Es handelt sich um ein sehr aufwendig und schön renoviertes altes Kaufmannshaus mitten in der Altstadt von Antalya. Es gibt 60 Zimmer in unterschiedlichen Kategorien. Es ist sehr sauber und hat einen schönen bewachsenen Innenhof, wo man auch die Mahlzeiten einnimmt. Die Zimmer sind über teilweise sehr steile Treppen zu erreichen. Das Publikum bestand zum größten Teil aus älteren Herrschaften (wir gehörten zu den jüngsten Gästen). Als wir den Aufschlag für unsere höhere Zimmerkategorie bezahlten, hatte man einen falschen Umrechnungskurs genommen und uns zu viel berechnet. Das ist uns nur zufällig aufgefallen und der Differenzbetrag wurde uns erst erstattet, nachdem wir uns massiv beschwerten. Dann noch die hohen Getränkepreise und das merkwürdige Verhalten der Kellner, wenn man nicht so viel konsumiert, wie sie es anscheinend gerne hätten, das alles trübte unser Bild eines eigentlich sehr schönen Hotels. Wir haben uns nicht sehr wohl gefühlt. Dazu kam noch, dass an einem Abend beim Essen ein großes Ungeziefer (eine Kakerlake?) über unseren Tisch lief. Das hat uns den Abend und das Essen natürlich verdorben. Da der Innenhof mit Pflanzen stark bewachsen ist, sei das eben nicht immer vermeidbar, sagte uns das Personal. Sie haben dann wohl nachts Insektenschutzmittel im Innenhof verteilt, aber ein Wort der Entschuldigung gab es nicht. Wir hatten zwar ein schönes Zimmer, aber auch das hatte einen negativen "Beigeschmack", weil wir übermäßig viel zusätzlich dafür zahlen mussten. Würde sich das Personal und auch die für uns erkennbare Geschäftsleitung etwas anders verhalten, wäre das Hotel sicher sehr empfehlenswert.
Es gibt unterschiedliche Zimmerkategorien. Wir hatten ein Standardzimmer gebucht. Als es uns nach dem Einchecken gezeigt wurde, waren wir ziemlich entsetzt über die Größe. Kaum größer als die Kajüte, die wir während unserer vorhergehenden "Blauen Reise" auf einem Gulet bewohnt hatten und völlig inakzeptabel. Anschließend zeigte man uns ein sog. Deluxe-Zimmer mit Namen Sultan Suleyman Kanuni. Das sah traumhaft aus, sehr groß, toll eingerichtet. Es gab eine Badewanne mit Whirlpoolfunktion und einen antiken Kamin sowie eine Sitzgruppe aus großen Kissen davor. Es sah wirklich toll aus, doch für dieses Zimmer hat man 220 € zusätzlich verlangt. Da wir keinesfalls in das kleine Zimmer der Standardkategorie zurück wollten, haben wir die Zusatzkosten noch auf 175 € drücken können und dann das Deluxe-Zimmer genommen. Im nachhinein kamen wir uns ziemlich "über den Tisch gezogen vor" - dieser Eindruck wiederholte sich mehrfach während unseres Aufenthaltes.
Man sitzt in einem sehr schön bewachsenen und gestalteten Innenhof. Insbesonders abends sieht das mit großer Kerzenbeleuchtung wirklich sehr schön und romantisch aus. Fühstück gibt es morgens von halb 8 bis halb 10. Es wurden täglich wechselnde Eiergerichte angeboten (Spiegelei, Omelett, Rührei), der Rest war stets gleich (Marmelade, Tomaten, Gurken, Schafskäse - typisch türkisch halt). Frisch gepressten Orangensaft gab es für 3 € pro Glas (überall in der Umgebung für 1 €). Obst gab es kaum, dafür aber Müsli und Milch/Quark. Abendessen gab es von 19:30 bis 21:30 Uhr. Es gab diverse Salatsorten, Brot, Pürrees (Humus z.B.) als Vorspeisenbüffet. Dann konnte man aus drei verschiedenen Hauptgerichten wählen, wozu es immer und ausschließlich Reis gab. Es schmeckte alles irgendwie gleich. Zum Nachtisch gab es verschiedene Puddings, türkisches Gebäck (Baklava), Sahnekuchen und Melone (sehr lecker). Ein türkischer Kaffee zum Abschluß gab es für 3 Lira pro Person (überall in der Umgebung 1 Lira). Die Kellner räumten ultraschnell das Geschirr ab. Es kam auch vor, dass man den Teller noch halb voll hatte und der Kellner einem schon das Geschirr unter der Gabel abräumte. Das hat uns mit der Zeit ziemlich genervt. Die Getränkepreise im Allgemeinen sind überirdisch teuer. Türkisches Bier (Efes) gibt es gar nicht, so daß wir für das einmal bestellte Importbier für 0,3 l 9 Lira (ca. 6 €) bezahlt haben!! Die günstigste Flasche Wein gab es für 26 Lira (ca. 18€). Das Mitbringen von Getränken von außen war eigentlich verboten, aber das haben wir ignoriert. Die Minibarpreise sind ebenfalls wahnsinnig überteuert, so dass wir uns eigentlich ständig irgendwie "abgezockt" vorkamen.
Das Personal an der Rezeption war sehr freundlich und sprach teils englisch und teils deutsch. Zur Begrüßung bekamen wir einen Apfeltee. Später haben wir des öfteren gefragt, wie man mit dem Dolmus zu Zielen in der Umgebung kam und es wurde uns immer nett und freundlich weiter geholfen. Von den Kellnern beim Abendessen hatten wir zum Teil den Eindruck, dass sie nicht damit einverstanden waren, dass wir so wenig Getränke konsumierten (was? Sie möchten NUR zwei Wasser?) Bei unserem ersten Abendessen wurden wir noch überschwenglich begrüßt. Als man dann merkte, dass wir keinen Wein tranken, wurden sie distanzierter und zum Teil abweisend arrogant. Wir haben uns dann in den Bereich eines anderen Kellners gesetzt, dann wurde es besser. Es liefen ständig vier für uns als "Manager des Hotels" erkennbare Leute mit wichtiger Miene durch den Innenhof. Diese beobachteten ausschließlich die Gäste und das Personal, hielten es aber nicht für nötig, einen Gruß zu erwidern. Wir kamen uns dadurch merkwürdig beobachtet und kontrolliert vor.
Die Lage ist ideal, um die Stadt kennen zu lernen. Die Altstadt ist sehr malerisch mit zum Teil toll renovierten Häusern und kleinen Läden. Bis zum Hafen sind es nur wenige Gehminuten und dort kann man mit einem tollen Blick über Berge, Meer und Stadt spazieren gehen und was essen/trinken. Bis zur Innenstadt und allen Sehenswürdigkeiten (Hadrianstor, gerilltes Minarett) sind es ebenfalls nur wenige Minuten zu Fuß. Trotz der zentralen Lage ist es im Hotel absolut ruhig.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Da es sich um ein kleines Stadthotel handelt, ist es nicht vergleichbar mit den Strandhotels mit großem Sportangebot. Es sei denn, das viele Treppensteigen fällt unter sportliche Betätigung :-) Es gibt einen mini-kleinen Pool mit schönen Holzliegen drumherum. Handtücher am Pool gibt es gratis, aber wir haben es trotzdem vorgezogen, eine der kleinen Badebuchten in der Nähe zu besuchen. Schwimmen im super sauberen Meer macht halt doch mehr Spaß als in einem kleinen Pool (2 x 3 m). Hier empfehlen wir den Adana Beach, den man durch den Park erreichen kann. Auf Felsen ist eine Plattform errichtet worden und man gelangte über eine Leiter ins Wasser. Für 2 Liegen, Auflagen und 1 Sonnenschirm zahlten wir 4 €. Im Vergleich dazu sollten wir am Mermeli-Strand (kleine Badebucht mit vielen Liegen) 11 € bezahlen!! Zum Abendessen wurde alle zwei Tage Klavier gespielt, was wirklich eine schöne Atmosphäre schuf.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 1 Woche im Juni 2005 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Steffi |
| Alter: | 36-40 |
| Bewertungen: | 7 |


