Hunde am Strand, Niederlande ©Fenne/iStock / Getty Images Plus via Getty Images
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Hund dabei? Dann sieht Reisen anders aus. Du suchst Schatten statt Souvenirshops, Wasserstellen statt Wellnessangebote. Und Orte, die über viel Platz verfügen – für Bewegung, Ruhe und Routinen. Zehn davon stellen wir Dir hier vor: zu erreichen ohne Flug und Umwege, aber mit klarer Empfehlung.

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Ein langer leerer Strand
Domburg Beach, Zeeland, Niederlande © Getty Images - jotily

Zeeland, Niederlande

Strandglück auf vier Pfoten

Zeeland ist der Inbegriff von Freiheit für Mensch und Hund. Die niederländische Küstenregion bietet kilometerlange, flach abfallende Strände, an denen Hunde je nach Saisonzeiten frei laufen dürfen. In der Nebensaison sogar ganztägig ohne Leine. Morgens und abends ist auch im Hochsommer genug Platz für ausgedehnte Runden im Sand, denn die Küstenorte sind hundefreundlich organisiert.

Insbesondere der breite Nordseestrand bei Renesse und der Naturstrand bei Vrouwenpolder gelten als Highlight für Hund und Herrchen. Viele Ferienparks bieten Häuser mit eingezäunten Gärten, Wasserstellen und eigenen Hundeduschen an. Auch die Wegführung in Zeeland ist entspannt – es gibt keine steilen Aufstiege, dafür aber viele Deiche, Dünenwege und Radstrecken, die auch für Hundeanhänger geeignet sind.

Mit dem Auto bist Du ab Nordrhein-Westfalen in wenigen Stunden da, die Bahn bringt Dich bequem über Rotterdam nach Middelburg oder Vlissingen.

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Ein Dorf mit bunten Häusern liegt am See in einem Fjord. Im Hintergrund erstreckt sich ein Tal.
Undredal im Aurlandsfjord, Norwegen © stock.adobe.com - Simon Dannhauer

Norwegen: Fjorde & Telemark

Zwischen Tannenwald und Trolllandschaft

Norwegen ist ein Traumziel für Reisende mit Hund und das nicht nur wegen der Temperaturen, die im Sommer meist zwischen 18 und 23 Grad bleiben. Vor allem in der Region Telemark und an den Fjorden rund um den Hardangerfjord findest Du weite Wälder, Pfade entlang steiler Küstenlinien und unzählige Bergseen, in denen auch Hunde baden dürfen.

Ob Du gemeinsam mit Deinem Liebling durch die Weiten der Hardangervidda wanderst oder auf einem alten Postweg entlang des Sees Bandak unterwegs bist: Überall findest Du Ruhe, viel Platz und unberührte Natur. In der Brut- und Setzzeit (Anfang April bis Ende August) sowie in Nationalparks gilt Leinenpflicht. Ansonsten darf Dein Hund meist frei laufen, vorausgesetzt, er reagiert verlässlich auf Deinen Rückruf.

Die Anreise erfolgt am besten mit der Fähre von Kiel nach Oslo oder über Dänemark mit kurzen Überfahrten, zum Beispiel ab Hirtshals. Von Oslo geht es entspannt mit Auto oder Bahn in Richtung Süden oder an die Fjordküste weiter.

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Blick auf eine Stadt am Wasser mit einem Wasser voller Boote
Freibeuter, Saint Malo, Bretagne, Frankreich © GettyImages - Antoine2K

Bretagne, Frankreich

Küstenluft und Klippenpfade

Die Bretagne zählt zu den entspanntesten Regionen Frankreichs, auch für Reisende mit Hund. Zwischen Saint-Malo und Crozon gibt es weite Sandstrände, kleine Buchten und Küstenwanderwege mit Schatten. Besonders reizvoll ist der Küstenwanderweg GR34, der sich über Hunderte Kilometer am Atlantik entlangschlängelt und nie weit vom Meer entfernt ist.

In der Hochsaison sind Hunde an den Stränden meist frühmorgens oder abends willkommen, in der Nebensaison – etwa ab Mitte September – darf Dein Hund ganztägig dabei sein. Die frische Atlantikluft sorgt auch im Hochsommer für angenehme Temperaturen von 22 bis 25 Grad.

Mit dem Auto erreichst Du die Bretagne über Paris in etwa zehn bis zwölf Stunden, gut zu kombinieren mit einem Zwischenstopp im Loiretal. Alternativ reist Du mit der Bahn bis nach Rennes oder Quimper und fährst dann mit dem Mietwagen weiter.

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Blick über eine hügelige Landschaft. Am Fuß eines Berges liegt ein See.
Glenfinnan in den schottischen Highlands, Schottland © stock.adobe.com - Jana

West Highland Way, Schottland

Der lange Weg zum Loch

Wer mit seinem Hund den berühmtesten Fernwanderweg Schottlands angeht, wird belohnt: 154 Kilometer, sieben bis zehn Tagesetappen und unzählige Eindrücke. Der Weg startet in Milngavie bei Glasgow und führt vorbei an Loch Lomond und durch das Rannoch Moor bis nach Fort William – teils auf alten Militärstraßen, teils über Waldpfade.

Die Temperaturen sind meist angenehm: Im Sommer liegt das Tagesmaximum bei 17 bis 20 Grad. Unterwegs findest Du hundefreundliche Bed & Breakfasts, einfache Unterkünfte und oft einen Wassernapf vor der Tür des örtlichen Pubs. Wichtig: Der Weg ist stellenweise steinig und nicht gesichert – und damit eher etwas für fitte Herrchen und Hunde mit guter Kondition.

Du erreichst die Region am besten mit dem Auto und einer Nachtfähre von Rotterdam nach Hull. Von dort geht es weiter durch England und Schottland. Wie wäre es mit einem Zwischenstopp in Edinburgh? Alternativ kannst Du mit dem Zug bis Glasgow reisen und direkt dort starten oder den Eurotunnel in Frankreich nutzen.

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Beach Huts in Bibione, Italien ©Kirill Rudenko/Moment via Getty Images
Beach Huts in Bibione, Italien © GettyImages - Kirill Rudenko

Venetien, Italien

Wellen, Wald und Spiaggia di Pluto

Du willst samt Hund ans Mittelmeer? Dann ist Venetien eine gute Wahl. Zwischen Cavallino und Bibione gibt es spezielle Hundestrände. Der bekannteste ist der Spiaggia di Pluto in Bibione. Dort ist die Infrastruktur auf Hundehalter angepasst: 250 Plätze sind mit Liegen und Sonnenschirmen ausgestattet sowie Leinenhaltern, Näpfen, Hygienebeuteln und kleinen Duschen für die tierische Begleitung.

Allerdings kann es im Hochsommer sehr heiß werden. Temperaturen bis zu 33 Grad sind keine Seltenheit. In der Nebensaison – Mai, Juni und September – ist das Klima deutlich milder, die Strände leerer und Dein Hund kann jederzeit in die Adria springen.

Die Region ist mit dem Auto über den Brenner gut erreichbar. Auch eine Bahnreise ist möglich: Am besten fährst Du über München und Venedig bis San Michele al Tagliamento, von dort per Bus oder Taxi an den Strand.

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Eine Straße durch die Weinberge von Husseren-les-Châteaux, Elsass, Frankreich.
WeinliebhaberInnen kommen auf einer Tour durch das Elsass perfekt auf ihre Kosten. © Getty Images / Hiroshi Higuchi

Elsass, Frankreich

Weinstöcke, Wälder und Wasserschalen

Zwischen den Hügeln der Vogesen, Fachwerkhäusern und Weinbergen lässt es sich im Elsass entspannt für Mensch und Hund leben. Viele Winzerhöfe und Landgasthäuser sind tierfreundlich. Auf den Waldwegen rund um den Grand Ballon oder die Ruine Hohlandsbourg ist meist wenig los.

Im Sommer wird es selten heißer als 25 Grad, die Wege bieten Schatten und Trinkgelegenheiten. Auch im Herbst zur Weinlese lohnt sich ein Besuch. Für neugierige Hundenasen eignen sich Spaziergänge durch Kastanienwälder und Stopps in alten Dörfern wie Eguisheim oder Ribeauvillé.

Mit dem Auto ist die Region von Südwestdeutschland aus schnell erreicht. Wer lieber Bahn fährt, steigt in Colmar oder Straßburg aus und fährt von dort weiter mit dem Bus oder Taxi.

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Ausblick über den Fjord Geirangerfjord mit einem Schiff in Norway.
Fjord Geirangerfjord, Norway © stock.adobe.com - anetlanda

Westküste Norwegens: Geirangerfjord & Sunnmøre

Wasserfälle und Wanderpfade

Das landschaftliche Herz Norwegens ist ein Traum für Reisende mit Hund: An der Westküste rund um den Geirangerfjord, Ålesund und in der Sunnmøre-Region triffst Du auf unberührte Natur, klare Luft und gut markierte Wanderwege mit spektakulären Ausblicken.

Die Temperaturen im Sommer sind moderat und steigen selten über 22 Grad. Norwegen eignet sich damit für längere Tageswanderungen. Wasser für Vierbeiner gibt es unterwegs genug. Und in den meisten Regionen bist Du allein mit der Natur. Da es in der Nebensaison schon früh dunkel wird, sind die Sommermonate Juni bis August ideal.

Anreise per Fähre über Dänemark, zum Beispiel von Hirtshals nach Bergen oder über Oslo mit Weiterfahrt entlang der Fjordroute.

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Sonnenlicht auf blühenden Pflanzen in den Julischen Alpen, Kärnten. © Westend61 via Getty Images
Kärnten, eine südlich gelegene Region in den Ostalpen, beheimatet mit dem Großglockner den höchsten Berg Österreichs. © Westend61 via Getty Images

Kärnten, Österreich

Abtauchen mit Aussicht

In Österreichs südlichstem Bundesland Kärnten wird es im Sommer zwar sehr warm, aber rund um die großen Seen wie den Ossiacher, Millstätter oder Faaker See findest Du viele ausgewiesene Hundezonen mit Zugang zum Wasser. Rundherum: Wanderwege, kühle Wälder und Almen mit Wassertränken.

Im Juli und August steigt das Thermometer öfters über 30 Grad, dann lohnt sich ein früher Tagesstart oder ein schattiger Nachmittag am Seeufer. Ab Mitte September wird es ruhiger, das Wasser der Seen ist aber oft noch angenehm temperiert. Auch der Winter eignet sich gut für einen Urlaub mit Hund. Stell Dir vor, Du verbringst den Tag mit Wanderungen im knirschenden Schnee, stets mit Blick auf hohe Gipfel. Danach entspannst Du vor dem Kamin mit einem Heißgetränk in der Hand, während Dein Hund Dir zu Füßen liegt.

Die Anreise erfolgt bequem mit dem Auto über die Tauernautobahn oder per Zug bis Villach oder Spittal an der Drau.

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Flusslauf im bayerischen Wald © bietau - stock.adobe.com
Flusslauf im bayerischen Wald © bietau - stock.adobe.com

Bayerischer Wald, Deutschland

Leise Wege, klare Bäche

Für viele Hundereisende ist der Bayerische Wald ein Klassiker: Rund um die bekannten Berge Rachel, Lusen und Großer Arber gibt es schattige Wege, klare Luft und viele Gastgeber mit einem Herz für Hunde. Achtung: In Nationalparkregionen gilt Leinenpflicht. Die Freiheit liegt hier jedoch in der Ruhe.

Im Sommer herrschen oft um die 24 Grad, gute Bedingungen für Halbtageswanderungen mit Einkehr. Im Winter gibt es geräumte Wege für Schneespaziergänge, Hütten mit Kaminfeuer und warme Plätze für eisige Pfoten.

Du erreichst die zu Niederbayern und der Oberpfalz gehörende Region mit dem Auto oder per Bahn über Plattling nach Grafenau oder Spiegelau.

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Schwimmende Ferienhäuser und Boote im Geierswalder See im Lausitzer Seenland.
Geierswalder See, Lausitzer Seenland © stock.adobe.com - Michael

Lausitzer Seenland, Deutschland

Ufer, Wege, Weite

Zwischen Berlin und Dresden entsteht gerade eine neue Urlaubsregion mit mehr als 20 künstlich angelegten Seen, mit Radwegen und Hundestränden sowie viel Platz. Am Senftenberger See oder Partwitzer See gibt es flache Zugänge vom Ufer aus und eigene Hundebereiche.

Weil hier im Sommer oft der Wind weht, steigen die Tagestemperaturen selten über 28 Grad. Somit ideale Voraussetzungen auch für Radreisen mit Hund im Hänger. Frühling und Herbst sind besonders ruhig und reizvoll.

Die Anreise erfolgt unkompliziert mit dem Auto oder per Bahn, zum Beispiel über Cottbus oder Hoyerswerda.

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Sophies Tipp

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