Allgemeines Nachdem immer mehr normal-preisige Inseln auf den Malediven zu Luxusinseln umgestaltet werden (z. B. Nakatscha, Baros, Ihuru, Fesdu), wird der Druck auf Inseln wie Angaga immer größer. Angaga ist in der Hauptsaisonzeit auf ein Jahr voraus ausgebucht und ständig über-bucht. Wer einen Beach-Bungalow gebucht und Glück hat, erhält vielleicht zunächst einen Wasserbungalow, wer Pech hat wird in einem (sehr einfachen) Zimmer im mehrstöckigen Reihenbungalow (ohne eigenen Strandabschnitt) untergebracht. Umziehen ist deshalb häufig angesagt. Es ist ein einträgliches Geschäft , die Bungalows nach Sympathie und Bakschisch zuzuteilen, ständig besteht eine Warteliste. Man hat den Ein-druck, dass insbesondere Gäste, die einen bestimmten Wunsch äußern, zunächst schlechter untergebracht werden, damit sie dann gegen Bakschisch ihren Wunschbungalow erstreiten. Reservierungswünsche per E-Mail sind mehr oder weniger nutzlos, Stammgäste haben besse-re Chancen, wenn sie bereits bei Abreise mit einem ordentlichen Trinkgeld ihren Wunsch-bungalow bestellen. Den Hotelmanager haben wir überhaupt nie gesehen, er kümmert sich offensichtlich um we-nig bis nichts, das merkt man bei vielen Gelegenheiten. Zustand der Insel 2006 war Angaga eine Trauminsel mit herrlichen, palmenbestandenen Sandstränden rings um die Insel und einem glasklaren Wasser auf der Luvseite. Anfang Februar 2007 hat allerdings der Monsun heftig an der Insel gezerrt. Der wunderbare Sandstrand an der Luvseite der Insel (Nordseite) ist weitgehend verschwunden, dafür haben sich an der Ostseite im Bereich des Restaurants und an der Westseite beim Steg zu den Wasserbungalows zwei mächtige Sand-bänke gebildet. Optimisten meinen, dass dieser Sand mit dem Südwestwind wieder an den Strand geschwemmt wird, wir sind da sehr skeptisch. Im Bereich zwischen den Bungalows # 101 bis # 120 gibt es also keinen Badestrand mehr. Hier befindet sich am Rand der Vegetation ein ca. 0, 5 bis 1, 0 m hoher, hässlicher Absatz, der wegen Wurzeln nicht begehbar ist, darunter ist bei Ebbe ca. 20 cm hohes Wasser, bei Flut immer noch zu wenig zum Baden. Abwasser-rohre sind hier und bei der Bar freigespült, der Strand ist notdürftig mit Sandsäcken befestigt, Palmen wurden mit Seilen und Pfosten gesichert, sind aber trotzdem unterspült worden und abgerutscht. Also alles andere als eine Traumszenerie. Schön ist der Strand hier nur noch im Bereich der Bungalows # 121 bis 130. Auf der Leeseite der Insel (Bungalows bis # 150) ist es unerträglich heiß, es gibt viel Lärm von den relativ vielen Wasserflugzeugen (manchmal schon morgens um 6 Uhr) und von den Booten. Am Nachmittag gibt es häufig Geruchsbelästigungen von der in der Inselmitte statt-findenden Müllverbrennung. Das Wasser hat hier eine deutlich schlechtere Qualität wegen der Verschmutzungen durch Flugzeuge und Boote und wegen des mangelhaften Wasseraus-tauschs, am Strand sind flache Felsen an der Wasserlinie. Die Insel war auf der Luvseite insgesamt sehr ruhig, das galt auch für die Zeiten in denen re-lativ viele (Klein-)Kinder da waren. Das nahe Hausriff ist in sehr guten Zustand, die Korallen blühen wieder herrlich, es gibt viele bunte Korallenfische, stellenweise große Fischschwärme und auch etliche Großfische wie Haie oder Barrakudas sowie Schildkröten. Zustand der Hotelanlage Die Beach-Bungalows sind ordentlich, ausreichend und nett möbliert sowie mit einem prakti-schen begehbaren Schrank versehen. Sie wurden 2007 außen neu gestrichen, allerdings war hier wie auch an anderen Stellen, z. B. Regale im Schrank, Türen usw. Maler Klecksel am Werk. Feuchte Stellen an der Wand im begehbaren Schrank waren auch nur unprofessionell repariert. Die (einfachen) halboffenen Bäder sind wenig sorgfältig gefliest und in den Fugen hat sich die Patina der Zeit angesetzt. Türen und sonstige Holzteile sind auch nicht gerade im besten Zustand. Mit der Sauberkeit ist es so eine Sache, unter den Betten wird nicht gefegt, die Glasplatten unserer Tische wurden nicht gereinigt. 2006 hatten wir einige Tage einen Wasserbungalow, der eigentlich sehr schön war, aber der Badboden war falsch verlegt, so dass wir nach dem Duschen regelmäßig eine Überschwemmung im ganzen Bad hatten. Der Fernseher bietet nur wenige Programme, darunter Deutsche Welle TV. Vor den Bungalows wird täglich gefegt, alles macht einen ordentlichen Eindruck. Dies gilt nicht für das Inselinnere, da sieht’s recht verwahrlost aus; um den Tennis- und Volleyplatz liegen Baumaterial, verrottete Palmwedel und anderer Unrat. An vielen Stellen der Insel ver-misst man eine sorgfältige Pflege der Infrastruktur, z. B. sind die Holzteile der Barterrasse verrottet, ebenso der nördliche Anlegesteg, dort sind Pfosten umgefallen und liegen z. T. im Wasser. Die Gartenanlage ist nicht gepflegt, man sieht kaum etwas Blühendes, Sträucher und Rand-einfassungen sind teilweise verwildert. Kokosnüsse und Palmwedel werden kaum geborgen – gefährlich! Die landestypischen Kakerlaken waren ab und zu auch im Zimmer oder im Bad zu finden. Wir sind mit TUI gereist, die Reiseleitung sitzt in Male und kümmert sich wenig um die Ver-hältnisse vor Ort, insbesondere nicht um die ständigen Überbuchungen und um die Beschädi-gungen des Strandes. Der Rücktransfer erfolgt häufig (eigene Erfahrung und Berichte anderer Gäste) sehr spät, so dass man in Male kaum noch Zeit für Duty-Free-Shopping oder einen Besuch der Lounge hat.
Siehe die Ausführungen unter "Allgemeines"
Die Verpflegung ist für maldivische Verhältnisse ausgezeichnet, wer hier was kritisiert ist ein Snob. Das Frühstück ist ordentlich, Obst gibt’s zwar teilweise nur aus der Konserve, aber es ist alles ausreichend vielfältig vorhanden. Das Wurstangebot ist natürlich bescheiden. Mittag- und Abendessen wird in Buffetform gereicht. Es gibt täglich mehrere Sorten Fleisch, Geflü-gel, Fisch (als Vorspeise z. B. ganz tollen eingelegten Fisch und sogar Lachs) und häufig auch Meeresfrüchte wie Shrimps oder Langustinos. Als Beilagen sind mehrere Sorten Reis, zu-meist mindestens zwei Sorten Teigwaren, verschiedene Sorten Kartoffeln im Wechsel und eine reichliche Auswahl an Salaten und Gemüse vorhanden. Auch das Dessertbuffett ist reich-lich und vielfältig. Zur Hauptspeise und zum Dessert gibt es täglich eine besondere Aktion. Wer sich also nicht täglich von vorne bis hinten am Buffet alles auflädt, kann drei Wochen jeden Tag ein anderes Mittag- und Abendessen zusammenstellen. Wer nur Halbpension gebucht hat, findet in der Bar ein bescheidenes Essensangebot, muss sich aber auf lange Wartezeiten einstellen. Barbecues am Strand oder besondere Events im Restaurant gab es während unserer Aufent-halte 2006 und 2007 nicht.
Nachdem wir 2006 mit dem langsamen und unaufmerksamen Service im Restaurant gar nicht zufrieden waren, hatten wir diesmal einen ganz anderen Eindruck. Die Waiter sind alle sehr freundlich gewesen, Getränke wurden schnell gebracht, sogar der Stuhl wurde einem zurecht-gerückt. Hier müssen wir unseren Kellner Habib besonders loben, der offensichtlich auf alle anderen einen positiven Einfluss hatte. In den Zimmern ist der Service unterschiedlich, man-che Roomboys dekorieren die Betten abends mit Blumen, andere nicht. Zur Sauberkeit in den Zimmern siehe oben. Bei Ankunft muss man häufig sehr lange (mehr als eine Stunde) auf sein Gepäck warten, das ist ärgerlich.
Siehe die Ausführungen unter "Allgemeines"
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Das Spa haben wir nicht in Anspruch genommen, nachdem wir auf anderen Inseln die Erfah-rung gemacht haben, dass diese Leistungen sehr teuer sind und der gesundheitliche Wert ver-nachlässigbar ist. Die Tauchangebote haben wir ebenfalls nicht in Anspruch genommen, ebenso wenig das Sport- und Ausflugsangebot.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 3 Wochen im Februar 2007 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Jürgen |
| Alter: | 61-65 |
| Bewertungen: | 11 |


