- Preis-Leistungs-VerhältnisEher gut
Das Hotel, also die ganze Insel ist wunderschön. Stilvoll, schlicht, wenig Farben und das in einer üppigen Natur. Rund um die Insel verteilt liegen die Strandvillen, jede Lage hat ihre Besonderheiten. Die auf der Ostseite haben jedoch einen schöneren Strand. Die auf der Westseite haben teilweise einen grandiosen Ausblick, aber meist nur wenig bis gar keinen Strand, sondern Mauern, Sandsäcke… Das mag Geschmackssache sein, aber unseren Urlaub hätte es schon beeinträchtigt, wenn man nicht jederzeit hätte an den Strand gehen können, denn zu einer Insel gehört auch Sand, den ich zwischen den Zehen spüren will. Auf der einen Schmalseite der Insel hat es „kleine“ Wasservillen, auf der anderen Seite die großen Escape-Wasservillen, die teilweise schon im recht tiefen Wasser stehen. Hat eine ganz andere Atmosphäre da draußen – also unbedingt mal hingehen. Gästestruktur: Asiaten (Japan und Süd-Korea) und Europäer (Frankreich, Italien, Deutschland, Schweiz, ganz wenige Russen). Die wichtigste Empfehlung ist, eine Villa auf der richtigen Seite zu buchen, der Föhn, der Badezimmer rumliegt ist ein Witz, also besser was Ordentliches einpacken und etwas gegen Mücken mitnehmen. Mückenplage war nicht schlimm, aber mit etwas Autan wären wir komplett ohne Mückenstich geblieben. Ach ja CDs mitnehmen – wir haben fast ununterbrochen Basement Jaxx (Scare) gehört. Es ist unglaublich, wie diese CD perfekt ins Ambiente der Villa, der Insel passt.
Zimmer trifft es nicht – es sind Villen. Und sie sind auf dem ersten Blick der Hammer und auch auf den zweiten Blick: Ein riesiger Raum, zwei Terrassen jeweilig mit Day-Bed. Die Einrichtung kann als komplett bezeichnet werden: Flatscreeen, Stereo-Anlage, Nespresso-Maschine, die Gläser sind z.B. von WMF, als kein billiger Plunder sondern überall Qualitätsware, wenn man sich das Firmenschild ansieht. Riesige Badewanne, blaues Licht, eigener gar nicht so kleiner Pool und hinter der Gartenterasse führt ein schmaler Weg durch den „Dschungel“ und man steht am eigenen Strandabschnitt. Die Badewanne haben wir uns für einen Regentag aufgehoben, den hatten wir nicht, also blieb die Wanne unberührt… Lächerlich sind Aussagen in anderen Bewertungen „wer sich von solch einer Badewanne, die kein Mensch braucht, blenden lässt“ oder die Kritik, dass der Raum zu groß sei… Manchmal sagt eine Kritik halt mehr über den Kritiker aus… „Kritikpunkt“ war das Fehlen eines hellen Lichtes zum Schminken. Und vielleicht das Fehlen eines Zentralschalter: Wenn man abends zum Essen geht, ist es aufwändig, sämtliche Schalter der diversen Lichtquellen zu finden und dann auszuknipsen (29 reine Lichtschalter)… Aber das ist Jammern auf sehr hohem Niveau… ;-)
Wir haben nur im Air gegessen, als wir das Aqua ausprobieren wollten, war es bereits ausgebucht. Das Essen da war gut, aber nicht exzellent. Ausnahme: am Freitag gibt es grundsätzlich Essen à la carte – das hat es Sterne-Niveau. Ansonsten gut, nett hergerichtet. Der Service im Air war durchschnittlich – es gibt bspw. eine Weinkarte, die ist dick, wie ein Telefonbuch und der Kellner wartet ungeduldig neben einem, bis man sich entschieden hat. Der Empfang im Restaurant ist auch nicht sehr freundlich und man wird irgendwo platziert – außen sitzt man sehr schön, drinnen ist es ok… Mittagessen haben wir im Latidude – einer Art Bistro am Pool – eingenommen und das war jedesmal klasse: Leichte Küche, sehr schmackhaft, nettes Personal – eine Partie Schach und nebenbei einen Salat oder ein Sandwich… Nervig ist es beim Frühstück, wenn man auch dann platziert wird. Gerade beim Frühstück empfinde ich das als sehr störend. Da will ich mit keinem reden – vielleicht mit meiner Freundin und gut und mich hinsetzen – irgendwo. Nein, man wird an einen Tisch geführt, der Stuhle zurückgezogen, dass man sich setzt und dann wird die Serviette hingelegt… auf dass ich 10 Sekunden später aufspringe, zwei Orangensaft zu holen und diese Mini-Email-Tageszeitung…
Der Service ist sehr gut – extrem freundlich sind sämtliche Angestellten: Zimmermann, Gärtner, Rezeption. Der deutsche Guest-Relation-Officer hat sich ab dem Flughafen perfekt um den administrativen Kram gekümmert. (Zum Gastronomie-Service komme ich später noch.)
Nord-Male-Atoll – mit dem Speedboot in knapp 40 Minuten erreichbar. Für diese Bootsfahrt gab es keine Wartzeiten. Raus aus dem Flughafen, der deutsche Guest-Relation-Officer hat uns bereits erwartet, drei Minuten auf ein anderes Paar gewartet und dann ging es auch los…
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Gab es das? Es sind ab und an Taucher rumgelaufen; und am „öffentlichen“ Strand liegen ein paar Alibi-Sportgeräte herum incl. einem TopCat-Kat, den ich nur einmal auf dem Wasser gesehen habe, doch er musste mit dem Motorboot zurückgeholt werden, weil der Wind eingeschlafen ist… Schnorcheln ist vielleicht der große Sport da – das Wasser ist prima warm, die Fische bunt und Riffe, Rochen, Mantas, (kleine) Haie hat es zum abwinken. Hier empfehle ich die eigene Ausrüstung mitzubringen – zumindest den eigenen Schnorchel… Abendunterhaltung? Es spielte regelmäßig eine Band, die sich redlich mühte, es findet einmal die Woche eine Kinovorführung am Strand statt, ein Lagerfeuer… Etwas Leben an der Bar? Fehlanzeige – das stört aber nicht, will man eigentlich auch gar nicht…
Infos zur Reise | |
---|---|
Verreist als: | Paar |
Dauer: | 1 Woche im Dezember 2009 |
Reisegrund: | Strand |
Infos zum Bewerter | |
---|---|
Vorname: | Oliver |
Alter: | 41-45 |
Bewertungen: | 8 |