Das Hotel besteht aus einem 3 Sterne und einen 4 Sterne Bereich. Wir hatten ein Zimmer mit Halbpension im 3 Sterne Bereich und zusätzlich Seeblick gebucht. Erster, äußerlicher Eindruck war ganz ordentlich. Der Eingangsbereich (Foyer) sieht leicht nobel anmutend aus. Das gesamte Hotel wirkt äußerlich wesentlich besser, als es innen ist. Soweit ich sehen konnte, hatte dieses Hotel 4 Gebäudeteile. War also kein großer, hoher Klotz, der 1000 Zimmer enthielt. Wieviel Zimmer es genau waren, kann ich nicht sagen. Ich schätze mal um die 100. Von den Gästen her war jegliche Altersgruppe vertreten. Unsere Zimmer enthielten TV, Bad/Dusche, Telefon, Balkon! Preis/Leistung: wir haben das Hotel über "Berge und Meer" gebucht. Eine Reiseleitung vor Ort gab es aber nicht. Es gab aber eine allgemeine Inforunde jeden nachmittag um 16.30 Uhr im Foyer. Da konnte man Fragen zum Ort oder Ausflügen stellen. Kostenpunkt des Hotels: 199 EUR für 1 Woche (von Sonntag bis Sonntag) mit Halbpension plus 50 EUR Aufpreis für den Seeblick, den wir nicht hatten. Wenn ich mir unser Zimmer anschaue, die Freundlichkeit ect. bin ich der Meinung, daß selbst 50 EUR für alles noch zu teuer gewesen wäre. Wettertechnisch hatten wir Pech. Als wir ankamen, war der See nicht zu sehen, wegen einer dicken Dunstglocke. Aber es war warm. Doch das wars auch schon. Wir hatten, bis auf einen Tag, täglich Regen. Wenn dunkle Wolken aufzogen, mußte man schnell einen Unterstand finden, denn dann kam auch sofort richtig starker Regen. Darauf konnte man sich verlassen. Laut Aussagen der Einheimischen sei es aber zu dieser Zeit normaler Weise schon schön warm und sonnig. Aber da in diesem Jahr fast alles einen Monat spät dran ist, hatte auch Italien nicht so viel schönes Wetter. Immer mit nehmen: Eurostecker & Fön, Kartenmaterial besser in Deutschland kaufen (billiger). Der Gardasee an sich ist eine Reise wert. Für Badeurlauber aber weniger geeignet. Schöne Landschaft und tolle Sträßchen im Hinterland, im nördlichen Bereich des Sees genial für Biker, Surfer und Wassersport jeglicher Art. Man sollte auf jeden Fall den See einmal umfahren. Sind ca. 150 km. Der Südteil des Sees mutet eher an zum Baden. Türkisblaues Wasser. Strände aber auch hier nur Kies. Als Medizin empfehle ich für Empfindliche: ein Mittel gegen Sodbrennen oder vermehrter Säurebildung im Magen, Kopfschmerztabletten und gegen allgemeine Übelkeit.
Als wir unsere Zimmer aufsuchten, wurden wir sehr schnell unserer anfänglichen Euphorie beraubt. Als erstes die Lage der Zimmer: sie befanden sich in einem Nebengebäude direkt neben dem Pool und wenn ich sage, direkt daneben, dann ist das auch so zu verstehen. Die Eingangstür dieses kleinen Gebäudeteils, welches 4 Zimmer beinhaltete, lag 3 Schritte vom Beckenrand enfernt. Man könnte meinen, daß wäre schön... aber wem gefällt das permannete Geblubber und Geplätscher der Reinigungs- und Filteranlagen? Es läßt vermuten, daß dieser Bau wohl mal eher als Unterstell-/Abstellplatz gedacht war. Man kann es aber auch positiv sehen: für morgentliche Schwimmfreunde kann man von der Tür aus direkt in den Pool springen. :-))) Ein achtloses heraus Rennen sollte aber vermieden werden was bei Kindern ja häufig der Fall ist, da man sonst gleich im Pool landet oder nach einem geselligen Abend könnte dies für eine unangenehme Erfrischung sorgen. Als wir uns damit nun angefreundet hatten, folgte der nächste Schock. Wir öffneten die Zimmer und dachten, wir befinden uns in einem Raum, in dem aussortierte, defekte Möbel abgestellt wurden. Diese stammten wohl noch aus den frühen 70-zigern und waren restlos verbraucht, defekt und mehr als nur gräßlich. Die Schubladen waren gar nicht zu verwenden, da es so extrem nach Schimmel und Moder roch. Die Stimmung fiel dann noch weiter, als wir aus dem Fenster sahen und unseren gebuchten Seeblick, für den Aufpreis von 50 EUR je Zimmer, nicht finden konnten. Mit viel Phantasie konnten wir nur erahnen, wo sich der See befindet. Wenigstens hatten hatten wir einen kleinen Balkon, der es erlaubte, auch mal zu zweit auf Diesem zu sitzen. Wenn man aber Ruhe erhoffte, wurde man auch hier enttäuscht. Zum einen war unmittelbar der Lärm der Straße (einzige Durchgangsstraße von diesem Ort) zu hören & zusehen und zum anderen führte unmittelbar unter dem Balkon ein Bach entlang, der auch sehr starke Geräusche verursachte. Dies vermittelte alles ein Gefühl einer schlechten Hinterhofwohnung. Am Tage mag der Bach weniger störend sein, doch nachts, wenn man einen leichten Schlaf hat, geräuschempfindlich ist, wurde dies zu einer extremen Störquelle. Das hieß: nachts Fenster und die Badezimmertür zu, denn das Fenster des Bades lag zur Poolseite, somit auch schöne Einsichten der Poolgäste ins Badezimmer! Die Zimmer selbst hatten KEINE Klimanalge, aber dafür TV mit EINEM deutschen Kanal, der nur zeitweise verfügbar war. Der Sender wechselte ab und zu zwischen RTL und ZDF. Aber damit konnte man leben... Telefon befand sich ebenfalls im Zimmer, aber braucht das heute noch im Zeitalter von Handy und Internet. Das Bad war eher klein und eng gestaltet. Die Duschabtrennung war so niedrig, daß man nach dem WC-Besuch acht geben mußte, daß man sich nicht an der Duschabtrennung den Kopf stieß. Das gilt besonders für Personen, die größer als 1,65 m sind. Beim Duschen selbst mußte man sehr viel Geduld haben. Der Wasserstrahl, wenn man hier überhaupt von einem Strahl reden kann, war so dürftig, daß eine Person, die sonst 5-7 min. zum duschen braucht, mind. 15 min. brauchte. Das Waschen langer Haare dauert entsprechend länger! Außer der Dusche gab es auch ein Waschbecken mit Spiegel und einer kleinen Ablagemöglichkeit. Leider gab es keinen Platz, an dem man seinen Kulturbeutel abstellen konnte. Es war auch ein "Fön" vor Ort, wobei jede Fönanlage in Hallenbädern besser ist, denn dieses Teil war weit entfernt von einem Fön. Daher ist es angebracht, einen eigenen Fön mitzunehmen, gerade, wenn man Stylen muß/will. Es gab aber auch eine Steckdose. Leider italienischer Standard. Das hieß, Eurostecker mitnehmen. Die Betten waren für unseren Geschmack ausreichend. Nicht zu hart oder zu weich. Desweiteren mußte man sich damit anfreunden, sein Zimmer mit "Haustieren" (Kakerlaken) zu teilen. Wir haben 3 Stück "erlegt". Wenn aus den Nachbarszimmern Leute ein und ausgingen oder jemand duschte, hörte man jeden Schritt und jedes Wort und das morgens um 7.00 Uhr war nicht immer sehr erfreulich. Die Zimmer bzw. die Betten wurden täglich gemacht. Wäschewechsel fand während unseres Aufenthaltes nicht statt, dafür aber täglicher Handtuchwechsel. Gepuzt wurde das bad auch nicht täglich. Wöhrend unseres Aufenthaltes 2 mal. In unserem Zimmer befand sich ein Gästebett, welches einer dritten Person ermöglichte, mit in dem Zimmer zu schlafen. Nur würde ich das nicht empfehlen, denn dieses Gästebett war ne Art Schrankbett und in diesem Schrank roch es sehr stark modrig und muffig, wie auch in den Schubladenschränken. Im Kleiderschrank lagen noch 2 weitere Kissen, falls jemand die vorhandenen Kissen im Bett zu dünn sind. Der Fußboden war gefließt. Nach Aussagen anderer Gäste waren wir aber nicht allein mit unserem Zimmer so gestraft.
Man sagt, Italiener seien gastfreundlich. Das gilt wohl in diesem Hotel nicht. Als wir am Abend in den Speisesaal kamen, wurde uns, wie allgemein so üblich, unser Tisch zugeteilt. Wir hatten einen Fensterplatz... Yieppie! Doch dann wieder eine Ernüchterung. Unsere Bedienung kam zu uns, fragte und herrisch, as wir trinken wollten, brachte uns dann die Getränke und stellte uns dann einfach irgendein Essen vor die Nase. Wir wurden nicht gefragt, was wir von den, an diesem Tag angeboteten Speisen, essen möchten. Die Dame war recht mürrisch in ihrer gesamten Art, hektisch und umherhetzend. Die Speisen konnte man essen, wenn man sich selbst nachwürzte. Genießbar war alles, was angeboten wurde, wenn man nicht zu hohe Ansprüche stellte. Etwas nervig waren allerdings die langen Schlangen morgens beim Kaffeeautomaten und abends am Salatbüffet. Wenn man abends nicht rechtzeitig am Salatbüffet stand, war Vieles schnell vergriffen, was auch nicht mehr aufgefüllt wurde. Das Frühstück war im Grunde immer das Gleiche: trockenes Mischbrot und zweierlei trockene Brötchen ohne Geschmack. Das Mischbrot erschien uns jeden Morgen als wäre es mind. 4 Tage alt. An Wurst und Schinken gab es auch immer das Gleiche, wie auch die süßen Brotaufsriche. Müsli gab es auch, wobei ich nach einem Tag, an dem ich eine tote, große Kakerlake darin fand, keines mehr gegessen habe. Die Bedienung hielt es auch nicht für nötig, sich dafür zu entschuldigen. Aber die Schüssel wurde weggeräumt und erschien an diesem Tag auch nicht mehr. Ob nun das Müsli entsorgt wurde oder nicht, mag ich nicht zu beurteilen. Der Stil des Speisesaal ähnelte eine Betriebskantine, so auch die Bedienung und die Speisen. Diese wurden einem hingestellt, nach dem Motto: "Da Hund.... friß". Abends lag ein Zettel mit der Menükarte vom nächsten Tag auf dem Tisch. Darauf mußte man ankreuzen, was man am nächsten Abend essen möchte. Zur Auswahl standen jeweils 2 Vorspeisen, 4 Hauptgerichte und 2 Desserts. Das gesamte Essen war recht deutsch/englisch, wenig italienisch. Wenn man jeweils nach dem Salatbüffet dann Vorspeise, Hauptspeise und Dessert verspeist hatte, war man wirklich satt. Nur der Geschmack wurde halt wenig angesprochen. Man hatte von 19.00 bis 20.30 Uhr Zeit, seine Speisen zu sich zu nehmen. Dieser Zeitraum ist grad so ausreichend. Ein gemütliches Sitzen nach dem Essen war jedoch nicht möglich. Getränke am Tisch waren bei Halbpension inklusive, bis auf spezielle Weine und Biere. Was die Sauberleit anging, sah es im allgemeinen ordentlich und sauber aus.
Unser Check-In war normal, weder freundlich noch unfreundlich. Der Herr an der Rezeption kam uns aber etwas entgegen und bot uns die Unterstellung unserer Motorräder (4 Stück) in der Tiefgarage an. Rein optisch war es eine Tiefgarage, die aber nicht dazu genutzt wurde, Autos darin zu parken. Es gäbe dort wohl auch nur Platz für 4 oder 5 Fahrzeuge. Es war ein reiner Abstellplatz von Kram und alten Möbeln ect. Wir waren darüber jedoch erfreut. Mußten wir doch unsere Maschinen nicht im Freien stehen lassen. Beschwerden wurden leider nur unfreundlich entgegen genommen, so auch unsere, da die Zimmer nicht über den extra gebuchten Seeblick verfügten. Wir wurden nur recht arrogant auf die Formulierung des Reiseangebotes durch den Veranstalter verwiesen. Da dieses Hotel komplett ausgebucht war (was wir gar nicht verstehen konnten), hatten wir auch keine Möglichkeit, ein anderes Zimmer zu beziehen. Über zusätzliche Serviceleistungen kann ich keine Angaben machen. Wir haben keine in Anspruch genommen. Jegliche Anfragen, die man an der Rezeption stellte, sei's über Infos oder andere Dinge, würde man mürrisch und arrogant abgefertigt. Irgendwie hatte man jederzeit das Gefühl, daß dem Personal jeder Handgriff und jede Frage zu viel war. Uns ist aber aufgefallen, daß Engländer freundlicher behandelt wurden. Wenigstens sprach man deutsch.
Das Hotel liegt ziemlich zentral (Ortsmitte) am Hang gelegen. Im Oberen Bereich leider direkt an der Hauptdurchgangsstraße und davon gibt es NUR eine. Es ist auf mehrere Gebäudebereiche aufgeteilt. Das Hotel besitzt 2 Pools, einer im Außen- und einer im Innenbereich. Die Poolanlagen waren nach unserem Augenschein gepflegt und sauber. Nur das Wasser war bissl arg kalt. Es gab zu unserer Zeit genügend Liegen, Beistelltische & Sonnenschirme und die dazu gehörigen Liegeflächen. Allerdings war es verboten, im Gäststättenbereich, ne Art Bistro, welcher sich aber direkt am Außenpool befand, eigene Getränke oder Speisen zu verzehren. Man ist in 3 Minuten am Strand vom Gardasee, welcher leider nur aus Kies besteht. Der See selbst ist sehr kalt und nicht zum Baden geeigenet, es sei denn, man mag es, bei 10 Grad kaltem Wasser schwimmen zu gehen. :-) Von da aus geht es direkt gleich in die Füßgängermeile, Fähranlegestelle oder auch Strandpromenade, auf der sich viele Geschäfte und verschiedene Lokale befinden. In vielen Lokalen spielen abends Alleinunterhalter. Da ist für jeden etwas dabei. Die Altstadt ist durchzogen von kleinen, schmalen Gäßchen mit netten Geschäften und man sagt, es sei die schönste Altstadt alle Orte am Gardasee, was ich, für meinen Geschmack, bestätigen kann. Da wir mit den Motorrädern angereist sind, kann ich zu Verkehrsanbindung, Flughafentranfer ect. nichts sagen. Das Hotel hat eigene Parkmöglichkeiten auf der anderen Straßenseite. Ausflugsmöglichkeiten werden ausreichend angeboten. Busreisen nach Mailand, Verona und Venedig oder umliegende Seen, wie den Ledrosee mit seinen berühmten Pfahlbauten. Es gibt natürlich auch Bootstouren oder Fahrten zu anderen Orten des Gardasees. Der Ort hat letztendlich ein Hotel neben dem anderem, aber durch die umfangreiche Vegetation bleiben sie doch recht getrennt von einander.
Beliebte Aktivitäten
- Sonstiges
Das Hotel hat 2 Pools: einer innen, einer außen. Den Pool im Innenbereich haben wir nur durch die Scheibe in Augenschein genommen. Er erschien uns gepflegt und ordentlich. Der Außenpool war sauber und das Rundherum ebenfalls. Nur das Wasser war sooooooo kalt... Lud also nicht zum Baden und planschen ein. Lediglich für eine Abkühlung, wenn es mal warm war. Da wir aber in unserem Anwesenheitszeitraum weniger gutes, warmes Wetter hatten, konnten wir eh den Pool nur einmal genießen. Sonstige Sportangebote sind uns nicht aufgefallen, aber wir hatten auch kein Interesse daran. Wir waren dorthin gekommen, um schöne Touren mit dem Motorrad zu fahren. Zu Kinder und deren Betreuung kann ich nichts sagen. Unter dem Hotel befindet sich ein Supermarkt, in dem man auch Kleidung und Schuhe und was man sonst noch so benötigt, erwerben konnte. Veranstaltungen im Hotel selbst fanden zu unserer Zeit nicht statt.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 1 Woche im Juni 2006 |
| Reisegrund: | Sonstige |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Brunhilde |
| Alter: | 36-40 |
| Bewertungen: | 2 |


