- Preis-Leistungs-VerhältnisEher gut
Das Hotel besteht aus einer weitläufigen Hotelanlage mit sehr schöner Vegetation. Das Haupthaus, in dem sich die Eingangshalle mit Rezeptionen, Concierge, Businesscenter und das Hauptrestaurant befindet, ist nach allen Seiten hin offen. Die Einrichtung ist sehr ansprechend, asiatisch angehaucht. Das Hotel legt großen Wert auf Sauberkeit. Alles blitzte und blinkte. Auch wenn immer wieder Vögel hindurch flogen, so haben wir wirklich kein einziges Mal Vogeldreck gesehen. Das Hotel strahlt eine ungemeine Ruhe aus, was durch die im Hintergrund dezent gespielte Meditationsmusik unterstützt wird. Hier kann man so richtig seine Seele baumeln lassen. Die nicht einmal ganz 200 Hotelzimmer befinden sich in 2stöckigen Gebäuden. Wir haben die Tour in den Südwesten unter Reiseleitung gebucht. Auf dieser Fahrt hat man sehr viel von der Insel sehen können. Besonders schön fanden wir den Wasserfall in Chamarel, die 7-farbige Erde sowie das Kolonialhaus, in dem wir Tee, Säfte zu uns nehmen durften. Die Handyerreichbarkeit ist sehr gut. Die Gebühren nach Deutschland sind allerdings sehr hoch. Wir haben einmal 2 Minuten und 15 Sekunden telefoniert. Dieses Gespräch nach Deutschland hat € 10,76 gekostet. Wenn man wirklich telefonieren muss, dass sollte man vom Hotel aus telefonieren. Das ist zwar nicht billig, aber in jedem Fall günstiger als mit dem Handy.
Wir hatten ein Superior-Zimmer, das unserer Meinung nach vollkommen ausgereicht hat. Es war etwa 30 qm groß und zum Bad hin offen. Die verhältnismäßig große Badewanne stellte die Abtrennung zwischen Bad und Zimmer dar. Als Sichtschutz hätte man zwar Rollos aus Bast herunterlassen können, allerdings hat uns diese Offenheit und die Großzügigkeit, die hierdurch entstand, sehr gut gefallen. Sehr bequem war auch die Dusche, die so groß war, dass man unproblematisch zu zweit hätte duschen können. Die Matratze des Betts war sehr bequem, alles andere als durchgelegen. Die im Zimmer vorhandene Klimaanlage konnte selbst bedient werden. Ansonsten gibt es im Zimmer ein kleines Sofa, ein Schreibtisch, der Utensilien wie Adapter und Wasserkocher verstaut, Minibar und natürlich einen Fernseher. Die Preise der Minibar sind ziemlich gepfeffert. Da empfehlen wir, in Grand Gaube bei den Einheimischen einkaufen zu gehen. Die Getränke sind hier um ein Vielfaches günstiger. Dies wird vom Hotel auch ohne Weiteres geduldet. Wer hofft, im Hotel deutsches Fernsehen zu empfangen, den müssen wir leider enttäuschen. Es gibt ausschließlich englische und französische Programme. Wer dieser Sprachen aber mächtig ist, kommt mit 3 zusätzlichen DVD-Kanälen, auf denen zu bestimmten Zeiten relativ aktuelle Spielfilme gezeigt werden, auf seine Kosten (jeweils mit franz. bzw. engl. Untertitel).
Das Hotel hatte 4 Restaurants. Das Hauptrestaurant, ein italienisches Restaurant (war nur zum Mittagessen geöffnet), ein "à-la-carte"- Restaurant sowie ein Grillrestaurant (das aber auch nur mittags geöffnet hatte). Abends haben wir ausschließlich im Hauptrestaurant gegessen. Wir haben in noch keinem Hotel so gut gegessen wir hier. Wir kamen uns vor, als würden wir in einem Sterne-Restaurant essen. Es wurde abwechselnd Buffet oder Menü angeboten. Das Buffet war sehr reichhaltig. Da man alles ausprobieren wollten und das Essen so gut war, wurden die Teller von uns entsprechend gehäuft. Wir kugelten uns danach oftmals aufs Zimmer. Insofern war es gut, wenn es am darauffolgenden Tag "nur" ein 4-Gänge-Menü gab. Die Portionen waren da dann doch wesentlich überschaubarer, aber dennoch vollkommen ausreichend. Vor allem die Art und Weise, wie die Gerichte angerichtet waren, war schon ein Gedicht. Wenn einem ein Gang besonders gut geschmeckt hat, hat man sogar noch eine weitere Portion bekommen. Auch wenn das jetzt so klingt, als hätte bei uns die ablsolute Völlerei stattgefunden, so haben wir doch kein Gramm zugenommen. Das lag wohl an der doch sehr leichten Küche und dem vielen Sport. :-) Montags gibt es übrigens immer ein Galadiner ( 5-, anstatt 4-Gänge-Menü). Hier werden die Stühle sogar mit Hussen überzogen. Sonntags gibt es ein Asia-Buffet. Auch hier werden die Stühle mit roten und weißen Husen überzogen, auf denen das Ying-Yang-Zeichen aufgedruckt ist. Die Atmosphäre hierbei ist wunderschön. Zweimal haben wir mittags im italienischen Restaurant Pizza gegessen. Die Pizza war richtig gut, aber auch teuer. Eine Pizza kostet ca. 15 Euro. Aber es lohnt sich. Das Restaurant ist auf einer kleinen Anhöhe mit direktem Blick übers Meer. Einfach traumhaft!
Der Service war einsame Spitze. Das Personal war ausgesprochen freundlich. Sie begegneten einem immer mit einem Lächeln und grüßten. Bei Ankunft erhielten wir erst einmal ein feuchtes und nach Vanille duftendes Frottetuch zur Erfrischung. Dann durften wir in der Eingangshalle in einem der vielen Korbstühle Platz nehmen. Wir erhielten dort einen Begrüßungscocktail während wir eingecheckt wurden. Auf dem Hotelzimmer fanden wir in deutscher Sprache einen Begrüßungsbrief des Managements, einen gefüllten Obstkorb sowie eine Flasche Sekt vor. Die Koffer wurden uns selbstverständlich aufs Zimmer bebracht. Am Strand lief täglich Sunil, der "Brillenputzer" vorbei. Während er uns die Sonnenbrillen putzte, hatte er immer ein nettes Wort für uns übrig. Hin und wieder kam auch jemand vorbei, der feuchte Tücher zur Erfrischung reichte. Die Damen wurden vorher sogar mit einem speziellen Kühlungsspray im Gesicht eingesprüht. Ansonsten wurden am Strand zwei mal am Tag entweder ein kleiner Obstspieß oder eine kleines Stück Pizza gereicht. Auf Bestellung und gegen Bezahlung konnte man am Strand Getränke oder auch Essen bestellen, das einem dann mit einem kleinen Tischen (inkl Tischdecke) an die Liegen gebracht wurde. Die Strandtücher konnten jederzeit ausgewechselt werden. Das Personal sprach überwiegend französisch und englisch, sehr wenige konnte ein paar Worte deutsch. Zweimal täglich wurde das Zimmer hergerichtet. Abends erhielt man nochmals neue Handtücher und es wurde einem das Bett aufgedeckt.
Das Hotel liegt im Nordosten der Insel. Transferzeit vom Flughafen beträgt zwischen 45-75 Minuten, je nach Verkehrslage durch Port Louis. Grand Gaube ist ausgesprochen ruhig. Wer hier groß Party machen will, ist völlig fehl am Platz. Auch Shoppingmöglichkeiten - außer einem kleinem Supermarkt und einem Kiosk (unweit vom Hotel entfernt), um Getränke zu kaufen - gibt es hier nicht. Mit dem Taxi ist man jedoch in 15 Minuten in Grand Baie, dem "Touristenzentrum" auf Mauritius. Mit dem öffentlichen Bus braucht man zwar immerhin 45 Minuten nach Grand Baie. Es ist aber ein wahres Erlebnis, neben zahlreichen uniformierten Schulkindern zu sitzen, die einen fasziniert anstarren. Allerdings mussten wir uns anfangs an die doch etwas rasante und dennoch sichere Fahrweise gewöhnen. Dafür kostete die Fahrt aber auch nicht einmal einen Euro.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Der Strand ist sehr schöne. Das Hotel ist um 3 Buchten gebaut worden. Der Hauptstrand befindet sich an der größten Bucht. Es gibt hier ausreichend Liegen, auch wenn bestimmte Gäste meinen, sie müssten jeden Tag am selben Platz liegen und deshalb schon früh morgens die Liegen mit Handtüchern belegen (wo gibts die nicht!?). Das Hotel bietet neben 4 Tennisplätzen (zwei mit Flutlicht), Abschlagplatz zum Golfen, Fahrradverleih (kostet allerdings extra), Kajaks, Mini-Katamarane, Tretboote, Surfbretter, 2x täglich Ausfahrten zum Schnorcheln ans Riff, Glasbodenboot-Ausfahrten, Wasserski, Fitnessstudio und eine Tauchschule (PADI). Wir haben das erste Mal einen Tauchkurs gemacht und waren schlichtweg begeistert. Die Tauchlehrer waren super nett. Wir haben so viele farbenträchtige Fische und sogar zahlreiche Delfine gesehen. Das war für uns ein unvergessliches Erlebnis. Die Extrakosten hierfür haben sich wirklich gelohnt. Für die einzelnen Sportgeräte musste man eigentlich nie warten. Lediglich für den Tennisplatz war es sinnvoll zu reservieren. Darüber hinaus gab es auch einen sehr luxeriösen, asiatisch geprägten Spa-Bereich. Die Massagen bzw. Kosmetikbehandlungen mussten allerdings extra bezahlt werden.
Infos zur Reise | |
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Verreist als: | Paar |
Dauer: | 2 Wochen im Mai 2005 |
Reisegrund: | Strand |
Infos zum Bewerter | |
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Vorname: | Simone & Jochen |
Alter: | 31-35 |
Bewertungen: | 1 |