Die über 1000 Betten sind auf zwei große voneinander getrennte Komplexe verteilt. Das Aushängeschild des Hotels ist ein traumhaft schöner und stets mit Liebe gepflegter Park mit langem Kiesstrand und zwei grossen Pools (mit Kinderbecken, Wasserrutschen und einer Kaskade). Vom November bis März war das Haus geschlossen und wurde aufgemöbelt. Ausgenommen von der Schönheitskur sind die unübersehbaren K***spuren auf den Flurteppichen. Im April/Mai 07 war das Haus mit über 80 % Gästen aus den ehem. GUS-Staaten nahezu ausgebucht. Die Telefonkosten im Hotel sind erträglich. Besonders billig telefoniert man mit der Telefonkarte (50 Einh. 3 €) ab 18 Uhr von einem der vielen öffentlichen Fernsprechstellen. Ich bin nach wie vor überzeugt, daß man vor Öger-Tours mit 1191 € ab München für vier Wochen für 5 Sterne in der Vorsaison den Hut ziehen muss. Leider fährt das Majesty-Mirage einen so brutalen Sparkurs, dass die Vermutung nahe liegt, das Haus werde sehenden Auges gegen die Wand gefahren.
Die Klimaanlage funktionierte gar nicht. Mein Zimmer 1330 ist wegen des herrlichen Ausblicks zu empfehlen. Die Einrichtung mit französischem Bett und kostenlosem Schranksafe ist modern und zweckmässig. Das Bad/WC verfügt über Dusche und Wanne, einen großen Spiegel und Föhn. Die Hand- und Fußtücher werden täglich gewechselt. Bettwäsche bei Bedarf, aber mindestens einmal die Woche.
Tagsüber stehen zwei Restaurants, abends ein Spezialitätenlokal (Fisch/türkische Kost) zur Verfügung. Das Speisenangebot wurde im Vergleich zum identischen Vorjahreszeitraum rigoros zusammengestrichen. Am Grill gibt es nur noch eine Fleisch- oder Fischstation. Weil die russischen Gäste Fleisch sogar aus den Mischspeisen fischen, auf ihren Tellern horten und dann fast unangetastet auf den Tischen stehen lassen und wie die Sau vom Trog rennen, werden die anderen Gäste durch fleischlose Rechaudbehältern zu Vegetariern umgepolt. Wo es Fleisch und am Abend bei guter live-Tanz-Musik Getränke gibt, steht man sich in einer langen Schlange die Beine in den Leib. Die Submanager machen sich durch alberne Tischdekorationen, Umschichtung von Tellern und Tassen wichtig, sind aber blank jeden Organisationstalents. Ständig fehlen Kaffee- und Suppenlöffel, Kaffee- und Suppentassen sowie Besteck und Servietten. Das Personal macht da ganz schön was mit: Die Whisky- und Wodkagläser sind nie voll genug, aber knallvolle Ladys wollen statt Rotwein im Glas sich gleich die volle Flasche greifen. Ein mir vom letzten Jahr bekannter Kellner bezeichnete die Lage als "katastrophal und nicht mehr zu unterbieten".
Die Zimmereinigung ist wie die Hygiene im gesamten Haus nicht zu beanstanden. Viele Deutsche ärgert, dass überall aus hygienischen Überlegungen Klobürsten fehlen. Gästebetreuer Yasha ist ein kompetenter, hilfsbereiter und vor allem ehrlicher Ansprechpartner. Ansonsten ist das Servicepersonal selten in der Lage, besondere Eigeninitiativen zu entwickeln oder einfachste Wünsche zu erfüllen. Die viel zu wenigen Kellner, Köche und Barmänner arbeiten trotz Hilfspersonal im Dauerstress. Durch die vielen neuen Hotels herrscht in der Gegend nun absoluter Mangel an Fachpersonal, zumal Öger sich im Oktober 2006 von nahezu der gesamten Mannschaft trennte.
Das Mirage ist mit dem Top-Öger-Transfer vom Flughafen Antalya eine knappe Stunde entfernt. Es liegt im Gemeindebereich Göynük etwa 8 Kilometer von Kemer entfernt direkt am gepflegten hoteleigenen Strand mit Sonnendächern, Liegen und Auflagen sowie Duschen, Umkleideräumen und WCs. Der Ort am Fuß der Berge gelegen, ist idealer Ausgangspunkt für Wanderungen. Am 18./19. Mai wurde in zweiter Reihe das *****Themenhotel "Queen Elisabeth" als gestrandeter Luxusliner in unmittelbarer Nachbarschaft aus der Taufe gehoben. Angrenzend daran entsteht in weitaus längerer Bauzeit ein "Schloß aus 1000 und einer Nacht". Das Dolmusch-Taxi kostet im Ortsbereich Göynük 80 Cent und nach Kemer 1,80 €. Taxipreise sind Verhandlungssache. .
Beliebte Aktivitäten
- Strand
WLAN ist vorhanden, auch ein teures Internetcafe (Stunde 6 €). Die Disco am Strand (bis 3 Uhr) ist unüberhör- und -sehbar. Neu wurden bequeme, weil hautfreundlich und dicker, Liegenauflagen gekauft. Die Kinder scheinen im Topolino-Club grossen Spass zu haben. Das Animationsteam bemüht sich redlich genügend Teilnehmer für Sportdisziplinen zu gewinnen, hat dafür aber beim lauten Mittags-Poolspektakel weniger Probleme. Gelungen sind die Musik-Live-Auftritte mit Tanz bei Kerzenlicht am Abend in der Mia-Casa-Bar.


