Sehenswürdigkeiten und Strände inkl. Karte
Eine Woche Workation auf Korfu: Traumstrände, griechische Küche und entspanntes Arbeiten
Nach mehr als zehn Jahren ging es für meine Partnerin und mich (32 & 36) Mitte Mai endlich wieder nach Korfu. Wir verbrachten eine Woche auf der grünen Insel – allerdings nicht für einen klassischen Badeurlaub, sondern für eine Workation.
Auf der Suche nach einem günstigen Reiseangebot stießen wir auf das frisch renovierte Hotel Nobilis Corfu in Acharavi. Die Idee: Vormittags arbeiten, nach der Arbeit mit dem Mietwagen die Insel erkunden und dabei die Vorteile eines All-inclusive-Hotels genießen.
Unser Konzept ging dabei perfekt auf: An vier Tagen arbeiteten wir bis in den frühen Nachmittag und nutzten anschließend die langen Frühlingstage für kleinere Ausflüge. Zusätzlich fielen zwei komplette Urlaubstage auf das Wochenende, an denen wir die Insel ganztägig erkunden konnten. So entstand die ideale Mischung aus Produktivität und Urlaubserlebnis.
Der Reisezeitraum Mitte Mai erwies sich dabei als nahezu perfekt: angenehme Temperaturen, noch überschaubarer Tourismus und gleichzeitig attraktive Reisepreise. Viele Strände hatten wir zeitweise fast für uns allein.
Hotel Nobilis Corfu: Modern und ideal für eine Workation
Der erste Eindruck zählt – und der war bereits bei unserer Ankunft hervorragend. Moderne Farben, stilvolle Einrichtung und eine angenehme Atmosphäre ziehen sich durch die gesamte Anlage. Das Konzept verbindet venezianische Eleganz mit modernem Komfort und passt damit perfekt zur Geschichte Korfus.
Unser Zimmer war deutlich größer als erwartet. Neben dem Schlafzimmer verfügten wir über einen separaten Wohnbereich mit Schreibtisch (perfekt zum Arbeiten für uns zwei) und großer Couch, ein modernes Badezimmer sowie eine Terrasse mit Blick ins Grüne. Morgens wurden wir häufig vom Zwitschern der Vögel geweckt.
Für unsere Workation waren vor allem zwei Dinge entscheidend: konzentriertes Arbeiten und zuverlässiges WLAN. Und genau hier überzeugte das Nobilis Corfu auf ganzer Linie. Egal ob auf dem Zimmer oder in der Lobby – die Verbindung war jederzeit stabil und schnell genug für Videokonferenzen. Wer lieber unter freiem Himmel arbeiten möchte, findet an den überdachten Sitzbereichen im Außenbereich genügend ruhige Plätze zum konzentrierten Arbeiten.

Daniels Tipp
Besonders praktisch: Auch Strandtücher wurden gegen eine geringe Kaution direkt vom Hotel zur Verfügung gestellt. So sparten wir wertvollen Platz im Koffer und mussten keine eigenen Handtücher für den Strand mitbringen.
Warum All-inclusive für eine Workation perfekt ist
Vor der Reise waren wir uns nicht sicher, ob All-inclusive wirklich notwendig ist. Nach einer Woche auf Korfu würden wir jedoch jederzeit wieder genau diese Kombination wählen. Denn der größte Vorteil: Wir mussten uns um nichts kümmern.
Während wir vormittags arbeiteten, konnten wir uns jederzeit mit Frühstück, Getränken und Snacks versorgen. Nach dem Arbeiten konnten wir direkt ins Auto steigen und die Insel erkunden, ohne vorher noch Restaurants suchen oder Einkäufe erledigen zu müssen.
Das kulinarische Angebot im Hotel war überraschend vielfältig. Neben dem Frühstücks-, Mittags- und Abendbuffet gab es tagsüber ein Snackrestaurant mit wechselnden Angeboten wie Pizza und Gyros. Dazu kamen Softdrinks, Kaffee, Cocktails und weitere Getränke über den gesamten Tag verteilt.
Besonders angenehm fanden wir die entspannte Atmosphäre am Pool. Zwischen zwei Meetings kurz einen Kaffee holen oder nach Feierabend mit einem Cocktail den Sonnenuntergang genießen – genau so hatten wir uns unsere Workation vorgestellt.

Daniels Tipp
Wer Du es abends etwas ruhiger magst, solltest Du nach einem Zimmer im Annex-Gebäude fragen. Dort bekommst Du von der gelegentlichen Abendanimation deutlich weniger mit.
Tag 1 – Acharavi: Der perfekte Ausgangspunkt
Da der Anreisetag ganz im Zeichen des Ankommens stand, nutzten wir die Zeit, um die Anlage zu erkunden, den Poolbereich kennenzulernen und die ersten Stunden unseres Urlaubs entspannt zu genießen.
Acharavi liegt im Norden der Insel und bietet eine hervorragende Ausgangsposition für Ausflüge in nahezu alle Regionen Korfus. Gleichzeitig wirkt der Ort deutlich entspannter als viele andere Ferienorte der Insel.
Die Lage ist ein weiterer Grund, warum wir das Nobilis Corfu jederzeit weiterempfehlen würden. Nur wenige Gehminuten vom Hotel entfernt befindet sich der lange Strand von Acharavi. Am Abend spazierten wir häufig entlang der Küste und beobachteten, wie die Sonne langsam im Ionischen Meer verschwand.
Der Ort selbst bot alles, was wir benötigten: Restaurants, kleine Geschäfte, Souvenirläden, Supermärkte und eine Apotheke. Trotzdem wirkt Acharavi angenehm authentisch und niemals überlaufen.
Tag 2 – Korfus Nordwesten: Canal d'Amour und Cape Drastis
Da wir an diesem Tag bis zum frühen Nachmittag gearbeitet hatten, planten wir bewusst einen Ausflug in die nähere Umgebung des Hotels.
Wir starteten zu unserem ersten Ausflug an die Nordwestküste. Das Ziel war der berühmte Canal d'Amour bei Sidari. Zwischen goldfarbenen Sandsteinformationen schlängeln sich kleine Kanäle hindurch, während das Wasser in unterschiedlichsten Türkis- und Blautönen leuchtet. Die Felsen wurden über Jahrtausende von Wind und Meer geformt und verleihen dem Ort eine fast märchenhafte Atmosphäre. Schon hier wurde uns bewusst, wie abwechslungsreich Korfu ist.
Anschließend ging es weiter zum Cape Drastis. Die schneeweißen Klippen gehören zu den spektakulärsten Landschaften der Insel. Von oben blickten wir auf steil abfallende Felsen, kleine Buchten und das tiefblaue Ionische Meer.
Sowohl der Canal d'Amour als auch Cape Drastis liegen nur etwa 20 bis 30 Fahrminuten von Acharavi entfernt und eignen sich daher perfekt für einen entspannten Ausflug nach Feierabend.

Daniels Tipp
Plane Deinen Besuch am Cape Drastis möglichst zum Sonnenuntergang. Wenn die letzten Sonnenstrahlen auf die weißen Klippen treffen, entsteht eine ganz besondere und beeindruckende Stimmung.
Tag 3 – Von der Mäuseinsel bis zu den schönsten Sandstränden im Süden
Da dieser Tag auf das Wochenende fiel, konnten wir die Insel erstmals ohne Zeitdruck ganztägig erkunden. Gerade für eine Workation war das ideal, denn so mussten wir uns während der Arbeitswoche nicht hetzen und konnten die längeren Ausflüge auf unsere freien Tage legen.
Dieser Tag gehörte ganz den landschaftlichen Highlights Korfus. Unser erster Stopp war die berühmte Mäuseinsel Pontikonisi, eines der bekanntesten Wahrzeichen der Insel.
Anschließend führte uns die Route in den Süden. Der Gardenos Beach wurde schnell zu einem unserer Lieblingsstrände. Der feine Sand, die enorme Breite des Strandes und die entspannte Atmosphäre machen ihn zu einem perfekten Ort zum Abschalten.
Danach ging es weiter zum Marathias Beach, bevor wir in die Panorama Notos Taverna auf der Ostseite der Insel einkehrten. Die Taverne liegt direkt am Wasser und eignet sich perfekt für eine entspannte Mittagspause mit Blick aufs Meer.
Frisch gestärkt besuchten wir anschließend den Issos Beach. Die weitläufige Dünenlandschaft unterscheidet sich deutlich von vielen anderen Stränden der Insel und verleiht diesem Küstenabschnitt einen ganz eigenen Charakter.
Zum Abschluss des Tages fuhren wir nach Agios Gordios. Schon der Strand selbst ist wunderschön, doch das eigentliche Highlight befindet sich oberhalb der Bucht. Von dort eröffnete sich uns ein fantastischer Blick auf die markante Felsformation Ortholitos, die majestätisch aus dem Meer ragt.
Die Fahrzeiten waren trotz der vielen Stopps gut machbar. Vom Hotel bis zur Mäuseinsel benötigten wir etwa eine Stunde, die weiteren Stationen lassen sich anschließend bequem als Rundtour durch den Süden der Insel verbinden.
Den Abend ließen wir schließlich am Paralia Acharavi ausklingen. Der Sonnenuntergang direkt vor unserem Hotel gehörte zu den schönsten Momenten des gesamten Urlaubs.

Daniels Tipp
Wer Griechenland besucht, sollte sich unbedingt einmal durch die zahlreiche Vorspeisen-Auswahl probieren. Besonders empfehlenswert: Saganaki, Gebackener Feta mit Honig und Sesam sowie Tirokafteri. Gerade das gemeinsame Teilen der verschiedenen Vorspeisen gehört für uns zu den schönsten kulinarischen Erlebnissen in Griechenland.
Tag 4 – Traumküsten, Porto Timoni und griechische Kulinarik
Unser zweiter Tag am Wochenende bot die perfekte Gelegenheit für eine größere Rundtour über die Insel – so konnten wir uns Zeit lassen und einige der schönsten Küstenabschnitte Korfus miteinander verbinden.
Die Route führte uns zunächst entlang der Nordostküste zu den Stränden Paralia Mpateria, Paralia Avlaki und Paralia Kalami. Jeder dieser Strände besitzt seinen eigenen Charakter und begeistert mit kristallklarem Wasser.
Besonders beeindruckt hatte uns anschließend der Barbati Beach. Vor der Kulisse des Pantokrator-Gebirges leuchtet das Wasser in intensiven Blau- und Türkistönen.
Weiter ging es zum Liapades Beach und anschließend zum berühmten Aussichtspunkt oberhalb der La Grotta Beach Bar. Von dort blickten wir auf die felsige Küste und das glasklare Wasser – einer der schönsten Fotospots der Insel.
Zum Mittag kehrten wir in die Spiros Taverna ein. Das Fleisch kam frisch vom Holzkohlegrill, war unglaublich zart und gehörte zu den besten Restaurantbesuchen unserer Reise. Dazu genossen wir einen Corfu Spritz mit regionalen Kumquats.
Wenn uns jemand nach dem schönsten Aussichtspunkt der Insel fragen würde, müssten wir nicht lange überlegen: Porto Timoni. Vom Parkplatz aus erreichten wir nach einem etwa zehn- bis fünfzehnminütigen Spaziergang über einen unbefestigten Weg (festes Schuhwerk empfohlen) den Aussichtspunkt über dem Porto Timoni Beach, der zu den absoluten Pflichtstopps auf Korfu zählt. Der Anblick war schlicht spektakulär. Zwei türkisfarbene Buchten, getrennt durch eine schmale Landzunge, eingebettet in eine grüne Hügellandschaft – ein Panorama, das wir so schnell nicht vergessen werden.
Anschließend schlenderten wir noch durch die kleinen Gassen des Ortes Afionas, bevor wir zum Abendessen ins Hotel zurückkehrten.
Obwohl die Route mehrere Stopps umfasste, waren die Fahrzeiten überraschend angenehm. Die Strände lagen jeweils nur wenige Minuten voneinander entfernt. Vom Hotel bis Paralia Mpateria benötigten wir etwa 20 Minuten, von Afionas zurück zum Hotel ebenfalls nur 35 Minuten.
Tag 5 – Entschleunigung im Hotel Nobilis Corfu
Nach mehreren erlebnisreichen Tagen auf der Insel gönnten wir uns bewusst einen Tag im Hotel – unser Arbeitskalender war voll und verlangte nach unserer Aufmerksamkeit.
Gerade hier zeigte sich, dass das Nobilis Corfu nicht nur als Ausgangspunkt für Ausflüge überzeugt, sondern auch für einen klassischen All-inclusive-Urlaub eine hervorragende Wahl ist und problemlos mehrere entspannte Urlaubstage in der Anlage selbst füllen kann. Auch der Service trug maßgeblich zum Wohlfühlfaktor bei – die herzliche griechische Gastfreundschaft machte den Aufenthalt besonders angenehm.
Die weitläufige Anlage lädt dazu ein, einfach einmal einen Gang herunterzuschalten. Rund um den großen Pool stehen ausreichend Sonnenliegen und Sonnenschirme zur Verfügung. Wer sich sportlich betätigen möchte, kann den Fitnessraum nutzen, während Erholungssuchende bei einer Thai-Massage direkt im Hotel die Seele baumeln lassen können.
Besonders angenehm fanden wir das All-inclusive-Konzept. Vom reichhaltigen Frühstück über das Mittagsbuffet bis hin zu Snacks, Pizza und Gyros am Nachmittag mussten wir uns den ganzen Tag über um nichts kümmern. Dazu gab es eine große Auswahl an Getränken und am Abend sogar Cocktails, die bereits inklusive waren.
Auch Familien finden hier beste Voraussetzungen. Neben dem großen Pool gibt es ein separates Kinderbecken, während die gepflegte Anlage genügend Platz bietet, damit jede Urlauberin und jeder Urlauber seinen persönlichen Lieblingsplatz findet.
Am Abend sorgt das wechselnde Unterhaltungsprogramm mit Live-Musik, griechischen Themenabenden und Animation für zusätzliche Abwechslung. Wer es lieber ruhiger mag, kann den Tag bei einem Spaziergang zum nahegelegenen Strand von Acharavi oder auf dem eigenen Balkon entspannt ausklingen lassen.
Wer einen klassischen All-inclusive-Urlaub auf Korfu sucht, findet hier aus unserer Sicht ein hervorragendes Gesamtpaket aus Komfort, Erholung und Gastfreundschaft.
Tag 6 – Plane-Spotting, Kloster und venezianisches Flair in Korfu-Stadt
Nach einem erfolgreichen Arbeitstag machten wir uns am Nachmittag auf den Weg Richtung Korfu-Stadt. Vom Hotel aus benötigten wir in etwa 45 bis 60 Minuten, weshalb sich der Ausflug perfekt mit einem verkürzten Arbeitstag kombinieren lässt.
Unser erster Stopp: Das kleine weiße Kloster Vlacherna auf seiner eigenen Insel, welches zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten und Fotomotiven Korfus gehört.
Direkt daneben befindet sich einer der spektakulärsten Plane-Spotting-Spots Europas. Von der Mauer aus lassen sich startende und landende Flugzeuge aus nächster Nähe beobachten. Selbst wer kein Flugzeugfan ist, wird hier zwangsläufig einige Minuten stehen bleiben und staunen.
Anschließend ging es weiter nach Korfu-Stadt (Kerkyra). Bereits vom Hafen aus bot sich uns ein wunderschöner Blick auf die Alte Venezianische Festung. Danach schlenderten wir stundenlang durch die engen Gassen der Altstadt. Korfu-Stadt war für uns die größte positive Überraschung der Reise.

Daniels Tipp
Besuche unbedingt das Café Kanoni. Schon allein die Aussicht auf das Kloster Vlacherna, die Mäuseinsel und die Landebahn ist einen Besuch wert.
Tag 7 – Abschied von Korfu
Bevor es zurück zum Flughafen ging, genossen wir noch einige entspannte Stunden im Hotel: ein letztes Frühstück, ein letzter Blick auf Pool und Palmen, dann hieß es Abschied nehmen.
Korfu hat uns mit seiner Vielfalt begeistert. Traumhafte Strände, spektakuläre Aussichtspunkte, charmante Orte und die entspannte griechische Lebensart machen die Insel zu einem perfekten Reiseziel.
Gleichzeitig eignet sich Korfu aus unserer Sicht perfekt für eine Workation. Wer vormittags arbeitet und am Nachmittag etwas früher Feierabend macht, kann bereits viele der schönsten Orte der Insel entdecken. Durch die beiden freien Tage am Wochenende konnten wir zusätzlich auch weiter entfernte Ziele ganz entspannt erkunden.
Gleichzeitig würden wir das Nobilis Corfu nicht nur Workation-Reisenden empfehlen, sondern für alle, die Korfu mit dem Mietwagen entdecken möchte und gleichzeitig Wert auf Komfort, gutes Essen und eine moderne Hotelanlage legen.
Das Hotel war für uns weit mehr als nur eine Unterkunft. Durch die kürzliche Renovierung, die großzügigen Zimmer, das hervorragende WLAN, die kostenfreien Parkplätze, den großen Poolbereich, das umfangreiche All-inclusive-Angebot und die ideale Lage in Acharavi wurde es für uns zum perfekten Urlaubszuhause mit der idealen Kombination aus Erholung, Genuss und Inselabenteuer.
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Korfu mit dem Mietwagen erleben

