- Zustand des HotelsSchlecht
- Allgemeine SauberkeitEher schlecht
Man soll ja vorsichtig sein mit Superlativen, aber dies ist nun das definitiv übelste Hotel in dem ich je logiert habe (wohlgemerkt, ich verbringe berufsbedingt rund 200 Tage im Jahr in Hotels auf 4 Kontinenten und man erlebt da durchaus schrille Sachen!). Aber der Reihe nach: 1. Ankunft: Nach einigem Herumirren im heftigen Regen (die zentrale Rezeption abseits der beiden „Hotelgebäude“, in einer separaten Kneipe ist denkbar schlecht ausgeschildert, erreichen wir die Rezeption um 12:30. Die Dame an der Rezeption erwidert den Gruß des Gastes nicht, sondern poltert und ohne Übergang los „Bei uns wird erst um 15:00 eingecheckt!“ Auf erstauntes Nachfragen wird dieser Satz, zunehmend unwirsch und ohne weitere Erläuterungen mehrfach wiederholt. (Mir kommt in den Sinn, dass so ähnlich wohl die frisch einberufenen Rekruten zur NVA von ihren Feldwebeln begrüßt wurden.....Dieser Eindruck setzt sich später durchgängig fort, der gesamte Service hat anscheinend einen Schnellkurs „Customer Care“ noch bei den DDR Grenztruppen absolviert, uzw. mit den Grundregeln: a)Gast ignorieren oder b) hilfsweise herumschnauzen. Jedenfalls haben wir nach dem Willen des Zerberus nun noch drei Stunden im Regen in der Stadt herumzulaufen. (Dies war unser wirklicher Fehler, denn man hätte schon bei dieser Zumutung auf dieses Etablissement pfeifen sollen). Um 15.00 ist dann eine lange Schlange anderer „Rekruten“ zum Einchecken und Schlüsselempfang angetreten..... 2. Zimmer: Ikea der 70-er, Bett quietscht bei jeder Bewegung besorgniserregend. Sauberkeit ist ok. In der Nacht dann aber das volle Programm: Die Zimmer sind hellhörig!! Wenn der Zimmer-Nachbar Prostataprobleme hat, wie in unserem Fall, so kann man durch die dünne Wand problemlos jeden einzelnen Tropfen beim Pinkeln mitzählen! Der Höhepunkt aber kommt nach Mitternacht und geht bis ca. 6:00, da ziehen Horden schreiender Betrunkener durch den Passagenkomplex, in dem die ganze Anlage liegt. Dies scheint der nächtliche Versammlungsort der Rostocker hard-core-Besoffenen zu sein! In den hauseigenen Bierquellen füllt man die Kundschaft offenbar gerne gewinnsteigernd bis Unterkante Oberlippe ab. Das Bad ist bepappt mit lauter Klebeschildchen, was man als „Gast“ zu tun und zu lassen habe: Stromkosten sparen, Heizkosten sparen, Wäschewechsel vermeiden.... Man möchte ausrufen: Zu Befehl, Genossen! Lustig ist allerdings, dass diese Aufkleber auch in „Englisch“ daherkommen, allerdings voll der komischsten Fehler, in makellosem Lübke-Englisch: „Thanks You!“ Ansonsten gibt es weder eine Minibar noch ein Telefon im Zimmer! Schreibtisch ist auch Fehlanzeige 3. Das Frühstück: Drangvoll überfüllt, überquellende, verschmutzte Tische, die nicht abgeräumt werden (wird in Selbsthilfe erledigt, die „Aufseherinnen“ haben offenbar viel untereinander zu besprechen). Die Produkte: Billigste Industrieware, nichts Frisches, aber alles was fettig, süß und ungesund ist. Dunkles Brot gibt es nicht, nur Aufbackbrötchen, die sich kauen wie „Plaste und Elaste aus Zschopau“. Ein Biss davon und ich entscheide mich spontan für ein Frühstück beim Bäcker um die Ecke. 4. Wir entschließen uns unseren Aufenthalt nicht mit permanentem Schlafentzug und Herumgeschnauze zu verbringen und entsprechend das Hotel zu wechseln (es gibt ja genügend ordentlich geführter Hotels!), also statt der gebuchten 4 nur 2 Nächte zu bleiben. Der Rezeptionist kann zunächst nicht auf unser Anliegen antworten, denn er hat den Mund voll mit Essen... und als er dann antwortet, tut er das nicht etwa um sich nach den Gründen für die vorzeitige Abreise zu erkundigen, sondern um ultimativ (zum Ton: siehe oben) die Bezahlung auch der nicht in Anspruch genommenen Nächte einzufordern. Es tritt dann weiterhin auf ein „Geschäftsführer“ (der natürlich weder grüßt, noch sich namentlich vorstellt) der aber im bekannten NVA- Grenztruppen-Ton losbellt, was wir alles umgehend zu bezahlen hätten... und überhaupt seien ihm solche Beschwerden noch nie zu Ohren gekommen.... Summa Summarum: Empfehlen kann und will ich’s wirklich nicht (es sei denn, jemand ist nostalgisch und mag diesen ganz speziellen Ton!) Übrigens, aufgepasst, es kommt dieses „Hotel“ unter zwei verschiedenen Namen daher, ist aber der gleiche unfassliche Service: „Aalreuse“ und Hopfenmarkt“
- ZimmergrößeEher schlecht
- SauberkeitEher schlecht
- Ausstattung des ZimmersSchlecht
- Atmosphäre & EinrichtungSchlecht
- Sauberkeit im Restaurant & am TischSchlecht
- EssensauswahlSchlecht
- GeschmackSchlecht
- Kompetenz (Umgang mit Reklamationen)Sehr schlecht
- Freundlichkeit & HilfsbereitschaftSehr schlecht
- Rezeption, Check-in & Check-outSehr schlecht
- FamilienfreundlichkeitSchlecht
- Einkaufsmöglichkeiten in UmgebungSehr gut
- Restaurants & Bars in der NäheGut
Beliebte Aktivitäten
- Kultur & Erlebnis
- Ausgehen & Nightlife
- Lage für SehenswürdigkeitenSehr gut
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 1-3 Tage im Juli 2009 |
| Reisegrund: | Stadt |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Michael |
| Alter: | 56-60 |
| Bewertungen: | 28 |

