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Carsten(41-45)Deutschland
46 Bewertungen
Vor 12 Jahren • Verreist als Familie im Juli 2013
Verifizierter Aufenthalt
Was ich damals an Infos suchte...
5,3 / 6

Vorab: Ich will nicht das Hotel in jedem Detail beschreiben, denn dafür hast du vermutlich schon die Reiseveranstaltertexte gelesen. Ich möchte vielmehr versuchen, die Antworten auf Fragen zu geben, nach denen ich vor der Buchung gesucht hatte, wie zum Beispiel welches der vier Hotels der Anlage, welches Zimmer, kann man tauchen usw.. Wenn es dir gefällt, würde ich mich am Ende über einen Hilfreich-Klick als Dankeschön sehr freuen. Los geht’s. Das Palladium besteht aus vier Hotels: Kantenah, Colonial, White Sands und Riviera. Alle Einrichtungen der anderen Hotels können genutzt werden, außer dem fünften, dem Royal. Welches Hotel soll es nun sein fragte ich mich: Das Kantenah ist für Strandgänger und Familien am besten geeignet. Zum einen verfügt es über den schönsten, breitesten Strand mit den meisten Palmen. Außerdem ist der kleine Pool im Kantenah auch für Kinder erlaubt. Der kleine Pool des Colonial ist nur für Erwachsene, weswegen das Colonial für Paare ohne Kinder vielleicht schöner ist, sofern man gerne an einem ruhigen, animationsfreien Pool liegen möchte. Der große Pool liegt mittig zwischen beiden, es findet den ganzen Tag Animation und Beschallung statt – nicht mein Ding. White Sands liegt irgendwie dazwischen geditscht und hat die weitesten Wege. Am schlechtesten fand ich das Rivera. Viele der Gebäude liegen sehr weit abseits, der Strand direkt vor den Gebäuden ist reine Felsküste ohne Palmen und ohne Liegen. Dafür ist der große Pool dort etwas schöner, weil von einem See umgeben – dafür aber mit weiteren Wegen zum Strand. Den Kantenah/Colonial Pool erreicht man in wenigen Schritten vom Strand. Mein Favorit ist das Kantenah oder Colonial, nahezu gleichwertig. Tipp: Gleich am Anfang am großen Pool des Kantenah eine Segway (Elektroroller) Fahrt buchen. 25€ oder 35 US Dollar pP, Dauer ca. 80 Minuten und man fährt durch die ganze Anlage und kann alles schon mal vorab besichtigen – und es macht super Spaß. Die AI Leistungen sind komplett und sehr gut. Die Cocktails und auch die Säfte in den Restaurants sind keine Ägypten-Türkei-Fertigpulver Säfte sondern richtige Säfte. Dadurch schmecken die Cocki’s auch sehr lecker. Gewöhnungsbedürftig ist die permanente Platzzuweisung in den Restaurants. Man muss auch am Buffetrestaurant warten, bis einem eine Grazie einen freien Tisch zuweist. Scheint eine Ami-Macke zu sein, die stehen da wohl drauf. Dadurch hat man keine Chance, einen Stammkellner durch Trinkgeld gefügig zu machen ;) Die Kellner arbeiten nicht unbedingt immer im höchsten Tempo. Im Vergleich zu Ägypten sind die Bediensteten auch nicht so überschwänglich freundlich, aber dennoch sehr nett. Mit mehr als 10% Deutschen sollte man nicht rechnen. Thema Steckdosen: So ein Mist! Ich hab mir extra Adapter gekauft. Schenk es dir, die deutschen Stecker passen in die Hotelzimmerdosen. Nur Geräte ohne Netzadapter laufen dann halt nur mit 110V, also der Fön bläst dann schlechter als der Heinzelmann saugen kann. Aber da du mir das eh nicht glaubst, wirst du sowieso zumindest einen Adapter mitnehmen, richtig? Tipp: Nimm eine 3-Fach Steckdose mit 3mtr Kabel mit, es gibt nicht viele freie Steckdosen, und wenn man Handy, Tablet usw. gleichzeitig laden will, wird es ansonsten eng. Tipps in loser Reihenfolge: Mückenschutz mitnehmen!!!! Sowohl Spray für den Körper als vielleicht auch die Raumschutzdinger für die Steckdose (Raid usw.) – Zigaretten im Flugzeug kaufen, oder sonst wo, im Hotel kosten sie so viel wie in Deutschland – bei Flug mit Condor: Vorsicht, ECO ist Hammereng, wir waren heilfroh, dass wir Premium Eco gebucht hatten – Condor2: Gerade beim Rückflug wiegen die das Gepäck auf das Gramm genau, sogar 1kg zu viel musste bezahlt werden, pro Kg ca. 25 US-Dollar! – Ausflüge insgesamt irre teuer, aber absolut empfehlenswert, Chichen Itza (eins der 7 Weltwunder der Moderne) 115 US Dollar pP, Ek Balam 129 US Dollar pP – Regenschirm und Regenjacke mitnehmen, dass lohnt sich: Man ist in wenigen Sekunden bis auf die Haut nass bei Regen, denn Regen bedeutet dort wirklich: Regen! – Wetter Ende Juni bis Mitte Juli: Meistens ein mal pro Tag Regen, aber höchstens eine Stunde, häufig mittags, danach zwar bedeckt aber warm und schön – gegen Ende der Zeit hin doch zunehmend mehr Regen, aber insgesamt hatten wir nur einen einzigen Tag, an dem wir die Sonne nicht gesehen haben - Keine Angst vor Collectivo Fahrten, die Fahrer rufen die Aushaltestationen und fragen vorher wohin man will - den Hotelplan die ersten Tage mitnehmen, man verläuft sich gerne in den hunderten von Buschwegen. Bei Fragen einfach schreiben, ich versuch zu helfen.


Zimmer
  • Gut
  • Die Zimmer sind ausreichend groß, recht steril eingerichtet (ein Bild an der Wand, das war es). Es gibt entweder zwei einzelne 1,40 Mtr breite Betten oder diese sind zusammengeschoben. Wer mit Kindern reist, sollte wissen, dass es keine Zustellbetten gibt. Hieß in unserem Fall: Mein Sohn hatte ein 1,40er Bett für sich – und meine Frau und ich zusammen das andere. Also zu Hause schon mal kuscheln üben  Die ersten drei Tage bin ich morgens derart verspannt aufgewacht, dass ich Mobilat und eine Tablette brauchte. Irre weich die Betten. Nach den drei Tagen war ich durch den Jetlag durch und klaren Verstandes und hab das Bett inspiziert: Es besteht aus einer 20cm dicken Federkernmatratze und einer 10cm dicken reinen Schaumstoffmatratze. Letztere lag oben. Also kurzerhand das Bett umgebaut, Schaumstoff nach unten, Federkern nach oben und ab sofort göttlich geschlafen. Lediglich meine Frau litt unter dem Wellengang, wenn ich mich im Bett gewälzt habe, was der einen, kleinen Matratze und meinem deutlich höherem Gewicht geschuldet ist. Wir hatten ein Zimmer im obersten, 3. Geschoß. Diese würde ich sehr empfehlen: Man schaut vom Balkon nicht gegen den umgebenden Urwald, sondern drüber hinweg. Außerdem folgt die Zimmerdecke der Dachschräge, so dass das Zimmer an einem Ende fast 5mtr hoch war. Die Frage: Was für ein Zimmer? Low-Cost, DZ, JS, Maya??? Zuerst: Es gibt keine klassischen Low Cost, was die Größe angeht. Vielleicht bekommt nicht einen Strandnahen Block oder einen etwas schlechteren Ausblick. Ich empfand das DZ als völlig ausreichend. Zwei Betten, kleiner Tisch mit einem gemütlichen Liegestuhl, ausreichend großer Balkon, Fernseher (nur Deutsche Welle als deutscher Sender), Minibar mit Bier, Softgetränken und Wasser, Kaffeemaschine. Wenn du keinen richtig dicken in der Hose hast, also ich meine Geldbeutel, dann spar dir den Aufpreis für eine Juniorsuite! Und wenn es dich vor Ort wirklich stört, kannst du an der Rezeption für 20 Dollar/Zimmer/Nacht upgraden. Für weitere 40 US Dollar kannst du auch auf eine Suite upgraden. Ich würd mir das Geld sparen und lieber dafür Ausflüge buchen. Ansonsten gab es keine Beschwerden über das Zimmer, Putzfrau total lieb und gut – und höchstens 1,50mtr groß ;)


    Restaurant & Bars
  • Gut
  • Es gibt Buffetrestaurants beim Kantenah und beim Riviera, mittags eine Pool- und ein Strandrestaurant. Wie schon erwähnt: In den Restaurants tritt man als erstes an ein Pult, wo eine meist graziöse Angestellte sich nach der Anzahl der Leute erkundigt. Auch dann, wenn wir völlig alleine als Familie vor ihr stand musste ich ihr „tres“ (drei) sagen. Danach wird in aufreizend langsamem Tempo in 4er Kolonne mit ihr an 17 freien Tischen vorbeigegangen und der 18. war dann unserer. Man sagte mir, dass die Amis da voll drauf abfahren. Nun denn. Die Auswahl in den Buffetrestaurants ist zu allen Mahlzeiten groß, ausreichend und lecker. Leider manchmal etwas zu Amerikanisch, bedeutet, dass die Speisen häufig in sehr fettiger Soße schwimmen. Es gibt 3 A la Carte Restaurants im Bereich Colonial/Kantenah und weitere vier im Bereich des White Sands/Riviera Komplex. Mit Ausnahme des Japaners und des BBQ am Strand kann man alle ohne Vorreservierung besuchen. Bei Regen fällt das BBQ dann spontan aus. Wer bis ca. spätestens 19.00 Uhr in den A la Carte’s erscheint, bekommt meist sofort einen Tisch. Wer später erscheint, erhält einen runden Pieper und muss sich gedulden, zum Beispiel n der Lobby Bar. Sobald der Pieper blinkt und piept hat man dann 15 Minuten Zeit, den freien gewordenen Tisch zu besetzen. Dies kann dann auch mal eine Stunde Wartezeit bedeuten.


    Service
  • Gut
  • Du sprichst kein Englisch oder spanisch? Viel Spaß. Deutsch spricht nämlich auch keiner. Das habe ich allerdings auch nicht erwartet. Aber selbst ohne Fremdsprachen sollte man das meiste schon hinbekommen. Internationale Geste: Ein Finger hochhalten und langsam Biiiier oder Cooola sagen, klappt immer. Alster heißt übrigens Chanty. Alle Mitarbeiter waren immer nett und freundlich, nicht unbedingt schnell – und die meisten sind echt klein  Meine Frau mit 1,64 fühlte sich richtig groß. Den ganzen Tag fahren Bimmel Bahnen durch die Anlage, wenn man den nicht laufen möchte (Man bedenke: Das Hotel ist zu großen Teilen für Amerikaner konzipiert, die fahren selbst im Wal Mart mit Elektrochoppern…) Zu guter Letzt für die Raucher: Siehst du einen Plastikaschenbecher klau ihn  Am Strand, auf dem Zimmerbalkon und am Pool gibt es keine. Selbstredend haben wir ihn am Ende auf dem Balkon gelassen, aber bis dahin war er unser Privatbesitz.


    Lage & Umgebung
  • Gut
  • Das Hotel liegt mitten im Dschungel. Links nichts, rechts nichts, gegenüber nichts. Eine Fahrt nach Tulum oder Playa del Carmen zum Shoppen kostet mit dem Collectivo 35 Peso/Person (1 Euro = 15 Peso). Das klappt problemlos, immer und überall. Apropos Geld: Tausch bloß keine US-Dollar, außer für Trinkgeld. Euro wird überall genommen und bei Bedarf kann man Euro auch in Peso tauschen (Hotelkurs 1:14,5, bester gesehener Kurs in Playa 1:16). Lediglich für Trinkgeld ist es sinnvoll, ein Bündel 1-Dollar Scheine mitzunehmen, da Euro Münzen natürlich unpraktisch für die Angestellten sind. Ja, ich höre schon den Aufschrei: Du bist in Mexiko, also zahlt man auch in Landeswährung, einschließlich Trinkgeld. Stimmt. Aber niemand gibt einem freiwillig kleine Scheine oder Peso Münzen und ich möchte auch nicht jeden Tag darüber grübeln, wie ich genügend kleine Landeswährung für Trinkgeld bekomme. Und abgelehnt hat meine Dollar auch niemand. Drum gebettelt wird allerdings auch nicht.


    Aktivitäten
  • Sehr gut
  • Beliebte Aktivitäten

    • Strand

    Wer Liegen reservieren will, kann das gerne tun. Alle anderen finden am Strand immer und zu jeder Zeit ausreichend Liegen, die man sich bequem auch unter eine Palme seiner Wahl ziehen kann. Am kleinen Kantenah Pool werden sie ab 10.00 Uhr etwas rar, ab 13.00 findet man meist wieder freie. Am großen Pool haben wir nie gelegen, aber meistens habe ich dort auch freie gesehen. Der Salzwasserpool an der Steinküste vor dem Riviera ist absolut grausam. Eine riesige Betonlandschaft mit einem Loch, der Pool wird direkt vom Meer bewässert, der Boden ist ebenfalls Meeresboden. Schön ist anders. Animation den ganzen Tag über an den großen Hauptpools, für mich als Animationsgegner meistens eher peinliche Dinge wie Bingo, Quizfragen im Pool (sehr lustig: Die Amis mit ihren 1-Liter Kühlflaschen im Gummiring im Pool treibend) usw. Für Taucher: Die Tauchstation am Strand erschien mir nicht überzeugend, deswegen haben wir über unseren Reiseveranstalter Tauchgänge gebucht. War sogar billiger. Ausgeführt wurden diese von den „Bahia Divers“. Sehr zu empfehlen. Wir wurden jedes Mal absolut pünktlich an der Lobby abgeholt, nach fünf Minuten Fahrzeit ist man an der Base der Tauchschule. Ausrüstung sehr gut und im Preis inkl. Lohnt sich dort Tauchen? Warst du schon mal in Ägypten tauchen? Falls ja, tauch nicht am Haus Riff der Basis oder des Hotels. Die 100 Dollar für zwei Tauchgänge kannst du dir sparen, du wirst enttäuscht sein, im Vergleich zu Ägypten wenig Korallen, wenig Fische. Dann lieber einen Tauchgang auf der Insel Cozumel. Absolutes Muss: Cenotentauchgänge. Absolutes Erlebnis. Ein Tag Tauchen mit zwei Tauchgängen dort für 130 Dollar, das war es wert. Jeweils 50 Minuten, Cenoten sind Höhlen mit Süßwasser, kaum Fische aber super viele Stalaktiten und Stalagmiten. Keine Angst, ein Notaufstieg ist fast überall in max. einer Minute möglich, max. Tauchtiefe 15 Mtr. Wracktauchen ebenfalls möglich, allerdings mit Tauchtiefen ab 20mtr – Zuviel für meinen Sohn. Aber wenn du das erste Mal in Mexiko bist, lass dir das nicht entgehen!


    Preis-Leistung
  • Gut

  • Kommentar des Hoteliers

    Lieber Carsten, Ich möchte Ihnen für Ihre netten Kommentare und für eine solche detaillierte Bewertung über Ihren Aufenthalt in Grand Palladium Kantenah danken. Es ist sehr wichtig für uns das Feedback unserer Besucher und wir diese berücksichtigen. Nochmals vielen Dank und bitte zögern Sie nicht, uns für weitere Kommentar, wenn Sie sich entschließen, uns wieder zu besuchen kontaktieren. Mit freundlichen Grüßen, Alejandro Martin Assistent Manager

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