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Straße in Thailand

Reisebericht

Unser Familienroadtrip durch Südthailand mit Mietwagen

Der folgende Reisebericht basiert auf den persönlichen Erfahrungen von Sandra, Mitarbeiterin bei HolidayCheck Mietwagen, während ihrer Reise durch Südthailand mit Kleinkind.

⁠Roller, Linksverkehr, tropischer Regen, das sind einige der ersten Assoziationen, die mir kamen, als ich an einen Roadtrip durch Thailand dachte. Ein Roadtrip durch Thailand klingt für mich erst einmal nach Abenteuer, aber nicht unbedingt nach Familienurlaub. Im Nachhinein kann ich jedoch selbstbewusst sagen, dass definitiv beides geht – nur eben mit einigen kleinen Anpassungen. Für unsere zweiwöchige Reise durch Südthailand haben wir uns daher bewusst gegen einen Roller und für einen Mietwagen entschieden und schnell gemerkt, dass genau diese Entscheidung den Urlaub erst richtig entspannt gemacht hat. Warum wir diese Wahl getroffen haben und welche Erfahrungen wir mit Anmietung, Abholung, Reiseplanung und dem örtlichen Verkehr gemacht haben, findest Du im folgenden Erfahrungsbericht.

Flexibel reisen mit dem passenden Mietwagen

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Schlüssel für Mietwagen und Vertrag unterschreiben
Schlüssel für Mietwagen und Vertrag unterschreiben ©HolidayCheck

Erfahrungen mit Anmietung & Fahrzeugwahl

Schon bei der Wahl des Fahrzeugs habe ich gemerkt, dass man es nicht größer planen muss als nötig. Wir haben einen Kleinwagen beziehungsweise eine Kompaktklasse gewählt und für unsere Route mit überschaubaren Distanzen hat das vollkommen gereicht. Mit zwei Erwachsenen, einem Kind und Gepäck hatten wir ausreichend Platz. Rückblickend würde ich sagen: Für kürzere Strecken und feste Standorte reicht ein kleineres Auto absolut aus. Wer allerdings längere Etappen plant oder häufiger den Standort wechselt, fährt mit einem SUV oder Familienwagen wahrscheinlich entspannter.

Bei der Versicherung haben wir uns für eine Vollkasko ohne Selbstbeteiligung entschieden, was meiner Meinung nach rückblickend genau die richtige Entscheidung war. Mir ist es immer lieber, vorab etwas mehr zu zahlen, als sich dann vor Ort mit Zusatzversicherungen und Sprachbarrieren auseinandersetzen zu müssen. Im Nachhinein habe ich vor allem auch gemerkt, dass man selbst mit Englisch nicht überall weit kommt. Gerade in den ländlicheren Regionen konnten bei weitem nicht alle Englisch, sodass Übersetzer-Apps für uns keine schlechte Idee waren.

Die Abholung des Mietwagens erfolgte am Flughafen Phuket. Grundsätzlich verlief alles problemlos, allerdings gab es eine erste Überraschung, mit der ich nicht gerechnet hatte. Der Flughafen besteht aus einem internationalen und einem nationalen Terminal und die meisten Mietwagen-Schalter befinden sich tatsächlich im Domestic Terminal. Dieses kleine Detail hat sich also direkt bei der Ankunft, für uns als erste Herausforderung entpuppt. Denn eine klare Ausschilderung gab es nicht und auch vor Ort konnte uns zunächst niemand genau sagen, wo welcher Anbieter sitzt. Daher kommt hier bereits der erste Tipp, den ich jedem bei einer Reise nach Thailand geben würde.

Hand mit SIM-Karte im Vordergrund, Handy auf einem Tisch im Hintergrund

Sandras Tipp

Eine virtuelle SIM am besten mit Datenvolumen kaufen. So konnten wir die Nummer auf dem Voucher unseres Mietwagenanbieters anrufen und die Situation klären. Ohne mobiles Netz wäre die Situation definitiv deutlich mühsamer gewesen. Der Voucher mit der entsprechenden Telefonnummer kam vorab per E-Mail vom Mietwagenanbieter.

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Khao Sok Nationalpark © Pakin Songmor/Moment via Getty Images
Khao Sok Nationalpark © Pakin Songmor/Moment via Getty Images

Unsere Reiseroute

Bei der Reiseroute haben wir es bei diesem Urlaub bewusst ruhig angehen lassen. Nach der Ankunft in Phuket sind wir direkt über die Brücke in den Khao Sok Nationalpark gefahren, eine Strecke von etwa anderthalb Stunden. Für uns war es gerade perfekt, dass der Nationalpark so nahe gelegen war – vor allem mit Kind eine ideale Entfernung. Dort haben wir in einem Hotel mitten im Nationalpark eine ganze Woche verbracht. Unser Host war sichtlich überrascht, dass wir uns so viel Zeit für den Nationalpark genommen haben, aber mit Kind war das für uns genau richtig. Der Khao Sok Nationalpark ist ein zentraler Ausgangspunkt mit vielen Unterkünften, gut angebunden an eine Hauptverkehrsstraße, die auch Richtung Koh Samui führt. Für Ausflüge in verschiedene Richtungen eignet sich die Region hervorragend.

Für unseren Sohn war diese Woche ein echtes Highlight: Unser Kleiner kam sich vor wie Mogli aus dem Dschungelbuch. Neben unzähligen Tieren auf freier Laufbahn gab es unglaublich viel Natur zu entdecken. Wir waren am Ende der Regenzeit dort, wovon uns im Voraus so mancher abgeraten hatte. Im Nachhinein muss ich sagen, dass es auf jeden Fall eine besondere Erfahrung war, als wir teilweise vor gänzlich überfluteten Straßen standen und auf Alternativrouten angewiesen waren. Unser Sohn fand das allerdings total toll und sehr aufregend. Gerade in diesen Momenten war Google Maps als Navigationstool Gold wert. Sehr zuverlässig wurden uns passende alternative Routen vorgeschlagen. Aber auch hier habe ich den Mietwagen wieder einmal sehr zu schätzen gelernt. Wir haben zwar immer wieder Roller an uns vorbeirasen sehen, was auch sehr amüsant aussah, waren dann aber gerade mit Kind bei den doch immer wieder stark auftretenden Regenfällen sehr froh, auf der Fahrt ein Dach über dem Kopf zu haben – vom Sicherheitsaspekt ganz zu schweigen.

Nach unserer Woche im Nationalpark ging es weiter an die Westküste in die Nähe von Khao Lak, ebenfalls etwa anderthalb Stunden Fahrt. Dort haben wir eine weitere Woche am Meer verbracht und von dort aus Ausflüge in Nationalparks und die Umgebung unternommen. Statt ständig den Standort zu wechseln, hatten wir bewusst nur zwei feste Unterkünfte. Im Nachhinein war das die perfekte Wahl, denn Ferien sollen ja schließlich keinen zusätzlichen Stress auslösen, indem Du alle zwei Tage von Ort zu Ort reist.

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Rückseite eines Autos mit Bremsleuchte an einer Straßenkreuzung in Bangkok
Rückseite eines Autos mit Bremsleuchte an einer Straßenkreuzung in Bangkok @shutterstock

Erfahrungen mit dem örtlichen Verkehr und Straßennetz

Der Verkehr in Phuket selbst war für mich eher stressig. Viel Verkehr und teilweise sehr chaotisch. Daher haben wir die Stadt von vornherein umgangen. In den ländlichen Regionen und auf den Hauptverkehrsstraßen war das Fahren deutlich angenehmer. Was mir aber besonders aufgefallen ist: Gerade in der Nacht gibt es auf vielen Straßen keine Beleuchtung. Recht häufig sind uns sogar FußgängerInnen direkt auf der Fahrbahn entgegengekommen. Daher ist besonders bei Regen Aufmerksamkeit gefragt. Vom Zustand der Straßen dagegen war ich wirklich positiv überrascht. Der Zustand war insgesamt gut und auch zwischen Stadt und Land habe ich keinen großen Unterschied festgestellt.

Der Linksverkehr war für mich dagegen definitiv anstrengend. Da ich zuvor noch nie im Linksverkehr gefahren bin und mich damit auch eher unwohl fühle, haben wir bewusst keinen Zusatzfahrer dazugebucht. Mein Mann ist stattdessen gefahren. Er meinte, man gewöhnt sich daran, aber dennoch verlangt es volle Konzentration – gerade wenn einem plötzlich FußgängerInnen entgegenkommen. Hätten wir uns für längere Etappen entschieden, wäre eine zweite fahrende Person aber definitiv sinnvoll gewesen.

Für die Navigation haben wir ausschließlich Google Maps genutzt. Was mir hier besonders positiv aufgefallen ist: Wir hatten tatsächlich fast überall, sogar in den ländlichen Regionen, sehr gutes Netz. Auch die Beschilderung im Straßennetz war insgesamt wirklich gut ausgebaut und leicht verständlich.

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Parkplatz am Flughafen © stock.adobe.com - bluedesign
Parkplatz am Flughafen © stock.adobe.com - bluedesign

Erfahrungen mit der Mietwagenrückgabe

Bei der Rückgabe des Mietwagens nach unserem Urlaub war ich sehr froh, dass wir genügend Zeit eingeplant hatten. Vorher war mir das kaum klar, aber der Flughafen Phuket ist nach Bangkok tatsächlich der zweitgrößte Flughafen Thailands. Um den Mietwagen zurückzugeben, wurden wir über einen riesigen Parkplatz geleitet, auf dem Du Deinen Mietwagen abstellen solltest. Es war unfassbar viel los und der Parkplatz war nicht gerade übersichtlich gestaltet. Daher würde ich gerade mit Kind dazu raten, genügend Puffer vor dem Rückflug für die Mietwagenrückgabe einzuplanen.

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Aussicht auf den Strand aus dem Autofenster
Aussicht auf den Strand aus dem Autofenster @shutterstock

Fazit – Lohnt sich ein Mietwagen in Thailand?

Mein Fazit nach diesen zwei Wochen: Der Mietwagen hat sich für uns absolut gelohnt, vor allem als Familie, in der Regenzeit und abseits der großen Städte. Was hier noch eine wichtige Info ist: Tatsächlich gibt es vor Ort kaum regelmäßige Busverbindungen. Wenn Du also keinen Roller wählen möchtest, aber dennoch Flexibilität schätzt, ist ein Mietwagen definitiv die beste Wahl.

Also kurz gefasst: Ohne Kind ist ein Roller in Thailand sicherlich eine super Wahl – oft günstiger und völlig ausreichend. Aber sobald längere Strecken, viel Gepäck oder Regen ins Spiel kommen, würde ich jederzeit wieder zum Mietwagen greifen. Schlussendlich war der Mietwagen für mich damit der Schlüssel zu einem entspannten Familienurlaub in Thailand, mit genau der Freiheit, die wir uns für diese Reise gewünscht haben.

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