Wie bereits von vielen anderen Bewertern beschrieben, setzt sich der Hotelkomplex aus mehreren Einzelhotels (Kantenah, Colonial, White Sands und Riviera) zusammen. Daneben gibt es noch die speziellen Royal Suites. Die Anlage ist riesengroß und auch bei längerem Aufenthalt kaum zur Gänze zu erkunden. Es macht aber Spaß auf den kurzweiligen Wegen und Stegen immer wieder neues zu entdecken. Unsere Reiseführerin hat behauptet, dass sie einmal versucht habe, das ganze Hotel zu umrunden und dazu 2,5 Stunden gebraucht habe (allerdings hat sie sich dabei auch verlaufen;-)). Die Sauberkeit im Hotel lässt keine Wünsche offen, ständig sieht man Angestellte die die Wege putzen und instandhalten. Auch in den Aufenthaltsräumen, den Restaurants und den Zimmern wird fleißig geputzt, sodass immer alles glänzt und einen sehr sauberen Eindruck macht. Wir hatten "all inclusive" gebucht und dies wurde dem Namen auch gerecht - es fehlte an nichts. Vom gut gefüllten Kühlschrank im Zimmer angefangen bis zu den Markengetränken an den zahlreichen Bars. Es gab auch 24 Stunden etwas zu essen, was uns am Anreisetag zugute kam, da wir erst kurz vor Mitternacht eintrafen. So konnten wir im offenen Restaurant am Strand, das durchgehend geöffnet ist, noch aus zahlreichen Menüs auswählen. Die Gäste kommen hauptsächlich aus den USA, Kanada und Russland. Außerdem waren bei unserem Aufenthalt noch zahlreiche Mexikaner und Südamerikaner anwesend. Deutsche und erst Österreicher befanden sich deutlich in der Minderheit. Während unserer Reise hatten wir eine sehr schöne erste Woche, während die zweite Woche wettermäßig eher durchwachsen war. Es war aber immer recht warm, sodass man natürlich auch immer baden konnte. Teilweise wurde man aber vom Regen vertrieben und am Strand wehte ein relativ starker Wind. Als Reisezeit würden wir daher eher die Zeit bis Mitte Mai empfehlen.
Wir hatten ein normales Standartzimmer gebucht und auch bekommen, wobei unsere geäußerten Wünsche (oberes Stockwerk und möglichst nahe am Strand) weitestgehend berücksichtigt wurden. Die Zimmer sind zweckmäßig eingerichtet, wobei die Einrichtung schon einen etwas älteren Eindruck macht. Es hat aber alles funktioniert, von Klimaanlage über Deckenventilator bis zum Kühlschrank und Fernseher (nur 1 deutscher Sender). Safe, Telefon, Kaffeemaschine mit Geschirr sowie täglich aufgefüllte Minibar (4 Fl. Wasser, 4 Fl. Bier, 6 Fl. Limonade) waren vorhanden. Auf der Terasse, von der man im obersten Stock einen Überblick über die Anlage hatte und sehen konnte, wie gut diese in den bestehenden Wald integriert war, waren 2 Plastikstühle und ein kleiner Tisch vorhanden. Das Badezimmer wies eine Badewanne mit Dusche, WC, Föhn, großen Spiegel, Rasierspiegel, sowie zahlreiche Seifen und Cremen auf. Die Matrazen der Betten waren sehr gut, ansonsten machte das Zimmer wie bereits erwähnt einen abgewohnten, aber sehr sauberen Eindruck.
In der Riesenanlage gab es zahlreiche Restaurants und Bars. Neben den Buffetrestaurants in jeder Hotelanlage gab es noch 8 Spezialitätenrestaurants. Da wir mit dem Buffet durchaus zufrieden waren und auch immer etwas Schmackhaftes fanden, haben wir nur 1-mal ein Spezialitätenrestaurant (Steakhaus) besucht. Das ausgewählte T-Bone-Steak sowie die von meiner Frau konsumierten Truthahnspieße schmeckten ausgezeichnet. Auch die Qualität der Speisen in den Buffetrestaurants, die jeden Tag unter einem anderen Motto (mexikanisch, französich, italienisch, ....) angeboten wurden, war sehr gut. Entgegen manch anderer Bewertung hatten wir auch bei der Raschheit der Bedienung keinerlei Probleme. Kaum hatten wir Platz genommen, war schon die Kellnerin oder der Kellner da und erkundigte sich nach dem Getränkewunsch. Vorbildlich auch wie sauber die Ausgabestellen bei den Buffets gehalten wurden. Kaum ging etwas daneben, wurde es schon weggewischt. Eine Bedienstete umrundete ständig das Restaurant mit Besen und Schaufel, um auf den Boden gefallene Essensteile und Brösel aufzuwischen. Natürlich sollte einem so eine Bedienung auch ab und zu ein Trinkgeld wert sein, über das sich alle Bediensteten freuen. Dass es in dem großen Buffetrestaurant natürlich etwas lauter zuging als in den Spezialitätenrestaurants, liegt in der Natur der Sache. Es ist aber auch unfair, sich einerseits über zu langsames Personal aufzuregen und sich andererseits zu beschweren, wenn Teller laut klappern, weil die Abräumgeschwindigkeit erhöht wurde.
Das Personal war durchwegs sehr freundlich, außer den Animateuren, die morgens teilweise noch einen gestressten Eindruck vom Vorabend machten und deshalb öfters ihren Mund für einen Gruß nicht aufbrachten (in Einzelfällen durchaus verständlich). Englisch konnten die meisten Angestellten, die im Service tätig waren, deutsch fast keine. Die Reinigungsfrau im Zimmer, war aber mit Englisch schnell überfordert. Dafür hat sie unser Zimmer sehr gut in Schuss gehalten und jeden Extrawunsch prompt erfüllt. Das entsprechende Trinkgeld hat sie sich jedenfalls redlich verdient. Wäscherei, Arzt und Kinderbetreuung - alles ist vorhanden, wurde von uns aber nicht benutzt bzw. benötigt. Zu Beschwerden hatten wir keinen Anlass, weshalb wir den Umgang mit diesen nicht beurteilen können.
Der Strand war trotz der Größe des Hotels von allen Zimmern relativ schnell erreichbar - zumindest kam es einem so vor, da der Weg dahin durch die große Anzahl verschiedener Tiere und Pflanzen immer unterhaltsam und spannend war. Die nächste Orte sind allerdings relativ weit entfernt und nur per Auto, Collectivo oder Bus erreichbar. Zum Flughafen in Cancun sind es rund 2 Stunden. Einkaufsmöglichkeiten gibt es zwar im Hotel, aber nur sehr eingeschränkt und teuer. Unterhaltung wurde jeden Abend im Colonial und anschließend im Riviera geboten, wo danach auch noch die Diskothek zur Verfügung gestanden wäre. Die Shows, die von der Animationstruppe veranstaltet wurden, waren wirklich sehr gut und teilweise professionel. Ausflugsmöglichkeiten wurden im Hotel zahlreich angeboten - egal ob zu den Vergnügungsparks ((Xel-ha, Xcaret oder Xplor) oder zu den Sehenswürdigkeiten mit den berühmten Maya-Tempeln. Besuche von Playa del Carmen und Tulum konnte man auch sehr gut selbst organisieren (die Collectivos = Sammeltaxis, warten schon am Hoteleingang und kosten in jede Richtung zwischen 2-4 Dollars). Auch bei der Rückkehr kein Problem - einfach wieder an der Ausstiegsstelle bzw. in Playa del Carmen eine Straße weiter einsteigen, das Hotel nennen und sich dort absetzen lassen).
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Es gab haufenweise Sportangebote. Der Sportplatz mit zahlreichen Tennis-, Volleyball-, Basketball- und Fussballplätzen liegt im hinteren Teil der Anlage und wurde von uns Badefetischisten daher nicht benutzt. Am Strand gibt es aber auch einen täglich betriebenen Beach-Volleyball-Platz. Außerdem werden von den Animateuren im Pool sowie am Strand zahlreiche Aktivitäten angeboten. Der Strand ist sehr schön anzuschauen, weißer Sand, türkises bis dunkelblaues Wasser. Leider kommt man aber nur an zwei Stellen unbeschwerlich, d.h. ohne Steine und Felsen ins Wasser, weshalb sich an diesen beiden Stellen auch alle Badewilligen im Wasser versammeln. Dafür ist das Wasser sehr sauber und klar und zahlreiche Fische beäugen neugierig die Badenden. Wer Schnorchelausrüstung dabei hat oder ausleiht, kann noch besser den Artenreichtum an Fischen bewundern (unbedingt zu empfehlen). Liegestühle sind zahlreich vorhanden und zu jeder Tageszeit konnte auch ohne Reservierung (welch ein Segen!), ein Liegestuhl samt Schattenplatz gefunden werden (auch am Pool). Die Poollandschaft der Anlage ist riesengroß. Insgesamt sind sage und schreibe 10 verschiedene Pools in die Anlage integriert. 2 davon sind riesengroß und lebhaft, daneben gibt es aber auch schöne Ruhepools, die ihrem Namen voll gerecht werden.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 2 Wochen im Mai 2012 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Wolfgang |
| Alter: | 56-60 |
| Bewertungen: | 7 |

