Das Hotel hat seine besten Zeiten bereits lange hinter sich. Nur die protzige Lobby trügt das Bild. Ansonsten sind Renovierungen dringend erforderlich. Leider werden nicht einmal Kleinigkeiten wie Lampenschirme oder Glühbirnen ersetzt. Bei unserer nächtlichen Ankunft wurden wir ins Gebäude auf der anderen Straßenseite "abgeschoben", da es angeblich Probleme mit dem Wasser gab, was allerdings wie später festgestellt nur eine Ausrede für vorsätzliche Überbuchung mit System war. Die erhaltene bunkerähnliche Abstellkammer war verdreckt (WC, Laken, Handtücher etc), stickig (nur Mini-Fenster und davor Insektennest) und so klein, dass kein Platz für Koffer oder gar einen Stuhl war. Nach eindringlicher Diskussion am nächsten Tag (siehe Service) erhielten wir ein etwas besseres Zimmer aber: Sperrholzplatte statt Lattenrost, verschimmelter Duschvorhang, Einblick ins Nachbarbad inkl. Geruchs- und Lärmbelästigung über Lüftungsschacht usw. Andere Gäste hatten ähnliche Probleme mit den Zimmern, da sich mehrfach wütende Gäste ander Rezeption eingefunden haben (sogar vorzeitige Abreise mitbekommen). Kostenfreies Wifi gabs am Pool und in der Lobby aber langsam und instabil. Wir können leider die vielen positiven Bewertungen absolut nicht nachvollziehen. Ich meine, wir sind sehr anspruchslos (kein Luxus oder TV benötigt) und uns reicht bereits ein intaktes sauberes Zimmer (die liebe Putz-Omi war zwar sehr um die Sauberkeit bemüht aber es war einfach zu viel für 1 Person bzw. es waren ja auch handwerkliche Maßnahmen notwendig) und Freundlichkeit. Aber beides war definitiv nicht gegeben.
Neben den bereits erwähnten negativen Punkten rund um die Zimmer bleibt der kleine alte (aber gut funktionierende) Kühlschrank im Zimmer das einzige positive Highlight.
Gastronomie sucht man am Besten in einer der Tavernen von Matala. Im Hotel wird nahezu immer das gleiche schmale Frühstück angeboten (eine Sorte Käse, eine Sorte vermeintl. Wurst, Dosenobst, ...) und es kann schon passieren, dass auch während der offiziellen Essenszeit Brot und Eier aus sind - es auf Nachfrage aber auch nix mehr gibt. Teesorten wurden auch nach Tagen nicht wieder aufgefüllt. Das Abendessen war ebenso eintönig und weder Griechisch noch Deutsch. Das einzig frische Obst war Melone - obwohl es im Supermarkt tolles billiges frisches Obst gab.
Wie schon geschrieben, wurden wir zunächst in einer dreckigen Abstellkammer untergebracht. Der Sohn des Hotelchefs war nach dem Aufschließen derart schnell verschwunden und auch nicht mehr auffindbar. So mussten wir nach unserer Ankunft um 2 Uhr nachts mit Zimmer klarkommen. Zum Glück hatten wir unsere eigene Stranddecke als saubere Bettauflage dabei. Am nächsten Morgen (nach schlaflosen Stunden) kurz vor acht Uhr haben wir uns an der Hotelrezeption beim Hotelchef beklagt und klargemacht, dass uns keine 10 Pferde mehr in das Zimmer bekommen. Wir sind dabei auf Null Verständnis gestoßen und uns wurde auch kein neues Zimmer in Aussicht gestellt. Die Hauptaussagen des Hotelchefs waren, dass wir uns um diese "Nachtzeit" nicht beschweren dürfen und schon gar nicht wir als junge Leute (30 bzw. 31) über ein Zimmer beschweren sollten, da wir doch nicht so anspruchsvoll sein sollten. Eigentlich sind wir sonst nur mit Rucksack und Zelt unterwegs; also keinesfalls anspruchsvoll. Übrigens: Er wollte die Mißstände im Zimmer nicht in Augenschein nehmen. Mit mir als Frau hat er die Kommunikation dann ganz verweigert (ging einem unzufriedenen Paar aus Frankreich später genauso). Witzigerweise erhielten wir (bzw. mein Partner, da ich vortan ignoriert wurde) mit dem Eintreffen der deutschsprachigen Reiseleitung einen neuen Schlüssel. Ganz ehrlich: Hätten wir das Zimmer nicht tauschen können, hätten wir uns vor Ort ein Zelt gekauft und wären auf den strandnahen Campingplatz gezogen. Der war wenigstens sauber ... Lethargie und Faulheit scheinen die gelebte Philosophie des Hotels zu sein: Die Rezeptionistin legt lieber die Bein auf den Tisch und spielt am PC als die Gäste zu grüßen oder gar eines Blickes zu würdigen. Das Küchenpersonal sitzt während der Essenszeiten lieber bei einer ausführlichen Zigarettenpause vor der Küche als das sie die Tische reinigen oder gar Geschirr abräumen. Direkt unter unserem Balkon schepperte bei jedem stärkeren Wind lautstark eine Metalltür aber es fühlte sich niemand gewillt Abhilfe zu schaffen. Aber als Outdoor erpdobte haben wir uns mit Kabelbinder selbst auf die Suche und na klar, das Problem binnen kürzester Zeit gelöst. Einziger Lichtblick: Die strahlende und immer freundliche Putz-Omi (mindestens 70)!
Today is life - tomorrow never comes ... der Leitspruch Matalas ist in jedem Gäßchen des charmanten kleinen Örtchens zu spüren. Matala ist sehr überschaubar und sehr geeignet für Ruhesuchende. Der Strand ist 1a und ganz gut vom Hotel zu erreichen ... ebenso die wunderbaren Tavernen. Flughafentransfer dauert ca 1:15h.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Neben einer klapprigen Dartscheibe gibt es einen kleinen Pool, dessen Sauberkeit eher zu wünschen ließ. Zudem war die Abdeckklappe der Poolpumpe immer einen Spalt geöffnet ... eine Stolperfalle für alle Gäste. Die Duschen am Pool sind schlichtweg heruntergekommen. Es gibt griechische Abende - waren aber nicht dort, da im Ort mehr geboten wird.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 2 Wochen im August 2013 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Sandra |
| Alter: | 31-35 |
| Bewertungen: | 4 |


