Ziemlich neues, sehr gepflegtes und ansprechendes 4-Sterne-Niedrigenergie-Hotel im toskanischen Stil mit 26 Zimmereinheiten verteilt auf zwei Etagen. Das Hotel verfügt in allen Zimmern über 2, 20 m lange Betten, Schallschutzfenster, kostenloser Wireless LAN-Anbindung und ISDN-Faxanschluss. Es wirbt u. a. mit einer finnischen Sauna, Solarium, einer Bibliothek und einem Feng-Shui-Garten zum Entspannen. Derzeit (2008) wird das Hotel um einen Anbau erweitert. Beeinträchtigungen durch Lärm oder Schmutz waren aber nicht festzustellen. Im Münchner Raum sind mir trotz Recherche keine empfehlenswerten Alternativhotels bekannt. Die Mobilfunk-Erreichbarkeit war im D1-Netz sehr guter, bei D2 und O2: brauchbar, bei E-Plus ziemlich schwach. Das Preis-/Leistungsverhältnis betrachte ich als angemessen.
Unser einschl. dem Bad mit etwa 45 m² angenehm geräumiges „Superior“- Doppelzimmer besaß zwei nebeneinander stehende 2, 20 x 1 m-Betten mit ziemlich harten, aber noch akzeptablen 18 cm dicken Federkernmatratzen. Die mit 1000g Gänsehalbdaunen gefüllten Kopfkissen boten einen sehr guten Liegekomfort. Leider war die 2m-Bettwäsche etwas kurz für die überlangen Betten bzw. für groß gewachsene Gäste. Der 52 cm-Fernseher schaltet sich, selbst wenn er vorher ausgeschaltet wurde, mit Betätigung des zentralen Stromschalters neben der Zimmertür jedes Mal automatisch wieder ein und dröhnt dann selbst nachts mit unangenehmer Lautstärke, die immer wieder aufs Neue heruntergeregelt werden muss. Diesen technischen „Komfort“ finde ich wirklich überflüssig. Der einen Meter breite Kleiderschrank bot halbwegs Platz, aber nur 6 Plastikbügel sind für ein Doppelzimmer etwas wenig. Daneben gab es eine Kofferablage, einen Safe jedoch nicht. Der 1, 50 m breite und mit ISDN- und Steckdosen versehene Schreibtisch war zwar ausreichend groß, aber der davor platzierte Stuhl mit seiner 47 cm Sitzhöhe zu niedrig und daher nicht ideal für Arbeiten am PC. Dabei besteht das Publikum überwiegend aus Business-Gästen. Auch die fast einen Meter vom Bett entfernten und im Liegen nicht erreichbaren Lichtschalter sowie nur zwei freie Steckdosen in dem großen Zimmer offenbaren eine für Gäste nicht optimale Architektur. Immerhin boten die Fenster ausreichenden Schallschutz, der in Anbetracht der gegenüber liegenden Spedition und des nicht allzu weit entfernten Münchner Flughafens auch gelegentlich notwendig war. Nach 22 Uhr und vor 5: 30 Uhr entstanden jedoch keine Lärmemissionen. Das mit 6, 5 m² sehr geräumige, mit zwei Waschtischen, WC, Bidet, Dusch-Badewanne sowie einem großen Fenster versehene Badezimmer vermittelte zunächst einen großzügigen Eindruck. Der wurde leider schnell durch eine Anhäufung erstaunlich vieler Mängel und eine wenig ergonomische Architektur getrübt. Die Waschtische waren sehr niedrig in Kinderhöhe, der Wandspiegel dagegen selbst für mich zu hoch aufgehängt. Es gab keine Seifenspender, nur lose Seife, die wegen der zum Becken stark abfallender Ablagen im nassen Zustand ständig in das Waschbecken rutschte. Die Mischbatterie von Grohe war leichtgängig, aber sehr kurz und mit unangenehm niedrigem Wasserauslauf. Der schwenkbare Wandspiegel neben dem Waschtisch war leider nicht beleuchtbar, die daneben hängende Wandlampe sowie der Deckenstrahler defekt, so dass zum Rasieren morgens zu wenig Licht zur Verfügung stand. Nach entsprechender Bitte wurde der Deckenstrahler, nicht aber die Wandlampe in Ordnung gebracht. Nach einer halben Woche habe ich die Glühbirne selbst ausgetauscht. Die Dusch-Badewanne besaß eine Duschtrennwand aus Plexiglas und hat zum Wannenrand einen Finger breiten Spalt, jedoch keine Abdichtung. Daher kam es ständig zu erheblichen Pfützen um das daneben stehende WC herum. Die Badetücher mussten als zusätzliche Bodentücher herhalten, auch um das Eindringen des Wassers in die rissigen Silikonfugen und Fugenlöcher am Boden zu minimieren. Handtuchhalter oder -ablagen gab es nicht. Eine Seifenablage war vorhanden, befand sich aber unterhalb der Kniehöhe (!) neben der Duscharmatur; so etwas habe ich bisher nur in Altbauten angetroffen. Auch das Thermostatventil des Sprossenheizkörpers befand sich direkt über den Fußboden: mit seiner Betätigung begann die Morgengymnastik. Auf die weiteren Mängel möchte ich aus Zeitgründen nicht eingehen, habe sie aber dem Hotel nach meinem einwöchigen Aufenthalt in elektronischer Form mitgeteilt. Hoffentlich werden die architektonischen Fehlleistungen im derzeit entstehenden Hotelanbau nicht wiederholt.
Es wurde nur das Frühstücksbuffet in Anspruch genommen. Das Frühstück kann von 6: 30 bis 10 Uhr im nett eingerichteten Frühstücksraum eingenommen werden. Das Buffet ist ziemlich reichhaltig und übersichtlich geordnet. Je nach Tageszeit werden zwischen 2 und 6 Sorten meist knuspriger Brötchen sowie ein Graubrot zum Selbstschneiden angeboten. Es gibt acht Sorten offene und beschriftete Marmelade, zwei Sorten Honig (auf Wunsch weitere), Nutella, jeweils ein halbes Dutzend Wurst- und Käsesorten, oft wechselnd, gelegentlich roher und gekochter Schinken. Trotz sechs Sorten Müsli und einer Auswahl an getrockneten Früchten vermisste ich die oecotropholgisch wertvollen Haferflocken, die mir aber ab dem dritten Frühstück bereitgestellt wurden. Dafür wird Gast gefragt, ob er gekochte, pochierte Eier, Rührei oder Spiegelei haben möchte, die ihm frisch zubereitet werden. Zusätzlich kann der Gast zwischen einer kleinen Obstauswahl, zwei Sorten Joghurt und Quark wählen. An Säften stehen Orangen-, Grapefruit-, Multivitaminsaft (auch frisch gepresster) und Tomatensaft zur Verfügung, zudem auch Mineralwasser und Sekt. Der in Kännchen servierte Kaffee schmeckt gut, Teegenießer können zwischen sechs Sorten schwarzen, jeweils zwei Sorten grünen und Rotbusch-Tee sowie einigen Sorten Früchtetee wählen. Als Tageszeitung steht „Die Welt“ zur Verfügung. Das Personal ist aufmerksam, füllt das Buffet regelmäßig nach und die Tische nicht vorschnell ab.
Check-In und -Out erfolgt zügig. Wünsche werden meist berücksichtigt (Ausnahme: defekte Beleuchtung im Bad). Das Frühstückspersonal erfüllt umgehend Wünsche nach bestimmten Zerealien oder Honigsorten. Der Zimmerservice ist zwar freundlich, aber nicht immer optimal ausgebildet: defekte Bad-Beleuchtungen werden ignoriert, die Müllbox mit einer gespannten Folie überzogen, so dass dort nichts hineinpasst.
Ca. 20 Km nördlich von München in der Nähe zur B13 am Ortsanfang der an der Amper gelegenen Gemeinde Fahrenzhausen am Rand des Gewerbegebiets. Für die Fahrt in die Münchner Innenstadt muss je nach Verkehr zwischen 30 und 60 Minuten gerechnet werden. Einen S-Bahn-Anschluss gibt es in Fahrenzhausen nicht. Das Hotel bietet auf gepflegten Außenanlagen einen größeren, gebührenfreien Parkplatz. Haltemöglichkeiten gibt es direkt vor dem Eingang, aber auch auf der Straße. Die vier Einzelgaragen werden derzeit nur als Lagerraum genutzt und stehen Hotelgästen nicht zur Verfügung.
Beliebte Aktivitäten
- Geschäftsreise
Sauna und Solarium vorhanden, aber aus Zeitgründen nicht genutzt.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 3-5 Tage im August 2008 |
| Reisegrund: | Arbeit |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Ulrich |
| Alter: | 56-60 |
| Bewertungen: | 56 |


