Familie beim Wandern ©MangoStar_Studio/iStock / Getty Images Plus via Getty Images
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Aktivurlaub

Die schönsten Wandergebiete in Portugal

Beim Wandern in Portugal entdeckst Du herrliche Naturparks, schroffe Steilküsten und idyllische Täler. Urige Örtchen, erfrischende Flüsse und überwältigende Gebirge sorgen für zusätzliche Abwechslung. Wenn Du das Festland verlässt, findest Du auf Madeira und den Azoren ebenfalls fantastische Wandergebiete – und dazu ein wunderbar mildes Klima.

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Porto Covo, Portugal ©VSFP/iStock / Getty Images Plus via Getty Images
Porto Covo, Portugal ©VSFP/iStock / Getty Images Plus via Getty Images

Rota Vicentina

Spektakulärer Fernwanderweg

Die Strecke der Strecken in Portugal ist wohl die 750 Kilometer umfassende Rota Vicentina. Sie besteht aus dem sogenannten Historischen Weg und dem Fischerweg. Letzterer ist in fünf Tagen zu schaffen, für die gesamte Strecke solltest Du zwölf Tage einplanen. Die wunderschöne und variantenreiche Route erstreckt sich im Naturpark Sudoeste Alentejano und an der Costa Vicentina. Insbesondere die Küstenabschnitte mit Blick aufs Meer und beeindruckenden Klippen werden Dich begeistern. Doch die Teilstrecken im Landesinnern mit Wäldern, Dörfern, Kanälen und Flüssen sind ebenfalls sehr malerisch. Im Hochsommer kann es extrem heiß werden, daher eignen sich zum Wandern vor allem die Monate Oktober bis Mai. Achtung: Vor allem der Fischerweg führt in weiten Teilen durch sandigen Untergrund – das ist nicht nur anstrengend, sondern birgt auch eine erhöhte Blasengefahr. Blasenpflaster gehören also unbedingt ins Gepäck. Es lohnt sich aber allemal, denn die Aussichten auf Küste und Meer sowie die Möglichkeit, erfrischende Badepausen einzulegen, machen dieses Wandergebiet zu einem unvergesslichen Ziel.

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Weg des Heiligen Jakobus in Portugal ©Martin Schütz/iStock / Getty Images Plus via Getty Images
Weg des Heiligen Jakobus in Portugal ©Martin Schütz/iStock / Getty Images Plus via Getty Images

Portugiesischer Jakobsweg

Pilgern für AnfängerInnen

Der bekannteste Jakobsweg ist sicher der Camino Francés, doch auch der 250 Kilometer lange „kleine Caminho Portugués“, der in Porto startet, gewinnt an Beliebtheit und ist eine fantastische Alternative – vor allem für WanderanfängerInnen, denn die Strecke ist meistenteils flach. Während Deiner etwa zwei Wochen dauernden Pilgerreise findest Du eine gute Infrastruktur vor und durchquerst sehenswerte Städte, darunter Valença und Tui, wo Du eine Pause einlegen solltest. Außerdem führt die Route Dich vorbei an hübschen Weinorten und historischen Kirchen und eröffnet Dir Ausblicke auf eine idyllische, grüne Hügellandschaft. Wenn Du mehr Zeit hast, kannst Du Deine Tour in Lissabon starten und die Wanderung mit ein paar Tagen in der portugiesischen Hauptstadt kombinieren. Im Hochsommer ist das Wetter auf dem Weg ab Porto am stabilsten. Startest Du in Lissabon und nimmst Dir den großen Caminho Portugués vor, meide die Sommermonate, da sie im Wandergebiet rund um Lissabon für sehr hohe Temperaturen sorgen können.

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Algarve in Portugal ©sergoua/iStock / Getty Images Plus via Getty Images
Algarve in Portugal ©sergoua/iStock / Getty Images Plus via Getty Images

Im Süden Portugals

Der alte Pilgerpfad Via Algarviana

Wenn Du gern wanderst, bietet es sich an, die berühmte Algarve zu Fuß zu erkunden – am besten auf der 300 Kilometer langen Via Algarviana, die in Ost-West-Richtung vom Grenzfluss Rio Guadiana bis nach Sagres auf einem alten Pilgerweg verläuft. Je nachdem, wie viel Zeit und Kondition Du mitbringst, kannst Du alle 14 Etappen oder nur eine Auswahl an Tagestouren machen. Ein Teil der Strecke führt – wie die oben erwähnte Rota Vicentina – durch den Naturpark Sudoueste Alentejano e Costa Vicentina, weitere landschaftliche Höhepunkte sind das Monchique-Gebirge und das Caldeirão-Gebirge mit seinen urwüchsigen Korkeichen. Du kommst durch einige besonders hübsche Örtchen: Plane Pausen in Benafin und Salir ein, um die lauschige Atmosphäre zu genießen. Von Ende Januar bis Mitte Mai entfaltet das Wandergebiet seine ganze Pracht, denn dann grünt und blüht es an der Algarve, was das Zeug hält. Wenn das nicht in Deine Urlaubspläne passt, eignen sich auch September bis November zum Wandern. Das Wetter ist noch mild und es regnet noch nicht allzu viel.

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Mann beim Wandern ©Nedrofly/iStock / Getty Images Plus via Getty Images
Mann beim Wandern ©Nedrofly/iStock / Getty Images Plus via Getty Images

Unterwegs in Zentralportugal

Schieferdörfer in der Serra da Lousã

In Zentralportugal, unweit der sehenswerten Universitätsstadt Coimbra, empfangen Dich Berge, Täler und ganz besondere Dörfer. Starte am Castelo in der Kleinstadt Lousã zu einer Tagestour. Die Schwierigkeitsgrade der verschiedenen Wege in diesem Wandergebiet reichen von leicht bis schwer. Du hast die Wahl zwischen unterschiedlichen Strecken, die Dich durch die grünen Berge der Serra da Lousã und durch die Aldeias do Xisto führen, die traditionellen Schieferdörfer. Über gut ausgeschilderte Pfade geht es von Dorf zu Dorf, vorbei an Korkeichen und Kastanien, häufig mit schönen Ausblicken auf die geschichtsträchtigen Schieferdächer des nächsten Dorfes. Verbinde Deinen Wanderurlaub mit einem Ausflug nach Coimbra, wo Du neben der ältesten Universität des Landes zahlreiche Sehenswürdigkeiten und historische Cafés entdeckst. Mache eine Bootsfahrt auf dem Fluss Mondego, streife durch die Parks der Stadt und genieße das lebendige Treiben im Zentrum.

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Douro-Tal in Portugal ©ruivalesousa/iStock / Getty Images Plus via Getty Images
Douro-Tal in Portugal ©ruivalesousa/iStock / Getty Images Plus via Getty Images

UNESCO-Weltkulturerbe im Norden

Das Douro-Tal und seine Umgebung

Auch der Norden Portugals lässt sich hervorragend erwandern. Höhepunkte sind hier der Nationalpark Peneda-Gerês, der Naturpark Montesinho und das herrliche Douro-Tal. Seine Landschaft zählt nicht umsonst zum Weltkulturerbe der UNESCO: Das älteste Weinbaugebiet der Welt, überwältigende Aussichtspunkte und geschichtsträchtige Ortschaften machen Deine Tour in diesem Wandergebiet zu einem vielseitigen und interessanten Erlebnis. Eine schöne Route führt beispielsweise zum Mirador Casal de Loivos in der Nähe von Pinhão. Genieße am Wegesrand ein Glas Portwein – die Trauben dafür werden ausschließlich im Douro-Tal kultiviert. Das angenehmste Klima zum Wandern herrscht hier im Frühjahr und im Herbst.

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Cabo da Roca in Portugal ©BONDART/iStock / Getty Images Plus via Getty Images
Cabo da Roca in Portugal ©BONDART/iStock / Getty Images Plus via Getty Images

Rund um die Hauptstadt

Lissabon als Ausgangspunkt

Natürlich ist die portugiesische Hauptstadt Lissabon mit ihrer Fado-Kultur, dem historischen Personenaufzug in der Innenstadt, der geschichtsträchtigen Burg sowie den köstlichen Pastéis de Belém unbedingt eine Reise wert – wieso nicht den Städtetrip mit ein paar Wandertagen verbinden? Rund um Lissabon eröffnen sich Dir schöne Landschaften und Wege, die nur eine kurze Auto- oder Zugfahrt entfernt sind. Insbesondere der Naturpark Sintra-Cascais mit seinen elf gut ausgeschilderten Touren und sehenswerten Monumenten in der Stadt Sintra verspricht ein herausragendes Urlaubserlebnis. An der Küste von Sintra verläuft zudem der GR – 11 Caminho do Atlântico, der Teil des europäischen Fernwanderwegs E9 ist. Weitere Tipps sind der Naturpark Arrábida bei Setúbal sowie die gut zehn Kilometer lange Strecke zum Cabo da Roca.

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São Miguel, Portugal ©photoschmidt/iStock / Getty Images Plus via Getty Images
São Miguel, Portugal ©photoschmidt/iStock / Getty Images Plus via Getty Images

Vulkanische Azoren

Zu Fuß durch vielfältige Landschaften

Mitten im Atlantik liegt die portugiesische Inselgruppe der Azoren. Wenn Du die grünen Eilande zu Fuß erkundest, darfst Du Dich auf abwechslungsreiche Landschaften mit uralten Vulkanen, zerklüfteten Küsten, vielfältigen Blumen und schattigen Wäldern freuen. Jede einzelne der Inseln ist für sich ein Wanderparadies – Du hast die Qual der Wahl. Bei AktivurlauberInnen sind allerdings vor allem São Miguel, Flores und São Jorge beliebt. Egal ob Du bereits zu den Fortgeschrittenen oder erst zu den AnfängerInnen zählst, Du findest auf den Azoren atemberaubende Touren – Meeresrauschen inklusive. Von Juni bis Oktober herrschen die besten Bedingungen für Deinen Wanderurlaub – es wird nicht allzu heiß und es regnet auch nicht viel.

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Pico do Arieiro in Portugal ©pawel.gaul/E+ via Getty Images
Pico do Arieiro in Portugal ©pawel.gaul/E+ via Getty Images

Blumeninsel Madeira

Entlang historischer Wasserkanäle

Portugals Blumeninsel Madeira ist für ihre Blütenpracht und ihre Levadas bekannt. Entlang dieser Bewässerungskanäle, etwa der Levada do Rei, läufst Du durch traumhafte Natur und genießt einmalige Aussichten. Besteige das Zentralmassiv Pico Ruivo, durchquere den Lorbeerwald und laufe zur Ponta de São Lourenço. Das Naturschutzgebiet ist vulkanischen Ursprungs und begeistert mit rauen Tuffsteinküsten und einer einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt. Die beste Reisezeit mit mild-warmem Wetter und wenig Niederschlag herrscht von April bis Oktober.

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