Ein Hotelschild mit 5 Sternen
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Richtig oder falsch?

Hotel-Mythen – wir klären auf

Hast Du auch davon gehört, dass eigenes Essen und BesucherInnen im Hotelzimmer tabu sind, dass die Sterne-Bewertung für alle Hotels einheitlich ist und die Zimmernummer 13 nicht existiert? Gemeinsam widmen wir uns sieben gängigen Hotel-Mythen und Missverständnissen aus der Reisebranche. Finde heraus, welche Geschichten reine Fiktion sind und welche einen wahren Kern besitzen. Erfahre mehr über die Gepflogenheiten und ungeschriebenen Regeln der Hotellerie, um optimal auf Deinen nächsten Urlaub vorbereitet zu sein.

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Mythos Nr. 1: Es gibt keine Zimmernummer 13

Viele Menschen sind der Ansicht, dass Hotels die Zimmernummer 13 überspringen, weil Gäste aus Aberglauben nicht darin übernachten wollen. Diese Annahme hat ihren Ursprung darin, dass die Zahl 13 in verschiedenen Kulturkreisen mit Unglück gleichgesetzt wird. Tatsächlich variiert diese Praxis allerdings stark von Hotel zu Hotel sowie von Land zu Land. In einigen Hotels gibt es wirklich kein Hotelzimmer und kein Stockwerk mit der Nummer 13. Andere Unterkünfte beachten abergläubische Aspekte nicht und nummerieren die Zimmer in der regulären Reihenfolge.

Je nach Reiseziel fällt Dir eventuell auf, dass unterschiedliche Zimmernummern fehlen. In China, Japan und Korea gilt zum Beispiel die Nummer 4 als Unglückszahl. In Italien soll die Zahl 17 Unglück bringen. Daher werden diese Zahlen in den dortigen Hotels oft nicht zu finden sein, weder im Lift noch an Zimmertüren.

Mythos Nr. 2: Essen vom Buffet mitzunehmen, ist erlaubt

Ein weitverbreiteter Hotel-Mythos besagt, dass Gäste Essen vom Buffet mitnehmen dürfen. Dieses Thema ist regelmäßig Gegenstand von Diskussionen und Missverständnissen. Manche meinen, dass die bezahlten Services uneingeschränkt genutzt werden dürfen. Dabei wird es von diversen Hotels höchstens akzeptiert, dass kleinere Snacks oder Obst zum späteren Verzehr eingepackt werden. Wenn sich Gäste jedoch großzügig am Frühstücksbuffet eindecken und beispielsweise Brote fürs Mittagessen schmieren, kann das in vielen Fällen gegen die Hausregeln verstoßen. Sobald zahlreiche Gäste das Essen vom Buffet mitnehmen, führt dies nämlich zu erhöhten Kosten für den Betrieb.

Um dem entgegenzuwirken, werden in dem einen oder anderen Hotel gegen eine geringe Gebühr Lunchpakete für unterwegs angeboten.

Kleine Gläschen mit Shower-Gel, Shampoo und Co in einem Hotel-Badezimmer.
Hotelshampoo, Shower-Gel und Co werden gerne in den Koffer gepackt. Ist das erlaubt? ©Shutterstock-408965404_frnfwu

Mythos Nr. 3: Hotelshampoo darf als Souvenir mitgenommen werden

Eine weitere interessante Frage ist, ob Du bei Abreise Shampoo und Einwegprodukte aus dem Zimmer mitnehmen darfst. Einige Gäste glauben, diese seien im Preis inbegriffen, und stecken daher Badartikel, Kugelschreiber und Notizblöcke ein. Es stimmt tatsächlich, dass die meisten Hotels davon ausgehen, dass BesucherInnen solche Artikel verbrauchen. Streng genommen sollten sie aber ausschließlich im Hotelzimmer genutzt werden.

Handtücher, Bademäntel, Haartrockner oder Dekorationen sind Eigentum des Hotels und müssen im Zimmer bleiben. Werden solche Gegenstände eingepackt, handelt es sich, rechtlich gesehen, um Diebstahl. Hotels können die Kosten später in Rechnung stellen und sogar Anzeige erstatten. Wenn Dir die Handtücher oder Pflegeprodukte gefallen, erkundige Dich danach an der Rezeption. Möglicherweise werden sie im Shop oder online zum Verkauf angeboten.

Mythos Nr. 4: Die Sterne-Bewertung ist universeller Standard

Die Sternebewertung oder sonstige Zertifizierungen von Hotels sind nicht in jedem Land einheitlich und können sogar stark variieren. Ein 4-Sterne-Hotel in Frankreich kann ganz andere Standards haben als ein 4-Sterne-Hotel in Thailand. Vielen Gästen ist darüber hinaus nicht bewusst, dass die Sterne sich nur auf den Standard beziehungsweise die Ausstattung des Hotels beziehen und nichts über die eigentliche Qualität aussagen.

In manchen Ländern wird eine Klassifizierung gesetzlich vorgeschrieben. Für Deutschland gilt, dass die Sternevergabe freiwillig und kostenpflichtig ist. Deshalb entscheidet sich ein Teil der Hotels dagegen. Du solltest Dich aus diesem Grund nicht wundern, wenn eine deutsche Unterkunft keine Sterne aufweist. Das Fehlen von Sternen bedeutet nicht unbedingt, dass das Hotel von schlechter Qualität ist. Achte deshalb auf die Bewertungen anderer Gäste.

Zwei Handtücher liegen auf einer Liege am Pool.
Poolliegen reservieren – ist das erlaubt? ©Shuterstock-262896887_xaqk9a

Mythos Nr. 5: Hotelgäste dürfen mit dem Handtuch Liegen reservieren

Liegen im Poolbereich oder am Strand reservieren – anerkannte Gepflogenheit oder Fauxpas? Zahlreiche Gäste wollen dadurch sicherstellen, dass sie einen guten Platz an der Sonne haben. Doch besonders zu Stoßzeiten übersteigt die Nachfrage nach Liegestühlen mitunter das Angebot. Deshalb kann es zu Unmut kommen, wenn reservierte Liegen nicht genutzt werden. In diversen Unterkünften wird die Praxis stillschweigend akzeptiert. Andere Hotels verbieten das Reservieren von Liegen allerdings explizit und gehen aktiv dagegen vor. Hotelangestellte entfernen die Handtücher oder sonstige persönliche Gegenstände, um den Gästen vor Ort die Nutzung zu ermöglichen. Akzeptiert wird, wenn die Liegestühle nur kurzzeitig freigehalten werden, während die UrlauberInnen sich ein Getränk holen oder schwimmen gehen.

Manche Unterkünfte finden einen Kompromiss: Reisende erhalten die Möglichkeit, Sonnenliegen bequem online zu reservieren.

Mythos Nr. 6: Auf dem Zimmer sind keine BesucherInnen erlaubt

Unter den Hotel-Mythen hält sich die Ansicht hartnäckig, dass Hotelgäste keine BesucherInnen empfangen dürfen. Dabei hat ein Großteil der Hotels keine Probleme damit, wenn Externe für einen kurzen Aufenthalt aufs Hotelzimmer kommen. Um auf Nummer sicher zu gehen, meldest Du Deinen Besuch vorher an der Rezeption an.

Was die Richtlinien in der Regel jedoch untersagen, sind unangemeldete Übernachtungsgäste. Erlaubt ist ausschließlich die vorher angegebene Personenanzahl. Laut Deutschem Gesetz ist es vorgeschrieben, dass mitreisende Gäste angemeldet sind. Bei entsprechender Größe des Zimmers, vorheriger Anmeldung und Zahlung eines Aufpreises können Zusatzgäste eventuell über Nacht bleiben.

Mythos Nr. 7: Eigenes Essen darf auf dem Zimmer verzehrt werden

Du möchtest gemütlich auf dem Zimmer essen, aber nicht den Roomservice in Anspruch nehmen? Dann fragst Du Dich eventuell, ob es erlaubt ist, eigenes Essen mit aufs Hotelzimmer zu bringen. In einigen Unterkünften ist dies nicht gern gesehen, da die Gäste die hoteleigenen Restaurants nutzen sollen. Das trifft in besonderem Maße zu, wenn es im Zimmer keine adäquaten Lagerungs- und Zubereitungsmöglichkeiten gibt. Anders sieht es aus, wenn eine Küchenzeile vorhanden ist und somit davon ausgegangen wird, dass die UrlauberInnen sich mit eigenem Essen versorgen.

Im schlimmsten Fall kann Dir das Personal untersagen, dass Du Dein Hotelzimmer mit einer Pizza oder sonstigen Speisen betrittst, wenn dies in den Richtlinien entsprechend definiert ist. Um solche Unstimmigkeiten zu vermeiden, ist es besser, die Sachlage vorher abzuklären oder den Roomservice zu nutzen. Kleinere Snacks und eigene Getränke auf dem Zimmer sollten grundsätzlich in Ordnung gehen. Lies Dir dazu vor der Buchung eines Hotels die Richtlinien und Bedingungen durch, um Missverständnisse zu vermeiden.

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