Museum Ludwig

Köln/Nordrhein-Westfalen

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Ludger(66-70)
Februar 2008

Piet Mondrian in Köln

6 / 6
Hilfreich (8)

Von Berlin aus kommend machte ich Station in Köln und war wie immer zu Besuch im Museum Ludwig in der unmittelbaren Nähe des Kölner Doms. Die aktuelle Sonderausstellung betrifft den holländischen Maler Piet Mondrian mit einer Ausstellung vom 14. Dezember 2007 bis 30. März 2008. Das Museum Ludwig zeigt eine der größten und bedeutendsten Mondrian-Sammlungen aus dem Gemeentemuseum in Den Haag. Diese Ausstellung zeigt nicht nur Mondrian, wie ihn viele kennen, als abstrakten Maler farbiger Flächen, sondern als gestischen Maler, als Maler von Portraits und Landschaften. Die Ausstellung zeichnet den Weg des Künstlers von seinen impressionistischen und kubistischen Anfängen bis zum Neoplastizismus nach. Ab den 20er Jahren arbeitete Mondrian vollkommen abstrakt in seiner charakteristischen geometrischen Formsprache aus roten, gelben und blauen Rechtecken in einem System aus schwarzen Linien und weißen Flächen. Mondrian wurde am 7. März 1872 in Amersfoort geboren. 1910 machte Mondrian Bekanntschaft mit kubistischer Malerei, vor allem inspiriert durch Picasso. Er ging nach Paris und entwickelte bis 1914 einen konsequenten Kubismus, der schließlich ganz abstrakt wurde. 1917 gründete er zusammen mit Theo van Doesburg die Zeitschrift De Stijl. Seit 1920 sind Mondrians Bilder konstruktivistische abstrakte Meditation aus Horizontalen und Vertikalen. Die Ausstellung umfaßt 70 Exponate des Gemeentemuseum in Den Haag, keine weiteren Exponate. Dadurch ergibt sich eine Geschlossenheit der Betrachtung, wie man sie sonst in Museen selten sieht. In der aktuellen Ausstellung sind die Picassos nicht mehr komplett vertreten. Einige Räume sind seit 2007 mit neuen Exponaten bestückt worden, so dass es sich lohn. nach der Sonderausstellung die ständige Ausstellung zu durchlaufen. Die Ausstellung der Pop Art im Untergeschoss ist im Wesentlichen unverändert.

Eingangshalle des Museum Ludwig Köln
Eingangshalle des Museum Ludwig Köln
von Ludger • Februar 2008
Ludger(66-70)
Juli 2007

Bedeutende Sammlung Moderner Kunst

6 / 6
Hilfreich (8)

Seit mehr als 6 Jahren fahre ich von Berlin oder aus dem Ruhrgebiet regelmäßig nach Köln. Mein Ziel ist das Museum Ludwig, am Dom gelegen. Mein Interesse gilt seit langem der Kunst des 20. Jahrhunderts. Der Kölner Kunstsammler Peter Ludwig hat eine der größten zusammenhängenden Kunstsammlungen moderner Kunst zusammengetragen und einen Teil davon der Stadt Köln gesriftet, mit der Auflage, dafür ein Museum zu bauen und die Kunst auszustellen und die Sammlung zu vergrößern. Durch die Schenkung von rund 350 Werken moderner Kunst des Ehepaars Ludwig wurde 1976 das Museum Ludwig gegründet. Es sollte als erstes Museum in Köln Kunst der Gegenwart ausstellen. Neben der Pop Art gaben die Ludwigs noch eine umfangreiche Sammlung der Russischen Avantgarde aus der Zeit von 1906 bis 1930 sowie ein Konvolut von mehreren hundert Arbeiten Pablo Picassos als Dauerleihgabe in das neue Museum. Die Werke Picassos sind in zwei großzügigen Schenkungen 1994 und 2001 inzwischen in den Besitz des Museum Ludwig übergegangen. Die Sammlung von Picasso ist eine der bedeutensten privaten Sammlungen des spanischen Malers, zumal Ludwig auch Drucke und Druckstöcke sammelte und dadurch das Werk insgesamt und über mehrere Stile Picassos präsentiert werden kann. Die moderne Abteilung des Wallraf Richartz-Museums mit der Expressionisten-Sammlung des Kölner Juristen Joseph Haubrich bildete die Basis für die Sammlung zeitgenössischer Kunst und wurde ebenfalls in das Museum Ludwig integriert. Hiermit stellt das Museum Ludwig einen breiten Überblick über die Maler der Brücke aus. Allein hierfür lohnt ein Besuch. Das Museum sammelte konsequent weiter zeitgenössische Kunst. Das jüngste Werk war immer erst ein paar Monate alt. So gelangten auch deutsche Kunst der 70er und 80er Jahre sowie internationale Tendenzen und Installationen der jüngeren Avantgarde ins Museum Ludwig. In der aktuellen Sonderausstellung für zeitgenössische Fotographie wird unter dem Titel "What does the jellyfish want? Fotografien von Man Ray bis James Coleman 31. 03. – 15. 07.2007 ein Spektrum der zeitgenössischen Fotographie gegeben. Ich werde ab sofort bei jedem Besuch in Köln über das Museum Ludwig und die aktuellen Ausstellungen berichten. Öffnungszeiten: Di-So 10-18 Uhr, jeden 1. Fr im Monat 10-22 Uhr Eintrittspreise: Tagesticket: 7, 50 €, ermäßigt 5, 50 € Gruppen (ab 20 Personen): 6, 50 € Familienticket: 18 € auswärtige Schulklassen zahlen pro Schüler 3 € Öffentliche Führungen sind auf 30 Personen beschränkt. Informationen zu Führungen und praktischen Kurse entnehmen Sie bitte den Seiten des Museumsdienstes. http://www. museenkoeln.de

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