Blick auf die Straße, die durch die Dünenlandschaft bei Corralejo, Fuerteventura, führt
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Roadtrip

Fuerteventura in 7 Tagen: Diese Route zeigt Dir die schönsten Orte der Insel | Strände, Natur & Geheimtipps

Mathis GilsbachJournalist

Fuerteventura lässt sich perfekt mit dem Auto entdecken. Die Insel ist weitläufig, die Straßen führen Dich durch ganz unterschiedliche Landschaften – von Dünen im Norden bis zu rauen Küsten im Westen und langen Stränden im Süden. Genau diese Vielfalt macht einen Roadtrip hier so besonders.

In sieben Tagen kannst Du die Insel Stück für Stück erkunden, ohne Dich zu hetzen. Jeder Tag bringt neue Eindrücke: Mal bist Du zu Fuß unterwegs, mal einfach nur am Meer, mal mitten in den Bergen. An jeder Station erlebst Du eine neue, faszinierende Facette der kanarischen Insel, die zu Spanien gehört.

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Eine Frau läuft im weißen Sommerkleid und mit Hut in der Hand über die Dünen bei Corralejo, Fuerteventura
Erkunde die wunderschöne Dünenlandschaft bei Corralejo © stock.adobe.com - zigres

Tag 1: Dünen von Corralejo

Wandern zwischen Sand und Meer

Zum Start Deines Roadtrips erwartet Dich direkt eine der markantesten Landschaften der Insel. Die Dünen von Corralejo  wirken wie eine kleine Wüste direkt am Atlantik. Der feine, helle Sand formt sanfte Hügel, die je nach Wind immer wieder anders aussehen. Dahinter leuchtet das Meer in intensiven Blautönen.

Am besten erkundest Du das Gebiet zu Fuß. Laufe ein Stück durch die Dünen, spüre den Sand unter den Füßen und such Dir zwischendurch einen Zugang zum Strand. Die Straße verläuft parallel zur Küste, sodass Du jederzeit anhalten und neue Perspektiven entdecken kannst. Besonders schön ist es am Morgen oder am späten Nachmittag, wenn die Temperaturen moderater sind und das Licht weicher ist.

Wenn Du Lust hast, probiere Dich auf einem der sanfteren Hänge im Sandboarden. Wichtig ist dabei, auf die geschützten Bereiche zu achten und die Dünenlandschaft respektvoll zu behandeln.

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Insel Lobos, Corralejo, Fuerteventura
Insel Lobos, Corralejo, Fuerteventura © Shutterstock - Silvershadow

Tag 2: Insel Lobos

Ein Tagesausflug mit Weitblick

Am zweiten Tag verlässt Du die Hauptinsel von Fuerteventura für ein paar Stunden. Vom Hafen in Corralejo bringt Dich eine Fähre oder ein Boot in kurzer Zeit auf die kleine Insel Lobos. Dort geht es ruhig zu, nur wenige Menschen leben auf der Insel. Die allermeisten davon im kleinen Örtchen Puertito de Lobos. Hier gibt es auch ganz frischen Fisch zu essen. Nach einer Wanderung durchs Inselinnere schmeckt der doppelt so gut.

Wichtig für Deine Planung: Der Zugang zu Lobos ist begrenzt und muss vorab reserviert werden. Nimm ausreichend Wasser und Sonnenschutz mit. Auf der Insel selbst gibt es kaum Versorgungsmöglichkeiten.

Mathis' Tipp

Die Playa de la Concha liegt in einer geschwungenen Bucht und gehört zu den schönsten Badeplätzen rund um Fuerteventura. Das Wasser ist meist ruhig und klar, der Einstieg angenehm flach. Perfekt für eine längere Pause nach dem Spaziergang über die Insel.

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Eine helle Windmühle steht vor dem Rand des Ortes Villaverde, Fuerteventura
Molinos de Villaverde, Villaverde, Fuerteventura © stock.adobe.com - Bentor

Tag 3: Molinos de Villaverde

Windmühlen in weiter Landschaft

Am Rand von Villaverde stehen einige der bekanntesten Windmühlen Fuerteventuras. Weiß gestrichen, mit ihren markanten Flügeln und der runden Bauweise siehst Du sie schon von Weitem. Früher wurde hier Getreide gemahlen, heute sind die Molinos ein Stück Inselgeschichte. Viele der Mühlen sind restauriert und für BesucherInnen zugänglich.

Die Mühlen liegen leicht erhöht und bieten einen freien Blick über die umliegende Landschaft. Rundherum erstreckt sich das typische Bild des Nordens: weite Flächen, vereinzelte Häuser und eine ruhige, fast karge Umgebung. Bei klarem Wetter kannst Du hier weit über die Insel schauen.

Im Ort selbst findest Du auch traditionelles Kunsthandwerk, vor allem Keramik und Töpferarbeiten. In kleinen Werkstätten kannst Du den HandwerkerInnen über die Schulter schauen oder ein handgefertigtes Stück als Erinnerung mitnehmen.

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Blick auf die weiße Kirche Santa María de la Concepción in Betancuria mit Palmen und Blumenbüschen davor
Iglesia de Santa María de la Concepción, Betancuria, Fuerteventura © stock.adobe.com - Safi

Tag 4: Betancuria

Zeitreise ins Inselinnere

Mit Betancuria erreichst Du einen der geschichtsträchtigsten Orte der Insel. Gegründet im Jahr 1404, liegt die Gemeinde geschützt im Inselinneren – so konnten sich EinwohnerInnen früher besser vor Angriffen von der Küste schützen.

Beim Rundgang durch den Ort entdeckst Du viele Spuren der Vergangenheit. Im Zentrum steht die Iglesia de Santa María de la Concepción, eines der wichtigsten Bauwerke der Insel. Ebenfalls sehenswert sind die Kapellen Santa Inés und Nuestra Señora de la Peña sowie die Ruinen des ehemaligen Franziskanerklosters San Buenaventura.

Wenn Du tiefer eintauchen möchtest, lohnt sich ein Besuch im Archäologischen und Ethnografischen Museum oder im Museum für sakrale Kunst. Beide geben Dir einen guten Einblick in das frühere Leben auf Fuerteventura. Plane etwas Zeit ein, um durch die Gassen zu schlendern und die einzelnen Stationen in Ruhe zu erkunden.

Mathis' Tipp

Für eine entspannte Pause bietet sich das Restaurante La Sombra an. In einem geschützten Innenhof kannst Du hier eine längere Mittagspause einlegen und ein paar Tapas genießen. Gerade auf einem Roadtrip ist das ein schöner Kontrast zu den vielen Eindrücken unterwegs.

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Der beeindruckende Felsbogen und Aussichtspunkt Arco de las Peñitas auf Fuerteventura
Arco de las Peñitas, Fuerteventura © stock.adobe.com - unai

Tag 5: Barranco de las Peñitas

Wandern durch eine versteckte Schlucht

Mit dem Barranco de las Peñitas erreichst Du eine der überraschendsten Landschaften der Insel. Statt Küste erwartet Dich hier eine Schlucht mit hohen Felswänden, Palmen und einem kleinen Stausee. Die Umgebung wirkt deutlich grüner als viele andere Teile Fuerteventuras und zeigt, wie vielseitig die Insel ist.

Starte Deine Erkundung am besten in Vega de Río Palmas oder in der Nähe des Damms. Von dort führen Wege durch die Schlucht, vorbei an Felsen und immer wieder mit Blick auf die umliegenden Berge. Besonders spannend: der Abstecher zum Felsbogen Arco de las Peñitas, der etwas oberhalb liegt und einen besonders schönen Blick bietet.

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Sandstrand mit Hotelanlagen, Meerblick und Palmen in Morro Jable im Süden Fuerteventuras
Morro Jable, Fuerteventura © Joachim Negwer

Tag 6: Morro Jable und Playa del Matorral

Ein Strand für lange Tage

Im Süden der Insel wird es wieder weit und offen. Der beliebte Ferienort Morro Jable geht nahtlos in den Playa del Matorral über, einen kilometerlangen Sandstrand, der viel Platz bietet. Der weiche Sand und das ruhige Wasser machen diesen Abschnitt ideal für einen entspannten Strandtag. Die Promenade verbindet Strand und Ort miteinander, sodass Du zwischendurch jederzeit eine Pause in einem Café oder Restaurant einlegen kannst.

Lust, auf einen ausgedehnten Strandspaziergang? Wenn Du auf die Gezeiten achtest, kannst Du von hier aus bis nach Costa Calma gehen – das liegt knapp 20 Kilometer entfernt.    

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Schöne Küste mit Wellen am La Pared Strand, Fuerteventura © Massimo Borchi/HUBER IMAGES
Schöne Küste mit Wellen am La Pared Strand, Fuerteventura © Massimo Borchi/HUBER IMAGES

Tag 7: Playa de la Pared

Die raue Seite der Insel

Zum Abschluss Deines Roadtrips zeigt sich Fuerteventura noch einmal von einer ganz anderen Seite. An der Westküste liegt Playa de la Pared, ein Ort, an dem Wind, Wellen und offene Weite das Bild bestimmen. Statt ruhigem Wasser erwartet Dich hier eine Küste mit kräftiger Brandung und dunkleren Sandtönen.

Der Strand eignet sich weniger zum Baden, dafür umso mehr zum Staunen. Setz Dich in den Sand, schau den SurferInnen zu oder spaziere entlang der Küste. Besonders schön ist es am Abend: Wenn die Sonne langsam Richtung Horizont sinkt, verändert sich das Licht und taucht die Umgebung in warme Farben. 

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Geschrieben von:Mathis Gilsbach