Sehr schönes Ferienhotel mittlerer Größe am Rande von Marling. Das Haus besteht aus einem Neubautrakt und einem renvorierten älteren Teil. Alles ist top in Schuss , wirkt gepflegt und macht einen guten Eindruck. Zu den Leistungen zählen Halbpension und eine kleine Nachmittagsjause (ohne Getränke). WiFi ist gratis, etwas lahm, aber okay. Schnelleres Netz gibt es gegen Aufpreis (ob das noch zeitgemäß ist?). Wir waren vor Beginn der Sommerferien (in Deutschland) im Pazeider. Die meisten Gäste kamen aus Deutschland und waren Senioren. Alle waren freundlich, keine Selbstdarsteller und Stresser. Vielleicht liegt es an der Gästestruktur, aber nach unserem Abendspaziergang war im Hotel nichts mehr los, wir sind deswegen immer außerhäusig noch was Trinken gewesen. Das Preis-Leistungsverhältnis fanden wir sehr gut. Tipps: - Mit den hoteleigenen Fahrrädern ins Passeier-Tal fahren. - ÖPNV-Ticket kaufen und mit der Vinschgauer-Bahn nach Mals fahren. Dort gibt es es das Fahrrad gratis und man radelt 64 Kilometer runter nach Meran. Die Strecke lässt sich auch bequem verkürzen. - Mit dem Zug bis Bozen-Süd und von dort mit dem Radl zum und um den Kalterer See. Wünschenswert wäre es, solche Tipps in einer Mappe im Zimmer vorzufinden, wir haben uns das aus zig Flyern und durch Recherchen beim Tourismusverband zusammengesucht.
Wir hatten die Suite Quelle. Sie ist groß, schön, schlicht und mit Holz gestaltet. Es gibt sehr viel Stauraum und einen Kühlschrank. Die Klimatisierung ist unauffällig und perfekt. Die Suite hat eine große Terrasse, auf der man ungestört ist, hier grenzt nicht Balkon an Balkon. Großes Bad mit abgetrenntem WC. Die Suite kann mit elektrischem Rollo und der Vorhänge gut abgedunkelt werden.
Wir haben zwei Tage im Wintergarten gespeißt. Weil das Wetter so schön warm war, wollten wir draußen essen. Das war kein Problem. Wir waren (unverständlicherweise) die einzigen Gäste, die im Freien essen wollten. Das war für das Team sicherlich mehr "Laufleistung" und kompliziert. Man hat uns das aber nicht spüren lassen und immer "auf dem Schirm" gehabt. Qualität der Speisen, fangen wir vorne an: Das Frühstück biete alles was man will. Köstliche Vinschgauer und Mehrkornbrötchen, die bestimmt nicht aus dem Aufbackautomaten kommen. Aufschnitt, Marmeladen, Rührei, alles was man möchte. Lediglich eine Saftpresse haben wir vermisst. Das wäre das I-Tüpfelchen. Das Abendessen war ein Fest. Das Salat- und Vorspeisenbuffet war sehr abwechselungsreich, liebvoll und köstlich. Der Zwischengang meist italienisch und ein Traum. Die Hauptspeisen mit Fleisch perfekt und köstlich. Ich träume noch manchmal von diesem Cordon Bleu auf lauwarmem Kartoffelsalat, und damit habe ich jetzt nur einen Klassiker genannt, die anderen Gerichte sind ausgefeilter. Und auch der Nachspeisenkoch versteht sein Handwerk. die Desserts kann man nur lob... ähh löffeln. Für unseren Geschmack hätten die Suppen etwas mehr Pfiff und Würze haben können, aber geschenkt. Am Samstag gab es einen Grillabend mit Nachspeisenbuffet. Alles köstlich und so viel, das man gar nicht alles probieren kann.
Am Service gibt es nichts zu meckern, man kann nur loben. Die Damen im Restaurant waren sehr herzlich, flott und auch mit Spaß bei der Sache. Wir fühlten uns dort bestens aufgehoben und auch ein paar Tipps für Ausflüge bekommen. Auch der Reinigungsservice war sehr gewissenhaft und hat immer wieder Ordnung in unser Chaos auf dem Zimmer gebracht. Ganz nebenbei war man zu Späßen aufgelegt, das hat auch unsere Urlaubslaune verstärkt. Also volle Punktzahl.
Das Pazeider liegt freistehend außerhalb Marlings in einer Apfelplantage. Der herrliche Blickt fällt auf den Meraner Talkessel. Oberhalb des Hauses führt die Trasse der Vinschgau-Bahn entlang. Die Züge waren für uns im Haus aber nicht zu hören. Unten am Fuß der Plantage fließt die Etsch und die Schnellstraße nach Bozen ist dort trassiert. Es gibt also ein Grundrauschen, das uns nicht weiter gestört hat. Den Bahnhof Marling erreicht man in fünf Gehminuten (sehr praktisch), den Dorfkern von Marling mit seinen Geschäften in zehn Minuten. Eine knappe Viertelstunde läuft man zum Biergarten der großen Forst-Brauerei. Ins Zentrum von Meran läuft man strammen Schrittes etwa 40 Minuten. Die Lage des Hotels ist top für allerlei Freizeitaktivitäten (Wandern und Radeln).
Beliebte Aktivitäten
- Wellness
- Sport
Wegen des tollen Wetters war der Saunabereich ziemlich uninteressant. Wir haben ihn nur einmal inspiziert. Er ist sehr schön gestaltet und bietet allerlei Möglichkeiten zum Schwitzen, Abkühlen und Liegen. Ein paar Haken vor den Saunen für die Bademäntel wären wünschenswert. Das Hallenbad gehört zum alten Teil, ist aber zweckmäßig. Die Wiese davor hatte nachmittags keine Sonne. Der kleine Außenpool ist ebenfalls alt, macht aber Spaß. Für meinen Geschmack dürfte das Wasser dort zwei Grad kälter sein. Liegen und Schirme um den Pool waren zu unserer Zeit ausreichend vorhanden.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Freunde |
| Dauer: | 1 Woche im Juni 2015 |
| Reisegrund: | Wandern und Wellness |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Martin |
| Alter: | 36-40 |
| Bewertungen: | 2 |


