Strandbad Lido Riva Caccia an der Promenade in Lugano, Tessin © HUBER IMAGES - Marco Arduino
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Sommer, Sonne, Ferien: Das ruft förmlich nach einer nassen Erfrischung. Ob Freibad mit Pool, Strandbad am See oder naturnahes Flussbad: Die Schweiz verfügt über eine ausgeprägte Badi-Kultur mit reichlich Möglichkeiten zur Abkühlung. Doch mit welchen Preisen ist zu rechnen?  

Neben unzähligen frei zugänglichen Badestellen in der Natur gibt es bewirtschaftete Strand- und Seebäder sowie klassische Poolanlagen in Freibädern. Diese bieten oft weitere Angebote und Services wie Rutschen, Umkleiden, Volleyballfelder oder Ähnliches. Gerade in Orten ohne natürliche Gewässer punkten Freibäder besonders.  

Für unseren grossen Freibad-Preisvergleich 2026 haben wir die Eintrittspreise von fast 270 Badis schweizweit untersucht. Und weil ein Freibadbesuch ohne Pommes frites einfach nicht vollständig ist, haben wir auch diese Preise gecheckt. 

Das Ergebnis: Die Tarife variieren stark, von kostenlosem Badespass bis deutlich mehr als 10 Franken Eintritt. Wer ein kostenpflichtiges Bad besucht, zahlt schweizweit im Schnitt 6.90 Franken für Erwachsene. Für Familien, die mehrmals pro Sommer ins Freibad möchten, kann das schnell ein spürbarer Kostenfaktor werden. Wir zeigen, wo das Plantschen günstig bleibt und wo etwas tiefer in die Tasche gegriffen werden muss. 

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Schwimmbad mit Strandzugang Lido Locarno am Lago Maggiore, SchweizSchwimmbad mit Strandzugang Lido Locarno am Lago Maggiore
Schwimmbad mit Strandzugang Lido Locarno am Lago Maggiore ©shutter-1290681394

Die teuerste Badi liegt im Tessin

Das teuerste Freibad in diesem Vergleich liegt im Tessin: Der Lido di Locarno verlangt 13 Franken Eintritt für Erwachsene, mehr als jedes andere Bad im Vergleich. Der Preis schliesst dabei zwar auch den Zugang zum Hallenbad ein, doch Rutschen kostet extra. Kinder zahlen 7 Franken. Dicht dahinter folgen die beiden Churer Freibäder Sand und Obere Au mit je 12 Franken für Erwachsene. Auch der Lido di Lugano im Tessin (11.- Fr.) und das Freibad Altdorf im Kanton Uri (11.- Fr.) gehören zu den teuersten Bädern der Schweiz in diesem Vergleich.

Werden Gratis-Badis ausser Acht gelassen, ist das Tessin mit einem Durchschnittspreis von 9.20 Franken der teuerste der untersuchten Kantone, gefolgt von Graubünden (8.23 Fr.) und Solothurn (8.- Fr.). Die Kantone Zürich (7.39 Fr.), Thurgau (7.38 Fr.) und Luzern (6.94 Fr.) liegen ebenfalls über dem schweizweiten Schnitt von 6.81 Franken für den Badi-Eintritt. Darunter befinden sich St. Gallen (6.53 Fr.), Bern (6.46 Fr.), Aargau (6.39 Fr.) und Wallis (6.33 Fr.), ebenso Freiburg (6.30 Fr.), Waadt (6.00 Fr.) und Genf (5.- Fr.). Wer in Zürich badet, hat die Wahl: Kostenpflichtige Bäder gehören zu den teureren im Vergleich, gleichzeitig bietet der Kanton aber auch die meisten Gratis-Badis an.

Blick auf Genf am Genfersee mit den Bergen im Hintergrund.
Die Bains de Pâquis am Genfersee, Genf, Schweiz © stock.adobe.com - 4kclips

Von Genf bis Zürichsee: Die günstigsten Badis im Vergleich

Wer günstig eintauchen möchte, wird in Genf fündig: Die Bains des Pâquis und Les Bains du Jet d'eau am Genfersee kosten Erwachsene lediglich 2 Franken, Kinder zahlen sogar nur 1 Franken. Damit sind sie die günstigsten kostenpflichtigen Bäder im gesamten Vergleich. 

Günstigen Badi-Spass gibt es aber auch in anderen Kantonen: Das Seebad Brettlibad in Wädenswil kostet Erwachsene nur 3 Franken, ebenso wie das Freibad Aarburg im Aargau oder für 3.50 Franken das Strandbad Stampf in Rapperswil (SG). Mit 4 Franken gibt es weitere günstige Optionen, etwa im Freibad Stans (NW), im Schwimmbad Rotkreuz (ZG), im Strandbad Männedorf (ZH)oder im Strandbad Meilen am Zürichsee. Auch im insgesamt eher teuren Kanton Zürich gibt es also günstige Ausnahmen unter den kostenpflichtigen Bädern.

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Personen schwimmen in einem Fluss, manche auf Schlauchbooten
Aareschwimmen in Bern, Schweiz © stock.adobe.com - piepette

Gratis-Badespass: Badis ohne Eintritt

Insgesamt 27 der untersuchten Bäder sind kostenlos zugänglich und das gilt nicht nur für Badestellen an See oder Fluss. Besonders grosszügig zeigt sich die Bundeshauptstadt Bern: Gleich vier städtische Bäder sind gratis und das hat in Bern Tradition: Das Flussbad Marzili existiert seit über 150 Jahren und der kostenlose Eintritt wird in der Stadt bis heute sehr geschätzt. Mit dem Flussbad Lorraine, dem Freibad Wyler und dem Freibad Weyermannshaus kommen drei weitere Bäder hinzu. Nur das Stadtbad Ka-We-De nimmt ein Eintrittsgeld. 

Auch in der Stadt Zürich gibt es mehrere kostenlose Badeoptionen neben dem Zürichsee, darunter die beliebten Flussbäder Oberer Letten und Unterer Letten an der Limmat, das Männerbad Schanzengraben, das Seebad Katzensee sowie mehrere Seebäder in Küsnacht. In Lausanne sind gleich drei städtische Freibäder mit Pool kostenlos zugänglich. In Luzern gibt es mit dem Strandbad Beckenried, dem Seebad Aesch und dem Ufschötti ebenfalls gratis Optionen am Wasser. 

Weitere gratis Bäder finden sich beispielsweise in Cham, Zug, Davos, Lenzerheide und St. Gallen. Wer den Sommer ohne Eintrittskosten geniessen möchte, hat in der Schweiz also durchaus Möglichkeiten. 

Freunde springen in Badesee
Freunde springen in Badesee ©getty-488775487

Kinder, Lehrlinge & Studierende: Viele Bäder bieten Rabatte

Familien und junge Badegäste profitieren in den meisten Schweizer Freibädern von günstigeren Eintrittspreisen. Kinder (ab 6 J.) zahlen im Durchschnitt 3.66 Franken, also knapp die Hälfte des Erwachsenenpreises von 6.81 Franken. Unter 6 Jahren dürften sie in der Regel gratis mit.  

Von den 240 untersuchten kostenpflichtigen Bädern bieten 154 einen günstigeren Tarif für Lehrlinge und Studierende gegen Vorlage des Ausweises an, das entspricht rund 64 Prozent. Im Schnitt sparen Lehrlinge dabei 1.90 Franken bzw. knapp 28 Prozent gegenüber dem Erwachsenenpreis. In den restlichen 86 Bädern zahlen Lehrlinge und Studierende gleich viel wie Erwachsene.

Ein kleiner, dreijähriger blonder Junge isst Pommes frites
Kleiner Junge isst Pommes ©shutterstock_2378150735

Der Pommes-Check: Was kostet die Badi-Portion?

Kein Freibadtag ohne Pommes, das ist für viele gesetzt. Aber was eine Portion kostet, variiert sehr. Wichtig zu wissen: Da die Gastronomie in vielen Schweizer Freibädern von privaten Pächterinnen und Pächtern betrieben wird, konnten nicht für alle Bäder Preise ermittelt werden. 

Die teuerste erhobene Portion gibt es im Erlebnisbad Seefeldpark in Sarnen für 11 Franken. Auch im Bachi's Strandbad Davos werden 10 Franken fällig. Im Strandbad Cham kostet die Portion 9 Franken. Etwas günstiger, aber immer noch viel: In den Basler Freibädern Bachgraben, St. Jakob und Eglisee sowie im Gitterlibad Liestal und im Naturbad Riehen zahlt man je 7 Franken. Gerade dort, wo kein Eintritt verlangt wird, gewinnt das Gastroangebot als Einnahmequelle zusätzlich an Bedeutung.  

Wer eine Badi sucht, wo auch der Pommes-Preis gut schmeckt, ist im Freibad Tägi in Wettingen (AG) mit 5.50 Franken am besten aufgehoben. Auch im Strandbad Tribschen in Luzern gibt es eine Portion bereits ab 5.50 Franken.  

Person schwimmt auf dem Rücken in einem Badesee
Im idyllischen See kannst Du Dich entspannt abkühlen © stock.adobe.com - Nelos

Fazit: Badespass für jedes Budget

Die Schweizer Badi-Landschaft ist vielfältig und für jeden Geldbeutel ist etwas dabei: Die Eintrittspreise für Erwachsene reichen von kostenlos bis 13 Franken, Pommes frites kosten je nach Bad zwischen 5.50 und 11 Franken. Wer genauer recherchiert, findet in vielen Kantonen günstige oder sogar kostenlose Badeoptionen. Bei regelmässigen Freibadbesuchen ist es sinnvoll, nach einem Saisonabo Ausschau zu halten. Diese können sich je nach Bad über den Sommer lohnen und sind in vielen Bädern auch als Familienabo erhältlich.

Unabhängig vom Preis gilt für jeden Freibadtag: Sonnencreme, Hut und genug Wasser nicht vergessen. Mit der richtigen Vorbereitung steht dem perfekten Badi-Tag nichts mehr im Weg. 

Menschen im See mit Luftmatratzen
Menschen im See mit Luftmatratzen ©shutter-2194421509

Was haben wir gemacht?

Für den Freibad-Preisvergleich 2026 wurden die Eintrittspreise von 268 Bädern in der ganzen Schweiz erhoben. Der Fokus lag dabei auf grösseren Städten und Gemeinden sowie auf Anlagen mit Poolbecken. Massgebend war stets der reguläre Erwachsenenpreis, ohne Einheimischentarif, da dieser für alle Besucherinnen und Besucher gilt und somit den fairsten Vergleichswert bietet. Die Kinderpreise gelten in der Regel für Personen zwischen 6 und 16 Jahren, können je nach Bad und Altersdefinition jedoch variieren. Kinder unter 6 Jahren haben in den meisten Bädern freien Eintritt.

In den kantonalen Vergleich wurden nur Kantone einbezogen, für die mindestens fünf Bäder ausgewertet wurden. Die Pommes-Preise wurden dort erhoben, wo Angaben öffentlich zugänglich waren; aufgrund privater Pächter war dies nicht in allen Bädern möglich. Die Daten wurden im Juni 2026 erhoben. Die Untersuchung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit; Preisänderungen und Abweichungen sind möglich.

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