- Preis-Leistungs-VerhältnisSehr schlecht
Am Ende des Textes steht noch eine Warnung! In Lissabon stehen ja einige Gebäude leer und sind regelrecht verfallen. Beim vorbeigehen an dieser Pension dachte man auch im ersten Moment, es wäre ein weiteres, dem Abriss nahe stehendes Gebäude. Bei genauer Betrachtung fiel uns jedoch auf, dass es das Hotel ist. Man muss den Altbau über das schmuddelige Treppenhaus drei Etagen nach oben klettern, einen Aufzug gibt es nicht. Oben angekommen, gelangt man durch eine Tür, durch die man so schon kaum kommt, geschweige denn mit Gepäck. Da ist bereits ein wenig Geschick gefragt. Der gesamte erste Flurbereich ist zudem nicht viel breiter, als eine gewöhnliche Tür breit ist und so standen wir dann zu viert, samt Gepäck, in Reih und Glied, bis dann nach einer Weile die Angestellte in unsere Richtung kam. Sie meckerte und pöbelte in einer Tour, wie schwer ihre Arbeit ist und wie doof die Welt doch sei - so in etwa. Wir wurden erst einmal nicht weiter beachtet und die Dame, im dezenten Putzkleid gehüllt, kümmerte sich dann um andere Dinge, als um uns. Nachdem wir irgendwann dann mit der Anmeldeprozedur durch waren und unsere Schlüssel hatten, wurden wir zu unseren Zimmern begleitet. Vorbei an einem Aufenthalsraum, wo eine Mutter den gesamten Raum nebelig gequarzt hatte und Ihr Junge direkt daneben saß, ging es an einem Schaltschrank, mit dem Hinweis für Lebensgefahr, vorbei, hin zu unseren Zimmern. Anstelle der gewünschten Doppelbetten bekamen wir jeweils drei einzelne Betten, die, durch Nachttische voneinander getrennt waren. Wir inspizierten unsere Zimmer sorgfältig und bei unseren Kollegen fiel direkt auf, dass die Bettwäsche übersät mit Haaren waren und teilweise fleckig. Eine Reklamation wurde nur belächelt, dennoch aber den Wünschen entsprechend erfüllt und ausgewechselt. Als ich einen Nachttisch beiseite schob, um zwei betten zueinander zu schieben, funkelte mir eine kaputte, offene Dreier-Steckdosenleiste entgegen, aus denen schon die Kabel guckten. Nicht auszudenken was passieren würde, wenn einem nachts etwas herunterfällt und man, auf der Suche danach, mit der Hand an die offene Verkabelung kommt. Das restliche Zimmer war sehr schmuddelig und an den Wänden und Decken waren zum Teil große Schimmelflecken. Ich habe mich ehrlich gesagt nicht getraut die Toilette zu benutzen, da die Klobrille völlig schmutzig gewesen ist und ganz offensichtlich einer Reinigung nicht beachtet wurde. Man mochte nichts anfassen! In unserem Nachbarzimmer stellten unsere Freunde dann fest, dass es keinen Lichtschalter für das Badezimmer gab, woraufhin die Hausdame wiederholt zu Rate gezogen wurde. Sie kam etwas hochnäsig mit den Worten herein: "Das ist doch offensichtlich", schob den schwere massiven Kleiderschrank zur Seite und brachte somit den Lichtschalter zu Tage. Hätte man sich ja auch denken können! Blöd nur, dass man sich entscheiden musste, ob man den Lichtschalter benötigt, oder die Steckdose auf der anderen Seite des Schranks, da immer eines von beiden verdeckt ist, je nachdem wie man den Schrank bewegt. Das Badezimmerfenster ins Treppenhaus tat sein Übriges... Wirklich skurril wurde es dann aber, als die Hausdame zu uns kam und sagte, wir sollten auf unser Gepäck aufpassen und die Türen gut verschließen, es gäbe zur Zeit Rumänen in der Pension. Jetzt wussten wir zumindest, wofür im Doppelzimmer das dritte Bett gut ist, nämlich zum vor die Tür schieben, damit diese nicht aufging. Tatsächlich hat bei unseren Freunden um 7 Uhr morgens jemand energisch an der Tür gerüttelt und hat versucht ins Zimmer zu kommen. Das Sicherheitsschloss "3. Bett" und das Aufspringen und entgegenstemmen meines Kollegen gegen die Tür, verhinderte Schlimmeres. Beim Auschecken stellte sich dann heraus, dass die "Putzfrau" ins Zimmer wollte, um dieses zu reinigen. Ob das so stimmt, wissen wir auch nicht genau, immerhin war es unsere erste Nacht und ausgecheckt hatten wir auch noch nicht, wozu also schon reinigen? Des Weiteren habe ich schon auf anderen Seiten gelesen, dass es bei einigen Personen vorgekommen ist, dass nachts jemand versucht hat ins Zimmer zu kommen. Unsere Wertsachen haben wir im übrigen im Auto gelassen, welches wir in irgendeiner Tiefgarage geparkt hatten. Dies schien uns sicherer zu sein, als alles in der Pension zu lassen. Das WLAN ist sehr gut und kostenfrei. Mehrere Router auf den Fluren verteilt, so dass man stets einen sehr guten Empfang hat. Das ist aber auch das einzig Gute, was diese Pension zu bieten hat! Und jetzt kommt noch die erwähnte Warnung. Wir hatten mit Kreditkarte bezahlt. Diese Kreditkarte war nagelneu und zuvor und danach nicht wieder benutzt worden. Zurück in Deutschland angekommen, hat es nicht lange gedauert und die Bank rief an, dass die Karte gesperrt worden ist, auf Grund von ungewöhnlichen Zahlungen, welche mit dieser Karte quer durch (Ost-)Europa getätigt wurde. Dies unbedingt im Hinterkopf behalten, wenn man - warum auch immer - dort unterkommt. Die Leistungen, auch wenn das Hotel relativ günstig ist, stimmen überhaupt nicht. Wir haben 40,-€ für eine Übernachtung gezahlt. Lissabon ist nicht teuer und zum selben Preis kann man locker in einem 3 bzw. 4-Sterne Hotel unterkommen, selbst zur Hauptsaison. Unsere Buchung war daher auch eher ein Versehen, als zielgerichtet. Letztlich war dieser Tripp ein Abenteuer, über das wir heute noch lachen können. Wiederholen möchten wir das aber nicht. Nicht zuletzt, dass jemand aus diesem Hotel mit unseren Kreditkartendaten unberechtigter Weise sein Unwesen getrieben hat und damit fröhlich im Internet eingekauft hat, sondern alles, was dort geboten wird, einfach nicht in Anspruch genommen werden sollte. Ich kann die zum Teil sehr guten Bewertungen auf anderen Portalen absolut nicht nachvollziehen. Entweder sind das bewusst gefakte Einträge, oder die Personen sind blind, taub und im Delirium, denn anders kann ich mir das nicht erklären. Mit Gepäck sollte man zudem auch nicht anreisen, es sei denn man ist absolut schmerzfrei im Hochtragen des Gepäcks in den dritten Stock.
Nicht sehr ansehnlich. Schmutzig, veraltet und Möbel wie auch Einrichtung zum Teil kaputt. Bad und WC nicht sehr einladend. Ich habe ehrlicherweise auf das Duschen verzichtet. Auf die Toilette wollte ich auch nicht gehen. Sobald ich meine Fotos finde, die ich dort gemacht habe, werde ich meinen Eintrag ergänzen.
Freundlichkeit ist dort eher unterdurchschnittlich. Man wird wie Ware gehandhabt, welche gerade auf Paletten aus dem LKW gehievt wurde. Mit Englisch kommt man leider nicht voran, da dieses vom Personal nicht gesprochen wird. Entweder man kann portugiesisch sprechen, oder seine Hand- und Fußkoordination soweit perfektioniert, sodass man sich auch damit verständigen kann. Die Zusatzleistungen in diesem Hotel sind vermutlich schlechter Service, schmutzige Zimmer und ansonsten alles, was man nicht gerne in einem Hotel hätte. Freundlicherweise werden diese Zusatzleistungen direkt mit umgesetzt.
Das Hotel an sich ist relativ gut gelegen. Relativ, da es unweit der Altstadt liegt, bzw. einer Metrostation Marques de Pombal. Direkt am Hotel ist es dagegen eher etwas zwielichtig. Einschlägige Bars, welche als eine Art Bordell dienen und Prostituierten, begegnet man dort nicht selten. Diese gehen ebenfalls auch mit ihren Kunden in das Gebäude, in dem sich das Hotel befindet. Ich kann es nicht sicher sagen, aber ich vermute mal, dass sich diese Damen auch entsprechend im Hotel einmieten, um ihrer Arbeit nachzugehen.
Beliebte Aktivitäten
- Kultur & Erlebnis
- Ausgehen & Nightlife
Infos zur Reise | |
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Verreist als: | Paar |
Dauer: | 1-3 Tage im August 2014 |
Reisegrund: | Stadt |
Infos zum Bewerter | |
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Vorname: | Stefan |
Alter: | 31-35 |
Bewertungen: | 6 |