- Preis-Leistungs-VerhältnisSehr gut
Das Calimera Hurghada (Golden Beach) ist eine großzügige Hotelanlage mit außergewöhnlichem Pool, üppigen Grünpflanzen und wunderschönem Strand. Das Meer ist direkt am Strand recht flach. Richtiges Schwimmen ist vom Bootssteg aus möglich. Von hier aus starten auch Schnorchel- und Tauchtouren, die sehr zu empfehlen sind, da man nur so zu den wahren Schätzen vor der Küste gelangt. Man muss Ausflüge und Trips nicht direkt am ersten Tag beim eigenen Reiseleiter buchen. Es empfiehlt sich, sich erst von andern Gästen Erkundigungen einzuholen und dann zu entscheiden, wo und was man bucht. Echte Vorteile oder Vorzüge hat man durch die Buchung beim Reiseleiter nicht. Beispiel: Die Bootstouren der Reiseleiter beginnen im Hafen nach einer halben Stunde Transfer, die Bootstouren vom Hotelanbieter beginnen am Hotelsteg. Außerdem sollte man sich in der Apotheke (direkt am Hotel) das einheimische Mückenmittel besorgen. Das deutsche Autan hält die einheimischen Blutsauger nämlich nur die halbe Nacht zurück. Hier bekommt man auch gute Magen-Darm Mittel, die einen - rechtzeitig eingenommen - den Urlaub ohne größere Verdauungsprobleme entspannt verleben lassen. Die deutschen Durchfallmittel leisten zwar erbitterten Widerstand, kommen gegen afrikanischen Durchfall aber nicht lange an.
Die Zimmer im Haupthaus sind tatsächlich wohl zum Großteil renovierungsbedürftig und entsprechen nicht mehr 4 Sterne Standard. Nachdem wir in ein (aufpreispflichtiges) Zimmer im Nebengebäude gezogen sind, waren wir mehr als zufrieden. Der Aufpreis kann jedoch variieren. Es empfiehlt sich, seinen Reiseleiter die Verhandlungen führen zu lassen.
Das Essen im Hauptrestaurant lässt dem geneigten Esser keine Wünsche offen. Fisch, Huhn und Rind werden in jeder erdenklichen Weise zubereitet. Verschiedene Gemüse und Salate sowie ein äußerst kalorienreiches Nachtischbuffet laden einen ein, zu viel zu essen. Lediglich die Mentalität einheimischer Gäste, immer „etwas“ auf dem Teller zurück zu lassen, irritiert den deutschen Gast ein wenig. Und da immer eine für alle holt, werden die Teller dann auch recht voll gestapelt. Allerdings sind Einheimische zumeist wohl nur als Wochenendgäste im Hotel. Wer sich über Eintönigkeit am Buffet beschwert, sollte einmal von Pommes rot-weiß Abstand nehmen. Die sind jeden Tag verfügbar und anscheinend für manchen deutschen Urlauber zu jeder Mahlzeit unverzichtbar. Die super freundliche Küchencrew rückt auf Anfrage mit gebrochenem Englisch, Zeigen und Gestikulieren auch die Rezepte für ihre Kreationen heraus.
Einzig über den Service an der Rezeption lassen sich Kritikpunkte finden. Trotz viel Personal lässt hier die Unterstützung zu wünschen übrig. Man wird aber auch nicht ganz im Regen stehen gelassen. An allen Theken, dem Restaurant und Bars ist das Personal super freundlich und zuvorkommend. Der kleine Barkeeper der Anubisbar insbesondere überschlägt sich fast dabei, einem seine All Inclusive Getränke anzubieten und einem den Aufenthalt zu versüßen. Auch die gut arbeitende Zimmer-Crew fragt einen ständig, ob man alles hat und alles in Ordnung ist. Selbst die Gärtner sind immer freundlich, verschenken Blumen an die Damen und packen zum Smalltalk ihre spärlichen Englischkenntnisse aus.
Von den Unruhen in Ägypten ist nichts mehr zu spüren. Alles macht einen sicheren und friedlichen Eindruck. Der Tourismus ist für alle zu wichtig. Leider zeugen immens viele Bauruinen und zurückgegangene Touristenzahlen von wirtschaftlichem und politischem Umbruch. Das Calimera Hurghada („Golden Beach“) liegt im äußersten Norden von Hurghada. Von hier kommt man mit dem Bus oder Taxi in 10min in die Stadt oder in 15min (Bus: 5Pfund/Pers) nach „El Gouna“ DEM Vorzeigeort an der Küste. El Gouna lädt zu entspannterem Einkaufsbummel ein als das quirlige Zentrum von Hurghada. Überall kann man handeln und mit etwas Geschick erreicht man so 50% Preisnachlass. Allerdings merkt man manchen Händlern die Verzweiflung über ausbleibende Touristen und ihren Lebensunterhalt an.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Das Animationsteam um Chef Anis gibt sich viel Mühe. Von den Abendshows mit viel Tanz und Choreographie bis zum Minigolfturnier geben alle immer ihr Bestes. Selbst der Hotelmanager lässt es sich nicht nehmen, an einigen Shows teilzunehmen und mit seiner imposanten Größe dabei durchaus eine gute Figur zu machen. Das Sportangebot des Animationsteams lässt kaum Wünsche offen. Vom Sandfußball über Latino- Aerobic bis zum Extremsport (Shuffleboard) ist alles dabei. Surfen, Tauchen, Schnorcheln, Quadsafari und U-Bootfahrten lassen sich jederzeit buchen und erweitern gegen Aufpreis das Freizeitangebot. Nach vielen Schilderungen hatte ich an den Riffs bei Hurghada schlimmeres erwartet, aber die Natur erholt sich immer wieder von den Menschen. Viele bunte Fische und sogar Delphine können jeden Schnorcheltrip an den wieder wachsenden Riffs versüßen.
Infos zur Reise | |
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Verreist als: | Paar |
Dauer: | 2 Wochen im April 2012 |
Reisegrund: | Strand |
Infos zum Bewerter | |
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Vorname: | Bernhard |
Alter: | 31-35 |
Bewertungen: | 1 |