Es erscheint erstaunlich, wie kontrovers diese Anlage bewertet wird. Es kommt aber wohl auch darauf an was man erwartet... Sieht man den Club Bentota unter Kosten-Leistungs-Aspekten, dann ist eine GUTE Bewertung in jedem Fall gerechtfertigt! Eine Fernreise mit Qualitätsairline (in diesem Fall Condor, Anschlussflüge per Lufthansa) und All-Incl. für unter 1.400,- Euro (inkl. EZ(!) und DeLuxe Zimmer), wo bekommt man das schon?!?! ALLERDINGS ist diese Anlage kein Robinson-Club mehr, es gibt kein Deutsches Management (und leider ist das lokale Management mit einigen Qualitätserwartungen reichlich überfordert - nur Lächeln und Freundlichkeit reicht halt nicht immer). Positiv (gegenüber Robinson) ist nach meiner (sehr) persönlichen Einschätzung die Abwesenheit von übermässiger Animation und die inzwischen internationale Gästestruktur (ca. 2 Drittel Deutsch, der Rest aus England, Frankreich, Benelux, Russland etc.). Eindeutig negativ: (wie gesagt) das fehlende europäische/westliche oder deutsche Management. Eindeutig positiv: wunderbare Lage auf dem Paradise Island und ein traumhafter Sandstrand! Obwohl für den Juli vor dem Monsumregen gewarnt wird, kann diese Reisezeit empfohlen werden (kein Regen dauert länger als 1h! - danach wieder Sonne!). Deutlicher Pluspunkt für die Anlage: die Lage, die Lage, die Lage! ...und die Freundlichkeit des reichlichen Personals! Deutliches Minus: mangelnde Professionalität des freundlichen Personals. Vermutung: lokales Management sollte mit westlicher Kompetenz unterstützt werden! Sonst besteht die Gefahr, dass das Niveau von Robinson immer weiter in Richtung auf die drohende Abklassifizierung mit 3*** abstürzt! Ein paar Euro bei der Anreise sichern jedem Gast eine besonders bevorzugte Behandlung durch das Personal (wie in jedem Urlaub!). Auch bei Abreise sollte man gute Leistung honorieren! Ausflüge (auch mehrtägig) können individuell mit BeachBoys oder den Hoteltaxifahrern unternommen werden. Unbedingt besuchen: kleiner Tempel am Rande der Halbinsel. Ekel-Toleranz für die Armut im angrenzenden Dorf und den verdreckten Bentota-Fluss sollte vorhanden sein. Ausflug den Bentota-Fluss (lange Tour, ca. 5h - nicht nur die Lagune!) muss jeder machen. Dort: Krokodile, Warane, Adler, Schlangen etc... zu sehen. Es gibt auch Ayuverda-Anwendungen im eigenen Auyuverda-Zentrum. Hier werden durchaus höhere Preise verlangt. Man bekommt aber bspw. für 15 Euro eine tolle halbstündige Massage von 2 parallel arbeitenden Masseuren. Lokales Geld kann auch mit deutscher EC-Karte an mit dem MAESTRO-Zeichen gekennzeichneten Automaten gezogen werden. Allerdings kann man Geld nur gegen Vorlage einer Tauschbescheinigung zurücktauschen - die gibt es nicht am Automaten (also vorsicht!). Im Flughafen gibt es (vor dem Check-Inn!) einen DVD-Laden wo es aktuelle (Raubkopien!) von englischsprachigen Filmen gibt. Preis pro DVD 4,- Euro. Achtung: wg. unterschiedl. Qualität (teilweise von Leinwand abgefilmt) sollte man die DVDs vorm Kauf ansehen (wird anstandslos gemacht). Markenkopien von Lacoste etc. sind am Strand, im Dorf oder im Ypsilon-Shop erhältlich (aber von schlechter Qualität!!!). Wer Holzschnitzereien oder Schmuck kaufen will sollte dies NIE NIE NIE in Begleitung eines Taxifahrers etc. tun - der bekommt Prozente! Am besten mit dem TucTuc in die Nähe des (vielleicht vorher mit dem Taxifahrer besuchten) Shops fahren uhd ALLEINE den Preis verhandeln. In der Regel sind Preisnachlässe von 50% erreichbar! Bevor sie etwas beim Besuch eines Kräutergartens kaufen (obskure Tinkturen gegen alles mögliche) denken Sie darüber nach ob sie das Zeug wirklich schlucken wollen.... und wenn JA, dann auch hier den Preis verhandeln!!!! Sandflöhe beissen ohne Stichschmerzen; auch sehen die Biss-Stellen harmlos aus. Allerdings entzünden sie die Bisse nach ein paar Tageb und jucken erst dann fürchterlich. Mittel gegen die Flöhe gibt es im Hotelshop (sofort kaufen); am besten mit Autan (mitnehmen!) mischen. Je mehr Chemie desto besser. Leider merkt man die Auswirkungen der Sandflöhe erst nach der ersten Woche wirklich... dann ist es zu spät.
Die frisch renovierten DeLuxe (oder so) Zimmer sind auf 3*** Niveau. Zwei Einzelbetten, kleiner Balkon, kleines Bad mit Dusche und installiertem Fön, Telefon, Fernseher (mit DW-TV), Deckenventilator (laut) und Klimaanlage (relativ ruhig für die gebotene gute Kühlleistung). Täglicher Handtuchwechsel und sehr gute Reinigung. Abendlicher Kontrollgang und Aufschlagen des Bettes durch Servicepersonal. Es wurden von anderen Reisenden Wassereintritt bei Erdgeschoss-Zimmern berichtet. Schöner sind in jedem Fall die oberen Geschosse. Bungalows (klein) kann ich nicht beurteilen; würde ich aber nicht wählen wollen (Bodenlage und wenig Anonymität weil man immer in die Räume schauen kann, es sei denn man verdunkelt mit den Gardinen.
Landestypische Currygerichte, reichhaltige Obst- und Nachspeiseauswahl, frische Pasta und abwechslungsreiche Themenabende. Alles dem 3.5 Sterne-Niveau entsprechend. Ein sehr schönes Restaurant und freundliches (teilw. jedoch dabei hilfloses) Personal in grosser Zahl. Wein nur gegen Aufpreis. Frisch zubereiteter Fisch und/oder Fleisch vom Grill. Wohlschmeckende Tees und ein Kaffee zum Abgewöhnen. Neben den langen Essenszeiten Morgens, Mittags und Abends gibt es Nachmittags auch noch Tee/Kaffee und Kuchen. Ich konnte vor Ort den Service mit dem Hotel Lanka Princess vergleichen (deutlich schlechtere Lage!!!!). Dort war das Personal zu 150% auf Zack, ebenso freundlich, aber ohne Fehler beim Service! Restaurantchef kommt glegentlich an den Tisch und erkundigt sich ob alles Ok ist etc... Das Lanka Princess hat aber auch einen Stern mehr (4.5 Sterne) und ist entsprechend teurer...
Das Verhältnis von Gästen zu Personal ist sowohl zahlenmässig, wie auch im Umgang miteinander sehr gut! Die Renovierungsarbeiten waren im Juli 2004 fast abgeschlossen, so dass mit über 150 Gästen das Hotel schätzungsweise zu 3/4 ausgebucht war. Die Zahl der Mitarbeiter vor und hinter den Kulissen dürfte aber ebenso hoch sein. Sowohl an der Bar als auch im Restaurant; an der Rezeption oder am Pool... immer wird der Gast freundlich umsorgt! Da die Kapazität des Hotels begrenzt ist, wird es nie anonym. Schnell kennt man sich an der Bar oder im Restaurant und wird auch persönlich bedient. Negativ einzig die mangelnde Professionalität des Managements. So wurde die standardmässige Blumendekoration auf dem Bett mehrmals vergessen; Tische werden zwar schön eingedeckt, aber wenn einmal an ihnen gegessen wurde "vergisst" das Personal sie wieder einzudecken... Die hinter dem Buffett stehenden Köche helfen gerne Sonderwünsche zu erfüllen und verschwinden dann aber manchmal für eine halbe Stunde in der Küche... um - wenn der Gast längst fertig gegessen hat - bspw. mit dem vegetarischen Extrawunsch aufzutauchen... Und tatsächlich stimmt die Kritik aus einem anderen Bericht bzgl. des Getränkeangebotes: es gibt keine wirkliche Cocktailkarte und Wein ist im Restaurant nur gegen Aufpreis erhältlich. Ein nicht funktionierender Internet-Zugang wurde über drei Tage hintereinander immer wieder neu von verschiedenen Mitarbeitern entdeckt ("Oh, Internet heute kaputt..."); ein Austausch darüber - geschweige denn eine Problemlösung - findet nicht statt. Auch wurde mein Wunsch das Zimmer zur Meerseite immer wieder gerne angehört - und man wollte "morgen" ein anderes Zimmer anbieten... bis ich die Nachfragen nach einer Woche einstellte... Eine Liste der TV-Programme liegt im Zimmer aus - stimmt aber nicht mit der tatsächlichen Programmbelegung überein... Die Beleuchtung an den Wegen besteht mindestens zu 1/3 aus defekten Glühbirnen... Warmes Wasser (nicht wirklich nötig, aber der entsprechende Wasserhahn ist montiert) gibt es nur ausserhalb der Stosszeiten Morgens und Abends... Die Handtücher am Pool sind teilweise auf Lumpen-Niveau verwaschen... und schliesslich muss sich die arme Animations-Truppe immer noch mit uralt-Tonbändern abmühen, die schon so heruntergenudelt sind, dass teilweise die linke oder rechte Tonspur ausfällt... aktuelle Chart-Hits stehen dem bemitleidenswerten Discjockey nicht zur Verfügung... Ein geschultes Managment könnte diese Vielzahl von Kleinigkeiten sicher schnell und ohne grosse Kosten ausbügeln!!!
Wie bereits beschrieben... die Anlage liegt traumhaft auf einer Halbinsel namens Paradise Island. Allein die Überfahrt vom Festland mit einem der kleinen Pendelboote ist traumhaft! JEDOCH (und das gilt grundsätzlich für Sri Lanka): alles ausserhalb der Anlage und vom Strand (also die Ortschaft und das Hinterland) ist geprägt von extremer Armut! Ein Ausflug in das Dörfchen bietet leider keinen romantischen Eindruck, sondern zeigt eine erbarmungslose Armut! Es wird zwar nicht brutal gebettelt und man hat nie Sorge vor Überfällen - aber es gibt lepröse Bettler auf den Stufen zum Bahnhof oder einen Fischmarkt, der nicht nur erbärmlich stinkt bei 40c im Schatten, sondern auch voller Fliegen ist. Und überall Dreck, schmutziger Dreck, stinkender Dreck und verrottender Dreck... ...das alles erinnert einen daran, dass dieses Urlaubs-Paradies umgeben ist von einer tropischen Hölle!!! Natürlich ist die Natur im Hinterland auch wunderbar, grün und üppig. Die Menschen sind von unglaublicher Freundlichkeit und die vielen Tempel wunderschön etc. Aber dank einer absoluten Überbevölkerung am Küstenstreifen, sind die Auswirkungen leider nicht nur optischer Natur... ...der Bentota-Fluss, der u.a. auch hinter dem Hotel fliesst, ist halt für viele Menschen Kläranlage und Müllkippe zugleich!!! Wer davor die Augen nicht verschliesst, wird es sich wohl besser nochmal überlegen ob er das Wasserski oder das Windsurfing-Angebot wirklich nutzen will...
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Die Anlage lädt zum Relaxen ein. Ideal zum Bücherlesen am Pool oder zum Sonnenbaden am Strand. Das (zumindest in der Monsum-Zeit) aufgewühlte Meer lädt zum Springen in die Wellen ein. Bewachung findet durch eigene Lifeguards statt. Allerdings gibt es teilw. starke Strömungen - man kann jedoch über 20m ins Meer hinausgehen und die Wassertiefe bleibt immer noch bei ca. 1 Meter. Für Kleinwüchsige Leichtgewichte oder Kinder ist das Meer aber als gefährlich anzusehen. Im (sehr) kleinen Pool ist das Wasserballspiel ein schöner Ausgleich. Wer mag kann am Strand und auch in der Anlage Volleyball spielen (immer um 16 Uhr mit den Animateuren). Es gibt auch einen Tennisplatz und jeden Vormittag Wassergymnastik. Ausserdem wohl auch gemeinsame Strandläufe am wunderbar langen Sandstrand. Die Animation ist angenehm zurückhaltend und keinerweise verpflichtend. Für Kinder gibt es keine speziellen Angebote. Die Mitglieder des einheimischen Animationsteams "bemühen" sich auch Abends mit immer neuen Tanz- und Showprogrammen. Allerdings lässt sich der Eindruck nicht verleugnen, das hier alte Robinson-Programme Woche für Woche abgespielt werden... Es fehlt hier leider auch wieder Anleitung externer Profis - alle einheimischen Animateure sind nett, freundlich - aber ohne Anleitung von professioneller Seite!

