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Das Hotel macht einen insgesamt sauberen Eindruck. Es ist recht groß und unübersichtlich, die Zimmer sind aber zeitgemäß und solide eingerichtet. WIr waren 7 Personen (Familie mit 3 Kindern, zusätzlich Opa und Oma) in zwei benachbarten Familienzimmern mit Galerie und Balkon. Der gemeinsame Balkon ist für eine solche Konstellation ideal, wenn man ihn aber mit einer fremden Familie teilen muss, ist man schon sehr nah zusammen und hat keinerlei Intimbereich mehr. Einen miserablen Eindruck machte uns aber die allgemeine Atmosphäre. Was wir hier vorgefunden haben ist der Inbegriff des Massentourismus in seiner übelsten Form. Das Geschäftsmodell ist klar: Billig, billig billig! Ja der Aufenthalt ist billig, aber das spürt man eben an allen Ecken. Zu unserer Zeit (bayerische Pfingstferien) war das Haus wohl voll, um nicht zu sagen überfüllt. Das resultierte in vielen kleinen Dingen, die jeweils für sich genommen alle nicht so dramatisch sind, aber in der Summe wurde es dann irgendwann so nervtötend, dass ich gerne wieder abgereist bin. Ein paar Beispiele: - Die Aufzüge schalten "aus Sicherheitsgründen" um 22.00 Uhr, teilweise schon um 20.30 Uhr ab. Die Sicherheitsgründe sind klar: Da ist kein Personal mehr da, welches einen Notruf hören würde. OK: Ist nicht so schlimm, ich kann ja Treppen steigen. - Die Rezeption ist nur bis 21.00 Uhr besetzt. Mittags hatte sie auch zwischen 12.00 und 13.00 geschlossen. Wenn man vom Ausflug zurückkommt, bekommt man in dieser Zeit seinen Schlüssel nicht ... OK, ich habe ja Zeit und kann warten. Ist nicht so schlimm. - Die Wartezeit auf Getränke betrug nicht selten bis zu 10 Minuten (in der Selbstbedienung). Schlange stehen für ein Getränk mit 0,2 Inhalt. (Übrigens: Das erste Mal dass ich in Bayern ein 0,2 großes Bier trinken musste.) Also Austrinken und gleich wieder hinten anstellen. Das nervt. Irgendwann hat mein einfach keine Lust mehr. Aber OK. Ist ja all-Inclusiv, also nicht meckern! - Das Personal war offensichtlich immer im Streß. Nicht, dass ich mich deshalb beim Personal beschweren möchte. Die Leute tun mir leid. Man spürt aber, dass der Personalschlüssel (wohl aus Sparsamkeitsgründen) absolut knapp bemessen ist. Die meisten Angestellten waren trotzdem nett und versuchten ihr Bestes zu geben. Aber sie waren sichtlich überfordert. - Katastrophale Parkplatzsituation. Es gibt zwar einen kleinen Hotelparkplatz. Wir haben aber nie dort Platz gefunden. Auch die Tiefgarage (Aufpreis 3,-- Euro pro Tag) war immer voll. Man musste sich also im Ort freie Parkplätze suchen, teilweise einige hundert Meter weiter an der Hauptstraße. Ich könnte noch viele solche Beispiele nennen. Ich werde es teilweise bei den Details tun. Handyerreichbarkeit: Eher schlecht. Oft kein Netz (ist immer mal zusammengebrochen). Mobiles Internet allenfalls Edge, kein UMTS. Reisezeit: Eigentlich ganzjährig, in der Nähe ist auch das Skizentrum Hohenbogen.
Die Zimmer waren zumindest optisch sauber (ich habe keinen chemischen Test gemacht) und in Ordnung. Im Familienzimmer gab es zwei Betten auf der Galerie mit Schrank. Unten war eine ausgezogene Couch auf der zwei Personen schlafen konnten. Dazu noch ein Schrank, ein Tisch mit vier Stühlen, und ein Flachbild-TV (aber kein HD). Ein Telefon stand auch noch rum, aber wer braucht das heute noch? Am Zimmer gab es außerdem noch eine kleine Küche mit Herd, Spüle und Kühlschrank. Man könnte sich da also auch noch was selber kochen (Geschirr gibt es für 50,-- Euro dazu). (Aber was soll das bei einem All-Inclusiv-Haus?). Praktisch war der Kühlschrank. Wir haben hier die Getränke zum mitnehmen, Kühlakkus etc. runtergekühlt. (Ja, und auch eine Flasche Wein, denn der Hauswein, den es bei All-Inclusiv bis 21 Uhr gab, der war ... naja, billig halt). (Tipp: Hundert Meter weiter ist ein Supermarkt, 7-20 Uhr geöffnet mit großer Auswahl). Ansonsten gab es eine Dusche (habe ich nicht benutzt, da ich jeden Tag mehrfach im Hallenbad war und dort geduscht habe), ein Waschbecken und eine Toilette. Klein aber vorhanden und wohl auch ganz in Ordnung und sauber.
Das Essen passt zum Ambiente des Hauses: Billig. Wer sich zu Hause von Fertiggerichten und der billigsten Discounterware ernährt, der wird sich zuhause fühlen. Dabei konnte man meistens gar nicht mal über den Geschmack meckern. Aber die Schnitzel oder das Hühnerfrikassee waren eindeutig aus Pressfleisch. Beim Frühstück gabe es Wurst, ja, aber halt die einfachste und billigste Wurst, die man sich vorstellen kann. Brötchen waren leider nie richtig frisch, sondern meistens relativ zäh. Etwas Lustiges ist mir dem gekochten Ei passiert: Es ist durch den Eierbecher durchgefallen, weil es zu klein war. Mein Nachbar meinte: Noch etwas kleiner und es geht als Wachtelei durch. Aber gut, da stelle ich keine Ansprüche. Das Abendessen wird in zwei Schichten gereicht, um 17.30 Uhr oder um 19.30 Uhr. Dabei sind die Tische auf mehrere Räume und sogar Stockwerke verteilt. Meine Kinder mussten Suppe, Getränke, Salatteller, Hauptteller über die Treppe balancieren (Tabletts gibt es nicht). Also: Mehrfach gehen, d.h. mehrfach anstehen, denn Wartezeit gibt es auch. Sicher könnte man über einzelne Speise eine differenzierte Kritik abgeben. Wer sich Gastronomie erwartet ist aber fehl am Platz. Was es im Klosterhof gibt, ist einfach Hausmannskost, die jede Hausfrau mit Hilfe von Fix-Pulvern genauso hinbekommt. Eine Küche scheint es im Haus übrigens gar nicht zu geben. Die Gerichte werden in großen beheizten Containern gebracht. Deshalb gibt es auch nichts, was irgendwie knusprig oder frisch sein muss (z.B. Pommes). Nudeln, Reis, Kartoffeln kann man lange warmhalten und genau das passiert auch. Wieder wird das Hauskonzept deutlich: EInsparen wo es geht, damit der billige Kampfpreis erreicht waren kann.
Der Service war schlichtweg überfordert. Das Personal war meistens (nicht immer!) freundlich, aber schlichtweg so gestreßt, dass halt mal ein unwirsches Wort "rausrutscht". Ein großer Teil der Angestellt kommt wohl aus Tschechien und scheint nicht vom Fach zu sein. Wenn es Fragen oder Probleme gab, gab es auch keine Lösung. Es ist im Geschäftsmodell einfach nicht vorgesehen, dass Kunden auch Gäste sind, die vielleicht mal Sonderwünsche haben. Die Zimmerreinigung dauert ca. 3 Minuten alle zwei Tage. Das Zimmermädchen ist im Laufschritt die Treppe in unserem Zimmer (zur Galerie) hoch gesprungen. Das war sportlich! (Es zeigt aber, welcher Druck hier wohl da sein muss. Die Arbeitsbedingungen für das Personal müssen grauenvoll sein!) Kinderbetreuung wird angeboten, aber nur zu Zeiten, wo sie absolut nicht zu gebrauchen ist (z.B. während des Abendessens: Sollen die Kinder von einem gezeigten Film satt werden, oder was?) Beschwerden habe ich mir gespart, denn ich hatte nicht den EIndruck, dass ich dadurch irgendetwas erreicht hätte.
Die Landschaft des oberen bayrischen Waldes ist wunderschön. Ausflugsmöglichkeiten in alle Richtungen lassen den Urlaub nicht langweilig werden. Der nächste Bahnhof (Furth im Wald) ist ca. 10 Kilometer weg. Busse (mit Gästekarte kostenlos) fahren ca. dreimal am Tag und sind nicht wirklich eine Hilfe. Das eigene Auto ist eigentlich unverzichtbar. Wer aber Shopping oder Nightlife am Ort erwartet, der ist hier am falschen Platz. Es ist schön ruhig hier ;-)
Beliebte Aktivitäten
- Sonstiges
Es gibt ein Hallenbad, eine Sauna und ein Dampfbad. Beides ist eigentlich - von kleineren Dingen abgesehen - ganz brauchbar. Gut, das Bad war manchmal so voll, dass man unter Wasser getreten wurde, aber das gehört zu einem vollen Massenbetrieb halt einfach dazu. Und es stand überall das Wasser: Mit dem Fließenleger würde ich mal ein ernstes Wort sprechen. Da muss einfach ein leichtes Gefälle rein, damit das Wasser abläuft.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Familie |
| Dauer: | 1 Woche im Juni 2014 |
| Reisegrund: | Sonstige |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Norbert |
| Alter: | 46-50 |
| Bewertungen: | 2 |


