Die Insel wurde schon in anderen Berichten ausführlich beschrieben, das lasse ich hier aus. Die Gäste kamen hauptsächlich aus Deutschland, ansonsten Italiener, Franzosen, Engländer, Schweizer, Österreicher, Russen und Japaner. Insgesamt alles sehr angenehm, keine Ausreißer oder extrem auffälligen Leute. Meistens Paare, aber auch Familien wie wir mit zum Teil kleinen Kindern. Hin- und Rückflug war mit Sri Lankan. Die Flugbegleiter dieser Gesellschaft sind an Unfreundlichkeit und Arroganz kaum zu übertreffen. Nie mehr wieder Sri Lankan. Schuhe benötigt man auf Angaga nur, wenn man entweder ein wenig empfindlich ist oder aber in einem Wasserbungalow wohnt. Hier sind Schuhe Pflicht. Man verbrennt sich auf dem Steg trotz der alle 30 Meter aufgestellten Wasserkrüge zur Mittagszeit gnadenlos die Füße. J eden Abend konnten wir beobachten, wie ca. 10 Mülltonnen auf ein Boot geschleppt wurden, das dann nach ca. 1 Kilometer Fahrt kurz stoppte und nach ca. 15 Minuten mit offensichtlich leeren Tonnen wieder kam. In die Lagune wurden speziell in der 2. Woche durchgehend irgendwelche Abfälle angespült, man kam sich vor wie am Mittelmeer. Beim Schorcheln spuckte einmal eines der vielen Rohre, die von der Insel ins Meer führen ca. 20 Meter vom Strand eine stinkende, braune Brühe aus. Fazit: Die Malediven sind ein Traum und jeder sollte versuchen, einmal in seinem Leben dorthin zu kommen. Angaga ist eine wunderschöne Insel, die man auf jeden Fall weiter empfehlen kann. Der Service stimmt und wenn man von einigen Kleinigkeiten absieht, kann man dort einen tollen Urlaub verbringen. Wir hatten abgesehen von einem Abendgewitter und dem darauffolgenden Vormittag 14 Tage Sonne pur. Daß die Malediver daran sind, ihr Paradies langsam kaputt zu machen, wird hoffentlich rechtzeitig von den Verantwortlichen erkannt. Angeblich sollen auf Angaga nächstes Jahr weitere Wasserbungalows gebaut werden und im Süd-Ari-Atoll entsteht - so wurde uns berichtet - ein neuer Großflughafen.
Wir hatten – da wir als Großfamilie mit 6 Personen angereist sind – schon per Fax um zwei nebeneinander liegende Strand-Bungalows gebeten. Dieser Wunsch wurde nicht erfüllt und unsere großen Kinder durften eine Nacht in einem Wasserbungalow verbringen. Wir bekamen mit den kleinen Kindern Bungalow 144, am nächsten Tag folgten unsere Großen in Bungalow 146, was ok war für uns. Die Lage beider Bungalows war gut, da sie Richtung Süden ( Lagune ) lagen. Der Wind kam während unseres Aufenthaltes meist aus Süd, so daß es nicht ganz so heiß war. Außerdem hatten wir den ganzen Tag Sonne. Auf der Hausriff-Seite lag der Strand ab Mittag im Schatten. Nachteil unserer Bungis war allerdings die Nähe zur Müllverbrennung, die gleich hinter uns stattfand. An 2 Tagen hatten wir leichten Nordwind und so wurden wir teilweise kräftig eingenebelt. Den Stromgenerator hört man auch durchgehend, hat uns aber nicht wirklich gestört. Ich denke, Bungis Richtung West ( also in der Nähe der Wasserbungalows ) sind von der Lage am besten. Der Zustand unserer Strandbungalows ist nicht wirklich gut, überall sieht man Reparaturspuren und der Putz blättert ab. Aber sie sind geräumig und auch mit 2 Babybetten wird es nicht zu eng. Das offene Bad ist ganz witzig und die befürchtete Insektenplage ist ausgeblieben ( 3 Kakerlaken in 2 Wochen ist ok, denke ich ). Die Wasserbungalows sind neuer und daher in wesentlich besserem Zustand.
Das Essen ist ok, Frühstück sehr langweilig und nicht wirklich gut, das Abendessen ist wesentlich besser und für jeden Geschmack ist etwas dabei. Natürlich wiederholt sich alles und nicht alle Speisen sind wirklich warm, aber damit kann man mal 2 Wochen leben. Wir hatten Halbpension gebucht, was vollkommen ausreicht. Mittags kann man sich in der Bar Nudeln, Suppen, Sandwiches oder auch nur Pommes kommen lassen. Preise sind recht günstig, Nudeln um 7 Dollar, Sandwiches und ein großer Teller wirklich guter Pommes 3 Dollar. Softdrinks 0. 5 Liter 2 Dollar und Wasser 1. 5 Liter 3. 30 Dollar. Auf alles wird 10 Prozent „service-charge“ erhoben. Das Wasser in den Bungis, das in den Wasserkochern für die Teezubereitung bereitgestellt wird ist übrigens normales Leitungswasser. Ich würde daher sehr vorsichtig sein. Wir hatten es auch 2 Tage zum Trinken benutzt, bis wir dahinter kamen, daß unser Roomboy den Wasserkocher nur mit Leitungswasser auffüllt.
Den Service empfanden wir generell als sehr nett und aufmerksam. Wir haben alle Angestellten mit Respekt behandelt und diejenigen, die direkt mit uns zu tun hatten, haben gelegentlich ein paar Dollar bekommen. Der Roomboy mochte uns persönlich offensichtlich weniger, zu uns kam er im Gegensatz zu allen anderen Gästen nur einmal am Tag, meist wenn wir beim Abendessen waren. Hat uns aber nicht gestört, er wird seinen Grund gehabt haben. Wir hatten zweimal kleinere Probleme mit der Klimaanlage, diese wurden umgehend behoben.
Transfer mit Wasserflugzeug dauerte ca. 20 Minuten und hat prima geklappt. Wir hatten zuerst ein wenig Panik vor so einem kleinen Flugzeug, dies war aber total unbegründet. Einen Schnorchelausflug auf die Nachbarinsel haben wir uns geleistet, war von den Korallen besser als Angaga, von den Fischen nichts besonderes.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Vom Schnorcheln waren wir sehr enttäuscht. Wir waren – auch wenn es schon ein paar Jahre her ist – schon zweimal auf den Malediven und waren entsetzt, was wir nun zu sehen bekamen. Das Wasser ist trüber geworden, kaum noch Fernsicht. Schöne Korallen Mangelware und die Scharen von Fischen, die einen schon begrüßt haben, wenn man nur ins Wasser stieg sind ganz einfach verschwunden. Schorcheln daher für Anfänger schön, für die „Erfahrenen“ eher langweilig. Der Strand ist natürlich ein Traum, wir hatten ihn fast nur für uns. Zu jedem Bungalow gehören 2 Liegen inkl. Auflagen. Sie sind mit Zimmernummern gekennzeichnet, so daß kein "Liegenklau" stattfindet.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Familie |
| Dauer: | 2 Wochen im April 2008 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Michael |
| Alter: | 41-45 |
| Bewertungen: | 2 |


