Es war eine gute Entscheidung, ins Kawama zu gehen. Wir haben bei unserer Erkundung von Varadero auch die Betonbauten am anderen Ende gesehen, vergleichbar mit Hotelburgen in Spanien oder der Türkei. Aufgefallen ist uns dabei, dass die Touristen dort nicht mit dem Bus weggekommen sind und auch kaum Taxis vor den Hotels standen. Varadero kann sich mit jedem Urlaubsort auf der Welt messen, es gibt schlechtere! Das Kawama besteht aus zweistöckigen Gebäuden und ist auch mit einer schönen Gartenanlage versehen. gleich nebenan ist ein Supermarkt, eine Bank und ein Postoffice (Pakete können aber nur in der Innenstadt verschickt werden). Ein Tipp zum Mietwagen: Unbedingt vorher Probefahren! Bei uns war die Kupplung im Ar... und wir sind in der Pampa stehen geblieben. Hier kam nur ca. aller 10 Minuten ein Auto vorbei. Der Verleiher ist nach ca. 3 Stunden zum Abschleppen erschienen, immerhin! Straßenschilder gibt es sporadisch aber nicht an jeder Abzweigung. Wir haben dann kubanische Tramper mitgenommen und kamen wesentlich besser vorwärts. Auf der Autobahn kreuzt auch gleich mal eine Eisenbahnlinie, unbeschrankt! Empfehlenswert ist die Zweitagestour nach Havanna und in den Westen (Pinar del Rio).
Die Zimmerreinigung war topp, wir haben das auch honoriert. Ein paar Schimmelspuren an den Wänden haben uns nicht weiter gestört. Die Klimaanlage funktionierte. Eigentlich hätten wir sie nicht benötigt, aber sie hat den Lärm der anderen Urlauber übertönt. wir waren in Zimmer 101, gleich neben der Lobbybar. Da kam es schon vor, dass Besoffene mal etwas lauter wurden oder in der Nacht um 3 anfingen, Gitarre zu spielen und zu singen. Die betten waren 1.20 * 2.00 m und davon gabs für jeden eins. Man kann Sie aber problemlos zusammenschieben. Die Handtücher wurde häufig, aber nicht jeden Tag gewechselt. Zum Verscheuchen der Mücken ist täglich ein Auto mit Gasvernebler durch Varadero gefahren. Trotzdem hatten wir Moskitos im Zimmer. Wir haben dann abends vorm Zubettgehen die Klimaanlage eingeschaltet, damit sich die Viecher verdrücken. Hinweis für die Frauen: Es gab nur 110 Volt, aber der deutsche Diffuser ging trotzdem. Im Fernsehen kam Deutsche Welle, aber meist englisch oder spanisch.
Die Kellner und Barkeeper freuen sich über ein paar Worte spanisch und ein Trinkgeld, das erhöht den Ruminhalt im Cuba libre. Kenai von der Restaurantterrasse war spitze! Ebenso der Barkeeper an der Strandbar. Er brachte Minzeblätter für den Mojito von zu Hause mit. Die Bar in der Lobby ist rund um die Uhr geöffnet. Manchmal gehen abends einige Getränke aus, aber nicht alle. Das Essen im Restaurant war i.O. Morgens gab es frische Brötchen, reichlich Obst, warme und kalte Speisen. Gleiches gilt für mittags und abends. Die Fleischspeisen bestanden aus Fisch, Shrimps(einmal), Schwein, Rind und Geflügel. Nicht alles war mit der deutschen Küche vergleichbar, aber wer will das schon. Wir haben auch alle exotischen Beilagen probiert. Mitunter wird auf der Terrasse gegrillt und Paella angeboten. Im hinteren Teil des Clubs gibt es ein zweites Restaurant, in dem wir jedoch nur einen Rundgang ums Buffet gemacht haben. Es erschien uns ungemütlicher, dafür sind weniger Touristen hier und Spezialitäten, wie Shrimps, reichen länger.
Wir haben niemanden erlebt, der unfreundlich war. An der Rezeption wird englisch und meist auch deutsch gesprochen. Mängel werden umgehend abgestellt.
In die Stadt läuft man ca. 25 Minuten. Zum nächsten Ort, Sante Marta (über die Brücke am Ortsanfang von Varadero), sind es ca. 20 Minuten. Dort ist am Wochenende Leben auf der Straße und in den Kneipen und Touristen sind kaum zu sehen. Der Bus durch Varadero kommt ca. alle 30 Minuten und kostet 5 Euro pro Tag, dafür kann man den ganzen Tag damit fahren und unterwegs aussteigen. Einmal Varadero und zurück dauert ca. 1 3/4 Stunde. Man sieht alles wichtige. Wer Lust hat, kann auch mit einem Moped die Insel erkunden. Direkt neben dem Hotel liegt eine Lagune. Dort sind an manchen Abenden Shrimpsfischer live zu erleben.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Die Animation war uns zu laut, zu grell. Wir waren nur einmal dort, haben sie aber jeden Abend an der Bar mitbekommen. Zeitiges Schlafengehen: aussichtslos. Die Disco war recht kalt, die Musik aber o.k. Ein Internetcafe gab es auch, aber hier wurde entweder gerade der Computer in Gang gebracht, weil er abgestürzt war oder es warteten bereits andere. Eine e-Mail soll 20 Minuten dauern, wir haben es dann doch nicht ausprobiert. Das Wasser hatte ziemlich hohe Wellen und z.T. Unterströmung. Mit Kindern ist hier Vorsicht geboten! Es waren auch kaum Kinder in dem Club. Einmal sind wir spontan mit dem Katamaran zum Schnorcheln gefahren für 15 Euro, ca. 2 1/2 Stunden. Man sieht viele Fische, die angefüttert werden und Fächerkorallen. Die Tauchschule ist gleich nebenan, fährt aber nur aller zwei Tage zum Tauchen raus, was wir wegen der aufgewühlten See dann gar nicht gemacht haben. Am Strand gibt es reichlich Sonne und Schatten, je nach Wunsch. Für die Liegen hatten wir von Deutschland eine Auflage mitgebracht, was auch angenehm war.

