- Preis-Leistungs-VerhältnisGut
Relativ kleine Insel mit ca. 100 Zimmern, durch Sportareale, Restaurant und Mitarbeiterunterkünfte nahezu vollständig bebaut. Die Gäste scheinen zum größten Teil aus Chinesen und Deutschen zu bestehen, weiterhin einige Franzosen und Russen. Die Altersstruktur ist relativ gut gemischt, hauptsächlich Paare und einige wenige Familien. Das Hotel ist insgesamt sauber und gut geführt, zeigt aber an einigen Stellen durchaus Renovierungsbedarf (Zimmer, Begrenzungsmauer, Areal um den Tennisplatz). Grundsätzlich wird häufig die die Insel umgebende Mauer angesprochen - diese ist - man kann es nicht anders sagen - hässlich, an einige Stellen mehr als deutlich renovierungsbedürftig. Ausgebessert sehe die Mauer schon wesentlich weniger störend aus. Weniger klar ist, dass große Teile der Beachbungalows ebenfalls keinen direkten Strandzugang haben. Zum Preis-/Leistungsverhältnis habe ich bereits (s.o.) einiges geschrieben: Für alles, was nicht inkludiert ist werden z.T. sehr happige Preise verlangt - das nahm uns den Spaß auch großzügiger Trinkgelder zu vergeben. Die z.T. recht hohen Preise auf den Malediven werden immer wieder damit begründet, dass vieles eingeflogen werden muss, warum die auf den Malediven erzeugte Cola 5,5$ kostet ist damit ebensowenig erklärt, wie das Fehlen von frischen Früchten o.ä. während der Essenszeiten. Hier muss sich jeder ein eigenes Urteil bilde.
Das Zimmer war ausreichend groß und weitestgehend gut eingerichtet, an einigen Stellen traten jedoch Gebrauchsspuren zutage. Für mich unverständlich, warum die Türknäufe der Schranktüren unterschiedlich hoch positioniert werden und warum das niemandem vom Personal auffällt oder stört: - das muss nicht sein. Das Bad war groß und sauber, die Armaturen z.T. aber recht einfach und in die Jahre gekommen. Bei der Wäscheleine hätte es gerne etwas mehr als eine "Anglerleine" sein dürfen. Der Fön war doch schon recht altersschwach und säuselte eher vor sich hin. Welchen Zimmertyp man wählt sollte man evtl. gut überlegen: Die Wasserbungalows hatten (im Gegensatz zu vielen anderen Inseln) keinen direkten Zugang zum Wasser und befanden sch doch relativ weit über der Wasseroberfläche. Meiner Meinung nach den z.T. relativ hohen Aufpreis nicht wert. Die normalen Bungalows dürften kaum direkte Sonneneinstrahlung gehabt haben, sodass man sich zum Sonnen zwischen die Liegen der Beachbungalows quetschen musste, die aber ansonsten gleich ausgestattet sind. Hier lohnt sich der Aufpreis schon eher. Allerdings kann man bei den Beachbungalows Glück oder Pech habe.
Auch hier gibt es Gutes wie weniger Gutes zu benennen. Grundsätzlich positiv kann man das Essen bewerten. Sowohl die Qualität als auch der Aufwand (3-4 Live-Köche) waren sehr gut. Es gab sowohl internationale Küche, wie auch regionale Gerichte, auch ein Pastakoch, frischer Fisch etc. waren jeden Abend vorhanden. Auch positiv aufgefallen ist, dass man keine Wiederholung erkennen konnte - in einigen Hotels ist ja z.B. jeden Freitag "griechische Nacht" o.ä. Weniger gut hat die Auswahl der Nachtische gefallen - die Cremes machten den Eindruck von Fertigprodukten (in der Art von sehr süßer Paradiescreme) und die Auswahl der frische Früchte war während aller Mahlzeiten z.T. auf Papaya begrenzt, nicht selten gab es Dosenfrüchte (z.B. auch Dosenananas). Nicht gut hat uns die Preisstruktur gefallen - für AI-Besucher evtl. uninteressant - ist es einfach unverständlich, dass eine Cola aus der Minibar 3$ kostet, während die gleiche Cola im Restaurant bzw. in der Bar 5,5$ kostet (in beiden Fällen die 10% Service schon enthalten). Viele buchen AI im Hinblick auf die teuren Getränkepreise, das obige Beispiel zeigt deutlich, dass diese wohl eher künstlich erzeugt werden. Weiterhin gibt es auf vielen Inseln (so auch hier) unterschiedliche AI-Typen über die man sich zunächst informieren sollte.
Der Service ist zwiespältig zu bewerten: Alle Angestellten sind freundlich und bemüht. Nicht immer war das Englisch gut verständlich, hier haben wir in anderen Ländern bessere Fremdsprachenkenntnisse vorgefunden. Nicht gut gefallen hat uns der Ablauf der Zimmerreinigung, im Grunde war nie ganz klar, wann diese stattfand, an einigen Tagen erst um 19 Uhr (!!), an anderen bereits um 12 Uhr - an Regen- oder Sturmtagen (immerhin drei oder vier in 14 Tagen) ist das weniger angenehm. Die Zimmerreinigung selber war soweit OK. Auch der Laundry-Service war relativ langsam und zeitlich äußerst variable, dafür bestand aber die Möglichkeit einer "Wäscheflatrate" für 35$. Auch an der Serviceorientierung könnte gearbeitet werden - am Abreisetag kam es zu einer Verspätung des Wasserflugzeuges von zwei Stunden, sodass wir nach Räumung der Zimmer drei Stunden in der Lobby bzw. in der Bar verbringen mussten - hier hätte man sich gewünscht, dass evtl. auf Kulanz ein Freigetränk oder ähnliche Kleinigkeit zu Essen gereicht wird.
Die Insel ist entweder mit dem Boot oder per Wasserflugzeug zu erreichen. Nominell schneller ist das Wasserflugzeug, allerdings kann es vorkommen, dass durch Check-In, Wartezeiten etc. der Transfer ähnlich lange dauert wie mit dem Speedboot. Am Abreisetag hatte das Wasserflugzeug zwei Stunden Verspätung. Es versteht sich von selbst, dass alle Aktivitäten nahezu nur auf die vor Ort befindlichen Läden, Restaurants etc. begrenzt sind. Im angrenzenden Gebiet gibt es aber gute Tauchspots und die Möglichkeit für Insel-Hopping und ähnliche Aktivitäten.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Ebenfalls sehr unterschiedlich muss dieser Punkt bewertet werden: Badminton- und Tennisplatz waren in sehr guten Zustand und wurden auch bespielt. Ebenfalls vorhanden ist eine sehr gute (aber nicht immer billige) Tauchbasis, die mindestens 40 verschiedene Tauchplätze ansteuert. Regelmäßig wurden verschiedene Abendveranstaltungen über die Bar angeboten - vom Krabbenrennen über Zauberer bis zur Beachparty. Das ganze allerdings nicht aufdringlich. Der Pool war sauber und ordentlich gepflegt ist aber meiner Meinung nach bei einer solchen Insel irgendwie Nebensache. Zum Strand ist bereits vieles geschrieben worden. Tatsächlich dürfte eine große Anzahl der Bungalows zwar am Wasser liegen, ohne jedoch wirklich Strand zu haben. Wir hatten das Glück eines der wenigen Beachbungalows zu haben, das tatsächlich einen kleinen eigenen Strandabschnitt besaß. Die Beachbungalows haben natürlich den generellen Vorteil, dass sie die Sonnenliegen direkt vor der Veranda stehen haben, während die dahinterliegende Bungalowreihe sich immer neue suchen muss. Die Sonnenliegen selber waren im Sand äußerst schwer beweglich, die Auflagen nicht immer ganz neu.
Infos zur Reise | |
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Verreist als: | Paar |
Dauer: | 2 Wochen im Juli 2014 |
Reisegrund: | Strand |
Infos zum Bewerter | |
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Vorname: | Jens |
Alter: | 36-40 |
Bewertungen: | 23 |