Steht man vor dem Hotel triftt einen erstmal der Schlag. Die Architektur ist aus den 70er Jahren, was durch den beige-braunen Anstrich auch noch betont wird. Die Rezeption ist ein viereckiger Kasten, der allerdings innen gemütlich eingerichtet ist. Vom Haupthaus aus, das an Sich eine Katastrophe darstellt führt ein Weg durch die Anlage, von dem sich links und rechts die Bungalows abzweigen. Auf diesem Weg empfängt einen eine sehr schön angelegte, gepflegte und weiträumige Gartenanlage. Das Restaurant des Hotels ist überdacht, man sitzt im Freien und hat einen wunderschönen Blick auf das Meer (gemütliche Stühle). Der Innenbereich ist renoviert und sehr modern und geschmackvoll eingerichtet. Zum Hotel gehören zwei Tavernen, die am Strand liegen und zu kleinen Snacks einladen. Die Fischtaverne ist nur mittags geöffnet. Es halten sich überwiegend Schweizer, Italiener, Deutsche und Russen in diesem Hotel auf. Vom Alter her ist alles vertreten, von jung bis alt, wobei die ältere Generation überwiegt. Dieses Hotel ist absolut nicht familienfreundlich und auch gar nicht von der Struktur her auf Familien ausgerichtet (siehe Unterhaltung) Das Hotel ist ein guter Ausganspunkt für Ausflüge. Die Orte Malia und Stalis sind Geschmackssache, vermitteln aber in keinster Weise griechisches Flair. Wer auf Animation/Unterhaltung im Hotel keinen Wert legt, ist hier bestens aufgehoben. Für Familien ist zwar der Strand ideal, aber das Hotel ist auf Kinder in keinster Weise ausgerichtet. Das Preis-Leistungsverhältnis des Hotels stimmt absolut nicht. Wie die Veranstalter die Preise bei Zimmern im Haupthaus und den nicht-renovierten Bungalows rechtfertigen, wird mir weiterhin ein absolutes Rätsel bleiben. Aber auch insgesamt muss im Bereich Service und Gastronomie noch schwer daran gearbeitet werden um ein Vier-Sterne Niveau zu erreichen. Durch die Arroganz, die teilweise ausgestrahlt wird, bleibt einem nichts anderes übrig, als dieses Hotel als "Vier-Sterne-Möchtegern-Hotel zu bezeichnen, denn der Weg zu realistischen vier Sternen ist meiner Meinung nach noch weit!!!
Wie bereits oben beschrieben, sind das Haupthaus und dessen Zimmer eine einzige Katastrophe. Die Bungalows sind überwiegend renoviert, jedoch nicht die erste Reihe im alten Teil (ab Zimmer 317). Wir waren im Bungalow Nr. 319 und nur der super Blick auf Meer und Garten hielt uns davon ab uns zu beschweren. Die Einrichtung ist spartanisch und hat mit einem Vier-Sterne-Hotel absolut nichts zu tun. Die Matrazen sind so durchgelegen, dass ich am nächsten Tag von schlimmen Rückenschmerzen geplagt wurde. Auch die Armaturen im Bad sind uralt und die Ecken im Bad schimmlig. Der Bungalow war für den Preis, den wir gezahlt hatten eine absolute Katastrophe. Die renovierten Bungalows sind sehr geschmackvoll eingerichtet, wobei es einem von der Lage her passieren kann, dass man direkt auf den nächsten Bungalow blickt und weder von Garten noch vom Meer was hat. Über die Seafront Bungalows kann ich nichts berichten, da ich diese nicht gesehen habe. Nur, dass diese rechts etwas abseits vom Hotel liegen und somit die Gartenanlage von daher nicht genossen werden kann. Es befindet sich nur ein Grünstreifen davor und dann kommt gleich der Strand, was den Nachteil hat, dass diese von Spaziergängern am Strand eingesehen werden können. Insgesamt muss man sagen, ob renoviert oder nicht, die Bungalows sind nicht sehr geräumig, denn diese wurden mehr oder weniger nur ausgehöhlt, aber von der Größe her wurde nichts geändert. Wer also in seinem Zimmer Wert auf Platz legt ist in diesem Hotel völlig fehl am Platz.
Das Hotel hat ein Hauptrestaurant, zwei Tavernen und eine Fischtaverne. Die Tavernen bieten nur kleine Speisen (überwiegend Fastfood) an, die man essen kann, einen aber nicht umhauen. Die Fischtaverne hat nur mittags geöffnet und bietet das gleiche Essen wie das Hotel an. Das Frühstück ist absolut in Ordnung. Von verschiedenen Brotsorten, Wurst, Käse, verschiedene Eier über Obst und Kuchen ist alles vertreten. Was uns sehr gut gefallen hat, war, dass es Frühstück bis 10 Uhr gab, aber sämtliche Platten auch noch um kurz vor zehn aufgefüllt wurden. Beim Abendessen gab es ein Vorspeisenbuffet, die Hauptspeise wurde serviert (Fisch, Fleisch oder kalt) und ein Nachspeisenbuffet (Süßes und Käse). Die Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden, aber die Hauptspeise ließen wir nach dem zweiten Tag weg. Ob Fisch oder Fleisch, beides war trocken, geschmacklos, nicht identifizierbar und auch die Portionen waren sehr klein (für die, die wirklich Hunger haben). Gott sei Dank konnte man sich beim Vorspeisen- und Nachspeisenbuffet doch immer wieder etwas finden. Insgesamt muss man jedoch auf kulinarische Genüsse verzichten. Dies gilt auch für den Barbecue-Abend, der immer freitags stattfindet. Auch wenn die Auswahl größer war, wurde so ziemlich alles totgegrillt. Der Küchenstil kann somit nicht eindeutig festgelegt werden. Auch die Weine ließen vom Geschmack her, sehr zu wünschen übrig. Einmal hatten wir das Abendessen gegen Mittagessen getauscht, was absolut nicht zu empfehlen ist. Zur Vorspeise hatte man Suppe oder Salat zur Auswahl, Hauptspeise wie gehabt Fisch oder Fleisch und als Nachspeise ausschließlich Obst. Wie bereits beschrieben, war die Hauptspeise nicht zu genießen. Daher würde ich auch nicht den Besuch der Tischtaverne empfehlen, da diese mit der Küche des Hauptrestaurants mitläuft.
Der Service im Hotel war äußerst durchwachsen und wechselte tagesbedingt. Die Damen von der Rezeption waren nur beim Check In freundlich, aber danach meistens völlig genervt, da auch viele Urlauber innerhalb des Hotels umbuchen wollten. Nicht verwunderlich (siehe Zimmer) Gute Deutsch und Englischkenntnisse sind vorhanden. Der Service im Restaurant wechselte von Tag zu Tag. Das Personal war sehr launisch und auch wenige konnten Deutsch oder Englisch. In den Tavernen wurde man nicht wirklich freundlichst bedient. Das Besteck wurde einem mehr oder weniger auf den Tisch geworfen. Die Zimmerreinigung ließ absolut zu wünschen übrig, obwohl wir die ersten Tage ein Trinkgeld hinterließen.Aufgrund der Größe des Zimmers wußten wir nicht, wo wir unsere Koffer unterbringen sollten und stellten diese dann letztendlich hinter die Tür. Dort wäre innerhalb von 10 Tagen nicht geputzt worden, wenn wir die Koffer nicht in die Mitte des Zimmers gestellt hätten. Und auch sonst wurde sehr sehr oberflächlich geputzt (Sand auf dem Boden) Der Service der Rezeption an unserem letzten Tag war eine absolute Frechheit. Wir hatten unseren Transfer erst um 18.40 Uhr und so ging ich zur Rezeption und fragte dort nach, ob wir unser Gepäck irgendwo unterstellen könnten und eine Möglichkeit bekämen zu duschen. Mit der Aussage sie seien ausgebucht, drehte sich die zuständige Dame um und ließ uns stehen. Es war dann auch nichts mehr zu machen. Wir kampierten mehr oder weniger im Garten des Hotels (für das wir auch noch blöd angeschaut wurden) und duschten uns bei den Strandduschen. Kein schöner Abschluss!
Das Hotel liegt an der vielbefahrenen Straße zwischen Malia und Stalis. Die Transferzeit vom Flughafen dauert je nachdem ca. 30 Minuten. In der direkten Hotelumgebung gibt es einige Supermärkte, die jedoch preislich locker dem deutschen Niveau entsprechen. Bewegt man sich in Richtung Malia und trifft dort auf die Hauptmeile, muss man feststellen, dass der Ballermann auf Mallorca dagegen gar nichts ist. Mit knappesten Miniröcken bestückt, werden hier die Engländerinnen in Bars und Diskos gekarrt. Dementsprechend gestaltet sich auch die Lautstärke. Wer etwas äußerst niveauloses sehen möchte, kann sich in Mali auslassen. Geht man in Richtung Stalis, wird es ein bisschen ruhiger, bleibt jedoch trotzdem äußerst touristisch. Zusammengefasst kann man hier sagen, dass derejenige, der etwas ursprünglich griechisches sucht, hier völlig fehl am Platz ist. Zu empfehlen ist, sich in eine der vielen Seitenstrassen zu begeben. Die Taverne "Hellas" in Richtung Stalis bringt z. B. typisch griechische Gerichte zu guten Preisen.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Der Strand ist absolut schön. Strandliegen sind inclusive und auch nicht zu eng zusammengestellt, so daß man wirklich Platz hat. Bekommt man keine Liege, weil wie so oft erwähnt, die 6 Uhr-Frühaufsteher-Strandliegen-mit Handtuch-Besetzer lustig unterwegs waren (ist wirklich so!!!), kann man im Hotel nachfragen und bekommt auch in der Regel dann eine Liege. Das Wasser ist supersauber und obwohl wir Sturm hatten, waren keine Algen im Wasser. Nur das Nachbarhotel "Ikarus Village" war davon betroffen. Der Gang ins Wasser ist anfangs sehr seicht und fällt erst nach einigen Metern ab. Am Strand kann man sich Jetski oder ähnliches ausleihen, kann aber wegen Nicht-Nutzung keine Angaben hierzu machen. Zusammen mit dem Hotel "Ikarus Village" kann am Strand Volleyball gespielt werden. Der große Pool ist sehr gepflegt und auch der Gartenbereich für die Liegen lässt nichts zu wünschen übrig. Für Kinder gibt es einen Kinderpool, der jedoch nur einmal die Woche gereinigt wird. An Unterhaltung oder Animation, ob untertags oder Abends, gab es im Hotel werder für Erwachsene noch für Kinder etwas. Da wir darauf überhaupt keinen Wert legen, war dies für uns ein absoluter Genuss. Möchte man Animation, kann man sich Abends an die Bar des "Ikarus Village", die über den Strand erreichbar ist, begeben. Ich möchte hier nochmals betonen, dass hier keine Familienfreundlichkeit zu finden ist!!!
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 1 Woche im September 2006 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Astrid |
| Alter: | 31-35 |
| Bewertungen: | 2 |


