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Angela, Thomas & Laura (41-45)
DeutschlandAus Deutschland
Verreist als Familie • Oktober 2008 • 1 Woche • Sonstige
Nettes, kleines Hotel abseits des Massentourismus
5,3 / 6

Allgemein

Es handelt sich um ein kleines, familiengeführtes Hotel mit wenigen Zimmern bzw. Studios. Zu unserer Reisezeit Anfang Oktober waren nur wenige Gäste da, so dass sich schnell eine familiäre und angenehme Atmosphäre ergab. Das einstöckige Gebäude selbst befindet sich in einem sehr guten, frisch renovierten Zustand. Es gibt eine hübsche, überdachte Terrasse für das Frühstück draußen und für die kühlere Jahreszeit einen Frühstücksraum im Inneren des Hauses. Wie schon gesagt, ist ein Mietwagen unabdingbar, wenn man die Insel erkunden möchte. Der Mietwagenpreis, der uns von der Reisebürofrau vorgeschlagen wurde, war für die Nachsaison, gelinde gesagt, eine Frechheit. Wir buchten dann für weniger als die Hälfte ein Auto im Nachbarort Messonghi. Empfehlenswert ist es, einen sehr kleinen Wagen zu nehmen, da die Dorf- und Bergstraßen auf Korfu extrem eng sein können. Es gibt auf Korfu nur wenige Wegweiser und diese sind häufig auch noch sehr ungünstig angebracht. So weiß man häufig trotz Karte nicht, wo man sich eigentlich befindet. Aber keine Sorge: Sie sind schließlich im Urlaub und nicht auf der Flucht! Außerdem ist Korfu eine Insel und man kommt immer irgendwo an der Küste raus ;o) Besonders tolle Ausflugsziele sind der Pantokrator und der "Thron des Kaisers" in Pelekas. Man genieß dort phantastische Ausblicke über die ganze Insel. Anfang Oktober gab es noch relativ viele Wespen. Jedoch waren diese sehr friedlich und man musste keine Angst haben.


Zimmer
  • Gut
  • Die Ausstattung unseres Zimmers war sehr gut: Die Möbel waren neu und modern, es gab ausreichend Schränke und Kleiderbügel. Die Betten waren griechenlandtypisch: relativ hart, kleine, feste Kopfkissen sowie Laken mit dicker Decke darüber. Zu Beginn hatte wir im Doppelbett ein gemeinsames Laken und eine riesige Decke. Nach der ersten Nacht des Kampfes um Laken und Decke wurde unserer Bitte nach getrennten Laken/Decke ohne Probleme entsprochen. Zum Zimmer gehörte ein kleiner Balkon, der durch eine zweiflüglige Tur zu erreichen war. Besonders positiv: Es war ein Insektenschutzrollo installiert, so dass man die Tür geöffnet lassen konnte, ohne eine Mücken- bzw. Wespeninvasion zu riskieren. Das Zimmer verfügte weiterhin über einen neuen Kühlschrank sowie über TV (RTL, ZDF sowie einige griechische Sender). Da unser Zimmer ein s. g. Studio war, gab es zudem eine Küchenzeile mit Wasserkocher, Doppelkochplatte, Dunstabzugshaube sowie Geschirr und Besteck. Das Bad war eines der neuesten, ordentlichsten und saubersten, welches wir bisher in Griechenland benutzen durften. Der Wasserdruck war sehr gut, die Dusche ausreichend groß und selbst die in GR übliche Überschwemmung nach dem Duschen hielt sich in Grenzen. Unser Bad hatte einen eigenen großen Boiler, der vor dem Duschen anzuschalten war. Somit war warmes bzw. heißes Wasser in ausreichender Menge auch für mehrere Personen vorhanden. Als einzigen Negativpunkt muss ich leider hinzufügen, dass unser Zimmer, die Nr. 1, direkt an der Straße lag und hier der Verkehrsläm am frühen Morgen recht störend war. Ich selbst schlief trotzdem gut, mein Mann und meine Tochter wurden jedoch täglich ziemlich zeitig aus dem Schlaf gerissen.


    Restaurant & Bars
  • Sehr gut
  • Das Frühstück, welches bereits an anderer Stelle sehr gut beschrieben wurde, wird auf der Terrasse bzw. im Frühstücksraum serviert. Es ist kein Problem, einige eigene Sache mitzubringen, wie z. B. Nutella oder Käse. Hinzufügen möchte ich noch, dass das Brot stets frisch war. Unsere Buchung umfasste Halbpension und beim Einchecken wurden wir gefragt, ob es ok wäre, wenn wir dies in der Taverne Boukari Beach einnehmen würden. Gegen einen kleinen, zehnminütigen Abendspaziergang am Meer entlang ist absolut nichts einzuwenden, und so fanden wir uns allabendlich gegen halb 8 in der Taverne ein. Bei warmem Wetter sitzt man hier sehr schön direkt am Meer und genießt die wundervolle Aussicht. Das Essen selbst entsprach absolut unseren Erwartungen, war sehr wohlschmeckend und völlig ausreichend. Zu Beginn gab es stets einen großen Bauernsalat mit viel Käse sowie einer Vorspeise (Tzaziki, Käsesalat oder Auberginensalat) und frischem Weißbrot. Als Hauptgericht gab es entweder ein Fisch- oder ein Fleischgericht (z. B. gebratener Fisch, Suvlaki, Lamm, Hähnchenkeulen, Pastitio). Als Beilage gab es (Ofen-)Kartoffeln, Spaghetti oder Pommes Frittes. Nach dem Hauptgericht wurde in typisch griechischer Art Obst (Weintrauben, Nektarinen, Melone, Birne) gereicht. Die Getränke beim Abendessen waren extra zu zahlen. Zu empfehlen ist hier der (weiße) Hauswein, welcher gut schmeckt und preislich günstig ist. Die Atmosphäre während des Essens war sehr angenehm. Vater Vlachopoulos machte seinen Rundgang zu allen Tischen und erkundigte sich auf Englisch, ob alles ok wäre. Kostas betreute hauptsächlich die Hotel- bzw. die deutschsprachigen Gäste. Nach dem Essen setzte er sich gern noch auf einen kleinen, netten Schwatz zu seinen Gästen. Man erfuhr etwas über den Alltag der Einheimischen, konnte "Urlauberfragen" stellen und es wurde allgemein viel gelacht. Vielleicht liegt hier auch der Grund, warum sich Hotelgäste, die die Abende nicht in der Taverne verbrachten, möglicherweise etwas ausgegrenzt fühlten: Es fehlte einfach der persönliche Bezug, der abends aufgebaut wurde.


    Service
  • Sehr gut
  • Bei unsere Ankunft wurden wir von Kostas empfangen, einem Sohn der Besitzerfamilie. Er spricht ausgezeichnet deutsch und drückte uns sogleich die Visitenkarte des Hotels in die Hand, wies auf die Telefonnummer hin und meinte, wir könnten immer anrufen, auch von unterwegs, wenn es mal Probleme gibt. Diese Freundlichkeit und Unkompliziertheit zog sich durch unseren gesamten Aufenthalt, wobei man auch sagen muss, dass Kostas so seine eigene Art hat. Man muss auch mal einen Spaß verstehen und ein bisschen locker darauf antworten können, dann fühlt man sich schnell heimisch und gut aufgehoben. Unsere Fragen wurden gern beantwortet und kleinere "Sonderwünsche" (Extradecke fürs Bett) ohne Probleme erfüllt. Die Reinigung des Zimmers war sehr gründlich. Chlorgeruch bemerkten wir nicht. Lediglich bezüglich des Verfahrens mit feuchten, gebrauchten Handtüchern hatte die Zimmerfrau offenbar ihre eigenen Vorstellungen: Diese wurden aus dem Bad entfernt und zusammengelegt auf den Betten deponiert. Da die Handtücher alle weiß sind, wussten wir dann natürlich nicht mehr, welches Handtuch wem gehörte. Wir haben schließlich auf dem Balkon eine Schnur gespannt und die Handtücher dort aufgehängt. Mit dieser Lösung konnte die Zimmerfrau offenbar auch leben und es gab keine Verwirrung mehr ;o) Am Abreisetag brachte Kostas seine Gäste zum Bus und verabschiedete jeden einzelnen persönlich mit Händedruck und einem guten Wunsch für die Zukunft. Diese herzliche Geste wird uns in guter Erinnerung bleiben, ebenso wie der ganze Aufenthalt in diesem netten kleinen Hotel.


    Lage & Umgebung
  • Gut
  • Das Hotel liegt als rechteckiges Gebäude mit der schmalen Seite zu einer kleinen Straße, von der besonders in den frühen Morgenstunden Verkehrslärm die an dieser Seite liegenden Zimmer erreicht. Der Meerblick, den die Bewohner der ersten Etage haben könnten, wird, wie schon erwähnt, größtenteils durch die Bäume des davorliegenden Grundstücks versperrt. Immerhin kann man das Meer nachts rauschen hören ;o) Parkmöglichkeiten für Mietwagen sind direkt am Hotel ausreichend vorhanden. Zum kleinen Hafen von Boukari sind es nur wenige Schritte die Straße hinunter. Ein kleiner Supermarkt, die einzige Einkaufsmöglichkeit vor Ort, liegt direkt gegenüber auf der anderen Straßenseite. Damit ist auch schon darauf hingewiesen, dass Boukari glücklicherweise noch meilenweit davon entfernt ist, den ruhesuchenden Gast mit einem Überangebot touristischer Infrastruktur zu belästigen. Es gibt keine Souvenirshops, keine Bars und schon gar keine Disko. Dafür findet man hübsche Tarvernen direkt am Meer, einen kleinen malerischen Hafen und ein landschaftliches Panorama, an dem wir uns auch nach einer Woche nicht satt gesehen hatten. Weitere Einkaufsmöglichkeiten für Lebensmittel und Andenken, eine Apotheke und einen Bankautomaten findet man in Messonghi, welches mit dem Auto in etwa 5 min zu erreichen ist. Der Transfer vom Flughafen dauert, je nach Zwischenstops, ca. 45 min und bietet schon eine erste Möglichkeit, einen Eindruck von einigen touristisch stark erschlossen Orten Korfus zu bekommen. Zur Erkundung Korfus mit dem Mietwagen ist Boukari sehr gut geeigent. Man erreicht den Süden der Insel und die schönen Strände an der Westseite sehr schnell und ist in ca. 30 - 45 min in der Inselhauptstadt Kerkyra. Gemütliche Tagesausflüge bieten sich in den den Norden und auf den Pantokrator, den höchsten Berg Korfus, an.


    Aktivitäten

    Beliebte Aktivitäten

    • Sonstiges

    Zum Hotel gehört eine kleine Rasenfläche mit einigen Sonnenliegen. Hier könnte unserer Meinung nach noch aufgewertet werden, z. B. mit einem kleinen Spielplatz oder einem Pool bzw. Planschbecken für Kinder. Es muss jedoch betont werden, dass dieses Hotel hauptsächlich Gäste beherbergt, welche Wert darauf legen, ihre Zeit selbst und individuell zu gestalten und auch viel unterwegs sind. Wir haben in dieser Hinsicht jedenfalls nichts vermisst.


    Preis-Leistung
  • Sehr gut

  • Infos zur Reise
    Verreist als:Familie
    Dauer:1 Woche im Oktober 2008
    Reisegrund:Sonstige
    Infos zum Bewerter
    Vorname:Angela, Thomas & Laura
    Alter:41-45
    Bewertungen:1