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EBERHARD (61-65)
DeutschlandAus Deutschland
Alleinreisend • Oktober 2012 • 1-3 Tage • Arbeit
Traditionsherberge mit Schwächen
5,0 / 6

Allgemein

Das "Atlantic" ist ein weltbekanntes, aus den Anfängen des letzten Jahrhunderts stammendes Grand-Hotel, das nach einer längeren Renovierungsphase wieder zu den Flaggschiffen der Hamburger Hotellerie gezählt werden kann. Die öffentlichen Bereiche sind sehr stilvoll und atmosphärisch gestaltet, vor allem die wunderschöne Halle mit dem Kaiserbild ist Blickfang und eleganter Aufenthaltsort zugleich: Ein Erlebnis, sich hier in den tiefenLedersesseln niederzulassen, die ankommenden und abfahrenden Gäste zu beobachten oder den Pianoklängen aus der benachbarten Atlantic Bar zu lauschen. Der strahlend weiße Prachtbau mit der berühmten Weltkugel auf dem Dach verfügt auf 4 Etagen über etwa 150 Zimmer und Suiten, für die günstigsten Unterkünfte müssen Sie mit etwa 200 € rechnen (EZ). Das Publikum ist bunt gemischt, aber doch recht gehoben und eher älterere Jahrgänge, an Nationalitäten trifft sich die ganze Welt. Müßig zu erwähnen, daß sich auch viel Prominenz hier einfindet, für Empfänge, Veranstaltungen und Festivitäten ist das "Atlantic" ohnehin schon seit langem mit die erste Wahl in der Hansestadt. Eine weitere Bewertung habe ich auch zu dem Grand Elysee-Hotel in Hamburg eingestellt. - in dessen Zimmern Sie auch tolle Duschkabinen und attraktive Bäder finden!


Zimmer
  • Eher schlecht
  • Ich hatte bewußt ein renoviertes Superior-Zimmer gebucht, nachdem offenbar auch noch immer sogenannte - unrenovierte - Classic Rooms vergeben werden. Leider konnte auch diese gehobenere Klasse nicht überzeugen, das Zimmer war nicht nur recht klein, sondern aufgrund seines Mobiliars und der Raumaufteilung auch so ungemütlich, daß ich es nur zum Schlafen aufsuchte. Darüberhinaus sorgte die blau-graue, mit schwarzer Ornamentik versehene Farbgebung bei Teppich, Vorhängen und dem Polsterstühlchen für ein recht düsteres Ambiente, "erschwerend" kamen schwarze/dunkelbraune Holzverkleidungen und ein wahres Ungetüm von gleichfalls dunklem Kleiderschrank hinzu. Zu den Fakten: Das Zimmer war einschließlich Bad etwa 20 qm groß, besaß einen sauberen, sehr gepflegten Teppichboden, ein Grand Lit mit vielleicht etwas zu weicher Matratze, kleinen Schreibtisch mit Schreibmappe und modernen Lampen, (WLAN-Anschluß habe ich nicht entdeckt, ist aber vermutlich vorhanden ...), zwei winzige Nachttischchen mit Telefon, eher unkomfortables Polsterstühlchen, besagtes "Ungetüm" - eine optisch häßliche Kombination aus wenig geräumigem Kleiderschrank (mit lediglich 6 Bügeln ...), Safe, Kühlschrank mit Minibar, Nespresso-Maschine, Kaffee-/Teebeuteln, Bademänteln, Hausschuhen und zwei winzigen Ablagefächern, einen holzumrahmten, an der Wand befestigten, großen Flachbild-TV mit ca. 30 Programmen (unverständlich, daß keine 3. Programme empfangbar waren ...) sowie eine effiziente, verstellbare Klimaanlage. Bequeme Ablagen Fehlanzeige. Das Fenster war zu öffnen und wies auf den schönen, bei warmen Temperaturen auch als Open-Air-Bar genutzten Innenhof. Besonders vermißt habe ich eine komfortable Sitzgelegenheit, eine zweite Person hätte die Bettkante benutzen müssen. Das Bad glich eher der Naßzelle einer 3-Sterne-Pension an der Adria, es verfügte über einen Waschtisch mit einigen wenigen Pflegeprodukten, großen Spiegel, Kosmetikspiegel, Föhn, eine Art Dusche - welche jedoch diesen Namen nicht verdiente, da sie lediglich einen Teil des Badezimmers mit etwas abgesenktem Boden ausfüllte und vom WC nur durch einen Duschvorhang getrennt war. Ich muß gestehen, daß ich so etwas auf meinen vielen Aufenthalten in Luxus -und Firstclass-Hotels noch nicht gesehen habe! Fazit: Das Zimmer 275 war eine recht enttäuschende Erfahrung und das gute Geld beim besten Willen nicht wert, auch wenn natürlich ein gewisser Mindestkomfort gewahrt blieb.


    Restaurant & Bars
  • Sehr gut
  • In den Restaurants des Hotels werden die unterschiedlichsten Geschmäcker bedient, erwähnt seien nur das chinesische "Tsao Yang" oder das klassische "Atlantic"-Restaurant. Ich nützte nur das in einem wundervoll lichten, von hellen Farben getragenen Raum aufgebaute Frühstücksbuffet, hier in äußerst gediegenem Ambiente mit Blick auf die Außenalster den Tag zu beginnen, beweist, wie schön hanseatisches Leben sein kann! Auswahl und Qualität der Speisen waren vom Feinsten, die dekorative und appetitliche Präsentation machte richtig Lust, zuzugreifen (36 €). Ein schöner Platz, das Hotelleben zu genießen, ist auch die berühmte Bar, in schwarzem Ledermobiliar können Sie nicht nur ein kühles Bier oder ein Glas Prosecco genießen, sondern auch die "Likörellen" - witzige Gemälde des ständigen Bewohners Udo Lindenberg - bewundern. Daß es auch einen Roomservice (Aufpreis 4 €) gibt, muß nicht extra betont werden. Das Preisniveau ist jedoch allgemein sehr gehoben, dennoch empfand ich das Preis-/Leistungsverhältnis in Anbetracht der glamourösen Umgebung als durchaus stimmig.


    Service
  • Sehr gut
  • An Dienstleistungen wird natürlich alles aufgeboten, was einer Luxusherberge gebührt und was selbst von anspruchsvollsten Reisenden nachgefragt werden könnte. Sämtliche Mitarbeiter, mit denen ich in Kontakt war (Rezeption, Concierge), erwiesen sich als äußerst zuvorkommend, freundlich und kundenorientiert. So konnte ich z.B. mein Zimmer bereits zwei Stunden vor der üblichen Check-In Zeit beziehen. Auch wurde ich, wo auch immer, gegrüßt, ein nettes Lächeln gehörte dazu. In diesem Punkt also verdiente 6 Sonnen, hoffentlich kann dieser hohe Standard gehalten werden.


    Lage & Umgebung
  • Sehr gut
  • Das Haus liegt sehr privilegiert an der Außenalster, zum Hauptbahnhof gehen Sie zu Fuß nur knappe 10 Minuten, ein Vorteil z.B. gegenüber dem stadtnäher gelegenen, ebenfalls sehr renommierten Luxushotel " Vier Jahreszeiten" am Jungfernstieg. Die Innenstadt (Rathaus, Ballindamm, Mönckebergstraße) ist etwa 1,5 km entfernt und auch per pedes leicht erreichbar. Auch zur sehenswerten Speicherstadt, der spektakulären, jedoch nach wie vor unvollendeten Oper oder den Landungsbrücken ist man nicht arg lange unterwegs. Taxis finden Sie natürlich vor dem Hoteleingang, aber auch Fahrräder können ausgeliehen werden. Gegenüber des Hotels, direkt am Ufer, liegt eine Segelschule, deren langer Steg zu einer idyllischen und angesagten Bar mit traumhaften Ausblick über die Außenalster führt und wo sich bei schönem Wetter halb Hamburg zum Chillen trifft. Last but not least, vom Flughafen zum Hotel benötigt man etwa eine halbe Stunde, Taxis verlangen für die Strecke um die 15 - 20 €.


    Aktivitäten
  • Eher gut
  • Beliebte Aktivitäten

    • Geschäftsreise

    "Energy Clinic" nennt sich der Pool-und Spabereich, dieser ist auf den Fluren gut ausgeschildert und befindet sich im 5. Stock des alten Anbaus. Der gesamte Bereich ist ein wenig beengt, auch scheint schon alles seine Jahre auf dem Buckel zu haben. Der Pool fällt für ein Stadthotel recht groß aus, das Wasser ist auf angenehme Grade beheizt, leider ist die Atmosphäre dank oder wegen des blauen Neonlichts, der dunklen grau-blauen Decke und der ebenso grauen Bodenfliesen so düster, daß ich ein längeres Relaxen auf den eigentlich sehr komfortablen Liegen für nicht erstrebenswert erachte. Erschwerend kommt hinzu, daß die breite Fensterfront direkt auf das gleich hohe Nachbargebäude weist und so kaum natürliches Licht einfällt. Vorteil: Meist trifft man hier nur auf wenige andere Gäste, insgesamt würde jedoch eine Rundumerneuerung dem Ganzen schon sehr gut tun.


    Preis-Leistung
  • Schlecht

  • Infos zur Reise
    Verreist als:Alleinreisend
    Dauer:1-3 Tage im Oktober 2012
    Reisegrund:Arbeit
    Infos zum Bewerter
    Vorname:EBERHARD
    Alter:61-65
    Bewertungen:558