Stiftskirche

St. Gallen/Kanton St. Gallen

Neueste Bewertungen (4 Bewertungen)

Manfred(71+)
März 2026

Reich geschmückte Kathedrale

6,0 / 6

Die Stiftskirche des Klosters St. Gallen wurde in den Jahren 1755 bis 1767 an der gleichen Stelle gebaut, wo das Bethaus des heiligen Gallus stand, bei dem der Heilige um das Jahr 640 bestattet wurde. Gallus war ein irischer Wandermönch und Missionar, der vor allem im Bodenseeraum tätig war und als Heiliger verehrt wird. Er gilt als Gründer des Klosters St. Gallen und ist, zusammen mit Otmar, Schutzpatron von Stadt und Bistum St. Gallen. Unser Stadtführer erzählte uns folgende Geschichte, dass der irische Mönch Gallus auf Wanderschaft durch das Gebiet der heutigen Ostschweiz war. Im Jahr 612 stolperte er im dichten Urwald des Steinachtals über einen Dornenstrauch und fiel hinein. Er deutete dieses Ereignis als göttliches Zeichen, dass er seine Einsiedlerzelle genau an diesem Ort errichten solle. Eine weitere Legende erzählt, das Gallus in der Nacht von einem Bären bedroht wurde. Anstatt zu fliehen, befahl Gallus dem Bären im Namen Gottes, Holz für sein Feuer zu holen. Der Bär gehorchte und trug das Holz zum Feuer. Anschließend gab Gallus dem Bären ein Brot, unter der Voraussetzung, dass er sich nie mehr blicken lasse. Der Bär tauchte nie wieder auf und wurde später zum Wappentier der Stadt St.Gallen. Wie man im Internet nachlesen kann, stand der Bau der Kirche in den Jahren 1755 - 1767 unter der Leitung von Peter Thumb und Johann Michael Beer von Bildstein. Die Stiftskirche gilt als eine der letzten Sakralbauten des Spätbarocks. Als Spätbarock benannte man die letzte Periode der Barock-Epoche, die etwa von 1700 bis 1730/1750 anhielt. Die Kirche überstand die Zeit der Säkularisation und blieb als zentraler Sakralbau erhalten.  Die Stiftskirche St. Gallen war bis zur Aufhebung der Fürstabtei im Jahr 1805 der Diözese Konstanz zugeordnet. Mit der Auflösung des Klosters und der Neuordnung der Bistümer in der Schweiz endete auch die Zugehörigkeit zum Bistum Konstanz. Das eigenständige Bistum St. Gallen wurde im Jahr 1847 errichtet. Im gleichen Jahr wurde die Stiftskirche auch offiziell zur Kathedrale. Die Wahl des Bischofs im Bistum St. Gallen erfolgt durch das 13-köpfige Domkapitel und ist eine seltene Eigenheit in der römisch-katholischen Kirche. Dieses Verfahren ist auch einzigartig in der Schweiz. Mit einer Neugestaltung des Altarraums fand im Jahr 2013 die letzte größere Veränderung statt. Der Kirchenraum der Stiftskirche imponiert durch reiche Stuckaturen, ein großes Kuppelfresko und eine prunkvolle Ausstattung mit Kanzel und Altären Im Gegensatz zu den meisten Kirchen dieser Epoche wurden hier klare Fenster verwendet, die das Tageslicht ungehindert in den Innenraum lassen.   Besonders gefallen haben mir, die Altäre und Seitenaltäre, Deckengemälde und die Kuppel. Das herrliche Deckengemälde wurde von Joseph Wannenmacher zwischen 1760 und 1767 geschaffen und zeigt eine prächtige Darstellung der Verherrlichung Gottes und des Himmels. Eine besondere Attraktion in der Kirche ist das Taufbecken. Das Taufbecken hat einen spiegelnden  Boden, in dem sich der "St. Galler Himmel", das große Kuppelgemälde spiegelt. Auf einer Hinweistafel ist ausführlich der Blick in das Taufbecken beschrieben. Erwähnenswert auch das Chorgestühl mit seinen 84 geschnitzten Sitzen und die historische Orgel. Die gesamte Anlage des Stiftsbezirks, inklusive Kathedrale und Stiftsbibliothek, wurde 1983 in das UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen. Der Vorplatz vor der Kathedrale ist auch ein beliebtes Naherholungsziel für Touristen und den Bewohnern von St.Gallen. Auch die alten Bäume auf dem Stiftsplatz vor der Kathedrale betonen die historische Atmosphäre des gesamten Stiftbezirks. Die Kathedrale ist eine absolutes „Muss" für jeden Besucher von St. Gallen.

Stiftskirche
Stiftskirche
von Manfred • März 2026
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von Manfred • März 2026
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von Manfred • März 2026
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von Manfred • März 2026
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von Manfred • März 2026
Stiftskirche
Mehr Bilder(15)
Edith
Juli 2015

Sehr beeindruckend

6,0 / 6
Hilfreich (2)

Sehr beeindruckend ist einer der letzten Klosterbauten des Barocks der Stiftsbezirk St.Gallen der auch seit 1983 zum Weltkulturerbe der UNESCO zählt. Sehenswert der wunderschön ausgemalte Innenraum und grandiosen Fresken. Dazu das Chorgestühl mit seinen 84 herrlich geschnitzten Sitzen und den historischen Orgeln.

Stiftskirche
Stiftskirche
von Edith • Juli 2015
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von Edith • Juli 2015
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von Edith • Juli 2015
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von Edith • Juli 2015
Stiftskirche
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von Edith • Juli 2015
Stiftskirche
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Reinhold
Dezember 2009

Stiftskirche St.Gallen

6,0 / 6

Atemberaubend schön nicht nur zur Weihnachtszeit,allein beim betreten kommt die ganze mächtige Wucht des Barocks die ist sehr eindrucksvoll. Sollten Sie den Domsakristan treffen und er hat Zeit wird er Ihnen sicher einen kleinen Rundgang bieten den Sie nicht vergessen werden. Besuchen Sie auch die beiden Kryptas der hl.Gallus und Othmar,ebenfalls sehr beeindruckend. Vor allem Kunst-und Architeturfreunde kommen voll auf ihre Kosten.

Netty
August 2007

Imposante Stiftskirche

6,0 / 6
Hilfreich (2)

Der Stiftsbezirk in St. Gallen wird dominiert von der riesigen Stiftskirche, die von weiten Rasenflächen umgeben ist. Von den Bänken, auf denen man sich ausruhen kann, steht die Kirche in ganzer Erhabenheit vor einem und man kann sie auf sich wirken lassen. Betritt man dann das Gotteshaus, ist man fast erschlagen von der prachtvollen Fülle, die einen erwartet. Der spätbarocke Dom mit seinen 100 m Länge, erbaut von den Benediktinermönchen 1755 bis 1766, wartet auf mit grandiosen Fresken an der Decke, aufwändig gearbeiteten Beichtstühlen und prächtigen Rokoko-Seitenaltären. Die Kirche gehört mit den anderen Klostergebäuden zum Unesco-Weltkulturerbe und kann täglich zwischen 9 und 18 Uhr besichtigt werden, Eintritt ist frei.

Stiftskirche St. Gallen
Stiftskirche St. Gallen
von Netty • August 2007