Rathaus Aachen
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Das Rathaus hat eine bewegte Geschichte
Neben dem Dom ist in Aachen das Rathaus als markanter Bau im historischen Stadtkern von größter Wichtigkeit. Bis zum 13.Jahrhundert war das Grashaus das Rathaus schlechthin. Als man das Neue Rathaus plante, mußten die Aachener sich verpflichten, in diesem Rathaus einen großen Saal einzufügen, um nach den Kröningsfeierlichkeiten darin ein Krönungsmahl abhalten zu können. Es sollten dort die vielen Fürsten des röm.-deutschen Reichs tafeln können. Die Möglichkeit des Bau auf den Fundamenten des alten Palastes aus der Karolingerzeit war sicher, so daß der Granusturm der aus der Zeit Karl des Großen stammte, einbezogen wurde. Er wurde deshalb um 14 Meter aufgestockt. Im Jahr 1656 gab es einen Brand auf dem Dach des Rathauses, welches dann wieder erneuert wurde. In den Jahren des österreichischen Erbfolgekriegs, entbrannt in der Zeit von 1740 bis 1748, als Kaiser Karl VI. seine Tochter an den östereichischen Erzherzog verheiratete. Dann pochten mehrere Fürsten auf die Herausgabe der Erblande an sie. Nach dem Friedensschluß wurde dann auch die Vertragsunterschrift im Friedenssaal des Rathauses durchgeführt . Später wurde dann in den folgenden Zeiten das Rathaus weniger gepflegt, sodaß es im Jahr 1840 teilweise baufällig wurde. Im 19. Jh. hat man es dann wieder Instand gesetzt. Beim Rathausbrand 1883 brannten auch beide Türme. Der Brand war so fürchterlich, auch mehrere Häuser in der Nähe brannten ebenso, sie waren in der damaligen Zeit noch Häuser im Fachwerkstil. Bis zum Jahr 1902 war dann alles wieder hergestellt, auch Kaiser Wilhelm II. also der Kriegstreiber des I. WK, war bei der Einweihung dabei. Das Rathaus hat während des II. Weltkriegs so starke Beschädigungen erlitten und nach dem Krieg dauerten die Instandsetzungen bis 1950,aber die Turmspitzen hat man erst im Jahr 1979 fertiggestellt. Heute steht der Königssaal im Rathaus auch für die Vergabe des Karlspreises, welcher jedes Jahr erfolgt, zur Verfügung. Im Jahr 2025 hat Frau von der Leyen diesen Preis erhalten.
Für die Frauen der Kriegs- und Nachkriegszeit
Die Gedenktafel für alle Aachener Frauen der Kriegs- und Nachkriegszeit befindet sich an der Wand vom Rathaus Richtung Katschhof. Auf dieser Tafel steht geschrieben: „In Erinnerung an alle Aachener Frauen, die während des Krieges das Überlebe der Menschen in unserer Stadt abscherten und nach Ende des Krieges dafür sorgten, Aachen wieder bewohnbar zu machen“ Wenn sie beim Aachener Rathaus oder im Katschhof sind, so schauen Sie sich doch auch einmal nach dieser Gedenktafel um.
Geschichte mit Spaß
Die Rathausführung mit Rolf Schnier ist ein absoluter Tipp! Herr Schnier hat Spaß bei seiner Führung, und der übertragt sich auch auf die Zuhörer. Noch nie vergingen 1h 40m so schnell.
Im Aachener Rathaus wurde Geschichte geschrieben
Das Rathaus der Stadt Aachen wurde bereits um 1349 errichtet, im 18. Jahrhundert unter dem Stadtbaumeister Couven zu einem barocken Stadtpalais umgebaut und erhielt zu dieser Zeit auch seine beeindruckende „königlichen Stiege“ als Doppeltreppenanlage. Brände und die Bomben des zweiten Weltkrieges zerstörten Teile des historischen Gebäudes, welches jedoch nach alten Plänen wieder vollständig rekonstruiert werden konnte. Heute durchläuft man als Besucher nicht nur den Ratssaal, in dem immer noch Sitzungen abgehalten werden, sondern auch verschiedene andere Säle, die reich mit Mobiliar und Gemälden ausgestattet sind. Höhepunkt ist sicherlich der Krönungssaal, in dem unter anderem Kopien der „Reichskleinodien“ ausgestellt sind und jedes Jahr der „Karlspreis“ verliehen wird. Mein Rundgang durch das Aachener Rathaus hat mich nachhaltig beeindruckt und lohnt ganz sicher einen Besuch.
Imposanter Bau aus dem 14 Jahrhundert
Imposanter Bau aus dem 14 Jahrhundert, in dem auch die Karlspreise verliehen werden. Heute werden im Rathaus originalgetreue Kopien der Reichskleinodien aus der Wiener Weltlichen Schatzkammer ausgestellt, die um 1915 im Auftrag von Kaiser Wilhelm II. für eine Ausstellung hergestellt wurden. Sie erinnern an die 31 Königskrönungen, die zwischen 813 und 1531 in Aachen stattfanden. Darunter befinden sich die Kopien des Reichsevangeliars – einer Handschrift aus der Zeit Karls des Großen –, der sogenannte Säbel Karls des Großen, die Reichskrone und der Reichsapfel, die von dem Aachener Goldschmied Bernhard Witte, teilweise zusammen mit Paul Beumers (1865–1950), dem Sohn des Goldschmieds Conrad Anton Beumers, zwischen 1915 und 1920 angefertigt worden sind.
Rathausbesichtigung - hat mir sehr gut gefallen
Der Blick vom Katschhof auf das Rathaus ist ein sehr schöner. Ab dort präsentiert sich das Gebäude aus dem 14. Jahrhundert von seiner schönsten Seite. Auch der Blick auf die Rathausseiten ist sehr schön: auf der einen Seite der Marienturm und auf der anderen der alte Granus-Turm aus dem 8. Jh. mit – daneben – dem „Postwagen“. (Zum Granus-Turm gibt es einen gesonderten Reisetipp.) Sehr gut gefallen hat mir dann auch die Besichtigung der diversen Säle im Rathaus. Ich habe mit dem Sitzungssaal begonnen. Dort findet man sehr schöne Deckenmalereien. Sie stammen aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Darstellungen: die vier Kardinaltugenden und Szenen aus antiken Sagen – vom Eingang her eher schwierig auszumachen. Der gegenüberliegende „Weiße(r) Saal“ ist prächtig ausgestaltet. Die Gemälde an den Wänden zeigen Gesandte des Aachener Friedenskongresses von 1748. Die Stuckverzierungen stammen von 1730. Danach geht es in das „Werkmeistergericht“. Dort wurde die Qualität des Aachener Tuches überprüft. Nach Abschaffung der Ständeordnung war dieser Raum das Amtszimmer des Oberbürgermeisters (bis 1995). Weiter dann zur Werkmeisterküche: Der wunderschöne Kamin soll an den Brand von 1656 und die Wiederherstellung des Rathauses erinnern. Oben findet man das Wappen des damaligen Bürgermeisters. Im Kamin sollen sich Reste des mittelalterlichen Fußbodens aus dem Krönungssaal befinden. Der Friedenssaal / Roter Saal wurde 1748 von Couven gestaltet (siehe auch Reisetipp Couven-Museum). Er war für die Friedensverhandlungen von 1748 vorgesehen, wurde dann aber nicht genutzt. An den Wänden findet man vier Portraits der damaligen Gesandten. Geht man dann die Treppe hoch – das Treppenhaus ist ebenfalls sehr schön gestaltet, kommt man zum Krönungssaal. Entgegen den Angaben in meinem Reiseführer war dort zur Zeit meines Besuches nichts ausgestellt. Wunderschön aber die verbliebenen fünf Karlsfresken / Historienbilder (ehemalig acht) aus dem 19. Jahrhundert: Die Schlacht von Cordoba, Der Sturz der Irminsul, Otto III. in der Gruft Karls des Großen, Die Krönung Ludwigs des Frommen...11.09.813 und Der Einzug Karls des Großen in Pavia. Fazit: Alles insgesamt sehr schön. Hat mir sehr gut gefallen. Alles hier Beschriebene ist in dem anliegenden Video / der Slide Show zu sehen. (Quelle zum Rathausinneren: Infotafeln im Rathaus) Anmerkung: Die Rathausfassade zum Markt hin gefiel mir eher nicht. Sie ist gewiss sehr schön, allerdings hindern die schwarzen Ablagerungen auf Mauerwerk und Statuen dies wirklich zu erkennen.
Ort der Verleihung des Karlspreises
Das durch die jährliche Verleihung des Karlspreises bekannte Rathaus ist unbedingt eine Besichtigung wert. Aachens europäische Bedeutung wird hier mit zahlreichen Exponaten und Fotos dargestellt.
Markantes historisches Gebäude
Neben dem Dom ist das Rathaus ein markantes historisches Gebäude in der Aachener Altstadt. Im 14. Jahrhundert wurde das Gebäude erbaut auf den Grundmauern des Palastbaus der Kaiserpfalz. Der Granusturm wurde übernommen und auf gestockt. Das Rathaus wurde aber immer wieder beschädigt und zwar durch diverse Brände bzw. durch Bombenangriffe im zweiten Weltkrieg. Ab 1950 wurde an Hand von historischen Plänen das Rathaus wieder auf gebaut und 1978 wurden ganz zum Schluss die Turmhelme wieder auf gesetzt. Heute sind die Säle des Rathaus geöffnet und werden für diverse Ausstellungen genutzt und sind dem Publikumsverkehr zugänglich. Tolles beindruckendes Gebäude in der Altstadt. Wir haben Aachen in der Weihnachtszeit besucht und das Rathaus war klasse und festlich geschmückt.Hat Eindruck hinterlassen.
Schönes Rathaus in Aachen
Das schöne Aachener Rathaus sollte man sich unbedingt angesehen haben. Im Vergleich zu vielen anderen ist dieses schon einzigartig unserer Meinung nach. Man kann selbst durchgehen oder eine Führung mitmachen.
Sehenswertes Rathaus Aachen aus dem 14 JH
Das Rathaus Aachen stammt aus dem 14 JH, die Aachener Bürgerschaft übernahm das dem Verfall drohende Palastbau Karl des Großen und errichtete auf den Grundmauern das gotische Rathaus 936-1531, fanden Festmähler der Aachener Königskröungen statt, der Königsaal erinnert heute noch an diese Zeit, Reichskrone u.a. Exponate sind zu sehen Öffnungszeit: 10-18.00, Eintritt 5 erm. 3 €.www.aachen.de/rathaus, www.route-charlemange.eu