Das Hotel besteht aus einem älteren Teil direkt am Strand und einem 2009 neu erbauten Teil, der sich landseitig dahinter befindet. Die Zimmer im älteren Hotelteil wurden 2010 komplett renoviert. Den Hotelgästen stehen vier Pools (zwei davon mit Poolbar), zwei Restaurants, eine Bar, eine Lounge, ein Spa, ein Fitnessraum, ein kleiner Shop und natürlich eine Lobby mit Rezeption zur Verfügung. Die Gartenanlage des Hotels ist weder besonders weitläufig, noch besonders einladend – die Bepflanzung fällt eher zweckdienlich als dekorativ aus und die Wege dienen lediglich dazu, um im Hotel von A nach B zu kommen. Der Flur im ersten Stockwerk des mittleren Zimmerflügels im älteren Hotelteil stellt gleichzeitig einen Hauptverbindungsweg zwischen älterem und neuerem Hotelteil dar und demzufolge herrscht dort von früh bis spät reger und häufig auch lautstarker Durchgangsverkehr – die dort befindlichen Zimmer mit den Nummern 21xx und 31xx sollten wenn möglich gemieden werden. Bei den Hotelgästen waren fast alle Altersgruppen vertreten – lediglich Kinder waren keine anzutreffen, da das Mindestalter in diesem Hotel bei 15 Jahren liegt. Ansonsten überwiegen aber die etwas reiferen Jahrgänge. Deutsche waren während unseres Aufenthaltes eher in der Minderheit, im Hotel dominierten Skandinavier, aber auch Briten, Franzosen und Russen waren zahlreich vertreten. Angenehmerweise fiel keine Nationalität irgendwie negativ auf. Wie oben bereits erwähnt, sind die Zimmer 21xx und 31xx aufgrund ihrer Lage nicht zu empfehlen. Insgesamt kann man in diesem Hotel einen angenehmen Urlaub verbringen, muss aber in gewissen Bereichen kleine Einschränkungen in Kauf nehmen, die sicher zum großen Teil auch der preisgünstigeren Hotelkategorie geschuldet sind. In der Hauptsaison ist auch Kamala sehr voll, und wer Ruhe sucht, ist in dieser Zeit fehl am Platze. Von April bis November ist es sehr viel ruhiger, insbesondere von der lebhaften ‚Strandpromenade‘ mit den vielen Restaurants usw. bleibt nicht viel übrig.
Wir hatten eines der Deluxe-Zimmer im älteren Hotelteil. Bei angenehmer Größe bietet es mit Doppelbett, Sitzgruppe, Minibar, Safe, Schreibtisch, Bad, Fernsehen und Balkon alles, was man braucht, kann aber nicht komplett überzeugen. Im Badezimmer befindet sich neben Waschbecken und Toilette eine Badewanne, in der man auch duschen kann. Bedingt durch den sehr hohen Einstieg über den Badewannenrand ist dieses Zimmer also nicht für jedermann geeignet. Gehbehinderte oder ältere Menschen, die nicht mehr ganz so gelenkig sind, suchen sich besser etwas anderes aus. Die Zimmer im älteren Hotelteil werden zwar als ‚komplett renoviert‘ angepriesen, aber die Renovierung beschränkte sich offensichtlich doch nur auf gewisse Teile. Das Mobiliar ist deutlich sichtbar in die Jahre gekommen und auch nur notdürftig befestigte Wandleuchten zeugen nicht von sorgfältiger Renovierung. Dafür hat man aber zumindest einen modernen Fernseher spendiert. Der geräumige Balkon war mit zwei Stühlen, einem Tisch und einem Trockengestellt für Badetücher und dergleichen ausgestattet. Die Stühle sind nur an der Sitzfläche mit einem Polster versehen und dadurch etwas unbequem. Die als Abhilfe von den Stühlen im Zimmer entliehenen Kissen wurden nach kurzer Zeit von den überall im Hotel herumstreunenden Katzen als Toilette missbraucht, das ist also nicht zu empfehlen. Die gut funktionierende und nicht zu laute Klimaanlage sonderte während der ersten drei Tage einen sehr unangenehmen modrigen Geruch ab, dem das Housekeeping zunächst mal nur mit großzügiger Verwendung von Raumspray entgegenwirkte. Nach einer Reklamation über die Reiseleitung wurde die Anlage dann offenbar gereinigt, denn der Modergeruch wurde für ein paar Stunden durch ein intensives Chemikalien-Aroma abgelöst, um dann komplett zu verschwinden
Das Hotel verfügt über zwei Restaurants – eines zentral in der Anlage, das eher wenig frequentiert wurde, und eines in Strandnähe, in dem auch das Frühstück serviert wurde. Aufgrund der hohen Belegung in der Hauptsaison war es manchmal schwierig, beim Frühstück einen vernünftigen Tisch zu ergattern. Manchmal blieben einem nur Plätze an den ‚Verkehrsknotenpunkten‘, wo von einem gemütlichen Frühstück keine Rede sein konnte. Das Frühstück selbst war in Qualität und Quantität ausreichend. Es gab zwar von allem etwas, mangelte aber an der Abwechslung. Immer dieselben zwei Sorten Käse, stets gleichbleibende Auswahl an Wurst oder Brot und nur geringe Variation bei den warmen Speisen. Selbst beim Obst gab es immer das gleiche – kein einziges Mal wurde Mango angeboten, obwohl diese Früchte gerade ihre Hauptsaison hatten und außerhalb des Hotels in Hülle und Fülle zu erhalten waren. Das ist schon schwach… Für Mittag- und Abendessen haben wir die hoteleigene Gastronomie nie in Anspruch genommen, wir waren immer an der ‚Strandpromenade‘ unterwegs. Dort konnte man gut und günstig genießen.
Die Servicequalität ist alles in allem ganz OK, allerdings wirken die Angestellten – speziell an der Rezeption – häufig etwas uninspiriert. Es fiel auf, dass Hotelgäste abhängig von ihrer Herkunft unterschiedlich behandelt wurden. Das zeigte sich schon bei der Ankunft. Wir trafen etwa gegen 8:30 Uhr im Hotel ein, an der Rezeption wurden schnell die Formalitäten erledigt und uns wurde gesagt, dass wir noch zwei bis drei Stunden warten müssten, bis die Zimmer bezugsfertig seien. Eine Weile später traf eine Gruppe schwedischer Neuankömmlinge ein, die ein Begrüßungsgetränk erhielten und nach dem Check-In direkt zu ihren Zimmern geführt wurden. Wir mussten danach noch einige Zeit warten und erst auf Nachfrage wurden wir dann irgendwann endlich zu unserem Zimmer gebracht.
Das Hotel liegt quasi direkt am Strand von Kamala, lediglich ein schmaler Weg trennen Strand und Hotel. Dieser Weg erstreckt sich den größten Teil des Strandes entlang und ist in der Hauptsaison von Dutzenden kleiner einfacher Restaurants, Bars, Massagebuden und Verkaufsständen gesäumt. Auch einige der mobilen Pancake-Verkäufer sind tagsüber hier zu finden. In der Nebensaison – so wurde uns erzählt – ist davon allerdings so gut wie nichts mehr übrig. Am Strand herrscht in der Hauptsaison Teutonengrill-Atmosphäre pur. Liegen und Sonnenschirme reihen sich dicht an dicht und sind stets sehr gut belegt. Das Zentrum von Kamala liegt nur wenige Minuten Fußweg entfernt, entweder am Strand oder landseitig an der Straße entlang. Im Ort findet man zahlreiche Einkaufsmöglichkeiten, Banken, Apotheken, Restaurants, Bars usw. Umliegende Ziele kann man mit öffentlichen Bussen (billig, aber oft ungünstige Zielführung, da viele Verbindungen über Phuket Town laufen) oder per Taxi erreichen. In der Region hat sich eine regelrechte Taxi-Mafia etabliert, die Preise sind für thailändische Verhältnisse sehr hoch, Taxameter gibt es nicht. Wer sich auf das Risiko einlassen möchte, kommt natürlich mit Mietwagen oder Motorroller auch überall hin. Den benachbarten ‚Bilderbuchstrand‘ Hat Laem Sing kann man problemlos auch zu Fuß besuchen, allerdings ist dieser in der Hauptsaison auch ziemlich überlaufen und daher nicht unbedingt ein ‚Must-See‘. Nach Patong verkehrt ein kostenpflichtiger Hotel-Shuttle, für den man sich rechtzeitig anmelden muss. Wer sich unbedingt mal die wohl unschönste Seite eines Thailand-Urlaubs antun möchte, ist dort genau richtig. In der Nähe das Hotels findet einmal pro Woche ein Markt statt, der zu 90% auf Touristen ausgerichtet ist (T-Shirts, Uhren, Schmuck, Souvenirs). Ein kleiner Teil erfreut jedoch mit Obst- und Gemüsestanden, Garküchen, Fisch- und Fleischhändlern und liefert so einen farbenfrohen und geruchsintensiven Einblick in das tägliche Leben der Einheimischen.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Das Hotel verfügt über vier Pools, je zwei im alten und im neuen Teil. Die Pools im alten Teil waren durch ihre Lage in Strandnähe beliebter – zumindest bei den zahlreich vertretenen unbelehrbaren Reservierungsfanatikern. Wenn man morgens zum Frühstück ging, waren die meisten der Liegen dort bereits mit Badetüchern ‚belegt‘, von den Eigentümern fehlte jedoch noch jede Spur. Schade, dass das Hotel hier nichts dagegen unternimmt und in solchen Fällen die Badetücher entfernt. Die Liegen und Sonnenschirme rund um die Pools waren von wenig berauschender Qualität. Speziell die Sonnenschirme stellten sogar eine Gefahr dar, weil sie in vile zu klein bemessenen Ständern steckten, die schon bei geringer Windstärke oft nicht in der Lage waren, für einen stabilen Stand zu sorgen. Als Folge davon sah man in schönster Regelmäßigkeit die Schirme umkippen, oft genug auf die darunter liegenden Menschen. Viele Schirme waren aufgrund der zahlreichen Stürze auch entsprechend deformiert. Leider ist die Vegetation rund um die Pools sehr spärlich. Die vorhandenen Palmen sind nicht sehr zahlreich und dazu ziemlich zerfleddert, bieten also nur wenig natürlichen Schatten An einem der Pools wird sechs Tage die Woche Wassergymnastik angeboten. Zwei der Pools verfügen über eine Poolbar. Die beiden Pools im neuen Hotelteil sind vom benachbarten Sunwing Resort nur durch eine Hecke getrennt. Die Geräuschkulisse der an den Pools des Sunwing spielenden Kinder wird durch diese Hecke nicht aufgehalten – wer also das Kamala Beach Resort gewählt hat, um keinen Kinderlärm zu hören, der muss die anderen Pools aufsuchen. Wir sind gern dort gelegen – zu laut war es uns nie und das Signal des in der Lobby kostenfrei angebotenen WLAN reicht (zumindest an dem der Lobby nächstgelegenen Pool) aus, um dort ganz bequem seine Online-Tätigkeiten beim Sonnenbaden zu erledigen.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 2 Wochen im März 2011 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Volker |
| Alter: | 41-45 |
| Bewertungen: | 18 |


