Das Hotel ist ein riesiger Betonkomplex mit über 400 Zimmer, die auf drei Häuser verteilt sind mit je 7 Etagen, glaube ich. Es ist von außen furchtbar trist und kalt, man kommt sich wie in einem Hühnerkäfig vor - Massenabfertigung ist das erste, was man denkt. Die Bausubstanz ist alt, wir haben jedoch keine Bauschäden gesehen. Aber es roch immer irgendwie feucht, muffig. Und der Fahrstuhl ist winzig und wenig einladend. Die drei Gebäude sind miteinander verbunden, so dass man bei schlechtem Wetter innerhalb der Gebäude - über lange FLure und viele Treppen hoch und runter - den Weg zu Haus 1, wo sich Restaurants und Pool/Saunabereich usw. befinden, gehen kann. Sehr mühsam! Ein Vorteil, der für uns mit zur Entscheidung beigetragen hat, ist, dass jedes Zimmer einen Balkon hat. Aber der ist wirklich minimalst ausgestattet: zwei Plastikstühle, eine Plastikliege, fertig. Und da es am ersten Tag einen heftigen Regen gab, stand das Wasser die folgenden drei Tage auf dem Beton des Balkons, so dass ein Benutzen sehr eingeschränkt war. Die Gästestruktur: Nun, wir haben wenig junge Leute getroffen, eher so ab unserem Alter und älter; aber auch einige Kinder, die sich im Poolbereich bestimmt wohlgefühlt haben. Insgesamt fand ich es dann doch relativ okay für diese drei Tage. Auch das Zimmer hat irgendwann - nachdem wir dort unsere Sachen "verteilt" hatten - gemütlicher ausgesehen, aber für einen längeren Aufenthalt oder wenn man sich viel im Zimmer aufhalten möchte, einfach um Ruhe zu haben, würde ich dieses Hotel nicht empfehlen. Wer nicht jedes Getränk teuer bezahlen möchte, dem kann ich nur empfehlen, den Kühlschrank selbst aufzufüllen, also genug Getränke und Obst einzukaufen und evtl. einen Wasserkocher für Tee oder Instandtkaffee mitzunehmen. Auch an ein Obstmesser oder einen Teelöffel muss man denken, ist nicht vorhanden dort.
Die Zimmer gibt es in zwei Kategorien: Standard- (Haus 2 und 3) und Classic-Zimmer , die in Haus 1 liegen, sich nur unwesentlich voneinander unterscheiden (beide geräumig groß) und kein Gefühl von Komfort oder gar Luxus aufkommen lassen: Zwei Betten zum Doppelbett zustammengestellt, eine kleine kurze Couch und ein Sessel, ein Tisch und eine Art Schreibtischkommode mit kleinem Fernseher drauf (bei Classic-Zimmern größerer Fernseher und auch CD-Player). Es gibt eine kleine Diele mit großem Schrank (Achtung, dort liegen die Kissen für die Balkonmöbel!) und Kühlschrank. Teppichboden in Graublau und Wände in Ockertönen waren angenehm. Unser Standardzimmer hatte außerdem eine Miniküche, ob das jedes hat, weiß ich nicht. Der Schrank mit dem Geschirr ist abgeschlossen und wird nur zur Verfügung gestellt, wenn man es als Appartement bucht. Es gibt eine Minisitzecke (als Appartement würde man da mehr erwarten) und auch die Spüle kann man benutzen, d. h. wenn man z. B. einen Wasserkocher mitbringt, kann man Tee kochen. Die Minibar wird nur beim Classiczimmer täglich nachgefüllt (und enthält 2 Flaschen Bier, eine Flasche Wein und Säfte - ist das 17 € mehr wert?) Das Bad (ohne Fenster) hat eine Badewanne mit Duschvorhang und einen großen Spiegel, keinen Föhn und meines Wissens keinen Abzug. Die Handtücher sind sehr klein und sehr dünn und es wird getauscht, wenn man es auf den Boden wirft. Kein Problem: Auf Wunsch kann man mehr Handtücher haben, man muss es halt sagen und warten, bis jemand Zeit hat, sie zu bringen. Problem: Die Dame, die das Zimmer saubermacht, kam bei uns erst nachmittags nach 16 Uhr, weil eben auch da offenbar an Personal gespart wird. Aber es war dann wirklich sauber. Telefon ist im Zimmer, Preise hoch: 01805er-Nummer (aktuell 14, 9 € pro Minute), aber jeder hat ja ein Handy heutzutage und man ist erreichbar ;o) Es gibt ein Schließfach für die Sachen, die man sicherheitshalber wegschließen möchte.
Man kann Frühstiück und Halbpension buchen (oder Appartements). Ab 7 Uhr gibt es Frühstück (ich weiß nicht mehr bis wann) und ab 18 Uhr Abendessen, beides als Büffet. Das Frühstücksbüffet fand ich reichhaltig genug, aber die dunklen Brötchen waren schnell ausgesucht und es blieben halt die hellen Billigbrötchen für Spätaufsteher. Es gab sehr wenig frisches Obst und das Müsli war auch die Billigvariante: Flocken mit sehr wenig Trockenfrüchteanteil, unter die man Sonnenblumenkerne, Sesam. Cornflakes o. ä. mischen konnte. Kein Frischkornmüsli! Kaffee steht auf dem Tisch, Tees oder Säfte (nicht frisch gepresst) kann man sich holen, heiße Schokolade o. ä. gab es nicht. Das Essenangebot am Abend war noch schlechter. Wir hatten einen Themenabend: Pech, wenn jemand kein Bayrisches Essen mag, es gab keine Alternative zu zwei Knödelsorten und drei mal Schwein. Am Freitag war es Fisch - und auch hier nur einen Schinken als Alternative, als Beilage nur ein Gemüse-Nudel-Auflauf. Zu wenig Auswahl! Ich persönlich war schnell satt und hab auch nichts wirklich vermisst, aber Vegetarier haben wirklich Pech: kein einziges vegetarisches Angebot und wenn man alle tierischen Produkte weglassen muss, bleibt kaum eine Alternative. Die Soßen haben sehr nach Fertigsoßen geschmeckt, auch sonst geschmacklich mittelmäßig. Man wird halt satt. Es gab sehr wenig Salatauswahl und diese waren sehr kalt. Das Essen also sehr begrenzt in der Auswahl - natürlich kann man im Nachbarrestaurant a la Carte essen, aber man hat ja Halbpension gebucht! Es gab auch Desserts und auch da war wenig Auswahl: Selten ein Kuchen dabei, niemals ein Eis, meist einfache Cremes, die sich in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen darboten, aber relativ gleich geschmeckt haben. Alle Getränke zum Essen muss man zahlen (Super wäre, wenn man einach eine Kanne Wasser auf den Tisch stellen würde, das würde ich unter Service verstehen, aber dann verdient man ja nicht mehr an den teuren Getränken!) Und das Hotel verlangt von seinen Hausgästen mehr für ein Getränk als man in Bad Kissingen an der Kurpromenade zahlt! Beispiel: 0, 3 l Flaschenbier für 2, 80 €, fast genauso teuer ein normales Wasser. Positiv: Wir konnten uns die Getränke aufs Zimmer schreiben lassen. Das Personal war freundlich, aber beim Frühstück war kaum genug da, so dass sich die Teller stapelten, während abends (wo man mit Getränken verdienen kann) oft jemand an den Tisch kam und übereifrig uns den Teler schon incl. Besteck wegzog, auch wenn man noch gar nicht fertig war.
Wir kamen an, haben den Schlüssel bekommen und waren uns selbst überlassen. Das Zimmer war sehr anonym und wirkte kalt mit seinen einfachen Standardmöbeln und wir wollten eigentlich gleich wieder gehen ... Ein Tipp an die Hotelleitung: Warum nicht ein kleiner persönlicher Willkommensgruß, z. B. eine Schokolade aufs Kopfkissen oder ein paar Blümchen? Oder einen Obstkorb auch bei den Standardzimmern? Selbst den kleinen Lageplan muss man noch kaufen (20 Cent, kein Kostenfaktor, aber besucherunfreundliches Prinzip)! Bei Fragen und Problemen waren aber alle professionell nett.
Das Hotel liegt über der Stadt sehr ruhig. D. h. da gibt es in der Umgebung auch nichts weiter als eine Kurklinik und eine Burgruine, die man in 10 min Fußweg erreichen kann. Wer gut zu Fuß ist, kann den steieln Weg in die Stadt hinunter in 30 min gehen; sehr anstrengend wird der Weg bergauf zum Hotel nachher. Eine Taxifahrt von der Stadt zum Hotel kostet knapp 10 €, der Stadtbus istfür Gäste kostenlos; man bedenke aber, dass samstags und sonntags nach 14 Uhr NICHTS mehr fährt.
Beliebte Aktivitäten
- Wellness
- Sport
Die Poolanlage ist nicht schlecht, es gibt auch ein kleines Außenbecken. Aber wenn das Hotel besser gebucht ist als derzeit, treten sich die Leute bestimmt auf die Füße. Man kann nirgends richtig schwimmen, der Gesamtbereich ist fürs Planschen gedacht - Kinder haben ihre Freude daran. es gibt einen Saunagarten mit 3 (oder 4?) verschiedenen Saunen und auch da einen Außenbereich mit Liegen. Schade finde ich, dass ein 4-Sterne-Wellness-Hotel seine Gäste für die Saunabenutzung und die Bademäntel zahlen lässt, das wäre kein großer Kostenfaktor und käme super an. Also: Ein Saunabesuch von 3 Std. kostet 5 €, ebenso der Bademantel für den Gesamtaufenthalt. Tipp: Bademantel mitbringen! (Und noch eine Info: Der Chip für die Sauna lässt sich auch mehrfach nutzen (wussten wir nur nicht vorher) und kann sowohl oben am Eingang der Poolanlage wie auch an der Rezeption wieder abgegeben werden. Es wird einmal täglich Aqua-Aerobic angeboten, die macht der Bademeister, der zu anderen Zeiten Getränke am Pool verkauft (!) Das Tanzcafe (Piazetta) sag nett aus und man hat einen schönen Blick auf die Poollandschaft, aber beim Tanzen hat man Durst und da fließt das Geld für Getränke, die hier nochmal teurer sind. Einen Internetzugang hätte ich gerne genutzt, aber ich hätte danach fragen müssen - das gehört nicht zur Vorabinfo.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 1-3 Tage im Mai 2009 |
| Reisegrund: | Wandern und Wellness |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Abbas |
| Alter: | 46-50 |
| Bewertungen: | 1 |


