- Preis-Leistungs-VerhältnisSchlecht
Zunächst: Bei der Buchung haben wir uns einerseits vom Namen "Sheraton" blenden lassen, andererseits von den (seltsamerweise) guten Bewertungen hier. Wir sind nun definitiv keine notorischen Nörgler, das kann man an unseren anderen Beiträgen ja erkennen. Aber: Das Sheraton Roma ist nicht anderes als ein riesiger Bunker, der seine besten Zeiten lange hinter sich hat. Die Sauberkeit lässt an vielen Stellen zu wünschen übrig. Gästestruktur international, viele Reisegruppen. Eher eine turbulente Touristenherberge, denn 4- oder gar 5-Sterne-Hotel. Der Begriff "Sheraton" hat bei diesem Hotel definitiv nichts zu sagen. Wer mit dem Auto anreist, wird nur mit enorm viel Glück einen Stellplatz auf dem kostenfreien Hotelparkplatz ergattern können. Denn der ist eigentlich stets hoffnungslos überfüllt (ca. 35 Stellplätze für das gesamte Riesenhotel). Man ist dann genötigt, das kostenpflichtige Parkhaus (23 Euro pro Nacht) zu nutzen, bei dem man auch noch den Autoschlüssel abgeben muss (!!!), oder den Wagen unter einer der nahegelegenen Autobahnbrücken zu parken und darauf hoffen, dass der Wagen am nächsten Morgen noch unangetastet dort steht. Kostenlose Internetterminals in der Hotellobby, wo aber keinerlei Diskretion gegeben ist. Wer seine Mails abruft, kann davon ausgehen, dass ein Danebenstehender oder -sitzender sie mitliest. Rom ist im Juli extrem heiß und ungemütlich. Zu dieser Zeit sollte man die Stadt meiden. Und vor allem auf ein anderes Hotel ausweichen. Das Sheraton Roma ist sein Geld definitiv nicht wert. Mehr als 3 Sterne hat der Bunker nicht verdient, den Namen Sheraton schon gar nicht. Nie mehr wieder diese Horror-Absteige!!!
Zimmergröße ausreichend, wenigstens hört man den Straßenlärm auch nicht. Gut klimatisiert. Bett auch gut. Minibar spartanisch befüllt für ein Hotel dieser (Möchtegern-)Klasse. Alter Röhren-Fernseher mit 3 deutschen Programmen (ARD, DW und Eurosport). Möblierung alt und abgewohnt. Sauberkeit geht so halbwegs. Badezimmer allerdings völlig verschimmelt: Fliesenfugen und Ecken an der Badewanne schwarz, auch die Decke über der Badezimmertür völlig verschimmelt. Einfach ekelhaft! Die Deckenlampe über der Badewanne hing halb aus der Verankerung. Kleiderschranktür extrem schwergängig.
Frühstücksraum: Hier gibt es wohl zwei verschiedene Räume, je nach Zimmerklasse. Wir waren im "billigen" Saal. War zwar ok, ABER: von 2 Kaffeeautomaten war einer defekt, am letzten Tag waren beide defekt. Der alternativ angebotene Filterkaffee war ungenießbar. Gesamte Wurstauswahl auf einem Teller. Sonst große Auswahl an allem möglichen. Brotsorten aber eher alt und trocken. Der "frisch gepresste Orangensaft" erwies sich als wässrig-süße Plörre, die höchstens frisch aus dem Tetrapack gepresst war. Bar: Die Bar in der Lobby war stets geschlossen, auch abends. Schade, man hätte vielleicht gerne mal abends in der klimatisierten Lounge gesessen. Es war nur die Poolbar im schwül-heißen Außenbereich geöffnet, die aber schmuddelig wirkte: Vogelkot auf den Stühlen, Papierfetzen lagen auf dem Boden. Dafür gab es dann das Bier in Plastikbechern! Zu horrenden Preisen: 0,2l Bier für 4,80 Euro, 0,4l Bier für 7,80. Auch die Minibarpreise typisch für 4- bis 5-Sterne-Hotels. Wenn das Sheraton Roma wenigstens so viel Sterne verdient hätte!
Einziger Lichtblick: Die Damen und Herren an der Rezeption sind durchweg freundlich und hilfsbereit. Obwohl wir bereits bei der Buchung ein Zimmer mit Doppelbett gewünscht hatten, haben wir eins mit getrennten Betten bekommen. Durften dann nach Reklamation aber problemlos wechseln. Auch eine defekte Schranktür wurde innerhalb von 15 Minuten durch die Haustechniker repariert. Bei der Abreise wurden wir gar nicht erst gefragt ob wir zufrieden waren. Vermutlich kennen die Herrschaften die Antworten schon! Ansonsten: Service gleich Null! Bei unserer Ankunft dachte keiner daran, uns das Gepäck abzunehmen. Das Personal sah lieber zu, wie wir uns selbst abmühten. Die Herren am Concierge-Desk waren stets unfreundlich und faul, man musste um Infos regelrecht betteln. Italienische Gäste wurden grundsätzlich bevorzugt behandelt. Beim Frühstück fühlt man sich durch das herumstehende Personal irgendwie beobachtet. Am letzten Tag sollten wir sogar an einen anderen Tisch wechseln, weil wir nur zu zweit waren, der Tisch aber für vier gedeckt war. Trotz halbleeren Frühstücksraumes! Eine Frechheit.
Das Hotel liegt direkt an einem Autobahnzubringer-Kreuz im EUR-Viertel. Äußerst hässliche Gegend, manche Zimmer haben Blick auf die Autobahn. Wer die 10 Minuten Fußweg zur U-Bahn-Station in Kauf nehmen will, muss sich auf einen Spaziergang über die Autobahnzubringer-Straßen (ohne Gehweg) gefasst machen. Dann heißt es aufpassen, wenn plötzlich ein Auto um die Ecke schießt! Auf Nachfrage rückt der Concierge evtl. einen Plan heraus, auf dem der Weg beschrieben ist. Bei der Rückkehr am Abend hat sich die Gegend dann in ein Rotlichtviertel verwandelt, die zudem extrem hässlichen Bordsteinschwalben sprechen für sich. Shuttlebus vom Hotel in die City ist in manchen Hoteltarifen inklusive, kostet sonst 3 Euro pro Fahrt. Wichtig: Rechtzeitig vorher ein Ticket beim Concierge lösen.
Beliebte Aktivitäten
- Kultur & Erlebnis
- Ausgehen & Nightlife
Swimmingpool draußen, der aber nur von der Hotelvorderseite erreichbar ist (also durch den Haupteingang raus und nebenan zum Poolbereich, alternativ über einen verwinkelten Korridor im Kellergerschoss, dann eine Treppe hoch. Swimmingpool sieht auf den Bildern einladender aus, als er wirklich ist. Fitnessraum im Untergeschoss mit Zimmerkarte zu betreten (vorher an der Rezeption dafür freischalten lassen!) , allerdings hat man beim Öffnen der Tür dann schon mal den Türknauf in der Hand. 24 Stunden geöffnet, Geräte zahlreich und ok. Saunabereich war geschlossen und zum Lagerraum umfunktioniert.
Infos zur Reise | |
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Verreist als: | Paar |
Dauer: | 3-5 Tage im Juli 2010 |
Reisegrund: | Stadt |
Infos zum Bewerter | |
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Vorname: | Christian |
Alter: | 36-40 |
Bewertungen: | 58 |