Neue Regelung am Trevi-Brunnen: Wer unmittelbar ans Wasser will, muss einen neuen Zugang nutzen und zwei Euro Eintritt bezahlen. © istock/Marinspo
© istock/Marinspo

Gebühren, neue U-Bahn-Stationen

Rom neue Regelungen: Das ändert sich für Reisende

Im vergangenen Jahr verzeichnete die italienische Hauptstadt einen außergewöhnlichen Besucheransturm – begünstigt auch durch das Heilige Jahr: In den zwölf Monaten von Januar bis Dezember erreichte die Zahl der Ankünfte insgesamt 22,9 Millionen, wovon zwölf Millionen auf internationale Gäste entfielen. "Ein weiteres Rekordjahr", wie "Agenzia Nova" unter Berufung auf Daten des Bilateralen Tourismusverbands Latium berichtete. Die hohen Besucherzahlen bedeuten für Rom gleichermaßen Chance und Herausforderung. Einerseits fließen Einnahmen und entstehen Jobs, andererseits wachsen Probleme durch Abfall und überlaufene Sehenswürdigkeiten. Für 2025 wurden mehrere neue Regelungen eingeführt.

Folge unserem WhatsApp Kanal!Gutscheine, Gewinnspiele, relevante News & Updates zum Thema Reisen!Zum Kanal

Rom: Meistgebuchte Städtehotels

Alle anzeigen
Rom ist einer der größten Touristenmagnete weltweit. © istock/Sean Pavone
Rom ist einer der größten Touristenmagnete weltweit. © istock/Sean Pavone

Eintritt am Trevi-Brunnen kostet zwei Euro

Die wohl bedeutendste Änderung betrifft den weltberühmten Trevi-Brunnen (Fontana di Trevi), wo die Stadt dem Massenandrang begegnen möchte. Ab dem 2. Februar benötigen BesucherInnen ein kostenpflichtiges Ticket für die Besichtigung. Wer unmittelbar an das Wasserbecken herantreten will, zahlt nun zwei Euro. Von der Gebühr ausgenommen sind Menschen mit Behinderung samt Begleitpersonen sowie Kinder unter sechs Jahren, außerdem bleibt Einheimischen der Zugang kostenfrei.

Die Einführung der Gebühr dient der besseren Besucherlenkung. Maximal 400 Personen dürfen nun gleichzeitig direkt an das Becken des barocken Brunnens aus dem 18. Jahrhundert, der insbesondere durch die Badeszene mit Anita Ekberg (1931-2015) und Marcello Mastroianni (1924-1996) in Federico Fellinis (1920-1993) Film "La dolce vita" (1960) weltbekannt wurde. Bei Reisenden erfreut sich das Ritual großer Beliebtheit, eine Münze ins Wasser zu werfen. Der Legende zufolge soll dies die Rückkehr in die ewige Stadt sichern.

Der Ticketerwerb ist online, direkt vor Ort sowie in Touristeninformationen möglich. Die Gebührenpflicht gilt täglich zwischen 9 Uhr und 22 Uhr, allerdings montags und freitags erst ab 11:30 Uhr sowie an jedem zweiten Montag im Monat ab 14 Uhr. Außerhalb dieser Zeiträume bleibt der Zugang gebührenfrei. Wer auf den Münzwurf verzichten kann, hat übrigens die Möglichkeit, den Brunnen auch aus einiger Entfernung zu bewundern, da der umgebende kleine Platz weiterhin kostenlos zugänglich bleibt.

Die "ewige Stadt" regelt ihre Museumspreise 2026 teilweise neu. © istock/only_fabrizio
Die "ewige Stadt" regelt ihre Museumspreise 2026 teilweise neu. © istock/only_fabrizio

Gebühren für weitere Museen

Seit 1. Februar fallen auch bei einigen bislang kostenfreien Museen Eintrittsgelder an. So werden nun zwei Euro pro Person erhoben für die Maxentiusvilla an der Via Appia Antica sowie die Museen Napoleonico, Barraco, Carlo Bilotti und Pietro Canonica.

Ein Hinweis für Rom-Reisende: An jedem ersten Sonntag des Monats gewähren zahlreiche Einrichtungen kostenlosen Eintritt – darunter auch das Kolosseum. Allerdings müssen Interessierte dann mit deutlich längeren Warteschlangen rechnen.

Neues Buchungssystem fürs Kolosseum

Für das antike Amphitheater wurde ein neues Online-System (ticketing.colosseo.it) eingerichtet, über das die Tickets nun erhältlich sind. Die Eintrittskarten sind personalisiert, um einen Weiterverkauf zu überhöhten Preisen zu verhindern. Daher ist vor Ort ein Ausweis erforderlich. Die Tickets für unterschiedliche Zeitfenster werden jeweils 30 Tage im Voraus freigeschaltet.

Italiens Hauptstadt hat schier endlos viele Sehenswürdigkeiten zu bieten. © istock/Kristina Kokhanova
Italiens Hauptstadt hat schier endlos viele Sehenswürdigkeiten zu bieten. © istock/Kristina Kokhanova

Reinigungsarbeiten in der Sixtinischen Kapelle

Bis Ostern müssen BesucherInnen mit Beeinträchtigungen beim Besuch der Vatikanischen Museen rechnen. Denn das berühmte Fresko von Michelangelo (1475-1564) "Das jüngste Gericht" in der Sixtinischen Kapelle wird seit Januar gereinigt. Der Raum bleibt jedoch zugänglich. Vor der Wand wurde ein Arbeitsgerüst für die Restauratoren errichtet; Besucher können das Fresko derzeit nur als Reproduktion auf einer riesigen Plane betrachten.

Wie der Leiter der entsprechenden Werkstatt der Vatikanischen Museen, Paolo Violini gegenüber "Vatican News" erläuterte, sollen die durch den hohen Besucherandrang verursachten Verschmutzungen entfernt werden. Es handelt sich um die erste umfassende Reinigung des annähernd 500 Jahre alten Werkes seit der Restaurierung in den 1990er Jahren. Die Arbeiten sollen bis zum Karfreitag abgeschlossen sein. Danach können sich die Besucherinnen und Besucher auf ein frisch erstrahlendes Fresko freuen.

Zwei neue Metrostationen eröffnet

Bereits kurz vor Weihnachten wurden im historischen Zentrum zwei neue U-Bahn-Stationen eröffnet, die Reisenden auf der Strecke C nicht nur zusätzliche Ein- und Ausstiegsmöglichkeiten bieten. Die Haltestellen Colosseo/Fori Imperiali und Porta Metronia wurden als sogenannte Museumsstationen konzipiert, die zum Preis eines Metrotickets eine völlig neue Museumswelt eröffnen. Denn in den Stationen werden archäologische Funde präsentiert, die während der 13 Jahre dauernden Bauarbeiten entdeckt wurden. In der Station unmittelbar am Kolosseum sind beispielsweise auf vier Ebenen Objekte aus verschiedenen Epochen zu sehen – von Brunnenschächten aus dem 5. bis 2. Jahrhundert vor Christus bis hin zu einem antiken Balneum, einer kleinen privaten Therme.

Mietwagen für Deinen Urlaub buchen

Alles aus einer Hand mit HolidayCheck Mietwagen
Mietwagen finden

Tolle Angebote für Deine Reise nach Rom

Entdecke ähnliche Ferienthemen
Quelle: spot on news