Wir haben 10 Tage mit Halbpension in der Appartmentanlage verbracht. Sie liegt in einer Sackgasse. Hinter der Anlage befindet sich einer der unzähligen Kreisverkehre. Dort werden auch die Auto`s der Strandbesucher geparkt. Direkt gegenüber vom Hotel befindet sich eine Bushaltestelle. Hier halten die Transferbusse vom Flughafen sowie die Lienienbusse nach Janida etc. Tagsüber sieht die Haltestelle unscheinbar aus. Allerdings reisen die meissten Urlauber morgens früh (ab 5.00 Uhr) ab. Das Reisegepäck wird bei laufendem Busmotor verladen, was leider zu einer Geräuschbelästigung führt. Schläft man allerdings bei geschlossenem Fenster, ist die Welt wieder in Ordnung. Die Anlage machte einen sauberen und gepflegten Eindruck. Die Appartements waren sehr gross. Man sagte uns, dass die Anlage ausgebucht wäre, was wir nicht ganz nachvollziehen konnten, da der Speiseraum nie voll war. Es herrschte eine angenehme und ruhige Atmosphäre. Die Urlauber waren grossenteils Rentner ansonsten junge Paare mit und ohne Kindern. Sie kamen grossenteils aus dem süddeutschen Raum. Engländer, Spanier oder Franzosen haben wir nicht erlebt. Ein Minimarkt ist im Hotel integriert. Da die nächste Einkaufsmöglichkeit (Sparmarkt im Keller eines Wohnhauses, aber gut sortiert) ca. 600 m weit weg ist, lässt sich der Minimarkt seine Waren auch gut bezahlen. Mittags und Sonntags ist er geeschlossen. Brötchen werden dann an der Rezeption verkauft. Die Appartments werden auch als Selbstverpfleger gebucht. Fuerteventura ist eine Insel zum Sporttreiben oder für den totalen Strandurlaub. Will man etwas besichtigen, ist man auf den Geschwisterinseln Lanzarote und Teneriffa besser aufgehoben. Fahrradwege haben wir nicht gesehen, obwohl viele Sportler mit ihren Rädern unterwegs waren. Sie sind dann am Seitenstreifen der Hauptstrassen gefahren, was sich als sehr gefährlich darstellte. Im November hatten wir ein Paar Tage, wo es zwischenezeitlich etwas getröpfelt hat, aber das war kein Vergleich zu den Regengüssen, die wir in Deutschland etragen müssen.
Unser Appartment lag direkt an dem Hauptgebäude und war auch für gehbehinderte Menschen geeignet. Im Eingangsbereich verfügte es über eine Rampe, welche auch mit Rollstuhl befahren werden konnte. Das Bad war ausreichend gross, um sich dort mit dem Rollstuhl zu bewegen. Allerdings gab es keine barrierefreie Dusche, sondern eine Wannendusche. Des weiteren verfügte unser Sparappartement über eine kleinen Terrasse vor der Haustür und einen kleinen Innenhof, der bis mittags in der Sonne lag.Tisch und 3 Stühle waren auch vorhanden. Die Küche war mit grossem Kühlschrank, Kaffeemaschine, Mirkowelle und richtigem Herd gut ausgestattet. Das Mobiliar war auch frei von Gebrauchsspuren.
Es gibt einen Speiseraum mit Terrasse. Die Mahlzeiten (Frühstück und Abendessen) werden in Buffetform gereicht. Morgens gibt es typisches Frühstück von Müsli über Brot und Brötchen mit Marmelade, Wurst, Käse und verschiednen Eiergerichten. Auch Süssgebäck ist vorhanden. Lobend zu erwähnen ist das tägliche sehr frische Vollkornbrot. Natürlich war auch eine grosse Auswahl an Früchten (leider auch Dosenfrüchten) vorhanden. Abends gab es ein reichhaltiges Salatbuffet sowie Show-cooking mit 2 Gerichten. Meistens Fleisch und Fisch. Im Buffet gab es weitere Fleisch- und Fischspeisen. Natürlich auch Nudeln und Pommes für die Lütten. Zum Nachtisch gab es Obst oder spanische süsse Kuchen und Speisen. Zum Ende unseres Urlaubs fand beim Abendessen eine Umfrage bzgl. Kundenzufriedenheit ausschliesslich für das Restaurant statt. Hier ist also die eine oder andere Verbesserung (Schilder auf den Gerichten und die warmen Speissen haben hoffentlich auch noch ihre Temperatur, wenn sie auf dem eigenen Teller vor einem auf dem Tisch stehen) zu erwarten. Zu erwähnen sind noch die Preise der Getränke zum Abendessen. Wir waren erstaunt wie moderat diese sich gestalten. Und das nicht nur beim Mineralwasser!
Alle Mitarbeiter in der Rezeption sind sehr freundlich und sprechen fliessend deutsch und spanisch. Das übrige Personal spricht mal mehr mal weniger gut deutsch. Ein Minimarkt ist im Hotel integriert. Mängel wurden freundlich entgegengenommen und sofort behoben. Die Safes waren nicht in Betrieb. Auf unsere Nachfrage erklärte uns die Rezeptionistin, dass das Safesystem gewechselt wird. Es besteht die Möglichkeit, kostenlos die Wertsachen im hoteleigenen Safe zu deponieren. Wann die Umstellungsphase beendet ist, wurde uns nicht mitgeteilt. Die Appartements wurden täglich, ausser mittwochs und sonntags, gereinigt. Zusätzliche Serviceleistungen haben wir nicht genutzt.
Zum Playa Barca waren es ca. 10 Minuten Fussweg. Am Ende unseres Hotels begann das Niemandsland. Die Strassen waren nur noch Schotterpisten und Fussgänger laufen durch niedriges verdorrtes Gewächs zum Strand. Dieser ist feinsandig und wird von FKK-Anhängern genutzt. Auch für kleine Kinder ist der Strand geeignet, da er sanft abfällt und es so möglich ist, weit ins Meer hineinzugehen und trotzdem noch zu stehen. Es war ein grossartiges Gefühl, im November noch im lauwarem Meer zu baden. Bei Niedrigwasser kann man über die Vulkansteine laufen und so von einer Bucht zur anderen gelangen. Es gibt einige Strandbars. Die bekannteste ist die von René Egli. Dort ist auch eine Surfschule angesiedelt. Einkaufsmöglichkeiten sind in Costa Calma sehr rar. Es gibt einige "Shoppingcenter", aber dort gibt es hauptsächlich überteuerten Ramsch. Hat man ein Center gesehen, kennt man alle. Auf den Geschwisterinseln gibt es diesbezüglich mehr zu gucken. Ausgehmöglichkeiten sind in Costa Calma ebenfalls nicht vorhanden. Wenn man Abendunterhaltung sucht, ist man in Jandia besser aufgehoben. Wir hatten ein Auto gemietet, mit dem wir auch die Mühle in Antigua sowie das Salzmuseum besucht haben. Diese waren beide sehr sehenswert.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Es gab einen Fitnessraum in dem Kardiogeräte und Hanteln für die Urlauber bereitstanden. In diesem Raum wurden auch Kurse für Wirbelsäule, Bauch-Beine-Po und Joga angeboten. Saunen (welcher Art ist uns nicht bekannt) waren auch vorhanden. Allerdings gab es keine Aufsichtsperson dort. Es wurde auf die Eigenverantwortung der Urlauber gesetzt.


