Vier Jugendliche (20 - 21 Jahre) wollten einmal in die große weite Welt, um sich eine Woche lang von der gelben Sau den Pelz verbrennen zu lassen und sich dabei durch das All-inclusive-Angebot in nicht grade unbeträchtlicher Menge mit Alkohol zu schwängern. Landen tat man im Hotel de la Vista Pinar in Cala Ratjada. Beim Betreten der Zimmer wurde direkt unsere Tierliebe getestet, als uns die ersten netten Haustiere entgegenkamen. Zwei süße, kleine Silberfische, die in unserem Zimmer ´Eckstein, Eckstein, alles muss versteckt sein´ gespielt haben. Zum Glück sind wir eine sehr Tierliebe Gruppe, da wir selbst einen Esel im Schlepptau hatten. Es kam uns also sehr gelegen. Durch die nicht vorhandene Klimaanlage in den Zimmern fanden wir eine eher Sauerstoffarme Luft vor, die doch sehr zum Schwitzen anregte. Aber wir hatten ja inclusive All-inclusive und konnten daher den stündlichen Wasserverlust von ca. 2 - 3 Litern kostenlos wieder einholen. Sehr zu empfehlen ist ein Balkon, auf den wir verzichtet hatten, da er einen Kostenaufschlag von 20, - Euro bedeutet hätte - und als arme Azubis ist das schon eine Menge Geld. aber im Nachhinein würd ichs auf jeden Fall machen. Das Meer war klein und rechteckig und auf der anderen Straßenseite. Wenn die falschen Personen reinsprangen, schwappte es über. Der Strand hart und gepflastert. Hier und dort stehen ein paar Liegen, bei denen man aufpassen muss, dass sie sich nicht halbieren, wenn man sich mit einem gekonnten Seitensprung auf sie schwingt. Das Hotel an sich ist in drei Teile geteilt. zum einen der Pool, zum anderen Rezeption mit Zimmern und zum noch anderen die Bar für abendliche Zusammenkünfte. Alle getrennt durch Straßen, bei welchen man bei Überquerung für kurze Zeit in Lebensgefahr schwebt. Die Autofahrer in Cala Ratjada kennen weder Vorfahrtsregeln, noch Geschwindigkeitsbegrenzungen. Happy day - für alle All-inclusiv-Urlauber - beginnt um elf Uhr morgens und geht bis abend um 23:30 Uhr. danach pflegten wir den Gang in die City. Taxifahrt zum Ballermann ist auch recht preiswert. für 6 Personen muss man den geringen finanziellen Obolus von 220, - Euro aufbringen um sich von Cala Ratjada nach El Arenal kutschieren zu lassen. Anstatt eines Großraumtaxis wird einem dann allerdings auch ein 30 Mann Bus vogesetzt - mit Klimaanlage. Auf dem Heimweg in seinen nächtliche Übernachtungsmöglichkeit muss man auf Lautstärke nicht unbedingt Rücksicht nehmen, was für uns von Vorteil war. Man kann sich auch den Luxus erlauben ab und zu mal aus dem Bett zu fallen, und dabei das halbe Hotel aufzuwecken. Nachfragen von anderen Hotelbesuchern, ob man in der Nacht auch etwas von dem Erdbeeben mitbekommen habe, sind dann zu verneinen. Um das Aufwachen morgens muss man sich auf keine Gedanken machen, da es einen hauseigenen Hahn gibt, der pünktlich um 9:30 Uhr lauthals ´Kickerickie´ schreit und dieses auch mehrmals wiederholt. Aufgrund der vielen Hotelbekanntschaften möchte ich diesen Urlaub auf keinen Fall missen. Besonders mit anderen All-inclusive-Urlaubern, die man täglich am Pool trifft, kommt man leicht ins Gespräch und trinkt abends in der Hotelbar einen zusammen. es sei denn, man ist halt nicht so sympatisch. *g*.? . - wenn ihr versteht was ich meine. Der große Strand (Cala Agulla oder so.? .?) ist ca. 20 min Fußweg entfernt, was einen schönen Spaziergang durch die City bedeutet. Das ist nicht zu weit, und der Strand auf jeden Fall zu empfehlen. Wir haben das Kunststück geschafft diesen Höllenritt zwei mal zu bestreiten, und uns ist nichts passiert. - wie durch ein Wunder, denn man muss schon einige Straßen passieren. Am Strand selbst muss man sich allerdings in Acht nehmen. Laut Zeugenaussagen wimmelt es dort von gemeingefährlichen Seeigeln, die ständig auf der Lauer nach unbekleideten, harmlosen Füßen sind um dann in einem Moment der Unachtsamkeit schamlos zuzuschlagen und sich mit ihren meterlangen Stacheln bis auf die Knochen durchzuspießen und ihr allseits bekanntes Seeigelgift zu initiieren.? . - anschließend ist mit drei Tagen Antibiotika zu rechnen. Um auf die Freundlichkeit des Personals zurückzukommen möchte ich meinen Dialog mit ´Ernesto´ vom letzten Abend zitieren, in dem er mir das einzig ehliche Wort der ganzen Woche sagte. : Ich: ´Ernesto, kannst dich freuen. Wir reisen heute nacht ab. ´ Ernesto: ´Is egal. Ihr geht, morgen andere kommen. ´ Ich: ´Is Scheiße, oder? ? ´ Ernesto: ´Große Scheiße. ´ So, irgendwie artet der Bericht langsam in einen Roman aus. Deswegen mache ich mal Schluß. Wer weitere Fragen hat, kann mich gerne per e-mail kontaktieren. Bekannte natürlich auch. Würd micht freuen, wenn sich wer meldet, der mit uns da war. wir waren vom 25.07 - 01.08.2004 dort. Also, in diesem Sinne, weiter reinhauen und nicht unterkriegen lassen. Der Roy de la Vista Pinar