Frau kreuzt Finger, Verbot © garage38 - stock.adobe.com
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Kuriose Urlaubsfakten

7 ungewöhnliche Verbote in Urlaubsländern weltweit

HolidayCheckDeine ReiseexpertInnen

Ein Urlaubspost in den Sozialen Medien mit einem Gläschen Wein in der Hand, am Strand mit den Kindern Sandburgen bauen oder bei heißen Temperaturen in kurzen Shorts durch die Stadt schlendern: Was in Deutschland völlig normal ist, kann in anderen Ländern richtig teuer werden. Hier findest Du einige überraschende Verbote in beliebten Urlaubsländern, an die Du Dich unbedingt halten solltest.

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La Pelosa beach, Sardinien © Soldo76 - stock.adobe.com
La Pelosa beach, Sardinien © Soldo76 - stock.adobe.com

Verbote an Stränden

Strandvergnügen mit Einschränkungen

Weißer, langer Sandstrand, hier und da bunte Handtücher, sanft heranrollende Wellen – für viele der Inbegriff von Strandurlaub. Damit diese Postkartenidylle noch lange erhalten bleibt, gibt es an einigen Stränden der Welt ein paar Regeln, die Ihr beachten solltet. An den Stränden von Eraclea, östlich von Venedig, zum Beispiel, können Schaufel und Eimer getrost zu Hause gelassen werden: Das Bauen von Sandburgen am Strand ist hier nämlich nicht gestattet. Und am sehr beliebten Strand La Pelosa auf Sardinien ist es nicht erlaubt, Handtücher direkt auf den Sand zu legen, weil dadurch zu viel Sand von den Besuchenden mitgenommen wird. Deshalb gibt es hier Strohmatten, auf die Ihr Euer Handtuch ausbreiten könnt. Alternativ werden Liegen zum Ausleihen angeboten. 

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Augen auf beim Fotografieren – nicht jedes Motiv ist erlaubt © prostooleh - stock.adobe.com
Augen auf beim Fotografieren – nicht jedes Motiv ist erlaubt © prostooleh - stock.adobe.com

Verbote Fotografie

Sagt „cheese“ – aber mit Vorsicht

Stellt Euch vor: Ihr sitzt gemütlich im Urlaub in einer Bar oder am Strand, genießt einen Cocktail oder ein Bier und postet kurz ein Bild davon als Erinnerung an diesen schönen Moment auf Social Media. Was harmlos klingt, kann in Thailand richtig teuer werden und sogar mit Gefängnis bestraft werden. Denn das thailändische Gesetz verbietet Werbung und die Darstellung von Namen oder Marken von alkoholischen Getränken und sieht bei einem Verstoß eine Höchststrafe von einem Jahr Gefängnis und eine Geldstrafe von 500.000 Baht (ca. 13.000 Euro) vor.

Auch in anderen Urlaubsländern müsst Ihr beim Fotografieren aufpassen. Während in den Vereinigen Arabischen Emiraten, in Lettland und auf Zypern zum Beispiel keine Regierungsgebäude und Paläste abgelichtet werden dürfen (auch nicht im Hintergrund), gilt es in Südkorea als sexuelle Belästigung, eine Frau zu fotografieren, auch dann, wenn sie zugestimmt hat. Informiert Euch am besten vor Eurem Urlaub über die Regelungen vor Ort oder achtet auf Schilder, die auf ein Fotoverbot hinweisen. 

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Empfindliches Pflaster – keine Stöckelschuhe in historischen Denkmälern © Radnatt - stock.adobe.com
Empfindliches Pflaster – keine Stöckelschuhe in historischen Denkmälern © Radnatt - stock.adobe.com

Verbote Kleidung

Augen auf bei der Kleiderwahl

Bevor Ihr entspannt an Eurem Urlaubsziel am Strand liegen oder voller Neugierde durch eine fremde Stadt bummeln könnt, steht Kofferpacken auf dem Plan. Und hier solltet Ihr Euch vorab über die Gegebenheiten vor Ort informieren, denn nicht überall ist die Kleidung erlaubt, die in Deutschland völlig normal ist. 

Wollt Ihr nach Südafrika, in den Oman oder in die Karibik könnt ihr Kleidung im Camouflagelook, Cargohosen oder Parkas gleich zu Hause lassen. Während der Look hierzulande seit den 90ern nicht mehr wegzudenken ist, weckt Tarnkleidung in anderen Ländern Missgunst oder wird sogar als Straftat angesehen. Grund hierfür ist die Gefahr einer Verwechslung mit tatsächlichem Militär. Geahndet werden Vergehen hier mit hohen Geldstrafen oder dem Konfiszieren der Kleidung. Auch in Griechenland gibt es Kleidungsvorschriften: Hier ist es nicht erlaubt historische Denkmäler mit Stöckelschuhen zu betreten, um zu verhindern, dass Akropolis und Co. beschädigt werden.

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Tattoos werden in manchen Ländern ganz anders wahrgenommen © _KUBE_ - stock.adobe.com
Tattoos werden in manchen Ländern ganz anders wahrgenommen © _KUBE_ - stock.adobe.com

Verbote sichtbare Tattoos

Tattoos in der Öffentlichkeit – nicht überall

Im Iran und in einigen anderen islamisch geprägten Ländern gilt das Shariagesetz, das öffentlich kontrolliert wird. Tätowierungen verstoßen gegen islamische Gebote und dürfen auch von Touristen nicht öffentlich getragen werden. Auch im Judentum ist die Körperkunst streng verboten. An öffentlichen Plätzen in Israel, insbesondere in der Nähe von religiösen Ballungspunkten und Sehenswürdigkeiten, solltet Ihr Eure Tattoos aus Respekt nicht zeigen. Am weltoffensten präsentiert sich in dieser Hinsicht Dubai. Aus Respekt vor den einheimischen Werten solltet Ihr aber auch hier Tattoos nach Möglichkeit in der Öffentlichkeit verdecken.

Tattoos mit religiösen Motiven stellen fast überall ein Problem dar. In einigen Ländern ist die öffentliche Darstellung von religiösen Motiven streng verboten, zum Beispiel in Sri Lanka und in Singapur. Japan gehört zu den Ländern mit den wenigsten tätowierten Bewohnern. Dort werden Tätowierungen bis heute mit organisiertem Verbrechen in Verbindung gebracht. Besitzt Ihr Tattoos, müsst Ihr im Japan-Urlaub leider auf einen Besuch im Badehaus verzichten, zumindest in den meisten, das ist nämlich verboten! 

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Mann fährt oberkörperfrei Auto © ajr_images - stock.adobe.com
Mann fährt oberkörperfrei Auto © ajr_images - stock.adobe.com

Verbote Straßenverkehr

Achtung im Straßenverkehr!

Dass in anderen Ländern gerne mal nicht alles so geordnet zugeht, wie im deutschen Straßenverkehr, ist bekannt. Doch diese Verbote lassen vermuten, dass es andernorts tatsächlich weitaus freizügiger auf den Straßen zugegangen ist. 

Auch wenn man es bei den heißen und schwülen Temperaturen in Thailand durchaus nachvollziehen kann, hier ist das Fahren mit nacktem Oberkörper strikt untersagt. In Kalifornien ist für Frauen ein Schnell mal im Bademantel ins Auto steigen, um etwas zu besorgen nicht drin. Da muss man sich schon die Zeit nehmen, um sich etwas „Richtiges” anzuziehen, sonst droht ein Bußgeld. Und in Griechenland solltet Ihr es tunlichst vermeiden, Euren nackten Po beim Autofahren aus dem Fenster zu halten. Kein Scherz! Es drohen saftige Geldstrafen oder sogar Gefängnis.

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Zählt das schon als Küssen? © Sevenstock Studio - stock.adobe.com
Zählt das schon als Küssen? © Sevenstock Studio - stock.adobe.com

Verbote Öffentlichkeit

Teure Fettnäpfchen in der Öffentlichkeit

Im Urlaub sind wir ja gerne mal etwas ausgelassener und entspannter. Doch in einigen Ländern solltet Ihr ganz besonders darauf achten, wie Ihr Euch in der Öffentlichkeit benehmt. So sind Zärtlichkeiten zwischen Paaren in Dubai nicht gerne gesehen, küssen ist sogar verboten.

In Rom, der Stadt der Engel, gibt es keine Verbote, was öffentliche Liebesbekundungen angeht, dafür aber für das Essen vor historischen Sehenswürdigkeiten. Kurz und bündig: Es ist nicht erlaubt, nichtmal in Form von einem Sandwich oder einer Banane. Damit geht die Stadt gegen den Müll vor, den die Touristen an den Sehenswürdigkeiten oft hinterließen.

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Kaugummis verboten! © Krakenimages.com - stock.adobe.com
Kaugummis verboten! © Krakenimages.com - stock.adobe.com

Verbote Lebensmittel

Vorsicht bei Süßem im Handgepäck

Wer mit Kindern reist oder gerne mal etwas Süßes für den Flug in seinem Handgepäck hat, sollte bei diesen Verboten genau aufpassen. Die beliebten und berühmten Überraschungs-Eier von Ferrero sind nämlich in den USA tatsächlich verboten. Der Grund: Die Furcht, Kinder könnten sich am Inhalt der Überraschung im gelben Plastikbehälter verschlucken. Das Gesetz, das jegliche Lebensmittel mit integriertem Spielzeug untersagt, wurde im Jahr 1938 erlassen, drei Jahrzehnte also vor dem Erscheinen des kultigen Schokoladeneis. Also aufpassen vor dem unfreiwilligen Einschmuggeln im Urlaub, denn der Import wird mit 2.500 Dollar pro Ei bestraft.

In Singapur müsst ihr nicht auf Überraschungs-Eier, dafür auf Kaugummis verzichten. Singapur gilt alt sehr sauberes Land und legt auf sein makelloses Image großen Wert. Offenbar einen so großen, dass der Inselstaat die Herstellung, den Verkauf und auch das Kauen von Kaugummi seit 1992 verbietet. Durch dieses Verbot sollen die öffentlichen Verkehrsmittel, Straßen und Plätze sauber gehalten werden. Ihr dürft noch nicht einmal Kaugummis ins Land mitbringen, sonst drohen Geldstrafen im vierstelligen Bereich, insbesondere wenn die Kaugummis auf die Straße gespuckt werden. 

Geschrieben von:HolidayCheckDeine ReiseexpertInnen