Wetter kann zwar schnell wechseln, doch genau das macht den Reiz aus: Nebel, Sonne, Regen und Wind sorgen für dramatische Stimmungen.
Warum unterschätzt?
Die Färöer tauchen zwar immer häufiger auf Social Media auf, sind aber noch kein klassisches Roadtrip-Ziel. Viele unterschätzen, wie gut sich die Inseln mit dem Auto erkunden lassen.
Marokko
Route: Marrakesch – Aït-Ben-Haddou – Dades-Tal – Todra-Schlucht – Merzouga
Marokko ist viel mehr als ein Städtetrip nach Marrakesch. Wer sich mit dem Auto Richtung Atlasgebirge und Sahara aufmacht, erlebt eine der abwechslungsreichsten Rundreisen überhaupt. Innerhalb weniger Tage wechseln sich Gebirgspässe, Lehmdörfer, Palmenoasen, Schluchten und Wüstenlandschaften ab.
Die Route beginnt meist in Marrakesch und führt über spektakuläre Straßen in den Hohen Atlas. Hinter jeder Kurve wartet ein neues Panorama: rote Felsen, kleine Bergdörfer und weite Täler. Ein besonderer Stopp ist Aït-Ben-Haddou, eine historische Lehmsiedlung, die wie eine Filmkulisse wirkt und dadurch auch des Öfteren eine ist.
Weiter geht es durch das Dades-Tal und die Todra-Schlucht bis nach Merzouga am Rand der Sahara. Dort endet der Roadtrip nicht einfach am Ziel, sondern mit einem echten Wow-Moment: Sanddünen, Sonnenuntergang und eine Nacht in der Wüste.
Warum unterschätzt?
Marokko ist als Reiseziel bekannt, aber als Roadtrip-Destination noch weniger präsent. Dabei ist gerade die Kombination aus Bergen, Kultur und Wüste perfekt für eine Reise mit dem Auto.
Georgien
Route: Tiflis – Mzcheta – Kazbegi – Stepanzminda – Juta
Georgien ist ebenso zu einem dieser Länder, die viele noch nicht sofort mit Roadtrips verbinden. Dabei gehört die Strecke in den Großen Kaukasus zu den eindrucksvollsten Routen der Region. Von der Hauptstadt Tiflis geht es über alte Klöster, Bergstraßen und Täler immer weiter Richtung Norden.
Besonders beeindruckend ist die Fahrt nach Kazbegi. Die Straße führt vorbei am türkisfarbenen Zhinvali-Stausee, der Festung Ananuri und immer tiefer hinein in die Bergwelt. Am Ende wartet Stepanzminda mit Blick auf den mächtigen Kasbek. Die Gergeti-Dreifaltigkeitskirche vor schneebedeckten Gipfeln gehört zu den bekanntesten Motiven Georgiens.
Wer noch mehr Abenteuer sucht, fährt weiter nach Juta oder ins Truso-Tal. Dort wird die Landschaft wilder, die Straßen rauer und das Gefühl von Abgeschiedenheit größer.
Warum unterschätzt?
Georgien entwickelt sich langsam zum Trendziel, wird aber oft noch als Backpacking- oder Städtereise gesehen. Als Roadtrip-Land hat es riesiges Potenzial.
Namibia
Route: Windhoek – Sossusvlei – Swakopmund – Spitzkoppe – Etosha
Namibia ist wie gemacht für Roadtrips. Kaum ein anderes Land bietet so viel Weite, so dramatische Landschaften und so ikonische Straßenbilder. Lange Schotterpisten führen durch Wüsten, Savannen und Felslandschaften, oft stundenlang ohne große Orte dazwischen.
Ein Highlight ist Sossusvlei mit seinen roten Dünen. Besonders bei Sonnenaufgang wirkt die Landschaft fast surreal. Danach führt die Route weiter Richtung Atlantik nach Swakopmund, wo Wüste und Meer aufeinandertreffen. Die Spitzkoppe bietet gewaltige Granitfelsen und einen der schönsten Sternenhimmel des Landes.
Zum Abschluss lohnt sich der Etosha-Nationalpark. Hier wird der Roadtrip zur Safari: Elefanten, Giraffen, Zebras und mit etwas Glück auch Löwen lassen sich mit dem eigenen Fahrzeug beobachten.
Warum unterschätzt?
Namibia ist als Safari-Ziel bekannt, aber viele unterschätzen, wie einzigartig das Land für SelbstfahrerInnen ist. Gerade die langen, einsamen Straßen machen den Reiz aus.
Kirgisistan
Route: Bischkek – Issyk-Kul – Song-Köl – Tash Rabat
Kirgisistan ist ganz und gar kein klassisches Urlaubsziel und genau deshalb so spannend. Das Land in Zentralasien bietet Hochgebirge, Seen, Jurtenlager und endlose Landschaften. Für Roadtrip-Fans, die Abenteuer suchen, ist es eine der aufregendsten Destinationen überhaupt.
Die Route startet in Bischkek und führt zum Issyk-Kul, einem riesigen Gebirgssee mit Stränden, Bergen und kleinen Orten entlang des Ufers. Von dort geht es weiter ins Landesinnere, wo Straßen und Pisten immer spektakulärer werden.
Ein besonderes Erlebnis ist der Song-Köl, ein Hochgebirgssee, der von weiten Graslandschaften umgeben ist. Im Sommer stehen hier Jurten, Pferde grasen auf den Hochebenen und die Landschaft wirkt fast grenzenlos. Wer noch tiefer eintauchen möchte, fährt weiter nach Tash Rabat, einer alten Karawanserei nahe der chinesischen Grenze.
Warum unterschätzt?
Kirgisistan ist noch weit weg vom Massentourismus. Die Landschaften erinnern stellenweise an Alpen, Mongolei und Himalaya zugleich,nur deutlich ursprünglicher.
Mongolei
Route: Ulaanbaatar – Hustai-Nationalpark – Karakorum – Orkhon-Tal – Gobi-Wüste
Wer beim Wort Roadtrip an endlose Highways denkt, wird in der Mongolei überrascht. Hier geht es nicht darum, einer Straße zu folgen, sondern die Landschaft zu entdecken. Weite Steppen, schroffe Gebirge, glitzernde Seen und die endlose Gobi-Wüste machen das Land zu einem der letzten großen Abenteuerziele der Welt.
Die Reise beginnt in der Hauptstadt Ulaanbaatar und führt zunächst in den Hustai-Nationalpark, wo Przewalski-Pferde – die letzten echten Wildpferde der Welt – in freier Natur leben. Weiter geht es nach Karakorum, der ehemaligen Hauptstadt des Mongolenreichs, bevor das Orkhon-Tal mit seinen grünen Weiden und Nomadencamps einen Einblick in die traditionelle Lebensweise des Landes gibt.
Den krönenden Abschluss bildet die Gobi-Wüste. Gewaltige Sanddünen, bizarre Felsformationen und endlose Horizonte schaffen eine Kulisse, die sich jeden Tag verändert. Statt dichter Verkehrsnetze bestimmen Schotterpisten und Natur den Weg, genau das macht einen Roadtrip durch die Mongolei so besonders.
Warum unterschätzt?
Die Mongolei gehört zu den am dünnsten besiedelten Ländern der Welt und wird meist mit Expeditionen oder Reitabenteuern verbunden. Dabei entdecken immer mehr Individualreisende das Land mit Geländewagen oder Campern. Wer Freiheit, Weite und echte Abenteuer sucht, findet hier einen Roadtrip, der sich völlig von den klassischen Roadtrip-Routen Europas oder Nordamerikas unterscheidet.
Fazit: Die spannendsten Roadtrips beginnen abseits der Klassiker
Wer einen Roadtrip plant, muss nicht automatisch Island, Kalifornien oder die Amalfiküste wählen. Transsilvanien, die Färöer, Marokko, Georgien, Namibia, Kirgisistan und die Mongolei zeigen, wie vielseitig Roadtrips sein können.
Gerade weil diese Ziele noch nicht überall auftauchen, fühlen sie sich nach etwas ganz Besonderem an. Sie bieten Abenteuer, Natur und echte Entdeckungsmomente und haben alles, was ein zukünftiger Roadtrip-Klassiker braucht.
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