Das Hotel besteht aus einer weitläufigen Anlage, verteilt auf mehrere Gebäude (dem Village), so dass man gar nicht den Eindruck einer Bettenburg hat - im Gegenteil. Alles verläuft sich dort (wir haben mehrmals den Ausgang zum Meer nicht gefunden). Die Poollandschaft ist der reinste Traum, auch wenn wir sie nur zwei Mal genutzt haben, und dann auch nur den Salzwasserpool. Alles ist sehr großzügig gehalten. Allerdings geben sich dort dutzende Russen die Klinke in die Hand. Oder aufgetackelte junge Mädchen, vermutlich 14 Jahre alt, die aussehen wie 18 und Kerle abschleppen wollen. Man darf einfach nicht vergessen, dass es sich um ein Clubhotel handelt, was besonders junge Leute anspricht. Aber es war jede Alterklasse vertreten. Wer jedoch Ruhe und Erholung sucht, ist hier defintiv an der falschen Adresse. Jeden Abend gab es irgendeine Veranstaltung (auf der Bühne, an der Bar), sei es für Kinder oder Erwachsene. Wir allerdings haben keine davon besucht. Ein weiterer Nachteil war, dass morgens 4 Uhr betrunkene Mädchen oder Frauen durch die Anlage torkelten auf der Suche nach ihrem Zimmer. Kam in unseren 11 Tagen aber auch nur zwei Mal vor. Wir hatten zum Glück ein ruhiges Zimmer und haben von der lauten Poolmusik des einen Pools (tagsüber) oder der Parties am Abend nicht viel mitbekommen. Außerdem waren wir eh den ganzen Tag unterwegs. Was uns überhaupt nicht gefallen hat, war der Kleidungsstil beim Essen. Vor dem Restaurant steht ein Zettel, dass man weder in Bademode noch in kurzen Hosen rein darf. Tja, von allem hat man was gesehen, selbst durchsichtige weiße Kleider bei dicken, älteren Frauen. Gruselig beim Essen. Die Zimmer können erst um 12 Uhr bezogen werden und müssen auch bis 12 Uhr geräumt sein, so steht es auch an der Hotelrezeption. Wer sich darüber mockiert, hat selbst schuld und sollte vielleicht einmal lesen lernen. Diskussionen sind sinnlos, wenn das Hotel ausgebucht ist. Ansonsten waren die Hotelangestellten sehr nett und sprachen auch deutsch. Am besten und süßesten fanden wir aber den Hotelkater ;-) Wir haben für 11 Tage 602 Euro bezahlt. Das Preis-Leistungsverhältnis war einfach spitze. Wer allerdings Ruhe und Erholung sucht, ist in diesem Hotel an der falschen Adresse. Es ist und bleibt ein Clubhotel. Das sollte man vor Buchung beachten. Es ist weiterhin sinnvoll, ausreichend Mückenspray mitzunehmen. Diese Viecher können eine Nacht sehr lang machen...
Wir hatten ein Doppelzimmer im Hause Erato mit einem leichten Blick aufs Meer. Das Zimmer war landestypisch eingerichtet, laut Katalogbeschreibung. Landestypisch heißt wohl eher spartanisch und mit kleineren Mitbewohnern, beispielsweise Ameisen oder haufenweise Mücken - und Kühlschrank. Aber das Zimmer war sauber. Das Wasser aus dem Wasserhahn würde ich aber eher nicht trinken wollen, denn es kam ständig Rost (oder was auch immer aus der Leitung). Ebenso muss man hoffen, warmes Wasser fürs Duschen zu bekommen. Die Wasserversorgung ist auf dem Dach. Und wenn plötzlich alle vom Pool in ihr Bad gehen (beispielsweise vor dem Essen), dann kann es schon mal vorkommen, dass man plötzlich kaltes Wasser hat. Dies ist uns mehrfach passiert. Die Stromversorung (Fernseher, Licht) funktioniert nur, wenn der Schlüssel dafür an dieser Vorrichtung angebracht ist. Das heißt, wenn man abends vom Essen kommt (so gegen 20 Uhr - in Griechenland ist es da schon dämmerig) und man auf sein Zimmer will, steht man erst mal im Dunkeln. Die Klimanlage läuft gegen Gebühr (15 Euro die Woche), ebenso der Safe. Die Klimaanlage des Nachbarn kann allerdings sehr laut sein und einen um den Schlaf bringen. Was macht dann erst die eigene Klimaanlage??? Die Bettwäsche und Handtücher wurden alle zwei oder drei Tage gewechselt. Das Bad ist winzig und dunkel, aber auch sauber. Ich hatte mir aber vorsichtshalber Reinigungstücher mitgenommen. Man weiß ja nie... Vom Standard der Zimmer ist das Hotel eher maximal drei Sterne wert, vergleichbar mit einer Pension in Deutschland oder Österreich (obwohl die manchmal noch schöner sind).
Die Gastronomie war klasse. Jeden Tag gab es etwas anderes an mehreren Buffetts, auch wenn es sich auf die Dauer des Urlaubs wiederholt hat (zum Abendessen beispielsweise Spaghetti oder Nudeln mit verschiedenen Saucen, verschiedene Gemüse, Fleischsorten, Fisch, Aufläufe und noch viel, viel mehr; zum Frühstück wechselten sich Rührei und Spiegelei alle zwei Tage ab, auch die Crepes und kleinen Küchlein oder Teigbällchen, denen ich verfallen bin). Das Buffettessen war sehr reichhaltig. Es gab von allem etwas. Von Brot über Salate bis hin zu Eiscreme. Lecker!!!! Die Gewürze sind war gewöhnungsbedürftig, aber es schmeckte fast alles. Man ist schließlich in Urlaub in einem fremden Land und nicht zu Hause. Das sollte man sich vor Augen halten. Auch die Weine und Säfte sind sehr fremdartig. Wir hatten einmal Wein getrunken und nie wieder: staubtrocken. Und die Säfte sind hullesüß. Aber es gibt ja auch Wasser und Cola und Sprite ;-) Ansonsten ist die Auswahl an Getränken eher mäßig, da es nur lokale Getränke gibt. Aber das war in Ordnung.
Die Hotelangestellten waren alle sehr nett zu uns. Da die Anlage aus 550 Betten besteht, wurde unser Zimmer immer erst gegen 14 Uhr gereinigt. Der Check-In erfolgt um 12 Uhr. Unser Flieger war allerdings schon um 8 Uhr gelandet. Das heißt: Koffer unbeobachtet im Gepäckraum abstellen (bei uns ist nie etwas passiert) und sich die Beine in der Anlage oder der Stadt vertreten, bis das Zimmer frei ist. Am Abreisetag sind die Zimmer ebenfalls bis 12 Uhr zu übergeben. Unser Flug ging um 19 Uhr. Das heißt wieder: Koffer abstellen, bisschen in die Stadt gehen und abhängen. Zwar ist im / beim Gepäckraum eine Dusche und Toiletten, aber wir wollten nicht mehr an den Pool und schwimmen, wenn wir schon unsere Koffer gepackt haben. Aber immerhin besteht diese Möglichkeit.
Das Hotel liegt direkt am Meer, leider ohne Strand. Aber die Griechen habe eine Möglichkeit gefunden, dass die Hotelgäste trotzdem ins Meer können. Und es war herrlich, dort im Meer zu schwimmen. Wir hatten uns für vier Tage ein Auto geliehen und für zwei Tage ein Motorrad. Es gibt ja wahnsinnig viel zu entdecken. Parkplätze gibt es auch genug direkt vor dem Hotel, daneben ist gleich eine Autovermietung sowie Tankstelle. Oberhalb des Hotel gibt es einen kleinen Supermarkt, und dann fangen auch schon die Verleihstationen, Tavernen und ähnliche Geschäfte an. Ist eigentlich alles sehr gut zu Fuß zu erreichen. Wir haben allerdings einen richtigen Sandstrand vermisst. Den haben wir in Malia gefunden - unbedingt empfehlenswert. Ansonsten haben wir unweit des Hotels bei einer Taverne eine Badebucht auf Felsen entdeckt. Dort war es sehr ruhig, und wir hatten unsere Ruhe.
Beliebte Aktivitäten
- Sonstiges
Zum Strand gibt es nicht viel zu sagen. Den gibt es nämlich nicht. Aber man kann trotzdem im Meer schwimmen, was ein viel schöneres Erlebnis ist als in einem doofen Pool. Es wurde jeden Abend irgendetwas veranstaltet. Wir aber haben nicht teilgenommen. Besonders aber haben sich die Animateure um die Kinder gekümmert. Wir hatten keinen Bock auf Animation. Die paar Tage, die wir uns von unseren Ausflügen erholen wollten, wollten wir in Ruhe genießen. An dem einen Pool (Süßwasser) ist das aber aufgrund der lauten Musik nicht möglich. Am besten ist der obere Süßwasserpool oder der Salzwasserpool. Oder eben eine romantische Felsenbucht in der Nähe ;-) Vom sonstigen Animationsprogramm haben wir nicht viel mitbekommen, weil wir unterwegs waren.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 2 Wochen im September 2007 |
| Reisegrund: | Sonstige |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Silvia |
| Alter: | 26-30 |
| Bewertungen: | 1 |


