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Brasilien – Karneval erleben wie sonst nirgends
Dein Jahresanfang war bisher etwas unspektakulär und geprägt vom Alltagstrott und Du sehnst Dich nach einem richtigen Highlight? Dann ist Brasilien im Februar genau das Richtige für Dich. Der berühmte Karneval fällt in vielen Städten auf diesen Monat und verwandelt das Land in eine einzige grosse Bühne aus Musik, Farben und Lebensfreude. Schon Tage vorher füllen sich die Strassen mit Proben der Sambaschulen und Verkaufsständen voller Glitzer, Masken und bunter Kostüme. Die Vorfreude ist überall spürbar, in den Bars, an den Stränden und sogar in den Supermärkten, in denen ganze Regale mit Karnevalsaccessoires gefüllt sind.
Am besten startest Du Deinen Roadtrip in Rio de Janeiro. Hier kannst Du die Proben der Sambaschulen besuchen, durch die Viertel von Santa Teresa schlendern und erste Eindrücke von der weltbekannten Karnevalsstimmung sammeln. Der Höhepunkt ist natürlich der Umzug im Sambódromo, ein Erlebnis, das Dich mitreissen wird, selbst wenn Du bisher kein grosser Karnevalsfan warst. Von Rio aus lohnt sich die Weiterfahrt entlang der Costa Verde. Orte wie Paraty oder Angra dos Reis bieten Dir eine Mischung aus kolonialer Architektur, Regenwald und traumhaften Stränden, perfekt, um zwischen all dem Trubel Momente der Ruhe einzubauen.
Wenn Du noch weiter möchtest, bietet sich ein Abstecher nach São Paulo an. Die Stadt feiert Karneval auf ihre eigene Art: weniger touristisch, dafür mit hunderten sogenannten Strassenblocos, Karnevalsumzügen, die überall auftauchen und bis spät in die Nacht dauern. Oder Du fährst Richtung Norden nach Salvador da Bahia, wo der Karneval noch einmal ganz anders aussieht: mehr afrobrasilianische Kultur, Trommeln, Tanz und eine sehr herzliche Atmosphäre.
Praktische Tipps
In vielen Grossstädten sind während des Karnevals einzelne Strassen gesperrt oder stark überfüllt. Plane daher mehr Zeit für Fahrten ein und halte Dich an gesicherte Routen. Für längere Strecken ausserhalb der Städte eignet sich ein Mietwagen gut, da die Schnellstrassen grösstenteils gut ausgebaut sind. Google Maps funktioniert zuverlässig, aber verlass Dich nicht darauf, immer durchzukommen, gerade in der Karnevalszeit sind Umleitungen und Sperrungen üblich. Für abgelegene Routen, etwa entlang der Costa Verde, lohnt es sich, regelmässig zu tanken, da Tankstellen dort seltener sind.
Optimal gerüstet für Schnee & Eis: SUV wählen
Ein SUV ist eine gute Wahl für winterliche Bedingungen: Er sorgt für mehr Stabilität auf rutschigen Strassen, bietet ausreichend Stauraum und gibt Dir mehr Sicherheit bei Schnee und Eis.
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China – Ein zweites Sylvester gefällig?
Dein Silvester war eher enttäuschend und Du hast das Gefühl, den Start ins neue Jahr nicht richtig gewürdigt zu haben? Dann ist China im Februar genau das richtige Reiseziel für Dich. Nach dem traditionellen Mondkalender beginnt das neue Jahr deutlich später als bei uns und schon Wochen vorher verwandeln sich viele Städte in ein farbenfrohes Gewirr aus Laternen, Tempelfesten und vollen Märkten. Der Duft von gebratenen Teigtaschen, Räucherstäbchen und süssen Sesamküchlein liegt in der Luft, während Händler Drachenfiguren und Glücksbringer anbieten. Die Vorbereitungen für das Neujahrsfest („Chunjie“) ziehen sich durch ganze Stadtviertel und machen den Februar zu einer der lebendigsten Reisezeiten des Landes.
Am besten startest Du Deinen Roadtrip in Peking. Hier erlebst Du die besondere Stimmung rund um die Tempelfeste, kannst durch die Altstadtgassen schlendern und die verbotene Stadt im Winterlicht besuchen. Von dort lohnt sich die Weiterreise nach Xi’an, wo die Strassen am Abend oft mit hunderten roten Lampions geschmückt sind und die Stimmung rund um das Laternenfest besonders intensiv ist. Neben der weltberühmten Terrakotta-Armee ist es vor allem die historische Stadtmauer, die Xi’an im Februar zu einem beeindruckenden Stopp macht. Weiter geht es nach Chengdu, das mit seinen ruhigen Teehäusern und der Altstadt eine angenehme Mischung aus Stadtleben und Tradition bietet.
Praktische Tipps
Was das Autofahren betrifft, solltest Du wissen, dass Du für Mietwagen in China einen temporären chinesischen Führerschein benötigst, da Deutsche, Österreichische und Schweizer Führerscheine nicht akzeptiert werden. Den temporären Führerschein kannst Du an grossen internationalen Flughäfen wie in Peking oder Shanghai oder bei lokalen Verkehrsbehörden beantragen. Die Strassen sind gut ausgebaut und ausserhalb der Grossstädte fährt es sich meist entspannt. In Metropolen wie Peking oder Chengdu ist der Verkehr dichter, weshalb Du etwas mehr Zeit einplanen solltest. Auf Schnellstrassen fällt oft Maut an, halte also am besten Bargeld oder eine entsprechende Karte bereit. Parken kann je nach Stadt unübersichtlich sein, achte daher gut auf Markierungen und Beschilderungen.
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Kanada – Echte Winterkultur
Wenn der Februar bei Dir nur noch aus Regen, grauem Himmel und dicken Jacken besteht, ist Ottawa im Winter genau das Gegenteil davon. Während wir in Deutschland im Februar den Winter nur noch ertragen und uns den Frühling und die ersten Sonnenstrahlen herbeisehnen, machen die KanadierInnen ein Fest daraus. Das Winterlude-Festival in Ottawa, Ontario, Gatineau und Québec macht genau das: Es feiert die kanadische Winterkultur und wird Dich mit Sicherheit aus Deiner Winterdepression reissen. Die Stadt erwacht förmlich und wird zur Bühne für KünstlerInnen aus der ganzen Welt: Es werden kunstvolle Skulpturen geschnitzt, Familien treffen sich am zugefrorenen Rideau Canal und überall riecht es nach warmem Ahornsirup und heisser Schokolade.
Am besten startest Du Deinen Roadtrip direkt in Ottawa. Der ByWard Market ist während des Festivals voll mit Streetfood-Ständen, Live-Musik und kleinen Kunstbuden, die typisch kanadisches Handwerk zeigen. Abends lohnt sich ein Spaziergang durch den Confederation Park, wo Du viele beeindruckende Eisskulpturen bewundern kannst. Von dort aus geht es weiter nach Québec City, die an das historische Frankreich erinnert: Kopfsteinpflaster, französischsprachige Kultur, kleine Bistros und eine Altstadt, die im Schnee besonders schön anzusehen ist. Wenn Dir nach mehr Action zumute ist, kannst Du rund um den Sankt-Lorenz-Strom verschiedenen Wintersportarten nachgehen: von Schneeschuhwanderungen bis hin zu Ski- und Snowboardfahren. Hast Du Lust auf Grossstadtgefühl? Dann fährst Du am besten weiter nach Montréal, wo Kunst und Strassenfeste auch im Februar nicht stillstehen.
Warum im Februar?
Weil Kanada im Februar das zeigt, was die Kultur im Kern ausmacht: Gemeinschaft, Winterfeste und Outdoor-Leben trotz Minusgraden. Winter ist dort keine Jahreszeit, die man „aussitzt“, sondern eine, die Klein und Gross näher zusammenbringt.
Praktische Tipps
Im Winter sind die Strassen gut geräumt, aber Winterreifen sind Pflicht, vor allem auf den Strecken zwischen Ottawa, Montréal und Québec City. Nach Schneefällen lohnt es sich, etwas mehr Fahrzeit einzuplanen. In den Städten selbst sind Parkhäuser die bessere Wahl, da viele Strassen aufgrund von Schneewällen enger sind oder zeitweise gesperrt werden.
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Kopenhagen – Fashion Week und Winterjazz Festival in Dänemark
Lass Dich von Kopenhagen und seiner Mischung aus skandinavischer Gemütlichkeit und internationaler Szene überraschen. Während draussen kalte Winde vom Øresund wehen, verwandelt sich die Stadt beim Winterjazz Festival in einen lebendigen Treffpunkt für MusikliebhaberInnen aus aller Welt. Überall liegen Jazzklänge in der Luft, in kleinen Bars, in modernen Kulturhäusern oder in gemütlichen Cafés, in denen Du Dich bei Kerzenschein und heissem Kaffee aufwärmen kannst. Die Dänen schaffen es mühelos, diese Jahreszeit mit Wärme und Atmosphäre zu füllen, und genau das macht einen Städtetrip im Februar zu etwas Besonderem.
Am besten startest Du Deinen Roadtrip direkt in Kopenhagen. Schlendere durch das hippe Viertel Vesterbro, wo viele kleine Bars während des Festivals zu improvisierten Konzertorten werden, oder besuche das moderne Koncerthuset, in dem internationale KünstlerInnen auftreten. Wenn Du modeinteressiert bist, kannst Du Deinen Trip nach Kopenhagen so planen, dass Du Anfang Februar dort bist. Dann findet nämlich die alljährige Fashion Week statt und wer weiss, vielleicht begegnest Du sogar der ein oder anderen Berühmtheit auf dem hippen Pflaster der dänischen Metropole.
Wenn Du ein Interesse für Architektur hegst, kannst Du von Kopenhagen aus bequem weiter nach Roskilde fahren, wo der Dom zum UNESCO-Welterbe gehört. Für die musikalische Unterhaltung finden hier auch zusätzlich kleinere Winterkonzerte und Kulturveranstaltungen statt. Wenn Du eher in die dänische Winterlandschaft abtauchen möchtest, lohnt sich die Weiterfahrt nach Helsingør. Das berühmte Schloss Kronborg ist definitiv einen Besuch wert und bildet einen schönen Kontrast zu den urbanen Jazznächten in Kopenhagen.
Warum im Februar?
Im Februar zeigt sich Kopenhagen von einer Seite, die man im Sommer kaum erlebt: ruhig, voller kleiner Kulturmomente und musikalischer Überraschungen. Diese Mischung macht den Februar meiner Meinung nach zu einem idealen Reisemonat.
Praktische Tipps
In Dänemark sind die Strassen im Winter gut befahrbar, dennoch kann es an der Küste windig oder glatt werden. Ein wintertauglicher Mietwagen ist daher sinnvoll. Für Fahrten in kleinere Städte wie Roskilde oder Helsingør eignen sich die gut ausgebauten Schnellstrassen, die selbst im Winter regelmässig gewartet werden. Und vergiss nicht: Dänemark ist ein Land mit einer ausgeprägten Fahrradkultur selbst im Februar, also beim Abbiegen besonders aufmerksam sein.
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Zypern – Carnevalfeeling zwischen Tradition und Mittelmeerwind
Du hast Lust auf Kultur, willst aber Deine Winterjacke zuhause lassen? Dann ist der Limassol Carnival auf Zypern genau das richtige Ziel für Dich. Schon Tage vorher füllen sich die Strassen mit Musik, Girlanden und dem typischen Duft von gegrilltem Fisch. Der Karneval hat hier eine lange Tradition und verbindet griechisch-zypriotische Einflüsse mit einer Portion mediterraner Leichtigkeit. Die Stimmung ist ausgelassen, aber weniger überlaufen als in Karnevalshochburgen wie in Rio. Dieses Ziel eignet sich also perfekt, wenn Du Kultur erleben möchtest, ohne eine zu weite Reise auf Dich zu nehmen oder im Gedränge unterzugehen.
Am besten startest Du Deinen Roadtrip direkt in Limassol. Hier finden die grossen Paraden statt: Tanzgruppen ziehen durch die Strassen, Kinder tragen bunte Masken, und überall begegnen Dir kleine Stände mit lokalen Snacks wie Halloumi im Pita-Brot. Wenn Du etwas tiefer in die Kultur eintauchen möchtest, lohnt sich ein Besuch im historischen Viertel rund um die Limassol Burg in der Altstadt, wo sich während des Karnevals viele kleine Events und StrassenkünstlerInnen versammeln.
Von Limassol aus kannst Du bequem entlang der Südküste weiterfahren. Orte wie Paphos warten mit archäologischen Stätten und einem gemütlicheren Winterflair. Wenn Du den Norden der Insel erkunden willst, lohnt sich die Fahrt über die Bergstrassen ins Troodos-Gebirge. Hier findest Du traditionelle Dörfer, Klöster und Aussichtspunkte, mit einem einzigartigen Ausblick. Ein schöner Kontrast zur lebhaften Karnevalszeit an der Küste.
Warum gerade im Februar?
Zypern verbindet im Februar mildes Wetter mit einem der traditionsreichsten Feste des Landes. Während in vielen Regionen Europas noch Winter herrscht, kannst Du hier Kultur, Sonne und mediterranes Feeling in einem Trip kombinieren.
Praktische Tipps
Die Strassen auf Zypern sind gut ausgebaut, aber vergiss nicht: Es herrscht Linksverkehr. Zusätzlich kann es besonders in den kleinen Gassen der Küstenstädte zu Paraden, Sperrungen oder Umleitungen kommen, weswegen ich etwas mehr Zeit einplanen würde. Für Ausflüge ins Troodos-Gebirge eignet sich ein Mietwagen ideal, da die Bergstrassen kurvig, aber gut befahrbar sind. Parkmöglichkeiten sind in den Städten meist ausreichend vorhanden, aber während der grossen Parade in Limassol lohnt es sich, etwas ausserhalb zu parken und ein paar Minuten zu Fuss zu gehen.