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Andreas (36-40)
DeutschlandAus Deutschland
Verreist als Paar • August 2006 • 2 Wochen • Strand
Nie wieder 3 Sterne, Flitterwochen mit Abstrichen
2,5 / 6

Allgemein

Die Hotelanlage ist einfach und entspricht mit viel Wohlwollen einer 3-Sterne-Kategorie. Wir haben uns für unsere Flitterwochen für dieses Resort entschieden, da wir uns durch die vielen positiven Bewertungen dazu ermuntert fühlten. Könnten wir die Zeit zurückdrehen, würden wir für diesen einmaligen und besonderen Urlaub jedoch ein 5-Sterne-Resort wählen, wie zum Beispiel die Nachbarinsel Mirihi, zu der wir einen Ausflug unternommen haben. Die Mehrkosten hätten wir rückwirkend gerne auf uns genommen, da wir uns gerade in unseren Flitterwochen einige negative Erfahrungen lieber erspart hätten. Doch dazu später mehr. Bei Ausflügen eine Uhr mitnehmen! Im Zimmer gibt es keinen Tresor, der an der Rezeption ist winzig (ungefähr die Maße einer Stange Zigaretten), aber unbedingt Bargeld und sonstige Wertsachen verschließen oder mitnehmen, da sie sonst unter Umständen „verloren“ gehen. Alkohol darf nicht auf die Malediven mitgenommen werden und wird sehr streng überwacht, sämtliches Gepäck, auch das Handgepäck, wird bei der Einreise durchleuchtet.


Zimmer
  • Eher schlecht
  • Die einzige Unterkunft, die man unserer Ansicht nach auf Angaga buchen kann, ist ein Wasserbungalow. Die Terrassen der Strandbungalows sind für jeden einsehbar, Privatsphäre daher ausgeschlossen. Auch das Viechzeug, das ungehindert ins Zimmer marschieren kann, hätte uns keinen entspannten Urlaub verleben lassen können. Da hatten wir es in unserem Wasserbungalow schon wesentlich besser. Mücken- und ameisenlos kann man von der nahezu uneinsehbaren Terrasse direkt ins Meer springen – ein Riesenvorteil gegenüber dem „Strandleben“. Es wäre natürlich zu schön, um wahr zu sein, wenn hier alles perfekt gewesen wäre. Mitnichten: Das größte Manko war die Treppe ins Wasser, an der die letzte Stufe abgefault war, ein Teil des Geländers fehlte und man bei Ebbe (Ebbe heißt hier, dass sich der Meeresspiegel um ca. 30-50 cm absenkt) seine Müh und Not hatte, sich über die nächste Stufe, die jetzt 30 cm über dem Wasser lag und zu allem Überfluss auch noch sehr appetitlich mit glibbrigen Algen, Moos und Muscheln bewachsen war, aus dem Wasser zu hangeln. Eine Aktion, die sich für weniger sportliche Gäste - oder gar ältere Menschen - äußerst schwierig bis unmöglich gestalten dürfte. Da kann man dann über die dreckigen Fenster und das oftmals verstopfte Klo auch nur noch müde lächeln.


    Restaurant & Bars
  • Eher schlecht
  • In den ersten Tagen noch abwechslungsreich und lecker, danach könnten sich die Köche wirklich mal was Neues überlegen. Spätestens nach 8 Tagen wünscht man sich ein alternatives Restaurant mit einem anderen Speisenangebot. Angekündigte Themen-Abende oder gar wöchentliches Barbeque am Strand fanden gar nicht statt. Mit Vollpension kann man zwar mal das Frühstück sausen lassen (ab 2 Minuten vor 10 gibt es wie gesagt nix mehr), aber mittags gibt es im Grunde genommen das gleiche wie abends, somit wächst nur noch schneller der Wunsch nach Abwechslung. Unser Honeymoon-Candle-Light-Dinner am Strand fand sehr spontan statt (beim Eintritt ins Restaurant hieß es, heute würden wir am Strand essen. Wir hätten uns gewünscht, darauf ein bisschen besser vorbereitet gewesen zu sein). Mit 5 anderen Pärchen wurden wir dann bei schneller Speisenabfolge (kaum aufgegessen, gab’s den nächsten Gang) unter Sternenhimmel am Tisch bedient, was mehr oder weniger romantisch war. Die Getränkepreise waren relativ moderat, die 1,5 l-Wasserflasche für 3,00 EUR allerdings unverschämt, weil das Leitungswasser nicht trinkbar ist und man zu zweit mindestens 2 Flaschen am Tag benötigt. Über den Grund, warum wir beide Durchfall bekamen, mögen wir lieber nicht nachdenken, vielleicht hätte es ein Blick in die Küche erklärt…


    Service
  • Sehr schlecht
  • Tja, hier fangen unsere negativen Erfahren schon an: Beim ersten Gang in das Restaurant wird man einem Kellner zugeteilt, der einen zu dem Tisch bringt, an dem man den restlichen Urlaub bei jeder Mahlzeit sitzen wird. Wer mit der Tischzuweisung nicht zufrieden ist, sollte sich jedoch nicht scheuen, nach einer Alternative zu fragen, was bei uns dazu führte, dass wir einen sehr schönen Platz direkt am Meer bekamen. Allerdings bekommt man mit seinem festen Tisch auch seinen festen Kellner zugewiesen - und hier kann man Glück oder Pech haben. Wir hatten leider Pech, da wir mit Anees den langsamsten und unfreundlichsten Kellner bekamen. Auch mit Trinkgeld war sein Serviertempo und Aufmerksamkeitsgrad nicht zu erhöhen, von einem herzlichen Lächeln ganz zu schweigen. Darüber konnten wir am Anfang durch die erste Urlaubs—und Malediven-Euphorie noch hinwegsehen, bald hat aber nicht nur seine Langsamkeit und Abwesenheit von Freundlichkeit genervt, sondern auch sein unverschämtes Verhalten, wenn es zum Ende der Frühstückszeit zuging: Ab 2 Min. vor 10 brachte er uns keinen Kaffee mehr, ab 5 nach 10 murmelte er „late, late“, zeigte auf die Uhr und wollte uns zum Gehen auffordern, während andere Gäste bei ihren Kellnern noch einen Kaffee bestellen können. Mit diesem Verhalten hatten sich nicht nur unsere Trinkgeldzahlungen erledigt, sondern auch unsere Freude am täglichen Essengehen. Doch auch in anderen Bereichen wurden wir vom Servicegedanken, wie wir ihn für selbstverständlich halten, nicht gerade verwöhnt. Angefangen von der mäßigen Zimmersäuberung bis hin zur Nichterledigung unserer Reklamation, doch die Badezimmertür zu ölen, da sie bei jedem Öffnen und Schließen laut gequietscht hat, was spätestens nervt, wenn man nachts mal auf Toilette muss, und der Partner jedes Mal wach wird. Wir mussten uns letztendlich selbst behelfen, indem wir uns vom Buffet Olivenöl mitnahmen und die Tür selbst ölten. Das lässt sich dann auch nicht mehr mit 3 Sternen rechtfertigen, das ist bestenfalls Jugendherbergs-Niveau.


    Lage & Umgebung
  • Gut
  • Die Malediven sind einmalig schön, puderweißer Sand, kristallklares Wasser, zudem noch 29 Grad warm, viele bunte Fische, Rochen, Haie und Meeresschildkröten, die unbekümmert neben einem herschwimmen. Schon dafür lohnt es sicht, einen Urlaub auf den Malediven zu verbringen. Für den Transport vom Flughafen zur gewählten Urlaubsinsel sollten man auf jeden Fall das Wasserflugzeug buchen, denn das ist ein Erlebnis für sich (unbedingt Kamera bereithalten!). Von 14 Urlaubstagen hatten wir 4 Regentage, die restliche Zeit schien entweder die Sonne (zur Mittagszeit brennend heiß) oder es war leicht bewölkt (trotzdem eincremen, da hohe Sonnenbrandgefahr!). Wegen der hohen Luftfeuchtigkeit von ca. 80% darf man nichts gegen einen permanenten Schweißfilm auf der Haut haben, den höchstens der Wind etwas trocknen kann – sofern er denn weht.


    Aktivitäten
  • Schlecht
  • Beliebte Aktivitäten

    • Strand

    Die Hauptbeschäftigung auf dieser Insel ist wohl Baden, Schnorcheln und Tauchen, wobei man natürlich auch windsurfen, Tennis und Badminton spielen kann. Die Plätze dafür sahen allerdings nicht gerade einladend aus. Wir hatten einen Schnorchel-Ausflug zu einer unbewohnten Insel unternommen, der sehr schön war. Auf diese Insel kann man auch einen „Robinson-Ausflug“ für teures Geld buchen, bei dem man für einige Stunden „allein“ auf der Insel zurückgelassen wird. Die Insel wird jedoch auch von den Nachbarinseln zum Schnorcheln und für „Robinson-Ausflüge“ angesteuert, so dass das Alleinsein auf der Insel (die ohnehin sehr klein ist) reine Glücksache ist. Das Geld kann man sich also getrost sparen. Ein weiterer Ausflug, den wir gebucht hatten, ging zu den Nachbarinseln „Mirihi“ und „Hilton Island“. Abgesehen davon, dass wir nach dem Besuch und dem überaus freundlichen und professionellen Empfang in diesen Luxus-Resorts mit einem neidvollen Gefühl wieder in unser einfaches 3-Sterne-Resort auf Angaga zurückkehren mussten, brachte uns folgender Umstand im wahrsten Sinne des Wortes auf die Palme: Der Ausflug wurde mit einer Dauer von 3 Stunden angeboten. Um 14 Uhr sollte es losgehen, gestartet sind wir um 14.15 Uhr mit dem Schnellboot nach Mirihi, dort knappe 30 Minuten Aufenthalt, was gerade mal dazu ausreichte, schnellen Schrittes die Insel zu umrunden und sich einen knappen Eindruck vom Resort zu verschaffen. Weiter zur Hilton-Insel, wo wir sage und schreibe 45 Minuten zur Verfügung hatten. Das reicht für die Größe dieser Insel natürlich hinten und vorne nicht. Zurück auf Angaga waren wir dann um 16.30 Uhr und nicht um 17 Uhr, wie in der Ausschreibung angegeben. Dies monierten wir bei Laura, der überaus bemühten deutschen Reiseleiterin auf der Insel (ein nachträgliches Kompliment an sie!), mit dem Hinweis, dass wir es gerecht fänden, wenn wir von den 35 Dollar pro Person, die der Ausflug gekostet hat, 10 Dollar p.P. erstattet bekämen, da der Ausflug ja auch nur 2 1/4 Stunden gedauert hätte. Der Manager, dem sie unser Anliegen vorgetragen hatte, hat sich dann bei seinem Personal erkundigt, mit dem Ergebnis, dass diese sagten, sie hätten erst um 14.15 Uhr starten können, weil sie noch auf Gäste hätten warten müssen. Komisch, da doch alle 4 Pärchen pünktlich in der Lobby warteten. Zurück wären wir angeblich um 16.50 Uhr gewesen. Also kein Anspruch auf Erstattung, da er seinem Personal glauben würde! Erst als wir darauf drängten, doch die anderen Teilnehmer der Gruppe zu befragen, wann wir tatsächlich zurückgekommen sind, führte dann zu einem Preisnachlass von 5,- Dollar p.P.! Dies wurde uns allerdings erst 2 Tage vor unserer Abreise bekannt gegeben und änderte letztendlich auch nichts mehr an unsere Meinung vom unprofessionellen Management.


    Preis-Leistung
  • Schlecht

  • Infos zur Reise
    Verreist als:Paar
    Dauer:2 Wochen im August 2006
    Reisegrund:Strand
    Infos zum Bewerter
    Vorname:Andreas
    Alter:36-40
    Bewertungen:1